Verträge: Defensive Line

Bills: Williams & Anderson

Der erste große Kracher der vergangenen Free Agency war DE Mario Williams´ Unterschrift unter einen Vertrag mit den Buffalo Bills. Der zweite große Kracher waren die Zahlen: 6 Jahre, $100 Millionen, davon $50M garantiert. Ganz soo fett ist das ganze dann doch nicht, aber es ist einer der dicksten non-QB-Contracts, die in den letzten Jahren unterschrieben wurden.

Tatsächlich bekommt Williams $50 Millionen garantiert – die größte Garantiesumme, die je ein Verteidiger eingestrichen hat, $8 Millionen mehr als der bisherige Rekordhalter Julius Peppers (2010, Bears). $19 Millionen gibts als Signing Bonus sofort bar auf die Hand. Dazu kommt ein Gehalt in Höhe von $5,9M und $100k Workout Bonus. 2013 steigt Williams´ Gehalt auf $6,5M, zusätzlich gibt $500k Workout Bonus und einen $8M-Option Bonus. Das alles addiert sich in den ersten zwei Jahren auf $40 Millionen.

Zu diesem Zeitpunkt, zwischen den Spielzeiten 2013 und 2014 haben die Bills sich ein out eingebaut. Das Salary für 2014 beträgt nur $1,9M (+$500k Workout Bonus); als Roster Bonus gäbe es allerdings $10,6 Millionen (guaranteed for injury). Cuttet Buffalo Williams, zahlen sie ihm nur das Salary. Macht summasummarum $53M in den ersten drei Jahren, sprich ein 3yr-average von $17,7M. Heftig. Dazu kommen für jedes Jahr noch jeweils $400k für jeden Pro Bowl und $400k für nicht öffentlich gemachte Ziele, höchstwahrschinlich eine bestimmte Anzahl an Sacks.

In den späteren Jahren 2015, ´16 und ´17 ist nichts mehr garantiert. Pro Saison kann Williams zwischen $14,4M und $15,3M einstreichen. Insgesamt geht es also tatsächlich um $100 Millionen, aber haben die Bills schon nach 2013 ein kleines out und ab 2014 jedes Jahr die kostengünstige Gelegenheit, Williams auf die Straße zu setzen.

Neben Williams haben sich die Bills noch einen zweiten Pass Rusher in der Free Agency geangelt. Mark Anderson, letztes Jahr mit karriererettender Saison in New England (10 Sacks), hat für vier Jahre unterschrieben für potentielle $19,5 Millionen. $6M gibts als Signing Bonus; $1,9M Gehalt dieses Jahr und $2,5M 2013 sind garantiert. Nicht garantiert sind die Salaries in Höhe von $4M und $5M in 2014 beziehungsweise 2015. $10,4M garantiert sind für einen 28 Jahre alten Pass Rusher durchaus vernünftig – wenn er denn so spielt wie letztes Jahr bei den Patriots. Er hatte eine starke Rookie Saison 2006 und ein starkes 2011, dazwischen war fast nur Essig. Letztlich war es für die Bills wohl einfach zu verlockend, eine Defensive Line zu haben, in der neben den riesigen Kyle Williams und Marcell Dareus zwei Pass Rusher vom Kaliber Williams/Anderson stehen.

Pass Rushers: Cole, Mincey, Biermann

Trent Coles Vertrag mit den Philadelphia Eagles hat noch eine Laufzeit von zwei Jahren. Weil Cole aber einer des besten DEs im ganzen Land ist und das Eagles-Front-Office zu den Klügeren der Liga gehört, hat man jetzt schon mal verlängert: vier Jahre von 2014-2017. Dafür bekommt Cole sofort $8 Millionen als Signing Bonus und das Gehalt für die kommenden beiden Spielzeiten wurde um jeweils $100k erhöht, die workout bonuses wurden von $100k auf $250k erhöht. Ein wenig seltsam an der ganzen Sache ist, daß nur diese $8,2M (mit workout bonuses $8,5M) garantiert sind, mehr nicht. Das nicht-garantiert Gehalt steigt von $5M (2014) über $10M (´15), $10,9M (´16) auf $13,9 Millionen im letzten Vertragsjahr 2017. Daneben kann er als workout bonuses und für Sacks und Pro Bowls insgesamt weitere $5,975 einsammeln. Insgesamt hat der Vertrag also ein Potential von $54M; sollten  es sich die Eagles anders überlegen, schulden sie Cole nicht mal $9M. Hmm.

Jeremy Mincey hat sich vom Practice Squad Player zu einem starken Pass Rusher gemausert. Letztes Jahr hatte er acht Sacks, aber wohl auch einige Sacks liegenlassen; den Auguren nach hätte er locker zweistellig in der Sack-Statistik auftauchen müssen. Auch die Chicago Bears waren bis zum Schluß an ihm dran. In Jacksonville bekommt Mincey nun für vier Jahre $9 Millionen garantiert – $8M als Signung Bonus plus $1M Base Salary 2012. Sein Grundgehalt steigt in dem folgenden Jahren von $1,525M (2013) über $4,475M (2014) bis auf $4,9M (2015). Zusätzlich zu diesen $19,9M kann er $100,000 für jeden Pro Bowl bekommen und jährlich bis zu $1,7M, je nachdem, wie viele Sacks er macht. Damit hat sein Vertrag ein Potential von $27,2 Millionen.

Nach Kroy Biermann (3 Jahre, $9,2M) haben die Falcons auch ihren zweiten DE gegenüber von Ray Edwards weiterverpflichtet. Der alte John Abraham (34), der angeblich $12 Millionen pro Jahr haben wollte, bekommt nun für drei Jahre durchschnittlich $5,6M – in einem für einen Spieler seines Alters typischen spiele- und leistungsabhängigen Vertrag. Er bekommt einen Signing Bonus von $2,25M und sonst nicht viel garantiert. Base Salary für 2012 sind $1,5M; daneben bekommt er zwei Roster Bonuses für zusammen $2,156M, aber abhängig davon, wie viele Spiele er mitmacht; Salary Cap Figure ist für kommende Saison $4,4M. In 2013 und 14 hat er die gleichen Roster Bonuses im Vertrag und sein Grundgehalt steigt auf $3,25M, seine Cap Number damit auf $6,6M. Für die letzten beiden Jahre gibt es außerdem noch unbekannte Escalators, die sein Grundgehalt erhöhen könnten, wenn er 2012 bestimmte Schwellen in Sachen Snaps oder/und Sacks erreicht.

Tackles: Pouha, Soliai, Rucker, Fanene, Langford, Jones

Sione Pouha, einer der wichtigsten, aber unbekanntesten Akteure in der Defensive Line der Jets (wir hatten ihn gar in unserem All-NFL-Team), hat für drei Jahre in New York verlängert. Wie es sich für einen 33-jährigen gehört, ist der Vertrag an viele Falls und Wenns gekoppelt. Sicher sind Pouha auf jeden Fall $3,5-Millionen-Signing-Bonus und $900,000 Grundgehalt plus $100,000 Workout Bonus. 2013 hat er ein Grundgehalt von $4,9M, welches für den Verletzungsfall garantiert ist; ist er am dritten Tag des League Years im Kader, ist es voll garantiert. Damit bekommt der dicke Nose Tackle in den ersten beiden Jahren $9,4M – mehr oder weniger – garantiert. 2014 ist mehr eine gute Option für die Jets, als ein “richtiges” Vertragsjahr für Pouha, schließlich wird er während der Saison 2014 schon 36 Jahre alt. Grundgehalt wären $900,000 plus $100,000 workout Bonus; dazu kommt ein $2M Roster Bonus, wenn er am siebten Tag des League Years im Kader ist (der allerdings um $1,5M geringer ausfällt, wenn er 2013 weniger als 55% der Snap spielt) und noch ein Roster Bonus in Höhe von $2,5M, wenn er am ersten Spieltag der Saison im 53-Mann-Kader ist. Insgesamt also $5,5M; gehen die Jets den ganzen Weg mit Pouha, werden sie im $14,9 Millionen bezahlen. Für einen Spieler seines Alters eine ordentliche Summe: 3yr/avg $5 Millionen.

Paul Soliai ist einer der besten Nose Tackles unter 30. Letztes Jahr hat er in Miami unter dem Franchise Tag gespielt und dafür $12M bekommen. Nimmt man die $12M dazu, die er mit seinem neuen Vertrag in den kommenden beiden Jahren verdienen kann ($6M garantiert), dann sieht man, wie hoch die Wertschätzung ist, die ihm entgegengebracht wird. Auch die Broncos waren ganz stark an ihm interessiert. Es ist zwar ein wenig schief, diesen 2-Jahres-Vertrag und das Franchise-Tag-Jahr zusammenzurechnen, aber tut man das, kommt man auf einen Drei-Jahres-Durchschnitt von $8 Millionen. Upper class. Und noch vor seinem 30. Geburtstag bekommt er wieder eine Chance auf einen dicken Payday auf dem Free Agency Markt.

Broderick Bunkley soll für die Saints wohl der Spieler sein, der Aubrayo Franklin dann leider nie war. Bunkley, einer der besten Run Stuffer der Liga bekommt einen 5-Jahres-Vertrag mit einem Potantial von $25M, davon $9M garantiert.

Frostee Rucker, wichtiger Bestandteil der Defensive Line Rotation in Cincinnati (4 Sacks, 11 Tackles for Loss) hat für fünf Jahre in Cleveland unterschrieben. $8M sind ihm garantiert und insgesamt könnte er $21M verdienen; davon $12,15M in den ersten drei Jahren für ein 3yr/avg von mehr als $4M.

Der vielseitige D-Liner Jonathan Fanene (vormals ebenfalls Cincinnati) bekommt einen typischen Patriots-Vertrag – undurchsichtig und gerade so an der Grenze des Marktwerts. Es ist ein 3-Jahres-Vertrag, der angeblich bis zu $12M wert sein soll. Ich habe nur $9,85M “gefunden”, das heißt, da müssen noch unbekannte Escalators eingebaut sein. Man weiß auch nicht genau, wie viel Geld garantiert ist; wahrscheinlich sind es nur die $3,85M, die er als Signing Bonus kassiert und die $900,000 Grundgehalt plus $100,000 Workout Bonus. 2013 und 2014 wären es $2M beziehungsweise $3M Gehalt, von denen jeweils $100,000 als Workout Bonus gezahlt werden. 3yr/avg demnach zwischen 3,3 und $4M.

Jeff Fisher, der neue HC der St. Louis Rams, liebt nichts mehr als seine D-Liner. So hat er sich denn auch folgerichtig erstmal einen neuen Typen für die Mitte geholt. Kendall Langford ist verdammt talentiert, ist erst 26 Jahre alt und hat einen D-Line-Körper wie aus dem Bilderbuch: 1,98m, 135kg. In St. Louis bekommt Langford $24M in den kommenden vier Jahren, davon $12M garantiert. Die letzten vier Jahre war er starter als 34-DE bei den Dolphins, bei den Rams soll er wohl den aggressiven inside rusher auf der DT-Position geben. So wie ihn Fisher zuletzt mit Jason Jones in Tennessee hatte.

Besagter Jason Jones hat nach starken Spielzeiten als DT unter Fisher letztes Jahr als DE auflaufen müssen. Das hat nicht so gut geklappt. Als insider rusher aber ist der auch erst 26 Jahre alte Jones ein Juwel. In Seattle bekommt Jones $4,5M für ein ein Jahr.

34 Ends: Bryant, Campbell

Noch wichtiger war für Pete Carrol und seine Defense die Vertragsverlängerung von Red Bryant. Bryant ist der perfekte Spieler für den komischen Platz als 43-DE, der bei Carrol wie ein 34-DE spielt. Auch die Patriots waren stark an dem vielseitigen DE interessiert, aber letztlich hat er für 5 Jahre und potentiell $35M bei den `Hawks verlängert; $14,5M sind davon garantiert und werden Bryant in den ersten beiden Jahren ausgezahlt.

Und zum Schluß fast noch den größten: Calais Campbell hat für weitere fünf Jahre in Arizona verlängert. Mit seinen 25 Jahren ist er schon jetzt einer der stärksten D-Liner der Liga, weil er aber in der Wüste spielt, bekommt man das nur selten mit. Die Cardinals garantieren Campbell $31Millionen. Davon sind $15M sofort fälliger Signing Bonus; $10M werden 2013 als Option Bonus fällig; $6M Salary sind den ersten drei Jahren ebenfalls garantiert. Nimmt man die $4,5M nicht garantiertes Gehalt in 2014 dazu, kommt man auf insgesamt $35,5M in den ersten drei Jahren, ein mehr als sportlicher 3yr-average von fast $12M. Potential insgesamt: $55 Millionen.

Notizblock NFL Woche 11: CIN/BAL & PHI/NYG

Cincinnati Bengals (6-3) @ Baltimore Ravens (6-3) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: Ray Lewis, Ray Lewis, Ray Lewis]

TD Drive CIN: zwei big plays + DPI

TD Drive BAL: blown coverage nach roll out Flacoo

– Q2/10:10: BAL wirft jetzt immer öfter aus I-Formation; WR Torrey Smith viel zu schnell für CB Clements und Flacco wirft perfekten Paß

– es geht nur über Big Plays; keine Offense bringt mal einen längeren Drive zustande

– furchtbare INT von Flacco gegen Nate Clements w/1:24 in CIN territority

– und dann nach zwei First Downs wirft Dalton einen schrecklichen Ball mitten in die Endzone, wo Ed Reed in natürlich findet (Hey Dalton, lerne bitte Ed Reed vor dem Spiel gegen Baltimore kennen!)

– beiden Verteidigungsreihen spielen das sehr gut und diszipliniert; vor allem von der Ravens-D ist immer einer da, wo der Ball ist und kein Tackle wird verpaßt; Laufspiel geht gar nicht bei beiden; 7 3&outs in der ersten Hälfte; 14-7 Ravens

Das war tatsächlich alles Wichtige aus der ersten Hälfte.

– Q3/13:12 dann aus dem Nichts rennt Ray Rice über 60 Yards, weil Safety Chris Crocker einen völlig falschen Winkel nimmt und den Tackle verpaßt; es wird aber doch nur ein FG; 17-7 BAL (Q3/10:50)

– Q3/6:51 nach einem starken Play, bei dem er zwei fast-Sacks entkommt und seinen FB tief ganz offen findet und einer blown coverage gegen TE Gresham ist Ciny plötzlich in der EZ und es steht 14-17

Ravens D spielt fast aussschließlich Base-D gegen CIN; CIN ohne deep threat, weil A.J. Green verletzt draußen sitzt, versucht im 3ten Viertel mal einen Flea Flicker und RB Benson schafft nicht mal den Paß zu Dalton

– Q3/0:40: Dalton mit fürchterlicher INT bei einem Slant; Jimmy Smith fumblet den Ball, der fliegt durch die gesamte Redzone und die Ravens sichern den Ball an der 2-Yd-Linie, next play TD Rice 24-14

– Dalton dann wieder mit schlechtem Paß und INT von CB Webb; Q4/ 14:02; nächster Spielzug Playaction Flacco tief auf WR Smith; 31-14

– Jimmy Smith läßt Andre Caldwell einfach so vorbeilaufen; 10:59, starker Paß von Dalton, Cincy gibt nicht auf 21-31

– über die Mitte wirft Dalton richtig gut; aber bei Pässen an die Seitenlinie und bei Slants hat er immer wieder accuracy Probleme; kaum hab ich das aufgeschrieben, wirft er eine out-route zum TD (Gresham) nach anständigem hurry-up-drive 28-31; 5:35, der dann aber doch nicht zählt nach Calvin-Johnson-Catch-Rule-Overturning; FG zum 24-31; Cin jetzt fast ständig mi 7 Mann in Protection und nur 3 Recivers auf Routen, um es einfacher für Dalton (und die OLine) zu machen

– kurz vor der 2-min-warning stoppen die Bengals die Ravens bei 3rd&1 und bekommen nochmal einen Drive

– Dalton starts on own 13 w/ 2:27; WR Jerome Simpson macht das Spiel seines Lebens; Dalton mit starker 45yd-Bombe und Riesencatch von Simpson

– in der RZ dann wieder der schlechte Dalton: schlechter Paß on kurzer Out-route und intentional grounding (der horse-collar tackle von Suggs wird komischerweise einfach ignoriert); 3rd&goal from BAL17; die O-Line bricht total zusammen bei den vier Downs and Goal to go gegen 3-Man-Rush

– CIN hat wirklich tough gegen BAL und PIT gespielt, aber verloren; die Bengals haben ein gutes, junges Team, sind aber noch nicht da wo die anderen beiden Hausnummern der AFC North sind

– Flacco und Dalton haben beiden wie Rookies gespielt: mal gute Pässe, mal schlechte, aber insgesamt enttäuschend inkonsistent, wobei aber auch beide Defenses ziemlich stark gespielt haben; es gab keine guten, langen Drives, sondern alle Punkte basierten auf Big Plays, wobei die Ravens einfach mehr (vor allem in der Defense) davon gemacht haben und am Ende die drei INTs von Rookie Dalton der Unterschied waren. Baltimore ist jetzt mit 7-3 und Tiebreakers gegen Pittsburgh und Cincinnati in guter Position in der AFC North.

Philadelphia Eagles (3-6) @ New York Giants (6-3) [Gamcenter] [Gamebook]

[inactives: QB Vick, WR Maclin, CB Rodgers- Cromartie; LB Michael Boley – Herzlich starts]

– LT Will Beatty bekommt von Anfang an TE/RB-Hilfe gegen DE Trent Cole

– im zweiten Drive wirft QB Vince Young einen furchtbaren Paß zu Jackson, der schon an Amukamara vorbei war und schenkt dem Rookie im ersten Spiel seine erste INT

– anschließend wirft Eli Manning eine INT wie in seinen schlechtesten Tagen; danach gibts auch gleich gute alte Rivalry-Kloppe und mehrere personal-foul-flags, nach der INT gibts aber auch keine Punkte, weil der oft so hochgelobte LG Evan Mathis schläft und bei 3rd-&1 an NYG 38 einfach so DT Chris Canty nicht blockt

– schon im ersten Viertel gibts ständig mehr oder weniger ernsthafte Rudelbildung; es gibt aber auch nicht schöneres, als Rivalry-Games im November

– die Eagles sind schon seit einigen Wochen dazu übergegangen, nicht mehr beide DE so ganz weit außen an der LOS zu plazieren (die so berühmt gewordene 9 technique), sondern nur noch einen, und der andere ist meistens in recht traditioneller DE-Aufstellung, das klappt auch viel besser

Vince Young wirft den Ball wie eine schlechte Mischung aus Tim Tebow und Philip Rivers

– die Giants D-Line spielt mit vielen „seltenen“ Aufstellungen: 3DE und 1DT; 3 DLiner sogar on 1st Down; on 3rd Down auch ihre Nascar-Defense (4DEs); und sehr oft spielt Deon Grant den dritten LB neben Herzlich und Kiwanuka, weil nach den ganzen Verletzungen nur noch der andere Rookie-LB Spencer Paysinger spielen kann

– die beiden Eagles-Offensive-Tackles Jason Peters und Todd Herremanns sehen ganz gut aus, aber die drei in der Mitte (LG Mathis, C Kelce, RG Watkins) haben immer wieder Probleme, vor allem im Laufspiel

– Q2/11:36: FG Eagles, die ersten Punkte zum 3-0

– Q2/8:49 nach abgefälschtem, schlechtem Paß holt sich S Phillips die INT; Giants spielen nach der Verletzung von WR Jackson mit 8 „Man in the box“ und wollen einzig RB McCoy aus dem Spiel nehmen und Young kann nicht mal daraus Kapital schlagen

– die Eagles-D spielt ziemlich gut; auch die (auch von mir immer böse gescholtenen) LB Akeem Jordan und Brian Rolle; Giants leiden vor allem darunter, daß sie überhaupt kein bißchen Laufspiel auf die Reihe kriegen

Jackson kommt schon Mitte des 2ten Viertels zurück und macht ein Big Play über 50 yards nach 1st Down from PHI2; der dann aber nach unfaßbar dummer Taunting-Strafe gegen Jackson overturned wird, wow….

– nachdem Philly dann tatsächlich von der eigenen 2-Yd-Linie bis in New Yorks Hälfte kommt, fehlen CB Webster nur Millimeter, um Youngs dritte INT komplett zu machen

– die Eagles haben keine Offense, weil Young ihr QB ist und die Giants mit 8 Mann McCoy aus dem Spiel nehmen; und die Giants haben keine Offense, weil sie überhaupt nicht laufen könnnen und Eli gegen viel Pressure und gute Coverage alleine auch nicht viel machen kann:

– nach dem vierten 3&out, diesesmal in der eigenen Redzone, läuft Jackson mit dem gefangenen Punt mal wieder durch die halben Meadowlands und kann erst an der NYG14 gestoppt werden und im nächsten Spielzug möchte keiner der alten Teamkollegen Steve Smith verteidigen, TD Eagles 10-0; Q2/1:22

– neben der wirklich guten Defense haben TE Jake Ballard und WR Victor Cruz mit schlimmen Drops die Giants behindert

K Lawrence Tynes hat in dieser Saison erst zwei Field Goal Versuche von mehr als 30 Yards gehabt (?!) und die beiden wurden auch noch geblockt (!?!); den 49-Yd-Versuch zum Schluß der ersten Hälfte macht er aber sicher rein, 10-3

– Drives erste Hälfte: Eagles: Punt, INT, Punt, 3&out, FG, INT, Punt, TD; Giants: 3&out, INT, Punt, 3&out, Punt, 3 &out, Punt, 3&out, FG

2nd half:

– Kevin Booth startet die zweite Hälfte an Stelle Chris Snees (Verletzung)

– das Laufspiel der Giants ist so furchtbar, daß sogar CB Samuel den RB tacklet; NYG RB D.J. Ware ist jetzt auch draußen mit Concussion

OT Peters und Herremanns nehmen den Giants Pass Rush völlig aus dem Spiel und trotzdem hätten die Eagles ohne den Punt Return gerade mal 3 Punkte

– im dritten Viertel werfen die Eagles nur noch und sagen: mit 8 Mann „in the box“ kann sogar Young Spiele gewinnen, und New York sagt: glaub ich nicht, soll Young erstmal zeigen; und nachdem Philly in die Redzone gekommen ist, wirft Young natürlich die INT zu Aaron Ross (Q3/5:00)

– Snee is back

– die Giants versuchen es einfach weiter mit dem Lauf, was nicht funktioniert und die Crowd buht

– dann macht Manning mal nene langen Paß zu Nicks – weil er nicht von Asomugha oder Samuel verteidigt wird, sondern vom jungen Safety Nate Allen. So wie letzte Woche, als Fitzgerald von irgendeinem Safety verteidigt wurde, ich versteh das nicht; und im nächsten Play schlägt Victor Cruz Asomugha zum TD, Asomugha sah dabei aus wie einer der undrafted Rookies, die bei den Patriots versuchen CB zu spielen, 10-10 Q4/11:36

– die Giants haben große Probleme mit ihren jungen LBs Herzlich, Paysinger und Williams; aber Kiwanuka macht im vierten Viertel play after play

– McCoy sitzt im vierten Viertel verletzt auf der Bank und Ronnie Williams spielt

– irgendwie bekommen die Eagles im vierten Viertel einen langen Drive auf die Reihe mit Läufen von RBs und Young und Screen Passes; nachdem sie auf unerklärliche Weise 18 Plays über 80Yards in 9 Minuten übers Feld marschiert sind, wirft Young auch noch einen TD zu Riley Cooper; ich kann gar nicht erklären, wie Philly das gemacht hat, aber irgendwie waren es immer 3 und dann 3 und dann 4 yards und immer wieder 1st Downs, 17-10 Philly Q4/2:45

– nach Holding beim KO-Return starten Eli und die Giants an der eigenen 9 mit 2:39 Minuten auf der Uhr (und mit RG Snee wieder auf der Bank)

– beim letzten drive schläft wieder irgendwer der Eagles (wahrhscheinlich LB Chaney ) und Victor Curz läuft bis an die 22

– im nächsten Play sackt Jason Babin Eli Manning von hinten und DT Landri holt sich den Fumble; Q4/1:17; Giants mit letzter Chance, aber niemand kann Shady McCoy tacklen – 1st down, game over

Insgesamt ein komisches Spiel, in dem vor allem die D-Line der Eagles und die furchtbaren LBs der Giants den Ausschlag gegeben haben. Jeder halbwegs vernünftige Quarterback hätte die Giants von vorne bis hinten zerlegt, aber weil New York überhaupt kein Laufspiel hatte und Manning ständig under pressure war, haben 17 irgendwie ergaunerte Punkte zum Sieg gereicht.