Florida State Seminoles vor der Saison 2014/15

Seminoles-Maskottchen: Chief Osceola und Renegade - Bild: Wikipedia

Seminoles-Maskottchen: Chief Osceola und Renegade – Bild: Wikipedia

Die Florida State Seminoles sind regierender Landesmeister im College-Football und gehen als solcher trotz einiger Änderungen im Kader wieder als großer Favorit auf die National Championship in die anstehende Saison. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, daran hatten viele schon gar nicht mehr geglaubt. Weiterlesen

Southeastern Conference | Vorschau 2014/15

Die Southeastern Conference (SEC) gilt seit gut einem Jahrzehnt als Königsklasse im College-Football, auch wenn sie in der letzten Saison nach sieben Jahren Regentschaft erstmals nicht den Landesmeister stellte. Am Selbstverständnis der Menschen wird sich deshalb aber fürs erste wenig ändern: Die SEC ist die Liga, in der der schnellste College-Football gespielt wird, in der die meisten Zuschauer ins Stadion strömen, und wo die Folklore gelebt wird wie nirgendwo sonst. College-Football ist in der Region im US-Südosten Ersatzreligion und ein Medium, die Komplexe gegenüber den urbaneren Regionen im Norden zu bewältigen.

Zu Beginn der gewohnte Rundumblick zur besseren Einordnung der einzelnen Mannschaften: Auburn ist der Titelverteidiger, Auburn spielte im BCS-Endspiel, aber auch wenn Alabama in den offiziellen Polls nur als viertbeste SEC-Mannschaft gerankt war, nach SRS stellten sie wenig überraschend die potenteste Mannschaft.

Blick auf die Saison 2013/14 in der Southeastern Conference

Blick auf die Saison 2013/14 in der Southeastern Conference

Record = Bilanz in allen Saisonspielen
Conf. = Record in Conference-Spielen
AP-Poll = finale Platzierung im AP-Poll
SRS = Simple Ranking System 2013/14
SRS-Rank = Platzierung im SRS 2013/14 Weiterlesen

Big 12 Conference | Vorschau 2014/15

College-Football ist in den Rednecks, in Texas, Oklahoma und in Kansas, die ganz große Nummer, und die Big 12 Conference ist die größte regionale Conference. Sie ist nicht wirklich eine „klassische Liga“. Gegründet wurde sie erst in den 1990er Jahren als Zusammenschluss der durch zahlreiche Skandale aufgelösten Southwest Conference (mit de großen texanischen Universitäten) sowie der Big 8 Conference (mit Oklahoma, Nebraska usw.). Wirklich stabil ist die Big 12 Conference seit ihrer Gründung nicht. Zu viele Reibereien gibt es zwischen den Mannschaften mit unterschiedlichen Interessensgemeinschaften, und so wanderten in den letzten fünf Jahren mehrere Leuchttürme ab: Nebraska ging in die Big Ten, Colorado in die Pac-12, Texas A&M und Missouri wechselten in die SEC.

Was bleibt, ist eine zehn Mannschaften starke, nicht immer gleich gepolt wirkende Liga. Dabei wäre das sportliche Produkt eigentlich sehenswert: Man wirft der Big 12 zwar immer wieder vor, ihre Rankings durch inzestuöse Passfeuerwerke zu schönen, aber es sind dann doch immer jedes Jahr zwei, drei Teams dabei, die zumindest in den Sphären des National-Titles mitspielen. Weiterlesen

Pac-12 Conference | Vorschau 2014/15

Die Entwicklung der Pac-12 Conference über die letzten Jahre gilt in den Vereinigten Staaten als Erfolgsgeschichte, von der netten Conference entlang der Pazifikküste hin zum echten Player – manche meinen sogar, die Pac-12 sei die mittlerweile zweitstärkste Conference hinter der übermächtigen SEC. Ganz weit sind wir davon sicher nicht entfernt. Auf alle Fälle darf die Conference in Spitze und Breite als hochklassig gelten, und sie darf sich rühmen, den insgesamt attraktivsten Offensivfootball zu bieten.

Da sieht man, wohin sich eine Conference mit Millionen aus den Fernsehdeals entwickeln kann: Viel Geld = bessere Coaches = besseres Recruiting = bessere Ergebnisse. Eine einfache Erfolgsformel mit großer Wirkung. Weiterlesen

Big Ten Conference | Vorschau 2014/15

Die Big Ten Conference – bestehend aus nunmehr 14 Footballmannschaften – sieht sich als älteste und traditionsreichste Conference als etwas Besonderes in der Landschaft des College-Sports. Selbst- und Fremdbild klaffen bei dieser Liga aber schon seit einigen Jahren etwas auseinander, und so wurde die einst unbestritten wichtigste Liga in den letzten Jahren doch recht deutlich von SEC, Pac-12 und vielleicht auch von der Big 12 Conference überholt. Eine Vorschau auf das, was 2014/15 passieren wird. Weiterlesen

Washington Huskies | Vorschau 2014/15

Der springende Punkt an den Washington Huskies in diesem Herbst wird der neue Head Coach Chris Petersen sein, der letzten Dezember von den Boise State Broncos abgeworben werden konnte. Petersen ist eine der Figuren im American Football, für die allein es sich lohnt, das Interesse mal einen Moment weg von der National Football League oder den großen Universitäten zu wenden, hin zu den kleinen Geschichten des College-Football. Weiterlesen

Penn State Nittany Lions | Bestandsaufnahme 2014/15

Zweieinhalb Jahre sind ein viel zu kurzer Zeitraum, um beim Schreiben über die Pennsylvania State University sofort auf den sportlichen Teil zu kommen. Das Innenleben der Community bleibt als Außenstehender weiterhin nicht greifbar, und ich habe manchmal das Gefühl, die Community weiß selbst nicht, wie sie mit Sandusky und Paterno und überhaupt mit sich selbst umgehen soll. Dieses Gefühl bestärkte sich bei einem längeren Gespräch mit einem jungen PhD aus State College, den ich heuer im Frühjahr auf einem Besuch an der TU Delft kennen lernte. Die beste Quelle bleibt weiterhin ein Mann, der auf diesem Blog nicht zum ersten Mal verlinkt wird, und dessen Weltanschauung man ganz gut teilen kann – Michael Weinreb:

The Paterno mythos is a complex and perhaps entirely illusory concept at this point; even so, it still feels relevant at Penn State. It still hearkens back to the „Grand Experiment,“ to the melding of athletics and academics under the guise of a football program, which feels less and less like a feasible equation in the modern world. Paterno, of course, wanted to win as terribly as James Franklin does — he could be ruthless and exacting when he wished, and anyone who believes otherwise is hopelessly naïve — but Paterno managed to couch that competitiveness in an anachronistic professorial outlook that made his tenure at Penn State, for a very long time, feel like something different.

That is not the case with James Franklin, because James Franklin feels very much like a modern football coach. He is a walking TED talk. His is the language of a pitchman rather than a professor. He readily admits to being a perfectionist, and he says things like this about coaches, according to Blue-White Illustrated’s Nate Bauer: „They’re control freaks, they’re maniacs, and I’m one of them.“

And that’s the issue: I have no idea if, given the contours of this system, it is possible to be all these things and still maintain one’s ethical framework. I have no idea if a college football coach can be both a control freak and a model citizen, and I don’t think anyone else knows, either. This is, after all, the subtext of the debate Penn State people been waging amongst themselves for the past three years: Was the Paterno mythos inherently flawed? (Hell, you might say that this is the central question inherent to the existence of college football itself.) And this is the same question that lingers now, as the James Franklin era takes hold.

Aus: Michael Weinreb | In the Spotlight – Can James Franklin keep Penn State out of Trouble?

Der komplizierte Umgang mit dem legendären Joe Paterno lässt sich an kleinen Gesten wie der Spende diverser Booster für eine neue Paterno-Statue ablesen: Sie darf nicht auf dem Campus aufgestellt werden. Sie muss zwei Kilometer außerhalb vor einer Bar platziert werden. Paterno ist zweieinhalb Jahre nach seinem Tod ein Zombie geworden, von denen einen verehrt als Ehrenmann und Opfer, von den anderen verabscheut als schizophrener Verräter an einem von ihm selbst geschaffenen (Schein?)-Weltbild. Weiterlesen