Super Bowl preview – match-ups Ravens-O v 49ers-D

Korsakoff hat gestern und vorgestern schon das große Bild für die Baltimore Ravens beziehungsweise die San Francisco 49ers gezeichnet. Heute und morgen kommt das kleinere Karo in Form der interessantesten match-ups der beiden Super-Bowl-Kontrahenten. Weiterlesen

Preview AFC Championship Game: Ravens@Patriots

Wie gestern auch: Fokus auf drei match ups von mir. Morgen dann das big picture von korsakoff zum AFC Championship Game zwischen den New England Patriots und den Baltimore Ravens.

Pats No-Huddle-O vs Ravens Veteranen

Ray Lewis, Ed Reed, Terrell Suggs und Haloti Ngata haben zusammen schon 56 Playoff-Spiele auf dem Buckel. Diese vier leadersbtw: gibt es eine andere Defense auf dieser Welt, die vier Anführer dieser Kategorie hat? – haben alles schon gesehen. Ja, sie sind alt und angeschlagen und keiner der Vier hat mehr (oder auch: noch nicht wieder) das Niveau, das sie auf den Höhepunkten ihrer Karriere hatten. Schonmal gar nicht athletisch.

Aber das genickbrechende Element der warp speed Patriots-Offense ist nicht die Geschwindigkeit an sich, sondern die Geschwindigkeit im Kopf. Das war letzte Woche gegen Houston sehr schön zu beobachten. Kein Linienspieler der Patrios war schneller als J.J. Watt; ein TE Hoomanawanui ist eine Schildkröte gegen die Texans-LBs; ein Solder, Vollmer oder Mankins sind nicht schneller als Connor Barwin oder Whitney Mercilus.

Nur: während Houstons Defense noch Hühnerhaufen gespielt und wild rumgegackert hat, wer denn jetzt was machen sollen, kam der Snap und bevor Houston wußte, was gerade passiert, war alles auch schon wieder vorbei. Besonders eklatant war das in der redzone. Dreimal ist ein Patriot untouched in die Endzone gelaufen. Brady hat es geschafft, jedesmal, wenn die Patriots die redzone erreicht haben, noch schneller den Spielzug anzusagen und den Snap zu bekommen. Houstons D war einfach zu jung und unerfahren.

Den Ravens mit so viel Erfahrung sollte das zumindest nicht so oft passieren, sie können durch ihre Erfahrung und Abgewichstheit auch bei chaotischer Lichtgeschwindigkeit kühlen Kopf bewahren und bei schnellen Snaps eine funktionierende Defense spielen. Ganz verhindern kann man einzelne breakdowns gegen Tom Bradys no-huddle nicht. Aber sie sollten es zumindest schaffen, sich nicht überfahren zu lassen wie die Texans letzte Woche.

Boldin/Smith vs Talib/Dennard

Für die meisten Mannschaften ist Torrey Smith der Nr.1 WR der Ravens. So war es auch letzte Woche als Champ Bailey ihn das gesamte Spiel über in Manndeckung hatte. Bei den Patriots verteidigt für gewöhnlich Aquib Talib die Nr.1 Das sollte auch kein allzu großes Problem sein. Smith wird auch gegen Talib seine Bälle fangen, aber es ist ein Duell auf Augenhöhe. Das würde aber bedeuten, daß sich Alfonzo Dennard um Anquan Boldin kümmern müßte. Das ist kein fürchterlich krasses mismatch, aber immerhin ist Dennard 10cm kleiner und 10kg leichter als Boldin. Boldin kann seinen kräftigen Körper auch geschickt einsetzen und mit seinen starken Händen auch schwierigste Bälle fangen.

Kann. Macht er aber nicht immer. Ich glaube, daß Boldin der x factor in diesem Spiel sein wird. Vielleicht werden die Pats auch den ebenso großen Talib gegen ihn stellen. Wie auch immer: wenn New England Smith wie den Nr.1 wideout verteidigt, muß Boldin in schwierigen Situationen für seinen QB da sein.

Patriots pass rush vs Ravens O-Line

Wer auch immer da wen verteidigen wird, wenn New Englands pass rush keinen großen Schritt nach vorne macht wird das ein ganz langer Abend für die secondary der Patriots. DE Chandler Jones, der nach seinen ersten zwei Monaten in der NFL aussah wie der sicher DROY, ist seit zwei Monaten mehr oder weniger verletzt und kann nur mit 80% spielen. Um das noch schlimmer zu machen, hat er sich letzte Woche wieder am Knöchel verletzt und wird – wenn überhaupt – morgen keine tragende Rolle spielen können. Rob Ninkovich ist als pass rusher nur Mittelmaß und die Offensive Tackles der Ravens, Bryant McKinnie und Michael Oher sahen letzte Woche ganz gut aus – gegen Elvis Dumervil und Von Miller. (Wobei ich korsakoff zustimmen würde bei der Behauptung, daß gerade Oher mit einigen ungeahndetetn holdings davongekommen ist.)

Wie letztes Jahr mit Sterling Moore könnte auch dieses Jahr ein undrafted rookie auf der defensiven Seite den Unterschied machen. DE Justin Francis hat sich in den letzten Wochen immer mehr Spielzeit erarbeitet und dabei teilweise ordentlich Radau gemacht. Ein anderes Mittel wären blitzes der Linebackers. Seit HC Bill Belichick und DC Matt Patricia Talib in ihren Reihen wissen, lassen sie viel mehr man coverage spielen und auch deutlich häufiger blitzen. Alle drei LBs der Patriots, Brandon Spikes, Dont´a Hightower und Jerod Mayo sind sehr gute blitzer. Spikes und Hightower vor allem, weil sie immer auf hundertachtzig laufen; Mayo eher, weil er ein sehr gutes timing hat. So oder so: New England muß Joe Flacco einige blaue Flecken verpassen. Ohne Druck spielt Flacco erstklassig. Unter Druck aber gibt es einen Leistungsabfall, den es in dieser Größenordnung bei kaum einem anderen Top-QB gibt.

Bonus: Bernard Pollard vs New Englands Gesundheit

Bernard Pollard hat eine ganz besondere Verbindung zu den Patriots. Er war der tieffliegende Safety, der anno 2008 als Kansas City Chief Tom Bradys Kreuzbandriß herbeigeführt hat. Er war 2010 als Houston Texan verantwortlich für Wes Welkers Kreuzbandriß. Und er war es auch, der letztes Jahr im AFC Championship Game Rob Gronkowski Knöchel zerstört hat, der diesem dann im Super Bowl so große Probleme bereitet hat. Wen wird er dieses Mal verletzen?

Notizblock Divisional Playoffs: Ravens@Broncos

Zwei Elemente im Baltimores gameplan waren besonders augenfällig und haben auch ganz gut funktioniert.

In der Offense haben sie fast ausschließlich mit nur zwei WRs gespielt: Anquan Boldin und Torrey Smith. Darauf hat Denver ganz konventionell mit base personnel geantwortet. Dabei spielt Von Miller in der 4-3 Aufstellung OLB. Das heißt, er ist kein Pass Rusher, sondern verteidigt TEs und RBs auf ihren Paßrouten. Es gab nur vereinzelt Situationen, meist 3rd Downs, bei denen Miller auf den QB losgelassen wurde. Insgesamt hat die Offensive Line Baltimores Weiterlesen

NFL Woche 4: Notizblock Browns@Ravens

Gene Steratore ist back! Gestern gab es den ersten Auftritt der regulären Referees nach ihrem Streik. Dabei hatten sie in Baltimore einen ganz ruhigen Abend. Genau das Gegenteil von dem Hexenkessel, den die replacements da am letzten Sonntag angefeuert haben. Was spielerisch so passiert ist, gibt es nach dem Klick.

Stats & more

Gamebook

Am Ende war es wie so oft bei den Ravens, wenn sie gegen eine deutlich schwächere Mannschaft spielen: es wurde unnötig knapp. Kurz vor Schluß hatten die Browns aus 18 Yards Entfernung die Chance, per Touchdown den Ausgleich zu schaffen.

Vor allem in der ersten Halbzeit war es vor allem wieder das seltsame Playcalling von Cam Cameron, daß nicht so aufging, wie er sich das wohl vorgestellt hatte. Ja, die Secondary der Browns ist nicht die beste, vor allem weil CB Joe Haden immer noch gesperrt gefehlt hat. Aber warum 28 Paßversuchen nur sechs Läufe von Ray Rice gegenüberstehen, ist nur schwer nachvollziehbar. Wenn Cleveland an diesem Abend einen herausragenden Pass Rusher gehabt hätte, wär das Spiel tatsächlich so eng gewesen, wie es der Endstand von 23-16 suggeriert.

Ab und zu kam QB Flacco auch mal unter Druck – und sah dabei einige Male recht schlecht aus. Aber wenn er Zeit in der Pocket hatte oder sich einige Zehntelsekunden mit seiner in diesem Spiel wirklich starken pocket awareness erkauft hat, dann hat er Clevelands Secondary seziert. Am Ende standen für ihn, der mittlerweile tatsächlich den Eindruck eines Top-10-Quarterbacks erweckt, mehr als 350 Yards auf der Uhr. Nachdem WR Torrey Smith in der ersten Halbzeit acht Mal sein anvisiertes Ziel gewesen ist (vorzugsweise tief, aber nur einmal erfolgreich), hat in der zweiten Hälfte WR Anquan Boldin die harte Arbeit übernommen und ein ums andere Mal über Mitteldistanzrouten Bälle (acht in Hälfte zwo für mehr als 100 Yards) und harte Hits (unzählige) eingesteckt.

Auf der anderen Seite war es ähnlich. RB Trent Richardson hat nur 14 Carries bekommen, während Brandon Weeden 52 Pässe geworfen hat. Baltimore hat es nicht geschafft, mit der Front Four Druck auf Weeden zu machen und ist darum schnell dazu übergegangen, viele Blitzes auf ihn loszulassen. Was gegen Rookies für gewöhnlich auch immer ein probates Mittel ist. Erst zum Ende der ersten Halbzeit kamen Weeden und seine Offensive Line damit etwas besser klar und nach einigen Big Plays zu WR Greg Litte und Travis Benjamin konnte Richardson dann kurz vor dem Pausenpfiff auch zum 7-9 in die Endzone marschieren. Stand Weeden mal nicht unter Druck, sah er sogar aus wie ein richtiger NFL-Quarterback.

Auch das dritte Viertel über konnten die Browns noch mithalten, aber eine Interception bei einer kurzen out route auf die links Seite war Weeden überrascht von der Schnelligkeit Cary Williams, der entspannt über 60 Yards in die Endzone traben konnte. Neben dieser Interception, die ein klassischer Rookiefehler war, hat vor allem WR Little seine Coaches und seinen Quarterback zur Verzweiflung gebracht. Wie auch schon im letzten Jahr kann er einfachste Bälle einfach nicht festhalten. Ein starkes big play wechselt sich bei ihm immer mit einem fallengelassenen Touchdown ab.

Insgesamt war Baltimore wenig konsequent und hat von den Fehlern Clevelands profitiert. Wobei die Ravens aber die deutlich bessere Mannschaft waren und der Sieg eigentlich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war.

Überragend war mal wieder Haloti Ngata, der jeden OLiner der Browns mindestens einmal vernascht hat. Auch stark war OLB Paul Kruger, der seinen Stammplatz bombensicher hat. Während Rookie Courtney Upshaw meistens nur in der Nickel-D spielt und sonst hinter Albert McClellan zurücktreten muß.

Notizblock NFL Woche 11: CIN/BAL & PHI/NYG

Cincinnati Bengals (6-3) @ Baltimore Ravens (6-3) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: Ray Lewis, Ray Lewis, Ray Lewis]

TD Drive CIN: zwei big plays + DPI

TD Drive BAL: blown coverage nach roll out Flacoo

– Q2/10:10: BAL wirft jetzt immer öfter aus I-Formation; WR Torrey Smith viel zu schnell für CB Clements und Flacco wirft perfekten Paß

– es geht nur über Big Plays; keine Offense bringt mal einen längeren Drive zustande

– furchtbare INT von Flacco gegen Nate Clements w/1:24 in CIN territority

– und dann nach zwei First Downs wirft Dalton einen schrecklichen Ball mitten in die Endzone, wo Ed Reed in natürlich findet (Hey Dalton, lerne bitte Ed Reed vor dem Spiel gegen Baltimore kennen!)

– beiden Verteidigungsreihen spielen das sehr gut und diszipliniert; vor allem von der Ravens-D ist immer einer da, wo der Ball ist und kein Tackle wird verpaßt; Laufspiel geht gar nicht bei beiden; 7 3&outs in der ersten Hälfte; 14-7 Ravens

Das war tatsächlich alles Wichtige aus der ersten Hälfte.

– Q3/13:12 dann aus dem Nichts rennt Ray Rice über 60 Yards, weil Safety Chris Crocker einen völlig falschen Winkel nimmt und den Tackle verpaßt; es wird aber doch nur ein FG; 17-7 BAL (Q3/10:50)

– Q3/6:51 nach einem starken Play, bei dem er zwei fast-Sacks entkommt und seinen FB tief ganz offen findet und einer blown coverage gegen TE Gresham ist Ciny plötzlich in der EZ und es steht 14-17

Ravens D spielt fast aussschließlich Base-D gegen CIN; CIN ohne deep threat, weil A.J. Green verletzt draußen sitzt, versucht im 3ten Viertel mal einen Flea Flicker und RB Benson schafft nicht mal den Paß zu Dalton

– Q3/0:40: Dalton mit fürchterlicher INT bei einem Slant; Jimmy Smith fumblet den Ball, der fliegt durch die gesamte Redzone und die Ravens sichern den Ball an der 2-Yd-Linie, next play TD Rice 24-14

– Dalton dann wieder mit schlechtem Paß und INT von CB Webb; Q4/ 14:02; nächster Spielzug Playaction Flacco tief auf WR Smith; 31-14

– Jimmy Smith läßt Andre Caldwell einfach so vorbeilaufen; 10:59, starker Paß von Dalton, Cincy gibt nicht auf 21-31

– über die Mitte wirft Dalton richtig gut; aber bei Pässen an die Seitenlinie und bei Slants hat er immer wieder accuracy Probleme; kaum hab ich das aufgeschrieben, wirft er eine out-route zum TD (Gresham) nach anständigem hurry-up-drive 28-31; 5:35, der dann aber doch nicht zählt nach Calvin-Johnson-Catch-Rule-Overturning; FG zum 24-31; Cin jetzt fast ständig mi 7 Mann in Protection und nur 3 Recivers auf Routen, um es einfacher für Dalton (und die OLine) zu machen

– kurz vor der 2-min-warning stoppen die Bengals die Ravens bei 3rd&1 und bekommen nochmal einen Drive

– Dalton starts on own 13 w/ 2:27; WR Jerome Simpson macht das Spiel seines Lebens; Dalton mit starker 45yd-Bombe und Riesencatch von Simpson

– in der RZ dann wieder der schlechte Dalton: schlechter Paß on kurzer Out-route und intentional grounding (der horse-collar tackle von Suggs wird komischerweise einfach ignoriert); 3rd&goal from BAL17; die O-Line bricht total zusammen bei den vier Downs and Goal to go gegen 3-Man-Rush

– CIN hat wirklich tough gegen BAL und PIT gespielt, aber verloren; die Bengals haben ein gutes, junges Team, sind aber noch nicht da wo die anderen beiden Hausnummern der AFC North sind

– Flacco und Dalton haben beiden wie Rookies gespielt: mal gute Pässe, mal schlechte, aber insgesamt enttäuschend inkonsistent, wobei aber auch beide Defenses ziemlich stark gespielt haben; es gab keine guten, langen Drives, sondern alle Punkte basierten auf Big Plays, wobei die Ravens einfach mehr (vor allem in der Defense) davon gemacht haben und am Ende die drei INTs von Rookie Dalton der Unterschied waren. Baltimore ist jetzt mit 7-3 und Tiebreakers gegen Pittsburgh und Cincinnati in guter Position in der AFC North.

Philadelphia Eagles (3-6) @ New York Giants (6-3) [Gamcenter] [Gamebook]

[inactives: QB Vick, WR Maclin, CB Rodgers- Cromartie; LB Michael Boley – Herzlich starts]

– LT Will Beatty bekommt von Anfang an TE/RB-Hilfe gegen DE Trent Cole

– im zweiten Drive wirft QB Vince Young einen furchtbaren Paß zu Jackson, der schon an Amukamara vorbei war und schenkt dem Rookie im ersten Spiel seine erste INT

– anschließend wirft Eli Manning eine INT wie in seinen schlechtesten Tagen; danach gibts auch gleich gute alte Rivalry-Kloppe und mehrere personal-foul-flags, nach der INT gibts aber auch keine Punkte, weil der oft so hochgelobte LG Evan Mathis schläft und bei 3rd-&1 an NYG 38 einfach so DT Chris Canty nicht blockt

– schon im ersten Viertel gibts ständig mehr oder weniger ernsthafte Rudelbildung; es gibt aber auch nicht schöneres, als Rivalry-Games im November

– die Eagles sind schon seit einigen Wochen dazu übergegangen, nicht mehr beide DE so ganz weit außen an der LOS zu plazieren (die so berühmt gewordene 9 technique), sondern nur noch einen, und der andere ist meistens in recht traditioneller DE-Aufstellung, das klappt auch viel besser

Vince Young wirft den Ball wie eine schlechte Mischung aus Tim Tebow und Philip Rivers

– die Giants D-Line spielt mit vielen „seltenen“ Aufstellungen: 3DE und 1DT; 3 DLiner sogar on 1st Down; on 3rd Down auch ihre Nascar-Defense (4DEs); und sehr oft spielt Deon Grant den dritten LB neben Herzlich und Kiwanuka, weil nach den ganzen Verletzungen nur noch der andere Rookie-LB Spencer Paysinger spielen kann

– die beiden Eagles-Offensive-Tackles Jason Peters und Todd Herremanns sehen ganz gut aus, aber die drei in der Mitte (LG Mathis, C Kelce, RG Watkins) haben immer wieder Probleme, vor allem im Laufspiel

– Q2/11:36: FG Eagles, die ersten Punkte zum 3-0

– Q2/8:49 nach abgefälschtem, schlechtem Paß holt sich S Phillips die INT; Giants spielen nach der Verletzung von WR Jackson mit 8 „Man in the box“ und wollen einzig RB McCoy aus dem Spiel nehmen und Young kann nicht mal daraus Kapital schlagen

– die Eagles-D spielt ziemlich gut; auch die (auch von mir immer böse gescholtenen) LB Akeem Jordan und Brian Rolle; Giants leiden vor allem darunter, daß sie überhaupt kein bißchen Laufspiel auf die Reihe kriegen

Jackson kommt schon Mitte des 2ten Viertels zurück und macht ein Big Play über 50 yards nach 1st Down from PHI2; der dann aber nach unfaßbar dummer Taunting-Strafe gegen Jackson overturned wird, wow….

– nachdem Philly dann tatsächlich von der eigenen 2-Yd-Linie bis in New Yorks Hälfte kommt, fehlen CB Webster nur Millimeter, um Youngs dritte INT komplett zu machen

– die Eagles haben keine Offense, weil Young ihr QB ist und die Giants mit 8 Mann McCoy aus dem Spiel nehmen; und die Giants haben keine Offense, weil sie überhaupt nicht laufen könnnen und Eli gegen viel Pressure und gute Coverage alleine auch nicht viel machen kann:

– nach dem vierten 3&out, diesesmal in der eigenen Redzone, läuft Jackson mit dem gefangenen Punt mal wieder durch die halben Meadowlands und kann erst an der NYG14 gestoppt werden und im nächsten Spielzug möchte keiner der alten Teamkollegen Steve Smith verteidigen, TD Eagles 10-0; Q2/1:22

– neben der wirklich guten Defense haben TE Jake Ballard und WR Victor Cruz mit schlimmen Drops die Giants behindert

K Lawrence Tynes hat in dieser Saison erst zwei Field Goal Versuche von mehr als 30 Yards gehabt (?!) und die beiden wurden auch noch geblockt (!?!); den 49-Yd-Versuch zum Schluß der ersten Hälfte macht er aber sicher rein, 10-3

– Drives erste Hälfte: Eagles: Punt, INT, Punt, 3&out, FG, INT, Punt, TD; Giants: 3&out, INT, Punt, 3&out, Punt, 3 &out, Punt, 3&out, FG

2nd half:

– Kevin Booth startet die zweite Hälfte an Stelle Chris Snees (Verletzung)

– das Laufspiel der Giants ist so furchtbar, daß sogar CB Samuel den RB tacklet; NYG RB D.J. Ware ist jetzt auch draußen mit Concussion

OT Peters und Herremanns nehmen den Giants Pass Rush völlig aus dem Spiel und trotzdem hätten die Eagles ohne den Punt Return gerade mal 3 Punkte

– im dritten Viertel werfen die Eagles nur noch und sagen: mit 8 Mann „in the box“ kann sogar Young Spiele gewinnen, und New York sagt: glaub ich nicht, soll Young erstmal zeigen; und nachdem Philly in die Redzone gekommen ist, wirft Young natürlich die INT zu Aaron Ross (Q3/5:00)

– Snee is back

– die Giants versuchen es einfach weiter mit dem Lauf, was nicht funktioniert und die Crowd buht

– dann macht Manning mal nene langen Paß zu Nicks – weil er nicht von Asomugha oder Samuel verteidigt wird, sondern vom jungen Safety Nate Allen. So wie letzte Woche, als Fitzgerald von irgendeinem Safety verteidigt wurde, ich versteh das nicht; und im nächsten Play schlägt Victor Cruz Asomugha zum TD, Asomugha sah dabei aus wie einer der undrafted Rookies, die bei den Patriots versuchen CB zu spielen, 10-10 Q4/11:36

– die Giants haben große Probleme mit ihren jungen LBs Herzlich, Paysinger und Williams; aber Kiwanuka macht im vierten Viertel play after play

– McCoy sitzt im vierten Viertel verletzt auf der Bank und Ronnie Williams spielt

– irgendwie bekommen die Eagles im vierten Viertel einen langen Drive auf die Reihe mit Läufen von RBs und Young und Screen Passes; nachdem sie auf unerklärliche Weise 18 Plays über 80Yards in 9 Minuten übers Feld marschiert sind, wirft Young auch noch einen TD zu Riley Cooper; ich kann gar nicht erklären, wie Philly das gemacht hat, aber irgendwie waren es immer 3 und dann 3 und dann 4 yards und immer wieder 1st Downs, 17-10 Philly Q4/2:45

– nach Holding beim KO-Return starten Eli und die Giants an der eigenen 9 mit 2:39 Minuten auf der Uhr (und mit RG Snee wieder auf der Bank)

– beim letzten drive schläft wieder irgendwer der Eagles (wahrhscheinlich LB Chaney ) und Victor Curz läuft bis an die 22

– im nächsten Play sackt Jason Babin Eli Manning von hinten und DT Landri holt sich den Fumble; Q4/1:17; Giants mit letzter Chance, aber niemand kann Shady McCoy tacklen – 1st down, game over

Insgesamt ein komisches Spiel, in dem vor allem die D-Line der Eagles und die furchtbaren LBs der Giants den Ausschlag gegeben haben. Jeder halbwegs vernünftige Quarterback hätte die Giants von vorne bis hinten zerlegt, aber weil New York überhaupt kein Laufspiel hatte und Manning ständig under pressure war, haben 17 irgendwie ergaunerte Punkte zum Sieg gereicht.

Baltimore Ravens in der Frischzellenkur

ÜBERBLICK

#27 CB Jimmy Smith (Colorado)
#58 WR Torrey Smith (Maryland)
#85 OT Jah Reid (UCF)
#123 WR Tandon Doss (Indiana)
#164 CB Chykie Brown (Texas)
#165 DE Pernell McPhee (Miss. State)
#180 QB Tyrod Taylor (Virginia Tech)
#225 RB Anthony Allen (Georgia Tech)

Wenn du in der komfortablen Position bist, keine großen Lücken im Kader zu haben und allenfalls punktuelle Verbesserungen anstehen, dann bringt der Draft so seine Luxusprobleme mit sich. So in Baltimore. Zwei augenscheinlich nicht optimal besetzte Positionen: Defensive Backs und Wide Receivers. Beide Positionen wurden quantitativ angegangen.

CB Jimmy Smith von Colorado an #27 der erste Pick – aufgrund der Schlafmützigkeit ein Pick zu spät, aber Smith wird irgendwo in den Tiefen des depht chart eingelernt werden und muss nicht unmittelbar gegen die #1 und #2 Receiver antreten. Zumindest ich sehe bis auf die wenigen Big Plays, die aufgegeben wurden, keine so schwache Secondary in Baltimore, sofern wenigstens ein paar der zig Free Agents gehalten werden. Mit CB Chykie Brown kam später noch ein zweiter Deckungsspieler hinzu, wobei ich bei der Masse an Defensive Backs im Kader so meine Bedenken haben, ob Brown überhaupt seinen Platz kricht.

Zu den Wide Receivers: WR Torrey Smith ist ein Lokalheld (von Maryland) hat die wunderbare Gelegenheit, neben einem Haufen bekannter, aber alternder Spieler eingelernt zu werden und mit der Aussicht, in spätestens zwei Jahren bei entsprechender Entwicklung Starter zu sein. WR Tandon Doss ist ein Typ für dendiedas Slot, wo die Ravens aber auffällig häufig auch WR Boldin reinstellen. Wird spannend.

„Spannend“ ist die richtige Vokabel für QB Tyrod Taylor, der im Vorfeld aggressiv als Quarterback vermarktet wurde, aber nicht wenige glauben, das Taylor zum WR umgeschult werden könnte. Zwischen Dual-Waffe und fuffzigstem Wide Receiver im Kader ist bei Taylor also alles drin. Der gesuchte erfahrene Backup für Flacco dürfte Taylor allerdings nicht sein.

Dazu zwei interessante Einberufungen mit OT Jah Reid und RB Allen. Reid könnte in absehbarer Zeit Starter sein, denn Baltimore hat zwar Optionen, aber keine vollends befriedigende. Yanda, Oher, Gaither – alle haben so ihre Flauseln, sei es der Vertrag, eine Verletzung oder Selbstüberschätzung. Bei Allen könnte es zu Höherem reichen, weil RB McGahee womöglich zu teuer werden wird und RB Ray Rice nicht der Mann für 20 Carries pro Spiel ist.

Summa summarum

Die Idee der Ravens war, ihre Lücken zu füllen, aber nicht um jeden Preis. Kann man als „gelungen“ betrachten. Es hängt weiterhin an QB Joe Flacco, wie nahe diese Mannschaft dem Superbowl-Ring kommen wird.