Date am Donnerstag, #11: Pittsburgh Steelers – Tennessee Titans

Date am Donnerstag heute ab 2h30 mit Pittsburgh Steelers (7-2) vs Tennessee Titans (6-3). Weiterlesen

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Montagsvorschauer, Week 6

Monday Night Game für Freaks heute Nacht, 02h30: Tennessee Titans (2-3) vs Indianapolis Colts (2-3). Es könnte eine Partie zweier aufregender Offenses mit jungen QBs wie Mariota und Luck sein. In Realität ist es ein Duell Matt Cassel vs Jacoby Brissett. Weiterlesen

Die furchtlose NFL-Vorschau 2017/18 | Die Kronprinzen

Teil 3 der großen NFL-Vorschau 2017/18 mit den Mannschaften, die zu den heißeren Playoffanwärtern gehören. Aus dieser Riege sind immer wieder Mannschaften ganz nahe oder bis in den Super Bowl gekommen – aber im Vergleich zu den morgen vorgestellten acht Titelfavoriten haben sie doch den einen oder anderen Schwachpunkt zu viel. Weiterlesen

Die furchtlose NFL-Vorschau 2016/17 | Die Kellerkinder

Vier Tage bis NFL-Start, und damit Zeit für die alljährliche NFL-Vorschau, die wie in den letzten Jahren als Vierteiler kommt. Diskutiert werden wie immer alle Mannschaften auf Basis ihrer Kader, der Spielpläne sowie einiger Advanced-Stats, die man im verlinkten Kasten nachvollziehen kann.

Zu jedem Team gibt es eine kleine Infobox mit Division, Headcoach, dem erwarteten Strength of Schedule (nacverlinkter Kalkulation von Warren Sharp), Siegbilanz 2015 und meinem Tipp für 2016.

Heute der Start mit den acht Mannschaften, die in der anstehenden Saison keine Chance auf den Gewinn der Lombardi-Trophy haben. Weiterlesen

Tennessee Titans in der Sezierstunde

Beginnen wir die Sezierstunden 2016 mit der Mannschaft mit dem schlechtesten Record der abgelaufenen Saison, den Tennessee Titans, die auf eine 2-14 Saison eine 3-13 Saison folgen ließen und sich damit das Recht auf den Top-Pick im anstehenden Draft erspielt haben. Dass Tennessee keine gute Mannschaft stellen würde, hatte man erwartet. Dass es aber so schlecht sein würde? Weiterlesen

Date am Donnerstag 2015, Week 11: Jacksonville Jaguars – Tennessee Titans Preview

Jede Mannschaft sollte zumindest einmal pro Saison in der Primetime spielen – das ist NFL-Mantra. Und so kommt es, dass wie heute Nacht im Thursday Night Game das AFC-South Duell Jacksonville Jaguars (3-6) vs Tennessee Titans (2-7) serviert bekommen. Es ist das Spiel der Mannschaften, die im Draft an #2 und #3 gezogen haben. Weiterlesen

Die furchtlose NFL-Vorschau 2015/16 | Die Kellerkinder

Die NFL-Saison 2015/16 steht vor der Tür und somit bietet sich wieder die Chance für eine lieb gewordene Tradition auf diesem Blog: Die große vierteilige Vorschau auf die Saison, die wie immer unterteilt wird in die vier Kategorien: Bodensatz, Mittelklasse, Playoffkandidaten und Titelanwärter.

Berücksichtigt werden dabei verschiedene Faktoren, von der Entwicklung der Mannschaft über die Stärke der Divisionen und Spielpläne hin zu Regressionsfaktoren wie Turnover- oder Verletzungsglück. Also nichts was wir nicht schon in der Vergangenheit hatten. In der Leiste rechts finden sich ein Glossar und die Referenz-Links zu den entsprechenden Quellen.

In der Voranalyse fällt auf, dass die NFC in diesem Jahr in der Spitze recht dünn besetzt ist, während die AFC mittlerweile wieder einen ganz guten Standard erreicht hat und wegzukommen scheint vom Gespann Manning / Brady, der über den Endspielteilnehmer dieser Staffel entscheidet. Doch genug der Vorrede, beginnen wir mit den acht Mannschaften, die den Bodensatz der Liga bilden. Weiterlesen

Tennessee Titans in der Sezierstunde

Die Tennessee Titans gelten seit einigen Jahren als gesichtsloseste Franchise ist in der NFL, was nicht zuletzt an der wenig greifbaren Ära von Mike Munchak („We are going to run to win“) und jahrelangem Herumkrebsen im Liga-Mittelmaß liegt. Unter dieser Prämisse war die 2-14 Debütsaison von Head Coach Ken Whisenhunt sogar sowas wie ein Erreger von Aufmerksamkeit, mehr als die letzten fünf Titans-Jahre zusammen. Weiterlesen

Date am Donnerstag, Week 16: Bonjour Tristesse, Adieu | Jacksonville Jaguars – Tennessee Titans

Ein Date mit zwei nur mäßig attraktiven Parteien: Jacksonville Jaguars (2-12) vs Tennessee Titans (2-12), ab 02h30 (SPORT1 US live), als ein Duell zweier Records, die es in ihrer Schlechtigkeit selten in der NFL gibt. Beide Teams spielen nur noch um die Ehre bzw. vielleicht auch nicht, sondern um einen möglichst hohen Draftpick 2015. Weiterlesen

Die furchtlose NFL-Vorschau 2014/15 | Der Bodensatz

Referenzen

Ich gebe zu, dass mich die vergangene Footballsaison geschlaucht hat. Ich gebe zu, dass mich der Draftprozess irgendwann ermüdet hat. Ich gebe zu, dass ich eine Pause gebraucht habe. Vom Schreiben, von der NFL, vom Football. Frühjahr und Sommer waren für mich nicht einfach, da aus recht heiterem Himmel neue Projekte im Job reingeschneit sind, die mich ins kalte Wasser geworfen haben, ein Wasser, in dem ich erst das Schwimmen lernen musste. Ich hatte mir überlegt, ob ich die Seite weiterbetreiben werde. Ich beschloss, über den Sommer zu warten. Warten auf die Rückkehr des Kribbelns. Warten auf Normalisierung der Arbeitszeiten.

Die NFL-Preseason hat mich nicht interessiert, aber sie hat mich nie interessiert. Aber in den Tagen vor Beginn der College-Saison kam es. Es interessiert mich noch. Am kommenden Donnerstag beginnt schließlich die NFL-Saison 2014/15. Eine Vorschau darauf, wie aus dem letzten Jahr gewohnt als Vierteiler: Kein klassisches Power-Ranking, sondern ein Blick auf Stärken, Aussichten, mögliche Probleme und mögliche Chancen. Ich beginne mit dem Oktett, das ich dieses Jahr am Bodensatz der Liga erwarte, den Jungs, deren Trophy 2015 nicht Vince Lombardi, sondern Marcus Mariota sein könnte.

Beim Selektieren der Mannschaften fällt dieses Jahr aber auf, dass man sich schwer tut, sowohl acht echte Gurkentruppen ausfindig zu machen als auch acht echte Titelanwärter. Es gibt diesmal ein extrem breites Mittelfeld, wo es bei minimum 20-25 Mannschaften nicht schwierig ist, sich Szenarien mit Ausreißern nach oben oder unten auszudenken. Das ist zugegeben zu einem gewissen Grad jedes Jahr so in der NFL, aber diesmal doch auffällig ausgeprägt. Weiterlesen

Tennessee Titans in der Sezierstunde

Die Tennessee Titans der letzten Jahre waren ein wenig inspirierender Laden. Immerhin wurden nach der letzten mittelmäßigen Saison 2013/14 mit 6-10 Bilanz die richtigen Schlüsse gezogen und die kurze Amtszeit von Head Coach Mike Munchak („Hartes Laufspiel gewinnt in der NFL!“) beendet. Der neue Headcoach ist Ken Whisenhunt, eine Personalie, die nicht alle überzeugt.

Whisenhunt scheidet die Geister, und das weniger aus persönlichen Gründen – er ist kein Unsympath – sondern mehr aufgrund seiner Coaching-Vita: Er feierte große Erfolge in verantwortungsvollen Positionen, gewann als OffCoord mit den Steelers die Superbowl, erreichte mit dem jahrzehntelangen Mauerblümchen Arizona als Headcoach die Superbowl, aber mindestens genauso im Gedächtnis geblieben sind seine letzten beiden sehr armen Jahre bei den Cardinals.

Dabei war es weniger das Problem, dass Whisenhunt nicht die richtigen Schlüsse gezogen hätte – er zog sie – sondern mehr eine Art Wahrnehmungsproblem. Whisenhunt schmiss nach dem Rücktritt seines Franchise-QBs Kurt Warner dessen hoch gedrafteten Zögling Matt Leinart raus – ein pragmatischer Move, nachdem der wurfschwache Partykönig Leinart schlicht nicht in Whisenhunts Offense-System gepasst hatte. Dass Whisenhunt dann aber so gar keinen Nachfolger aufbauen konnte, fiel in Arizona schließlich auf ihn zurück, und man fragte sich, was er als Head Coach so eigentlich drauf habe. Man erinnerte sich plötzlich dran, dass die Steelers die Superbowl vielleicht bloß wegen ihrer Monster-Defense gewonnen hatten, und die Cardinals sie nur gerade so als wenig überzeugendes 9-7 Team in einer absurd schwachen Division erreicht hatten.

So oder so: Whisenhunt, der Head Coach, muss einigen noch einiges beweisen. Das Bild, das alle von ihm haben, ist folgendes: Mit entsprechendem Franchise-QB kann er gewinnen, ohne ist er aufgeschmissen. Damit ist er wie so ziemlich jeder Head Coach außer den paar auserwählten Elite-Jungs wie Belichick oder Parcells.

Überblick 2013

Record         7-9
Enge Spiele    6-6
Pythagorean    7.5    18
Power Ranking  0.438  21
Pass-Offense   6.1    16
Pass-Defense   6.2    13
Turnovers    +/- 0

Management

Salary Cap 2014.

So ist die Quarterback-Situation bei den Titans auch angenehm spannungsgeladen vor dem Start von Whisenhunts Debütsaison: QB Jake Locker, ehemaliger Erstrundenpick in seine do or die Jahr, ist der Mann, auf den es zu bauen gilt. Locker passt zumindest stilistisch in das Idealbild Whisenhunts: Monster-Wurfarm für die vertikale Offense, verdammt gute Mobilität um dem Passrush auszuweichen, Typ Führungsspieler, der eine Mannschaft zu einen imstande ist. Aber auf der anderen Seite gibt es da die beiden abschreckenden Dinger, die dazu führen, dass seit Jahren alle den Abgesang auf Locker einstimmen:

  • Präzision einer Schrotflinte
  • Verletzungsanfälligkeit

Durch Lockers Karriere zieht sich wie ein roter Faden eine unterdurchschnittliche Completion-Rate, die auch letztes Jahr nur bei 60.7% lag. In seinem bisher besten NFL-Jahr, in dem Locker für mehrere Wochen so aussah als würde er den Durchbruch schaffen. Bis er sich mal wieder verletzte.

Fakt ist auch: Locker, so gut er teilweise wirklich aussah, brachte erneut nur 5.8 NY/A im Passspiel zustande. Seine Effizienz-Stats lasen sich quasi auf Augenhöhe mit seinem Backup Fitzpatrick, der ihn in der zweiten Saisonhälfte ersetzte. Locker ist ein uneingelöstes Versprechen, das noch Träume ermöglicht, aber es sind mittlerweile vage Träume. Packt er es heuer nicht, ist er raus in Tennessee.

Als Backup wurde nach der verblüffenden Entlassung von Fitzpatrick die graue Maus Charlie Whitehurst verpflichtet, ein Move, der viele erstaunte.

Womit man in Tennessee gewiss arbeiten kann: Skill-Players. Der überteuerte RB Chris Johnson wurde nach dem vierten enttäuschenden Jahr en suite zwar entlassen, wodurch eine Lücke entsteht, die man vermutlich in den mittleren Draft-Runden zu schließen versuchen wird. Ich erwarte noch eine Ergänzung zu RB Shonn Greene via Draft (mittlere Runden) und eine RB-Rotation für die kommende Saison. Das ist die billigste und effizienteste Methode, ein Backfield zu betreiben.

Sehr gut besetzt ist man für mein Empfinden bei den Ballempfängern.

Kendall Wright schaffte zuletzt den Durchbruch und ist als Allzweckwaffe für innen und außen vor allem für die kurzen Pässe mit vielen Yards-after-Catch zuständig (wird nur 18% tief angespielt, dafür aber 139 Anspiele). Nate Washington ist so ziemlich die Idealvorstellung eines stillen #2-Wideouts. Und dann hast du da noch Justin Hunter, zuletzt Rookie mit nur 42 Anspielen, aber Hunter hat durchaus das Potenzial, die Nummer 1 im neuen Titans-System zu geben. Hunter ist am ehesten in der Lage, eine Manndeckung zu schlagen.

Dazu wurde der vielseitige Dexter McCluster aus Kansas City ergänzt. McCluster schaffte ähnlich wie Locker nie seinen Durchbruch trotz vielversprechender Ansätze, aber er ist auch kein klassischer Wideout, sondern eher ein Geschwindigkeitswechsel für diverse Spezial-Plays aus dem Backfield heraus, oder in der Spielfeldmitte.

Nummer-1 Tight End ist der geschwindige Delanie Walker, der seinen Job ganz zufriedenstellend erledigt. Eigentlich muss man keine Upgrades mehr erwarten. Sollte Whisenhunt aber viel mit 3WR-Aufstellungen operieren, könnte durchaus noch ein Draftpick aus den mittleren Runden folgen. Whisenhunt präferiert dabei für gewöhnlich große, kräftig gebaute Spielertypen.

Die Offensive Line wurde schon in den letzten Jahren ordentlich aufgeplustert. Die linke Seite ist mit dem LT Michael Roos und dem teuren LG Andy Levitre hervorragend besetzt. Die Zweifel bestehen eher vom Center rechtswärts:

C Brian Schwenke galt in seinem Rookiejahr 2013 als überfordert. Der LG Chance Warmack, erst vor einem Jahr als dominantestes Rookie-Prospect seit Menschengedenken gefeiert, enttäuschte die Erwartungen zu seinem Einstand, galt als zu schwerfüßig und zu eindimensional (Power, Power, Power, aber keine Spielintelligenz) für die NFL. Und auf dem rechten Flügel wurde nach dem Rücktritt von RT Stewart der unisono verdammte RT Michael Oher aus Baltimore geholt. Oher genießt als einstiger Erstrundenpick mit spannender Lebensgeschichte hohe Bekanntheit in den Staaten, aber spielerisch galt er längst als Bremsklotzt – für alle außer für die Titans.

Zur Defense. Dort brachte Whisenhunt seinen ehemaligen Weggefährten aus Arizona, DefCoord Ray Horton, mit. Horton hatte dort eine fantastische, druckvolle Defense mit bärenstarken Effizienz-Stats spielen lassen, galt aber als menschlich fragwürdig und wurde daher letztlich ehrenlos ziehen gelassen. Horton gilt als Verfechter exotischer Aufstellungen, ließ in seiner Vita vieles von 3-4 bis 2-4-5 spielen, aber nur sehr wenig 4-3 Defense. Blöd, dass Tennessees Front vor allem für die 4-3 Defense zusammengestellt wurde.

Es gibt erste Aussagen („Wir werden nicht auf 3-4 umschwenken“), aber so recht sicher scheint man sich noch nicht, was man künftig unter Horton spielen will. Man ist noch in der Testphase. Richtig aktiv war man in der Free-Agency auch nicht, holte im Prinzip nur drei neue Spieler für die Front-Seven: DE/OLB Shaun Phillips und LB Woodyard aus Denver und DT Woods aus Pittsburgh. Alles keine Burner.

Alles, was nicht 4-3 Defense sein wird, dürfte künftig vor allem den beiden besten Passrushern der Titans weh tun: DE Derrick Morgan und DT Jurrell Casey. Die beiden bildeten ein Mega-Duo auf der rechten Seite Defense Line. Der Rest ist eher suspekt besetzt: DT Sammy Lee Hill zum Beispiel kann zwar alles spielen, war aber schon in Detroit nur Ergänzungsspieler und kein Mann für 1000 Snaps/Jahr. Ähnliches gilt für DE/OLB Wimbley: Immer wieder lichte Momente, aber nicht die Konstanz eines Stammspielers von Klasseformat.

Auf Linebacker gibt es mit dem Neuzugang Woodyards sowie den Versprechungen Zach Brown, Moise Fokou und Akeem Ayers mehrere Optionen. Keiner gilt als soweit, dass er eine Defense per sofort anführen kann, aber es sollte sich aus der Rotation doch ein Pärchen oder Triplett formen lassen, das Konstanz in den Laden bringt.

Die meisten Sorgen macht das Backfield, wo CB Alterraun Verner ziehen gelassen werden musste. Ohne die genaue Situation zu kennen: Tennessee versuchte nie ernsthaft, Verner zu halten. Verner unterschrieb dann aber einen monetär eher banalen Vertrag in Tampa – einen, den auch Tennessee hätte anbieten können. Tat man nicht, und vor allem deswegen ist Cornerback eine Position geworden, die händeringend und wenn möglich mit einem hohen Draftpick verstärkt werden sollte. Auf Safety wurde der QB-Killer Pollard gehalten, wodurch der große Umbruch erstmal um ein Jahr verschoben wurde.

Wo Tennessee noch Nachbesserungsbedarf sehen könnte:

  • Cornerback (dringend)
  • Defensive End/Edge Rusher (dringend)
  • Center (optional)
  • Linebacker (optional)
  • Wide Receiver (optional)

Right Tackle dürfte mit Oher abgehakt sein, wenn auch nicht zur Zufriedenheit aller. Dann verbleiben die Fragen, was Whisenhunt so reißen wird. Kann er Locker hinbiegen? Ein Locker, der es packt, würde die Titans im Alleingang zu einem Playoffanwärter in der AFC machen. Aber es gibt berechtigte und deutliche Signale, dass Locker den Schritt womöglich nie schaffen wird. Und dann die Defense: Sie wird keine Sollbruchstelle sein, aber wie und mit welchem System Horton das Maximum herauszuholen versuchen wird, bleibt etwas, auf das man schauen kann.