Green Bay Packers in der Sezierstunde

Stat Line 2012

Record        11-5    DP
Enge Spiele    4-4
Pythagorean   10.5    (7)
Power Ranking   .593  (5)
Pass-Offense   6.6   (12)
Pass-Defense   5.7    (7)
Turnover        +7

Management

Salary Cap.
Free Agents.

Merkwürdig unscheinbare Saison für die Green Bay Packers 2012/13: Man war trotz Verletzungsplage und Eindimensionalität mal wieder 11-5 und galt bei vielen Experten als leichter Favorit im Playoff-Viertelfinale in San Francisco, aber nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden dort weiß niemand so recht, was man mit der abgelaufenen Packers-Saison anstellen soll.

Etwas ironisch mag sein, dass der so erfolgreiche Head Coach Mike McCarthy ausgerechnet in der abgelaufenen Saison erstmals wirklich am Radar war – und nicht immer im positiven Sinne. Stark für den Trainerstab spricht, dass das Team zusammengehalten wurde, selbst nach der fragwürdigen Klatsche in Seattle, als die Saison schon früh am seidenen Faden hing. Aber McCarthy zeigte im Saisonverlauf in regelmäßigen Abständen völlig bizarres PlayCalling, sprang bei einer geschwartzten Challenge von der Schippe, und wirkte generell weniger souverän als in anderen Jahren. Ist das ein Problem? Vielleicht nein, aber es waren genügend überdenkenswerte Entscheidungen McCarthys dabei, dass ich McCarthy ab sofort stärker aufm Radar habe.

GM Ted Thompson bleibt dagegen der Alte: In der Offseason wird wenig Wirbel am Transfermarkt gemacht (höchstens durch Abgänge), und man scheint mal wieder alle Ressourcen in den Draft zu stecken. Und man wird QB Aaron Rodgers den teuersten Vertrag der NFL-Geschichte geben müssen, ein Kontrakt, der ca. 16-20% vom Salary Cap frisst.

Die Offense

Persönlich fand ich Rodgers erneut fantastisch: Hielt eine erodierende Offense zusammen, und auch wenn die Effizienz-Stats (6.6 NY/A) im Vergleich zu anderen Rodgers-Saisonen ein krasser Ausreißer nach unten waren, haste beim Zuschauen stets 100%iges Vertrauen, dass Rodgers das Richtige macht, wenns drauf ankommt. So weit der persönliche Eindruck, aber ich vernahm in einem Podcast von Greg Cosell durchaus auch Kritik an Rodgers: Laut Cosell ließ er brutal viele Plays auf dem Feld, verpasste offene Receiver und war ganz einfach nicht der alte Rodgers. Für ein ausgedehnteres All-22 Studium fehlte mir bislang die Zeit, aber nach den wenigen gesammelten All-22 Eindrücken kann ich Cosells Meinung nicht bestätigen. Aber immerhin: Wenn Cosell sowas sagt, ist es wahrscheinlich, dass was dran ist.

Nun kann man immer sagen „logisch, dass Rodgers viele Plays am Feld lässt. Die Packers spielen ja auch eine gefühlte 90:10 Pass/Lauf-Ratio. Bei so vielen Pässen fallen qua Natur viele zu Boden“. Damit ist auch eines der Charakteristika von Green Bays Angriff schnell beschrieben: Er läuft über die Luft, und zwar ausschließlich. Laufspiel wird häufig noch nicht mal als Ablenkungsmanöver eingestreut.

Viele Pässe, viele benötigte Wide Receivers: Nach dem Rücktritt von Driver und dem Abgang des zu teuren Jennings verbleiben drei primäre WRs: Jordy Nelson, James Jones und die Allzweckwaffe Randall Cobb. Gepaart mit dem unkonstanten, aber wenn motiviert brillanten TE Jermichael Finley ist das ein wunderbares Quartett, aber es ist nicht mehr vollkommen: Der Packers-Angriff braucht als Minimum diese Leute, besser wären noch 1-2 Wideouts mehr. Jennings‘ anerkannt präzises Routenlaufen dürfte vermisst werden. Sofern man den jungen WRs Boykin und Ross nicht über den Weg traut, gehe ich davon aus, dass Thompson irgendein Karnickel in der zweiten oder dritten Draftrunde aus dem Hut zaubert. Was mit dem zweiten Tight End nach dem Abgang des vollkörpertätowierten Monsters Crabtree wird, bleibt auch abzuwarten.

Möglichst viele Receiver sind für Rodgers auch stets ein Schutzmittel und eine Verstärkung der Pass-Protection (weil extremstes Timing = schnellerer Wurf = weniger Zeit für den Passrush). Das muss in Green Bay auch sein, denn die Offense Line gilt als anerkannt wackelig. Gesetzt ist die rechte Seite mit RG Sitton und RT Bulaga, aber auf Center (Saturday tart zurück) und der linken Seite (LG Lang gilt als Wackelkandidat, LT Newsome möchte man lieber heute als morgen ersetzen) besteht Nachbesserungsbedarf. Der vor zwei Jahren gedraftete LT Sherrod war bisher mehr verletzt und es mehren sich die Stimmen, dass Newsome es in der NFL nicht mehr packen könnte.

Schließlich das Laufspiel: Green Bay kommt ganz gern mit Jungs vom Straßeneck aus, weil ein teurer Back eh nur verschwendte Kohle in diesem System ist. Das ist gut und recht, und Leute wie DuJuan Harris oder Alex Green zeigten schon den einen oder anderen faszinierenden Lauf oder wenigstens Kampfgeist in engsten Lücken. Aber wirklich verlässliche Leute sind das nicht. Niemand erwartet allerdings, dass Thompson vor der vierten Runde auf RB-Suche geht – wenn überhaupt.

Defense

Die Packers-Defense war letztes Jahr besser als 2011/12, aber sie ist immer noch stark abhängig von erzwungenen Turnovers, und es gibt noch Luft nach oben. Dazu kommt, dass nach dem Abgang der Lieblings-Schachfigur von DefCoord Dom Capers, Charles Woodson, wohl eine kleine Systemumstellung weg von dieser eigenartigen 2-4-5/3-4 Defense folgen wird.

Beginnen wir in der Defensive Line, die einige Wünsche ob der Kadertiefe offen lässt: B.J. Raji und der alternde Ryan Pickett (wird 34) sagte man zuletzt wieder ein besseres Jahr nach, aber hinter den beiden gibt es Waale: DT/NT Jerel Worthy erlitt eine schwere Verletzung und wird nicht sicher fit. Mike Williams gilt maximal als role player und wenn man bedenkt, dass Green Bay in spätestens einem Jahr entweder Raji oder Pickett (beide haben nach 2013 auslaufende Vertäge, Pickett wie geschrieben ist alt) oder beide ziehen lassen muss, wäre ich über die Einberufung eines massiven Defensive Liners wie John Jenkins oder Jesse Williams nicht überrascht.

Bei den Linebackers gibt es Gegensätze zwischen außen und innen: „Außen“ bei den OLBs gibt es mit Clay Matthews und Nick Perry zwei großartige Passruher (Perry hatte als Rookie aber mit vielen Verletzungen zu kämpfen, die wenigen Eindrücke wurden aber unisono hochgejubelt), aber null Tiefe. „Innen“ gibt es viele Jungs mit Potenzial, aber keinen Superstar. Die beiden bekanntesten Leute sind A.J. Hawk und Desmond Bishop. Ersterer ist vor allem mit der Kohle, die QB Rodgers kassieren wird, spätestens nächstes Jahr ein wandelndes Salary-Cap-Problem. Letzterer hat häufig mit Verletzungen zu kämpfen. Ich erwarte 1-2 Picks für die OLB-Tiefe, aber Inaktivität bei den ILBs.

Die Cornerbacks dürften rundum zufrieden stellen: Williams/Shields wurde ein gutes Jahr nachgesagt, CB Casey Hayward galt lange Zeit als Kandidat für den Defensiv-Rookie des Jahres und definiert sich sowohl als guter Deckungsspieler als auch als Gefahr für Interceptions, und machte auch schon erste Erfahrungen mit richtigen #1-WRs, dahinter Leute wie House oder Bush als vierte und fünfte Optionen (und Versicherung gegen Verletzungen) – datt stellt zufrieden.

Bei den Safetys dürfte nur Burnett gesetzt sein. S Sean Richardson soll im Trainerstab hohes Ansehen genießen. S M.D. Jennings schaffte es in Seattle nicht mal, die entscheidende Interception gegen Golden Tate zu fangen… okay, der war böse. Burnetts Vertrag läuft 2014 aus und dürfte nicht billig werden – einen Rookie-Safety sehe ich schon nach Green Bay gehen.

Ausblick

Gemessen an dem, was McCarthy und Co. spielen wollen, ist der Kader richtig stark besetzt. Die größten Baustellen für den Draft sind IMHO:

  • Defensive/Nose Tackle
  • Ergänzungsspieler auf Wide Receiver
  • Linke Seite Offense Line
  • Safety
  • Center

Es wäre gegen alles bisher von Thompson gezeigte, wenn die Packers plötzlich mit einem hohen Pick einen Runningback holen würden. So oder so wird die Mannschaft mit einem gesunden Rodgers in der Shotgun-Formation selbst in der knackigen NFC ein Superbowl-Anwärter bleiben.

Green Bay Packers in der Sezierstunde

Zum Abschluss des Sezierstunde-Kurses dann noch der Titelverteidiger. Die Green Bay Packers, die mit 10-6 und als #6 der NFC den Titel in der abgelaufenen Saison geholt haben.

Waren die Packers 2010/11 unschlagbar? Nope.

Wird man sich in fünf Jahren schwelgend an die Packers 2010/11 erinnern? Probably not.

Trotzdem beeindruckend, wie nach all den Verletzungsausfällen, seien sie permanent oder temporär gewesen, in der Saisonschlussphase noch einmal der Schalter umgelegt werden konnte und am Ende trotz weiterer Ausfälle in der Superbowl der Titel geholt werden konnte.

Die Huldigung

Die Haupt-Gratulation von meiner Seite geht neben Head Coach Mike McCarthy vor allem an General Manager Ted Thompson, der vor drei Jahren die Eier hatte, die Legende Favre abzusägen und trotz größter Widerstände auf den jungen Aaron Rodgers gesetzt hat. Es ist aus der Ferne schwer nachvollziehbar, wie mutig der Schritt war, aber wenn erst jetzt die letzten Rufe nach Favre am Verstummen sind, kann man die Tragweite der Entscheidung erahnen.

Aaron Rodgers

Rodgers hat nicht die Persönlichkeit, um Leute mitzureißen wie einst ein Brett Favre, und deshalb ist Rodgers wohl lange etwas unterschätzt worden. So richtig in die Top 3 der NFL QBs hätte ich Rodgers ab ziemlich genau Mitte November gewählt. Green Bay war eine eindimensionale Mannschaft und es war fassungslos, wie sich Rodgers hinter einer un-überzeugenden Offensive Line bewegte, wie ruhig er seine Receiver ausguckte. Ab diesen Tagen glaubte ich an die Möglichkeit, dass Rodgers eine Mannschaft zum Titel quarterbacken (ja, tatsächlich handelt es sich hierbei um ein Verb) könnte.

Offensiv den Hebel ansetzen

Trotz Superbowl-Sieg haben die Packers genügend Schwachstellen im Kader, als dass man schon jetzt von einer Dominanz für die kommenden Jahre ausgehen könnte. Eine dieser Schwachstellen ist die Offensive Line, die immer noch ein wunder Punkt ist. Sie war in der abgelaufenen Saison besser als 2009/10. Von Dominanz zu sprechen wäre glatte Übertreibung. Ein Problem ist auch der Alterungsprozess, vor allem bei LT Chad Clifton.

Die Passempfänger dürften durch die Rückkehr von TE Jermichael Finley eine enorme Verbesserung erfahren. Ich halte Finley für die dominanteste Offensiv-Waffen in Green Bay. Mit Finley ist die Offensivmaschine noch einmal eine Einheit geschmierter als sie phasenweise in den Playoffs eh schon lief.

Allerdings könnte mit WR Donald Driver die Beständigkeit in Person zurücktreten. Driver ist 36 geworden und hat 2010/11 erstmals seit Äonen wieder weniger als 1000yds erzielt. Mit WR James Jones ist zudem ein Mann Free Agent. Ich halte Jones für wertvoller als es seine produzierten Stats vermuten ließen (50 Catches, 679yds, 5 TD).

Das Laufspiel lief in den Playoffs unter Rookie James Starks besser als in der Regular Season. RB Ryan Grant wird von einer schweren Oberschenkelverletzung zurückkehren, aber Running Backs tendieren nach schweren Verletzungen schnell verbrannt zu sein. Für Grant ist dies bitter. Er ist nach 2011/12 Free Agent – nun wartet entweder eine verkürzte Saison oder ein Platz als Backup. So kann man Millionen verlieren. RB Brandon Jackson, der in den Playoffs hauptsächlich fangender Back war, ist Free Agent und wird wohl gehen.

Der Publikumsliebling FB John Kuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhn ist ebenso Free Agent, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Green Bay den Mann ziehen lässt. Alles in allem gilt: Das Laufspiel hat in Green Bay mehr die Funktion eines Ablenkungsmanövers, denn die Funktion, das Offensivspiel im Alleingang zu tragen.

Defensiv den Hebel ansetzen

Die Defense ist trotz allem die bessere Hälfte in dieser Mannschaft. #2 nach DVOA, #1 nach Passspiel, #16 nach Lauf. Die Passverteidigung zeichnet sich vor allem durch sensationelle Deckungsarbeit und variable Blitz-Formationen aus.

Die Defensive Line ist um den jungen NT B.J. Raji gebaut. Der DE Cullen Jenkins wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gehen (müssen), weil Green Bay in der ersten Runde an #32 wohl einen frischen Defensive Liner holen wird. Sind schließlich genügend Talente durch die Gegend laufend.

Die Linebacker dürfen den Chef, Nick Barnett, zurück heißen. Barnett ist ILB, doch das Problem liegt eher bei den OLBs. Nicht bei Clay Matthews. Sondern seinem Gegenpart, und in der Tiefe der LB-Gruppe.

Die Secondary ist IMHO das Prunkstück bei den Packers. Es gibt mit CB Charles Woodson einen absolut herausstechend überragenden Mann. Woodson ist ein Alleskönner, deckt zu, was zuzudecken ist und ist ein effizienter Blitzer. Allerdings wird Woodson mit bald 35 nicht jünger. Auf lange Sicht wird Green Bay einen Nachfolger brauchen, obwohl mit den intelligent spielenden CBs Shields und Williams schon gute Leute da sind. Die Safetys sind trotz des Touchdowns in der Superbowl nicht vom Kaliber „Polamalu“, sondern gehobene NFL-Klasse.

Ausblick

Offensive und Defensive Lines müssen verbessert und einige junge Alternativen für die Altstars herangeführt werden. Ansonsten schaut der Kader nicht schlecht besetzt aus. Die Defense ist zu Teilen noch recht jung und sollte unter dem großartigen DefCoord Dom Capers noch nicht alle Leistungsgrenzen ausgelotet haben.

Jetzt kommt der Draft, wo das GM-Genie Thompson auf die Talente dieser Welt losgelassen wird. Green Bay hat in den letzten Jahren außergewöhnlich viele Eigenbauspieler via Draft in die Mannschaft eingebaut. Hält sich der Trend, wird Green Bay langfristig auch in der schweren NFC North vorne dabei bleiben.

Superbowl XLV: Auf der Suche nach der besten Geschichte

Morgen werden die beiden Superbowl-Teilnehmer ausgespielt – will heißen: Es gibt im Moment noch vier mögliche Matchups und einige massive Storylines für das Endspiel. Welche ist die beste?

Ryan Bowl

Bears vs. Jets. Rex Ryan ist aktuell der Head Coach der New York Jets. Das war nicht immer so: Rex war als Kind Ballbub bei den Chicago Bears, und das nicht ohne Grund: Sein Dad ist der legendäre Buddy Ryan, einst Defensive Coordinator der Bears und Architekt der Bears-Defense Mitte der 80er, die als eine der besten und aufgund vieler Charakterköpfe auch als eine der geschichtsträchtigsten ever gilt und im Jänner 86 maßgeblich am einzigen Superbowl-Championat der Bears beteiligt war. Damit nicht genug: Buddy war als Defensive Coordinator auch am Superbowl-Sieg der Jets (1968) nicht „schuldlos“.

Obama Bowl

Bears vs. Steelers. Die beiden Teams eint trotz ihrer Tradition kaum gemeinsame Geschichte, außer, dass sie seit Äonen in Familienbesitz sind. Interessanter ist da schon der politische Faktor: US-Präsident Barack Obama kommt aus Chicago und ist naturgemäß Bears-Fan. Aber Obama dürfte auch nicht wenig Empathie für die Pittsburgh Steelers empfinden, schließlich war Steelers-Owner Art Rooney einer der ersten, die Obama im Wahlkampf öffentlich unterstützt haben.

Title Bowl

Oder so. Packers vs. Steelers. Der NFL-Rekordchamp Green Bay (13 Titel) gegen den Superbowl-Rekordchamp Pittsburgh (6 Ringe), etwas, wovon die Amerikaner gerne behaupten, das ware ein Matchup for the ages. Zwei Städte, die Football im Wappen tragen müssten. Es gibt noch andere Geschichten nebenbei: Die QBs Roethlisberger und Rodgers, die einst in ihren Drafts 2004 und 2005 übergangen worden sind, die Top-Offense der Packers gegen die Top-Defense der Steelers und ein paar persönliche Verlinkungen: Packers-Coach McCarthy stammt aus der Region um Pittsburgh. Und wer sich den Trainerstab der Packers anschaut, dem fällt der eine Name auf: Kevin Greene, einst testosterongeschwängerter Linebacker und Defensiv-Leader bei den Pittsburgh Steelers.

Favre Bowl oder Green Bowl oder Wild Card Superbowl

Je nachdem, wie man’s nimmt, und das sind nicht die einzigen Geschichtchen. Packers vs. Jets. Ein Superbowl-Matchup, bei dem Claudia Roth ihre hellste Freude haben würde: Die Farbe grün dominiert.

Zweiter Fun Fact: Es wäre eine Superbowl der AFC-#6 Jets gegen die NFC-#6 Packers – ein Novum und angesichts der Playoffgeschichte bis Mitte der 2000er eine Sensation. Es wäre gleichzeitig die erste Superbowl zweier Wildcard-Teams.

Das alles hat aber keine Chance gegen diese eine Geschichte: Im Frühjahr 2008 hatte Ted Thompson genug gesehen. Er jagte die Packers-Legende Brett Favre nach Jahren des Fang-mich-Spielchens vom Hof, um dem aufstrebenden QB Aaron Rodgers eine Chance zu geben. Eine Majestätsbeleidigung und um ein Haar GM-Selbstmord in Green Bay. Favre spielte sein Ego-Theater zum ersten Mal, wechselte beleidigt nach New York und wurde Jets-QB. Im Großen Apfel avancierte Favre erst zum Hero, als die Jets wie die kommenden Champs aussahen, und dann zum Sündenbock, als die Jets mit einer Niederlagenserie noch aus der Playoffzone flogen. Favre wiederholte sein elendiges Spielchen, und ging nach Minnesota, wo er eine Dummheit von der Superbowl entfernt war. Im vergangenen Sommer, 2010, Kapitel [bitte beliebige Zahl x>3 einsetzen], Favre auf dem letzten Halali für den Titelgewinn. Es wurde nichts.

Bei Packers vs. Jets würden Dallas die beiden Teams gegeneinander um den Titel spielen, die einst Favre vor nicht allzu langer Zeit im Streit und egogekränkt verlassen hat. Für mich storyline-mäßig gesehen das Top-Matchup für Superbowl XLV.

BittewählenSiesichihreLieblingsgeschichtefürSuperbowlXLVaus!