Sonntagsvorschauer 2021 – NFL Week 15

Guten Morgen. Der heutige NFL-Spieltag ist nominell einer der schwächsten seit langer Zeit, und das liegt nicht nur an Covid. Zu schreiben gibt es trotzdem vieles.

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Date mit Covid, Date mit Herbert und Mahomes, Date mit der Lederhose, Date mit dem Geld – NFL Week 15 steht vor der Tür, nur Urban Meyer hat kein Date mit der NFL mehr

Hilfe! Information-News-Overkill!!

Guten Morgen.

Die NFL erlebt wie auch die NHL in den letzten Tagen eine echte Covid-Welle mit an die 100 positiven Tests für Spieler und Betreuer seit Montag. Allein das Washington Football Team hat fast 20 Spieler auf der Covid-19 Liste und täte sich momentan schwer, einen einsatzfähigen Kader für das Wochenende auf die Beine zu stellen.

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Wachmacher für Urban Meyer

Das schlechte Zeichen: Die Jacksonville Jaguars haben am Donnerstag ihren neuen Krafttrainer Chris Doyle vorgestellt – einen Mann, der am College bei den Iowa Hawkeyes zahlreiche Athleten ins Krankenhaus brachte und schließlich wegen erdrückender Rassismus-Vorwürfe zurücktreten musste, nicht ohne fetten Buyout.

Das gute Zeichen: Am Freitag war Doyle nach massivem öffentlichem Druck in Jacksonville schon wieder Geschichte.

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Coaching-Spotlight: Urban Meyer in Jacksonville

Wir arbeiten die Coaching-Anstellungen von 2021 so langsam alle durch. Auf diesem Blog habe ich schon die Detroit Lions mit Dan Campbell und gestern Abend die Los Angeles Chargers mit Brandon Staley angeschaut.

Der nächste im Bunde ist Urban Meyer.

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Urban Meyers Scheme

Der neue Jacksonville-Jaguars-Coach Urban Meyer hat schon vor 20 Jahren modern Football gedacht. Er war einer der Vorreiter der Spread-Revolution, hat danach aber viele kleinere und größere schematische „Tweaks“ vorgenommen um diese einst innovative Offense konstant weiterzuentwickeln.

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Samstagsrundschau: Heisman-Trophy und Urban Meyer

Heute wird nicht nur Army vs. Navy ausgespielt (21h30, CBS), sondern auch die Heisman-Trophy im College Football vergeben – die wichtigste Trophäe für den prägenden Spieler des Footballherbstes. Für gewöhnlich geht sie an den besten Quarterback oder besten Runningback des Jahres. Weiterlesen

Wie sich die Zeiten ändern: Urban Meyer steht vor dem Rauswurf (Update 23.08.)

Update 23.08.2018 – Meyer wurde nicht entlassen, sondern für sagenhafte 3 Spiele zum Saisonstart suspendiert. Das, obwohl Meyer als notorischer Lügner enttarnt wurde, der sich für sein Geschwätz von gestern schon heute nicht mehr interessiert. Hier der Link zum 23-seitigen Dokument, das weitere Schmuckstücke wie Sex mit der Sekretärin, besoffene Autofahrten, abgebrochen Entzugskuren, Puffbesuche und gelöschte SMS umfasst.

Ohio States Board of Trustees tagte 11 Stunden im Ringen, Meyers Fortbestand als Buckeye-Headcoach zu rechtfertigen und kratzt damit am eigenen Denkmal. Meyer bleibt im Namen des Sieges Chef im Haus.

Die Zeiten ändern sich also wirklich: Ohio State heißt nun Urban State University. Aber wird Meyer den Fall wirklich unbeschadet überstehen oder ist er ein Fall von „Ist der Ruf erst ruiniert…“?

Der Fall

(Artikel vom 06.08.2018) Weiterlesen

Big Ten Conference | College Football 2015/16 Preview

Die Big Ten Conference wähnt sich nach dem Landesmeistertitel der Ohio State Buckeyes sowie der Verpflichtung von Jim Harbaugh als neuem Head Coach in Michigan im Aufwind, doch bei genauem Hinsehen ist die älteste und stolzeste Conference im College-Football noch immer einige Schritte entfernt von den großen Ligen im US-Süden (SEC) und Westen (Pac-12).

2015 wird die Big Ten aber immerhin ein Elite-Team (eben Ohio State), ein sehr starkes Team (Michigan State) und eine Handvoll respektabler Mannschaften (Minnesota, Penn State, Michigan, Wisconsin, Nebraska) stellen. Das Problem sind eher die Hinterbänkler: Zu viel Mittelmaß. Weiterlesen

College Football Playoff National Championship Game 2015: Oregon Ducks – Ohio State Buckeyes Preview

Premiere für das neue Championship-Spiel des College-Football Playoffs heute Nacht, 02h30 (live SPORT1 US) im Stadion der Dallas Cowboys in Arlington: Die Oregon Ducks (13-1) treffen Ohio State Buckeyes (13-1), also der Meister der Pac 12 Conference gegen den Meister der Big Ten Conference.

Es ist das erste Endspiel seit neun Jahren ohne Beteiligung der übermächtigen SEC (Southeastern Conference), nachdem #1 Alabama im Halbfinale von Ohio State platt gemacht wurde. Die Finalpaarung ist auch ein letzter Faustschlag für die eingestampfte BCS, unter deren Ägide just diese heutige Paarung in der Vergangenheit ein bedeutungsloses Rose-Bowl Matchup gestellt hätte, während sich im Finale Alabama und ein hoffnungslos überfordertes Florida State gegenüber gestanden wären.

Break. Kümmern wir uns um die heutigen Kandidaten, die sich geschichtlich völlig unterschiedlich entwickelt haben, aber sich in den letzten Jahren immer ähnlicher wurden und heute auf ein spektakulär angriffslustiges Endspiel hoffen lassen. Weiterlesen

The Countdown, T-minus 3: Ohio State Buckeyes

The Countdown

#3 Ohio State Buckeyes.
Big Ten Conference.
2012: 12-0.

Wenn man die die fünf größten Football-Programme im College-Sport aufzählen soll, wird in 95% der Fälle die Ohio State University mit dabei sein. Gründe sind die lange Historie von Football in der Hauptstadt von Ohio (Columbus), die wiederZufalleswill außer einer Eishockey-Franchise kein Team in den Big-4 der US-Sportligen beheimatet, viele Erfolge, legendäre Trainerköpfe wie Woody Hayes oder Jim Tressel, und auch das 105.000 Zuschauer fassadene Ohio Stadium, genannt aufgrund seiner Bauform „The Horseshoe“, das zweitgrößte Stadion in den USA, dürfte mit in das Bild passen.

In den letzten beiden Jahren lief Ohio State außer Konkurrenz mit, weil man wegen eines (kleineren) Recruiting-Skandals, der auch Tressel den Kopf kostete, von der NCAA gesperrt war. Wer also College-Football erst seit kurzem verfolgt, wird vielleicht überrascht sein vom Terz, der in den US-Medien um die Buckeyes („Kastanien“) gemacht wird. Aber Ohio State ist schon eine gewaltige Hausnummer. Der letzte BCS-Titel liegt zwar mittlerweile zehn Jahre zurück und wurde auch nur dank einer Schiedsrichterfehlentscheidung gewonnen, aber 2006 und 2007 stand man jeweils im BCS-Finale und gewann auch hernach mehrmals die Big Ten Conference.

2012/13 schloss man eine perfect season mit 12-0 ab. Weil man aber wie besagt a.K. dabei war, wurde davon kaum Notiz genommen. Dafür gilt Ohio State vor dieser Saison als einer der Topfavoriten auf das Erreichen des BCS-Endspiels.

Urban Meyer (l.) als Headcoach in Florida. Wer den Typen halbrechts übrigens nicht kennt: Ab ins Bett. - Bild: Wikipedia.

Urban Meyer (l.) als Headcoach in Florida. Wer den Typen halbrechts übrigens nicht kennt: Ab ins Bett. – Bild: Wikipedia.

Einer der meist genannten Hauptgründe dafür ist der Head Coach Urban Meyer, der seit Januar 2012 das Zepter übernommen hat und zu den aktuell drei begehrtesten Trainern gilt. Meyer hat in Utah und Florida große Erfolge gefeiert und ist bekannt geworden durch seine innovative Auslegung der „Spread-Option-Offense“ mit guter Balance zwischen Pass und Lauf. Damit unterscheidet sich Meyer diametral von seinem „Vorgänger“ Tressel, dessen erzkonservative Spielweise eher auf Fehlerminimierung basierte. Meyer dagegen steht für Spektakel.

Ganz koscher ist Meyer vielen Leuten zwar nicht, Stichwort extrem laxe Handhabe bei disziplinären Problemen seiner Spieler sowie Bewegen am Rande des Regelwerks, was Recruiting und Trainingsvolumen angeht, aber es gilt als unbestritten, dass Meyer imstande ist, alles aus seinem Spielermaterial herauszuholen, was möglich ist, und dass eventuelle Misserfolge nur selten auf seinen Mist gewachsen sind.

Das zweite Grund ist das Spielermaterial. Die Toptalente laufen Ohio State quasi die Tür ein, und seit Meyer die sportliche Leitung über hat, gibt es auch Zufluss an Talenten aus dem US-Süden, wo sich die NFL-Kaliber auf den Füßen stehen. Nicht jeder kann bei Alabama oder Florida spielen, also gehen sie halt zu Meyer in den Norden. Einen glänzenden Ruf dort hat Meyer nach wie vor. QB Braxton Miller z.B. wird hinter vorgehaltener Hand bereits für einen möglichen Gewinn der Heisman-Trophy gehalten.

Dritter und dieses Jahr vielleicht wichtigster Grund: Der Spielplan. Der ist so wachsweich, dass für viele alles andere als die erneute perfect season zum Ende der Regular Season einer riesigen Enttäuschung gleich kommt. Die Big Ten Conference gilt als sportlich dieses Jahr ausgesprochen dürftig bzw. ohne echte Stolpersteine. Out of conference bestreitet OSU nur bessere Trainingsspiele. Eine 13-0 Saison wäre das quasi sichere Ticket ins BCS-Endspiel.

Soweit die Theorie. Die Geschichte zeigt aber, dass man im College-Football niemals von einer Perfect-Season ausgehen sollte. Zu viele Fehler passieren in diesem Sport. Selbst die besten Mannschaften haben viele nur durchschnittliche Spieler, denen Dummheiten passieren. Zu oft reicht ein einziger schwarzer Nachmittag für eine scheinbar unnötige Pleite. Selbst Meyers bärenstarke Mannschaften bei Florida oder die letzten beiden überirdischen Ausgaben von Alabama schafften es nicht ohne Niederlage durch die Saison. Und bei aller Liebe: Ohio State war im letzten Herbst zwar 12-0, aber das recht aussagekräftige Simple Rating System führte die Buckeyes nur an #13 (14pts über dem durchschnittlichen Team). Echte Dominanz sieht anders aus.