College Football 2019 Preview: Die Atlantic Coast Conference (ACC)

Die Atlantic Coast Conference (ACC) ist eine eigentlich wenig glamouröse Conference entlang der Atlantikküste. An Aufmerksamkeit wird sie deutlich von den westlich angrenzenden Big Ten Conference und der Southeastern Conference (SEC) in den Schatten gestellt. Weiterlesen

Samstagsvorschauer – Woche 10: Es ist November!

November ist die beste Zeit für College Football. Ich schaue das Zeug jetzt zehn Jahre, und die Wochenenden, an denen im November nichts Denkwürdiges passiert ist, kannst du an weniger maximal zwei Händen abzählen. Das liegt natürlich am Faktor „entscheidende Saisonphase“. Aber es liegt auch an den Ansetzungen selbst: Die Rivalries häufen sich, und es wird fast nur noch „in Conference“ gespielt. Weiterlesen

Samstagsvorschauer 2016, Woche 2: Battle of Bristol

Der herausragende Event am heutigen 2ten Spieltag ist #17 Tennessee Volunteers – Virginia Tech Hokies (2h, ESPN-Player), das im 150.000 Zuschauer fassenden (!) Bristol Motor Speedway („The Last Great Colosseum“) stattfindet. Dort, wo normalerweise die NASCAR in diesem 1/2 Meile Oval ihre Runden dreht, werden heute Tennessee und Virginia Tech vor einer neuen, schwer zu schlagenden Rekordkulisse im „Battle of Bristol“ gegeneinander antreten. Weiterlesen

Montagsvorschauer l College Football 2015, Week 1

Abschluss der ersten Spielwoche im College Football mit dem amtierenden National Champion heute nach ab 2h live bei SPORT1 US: Virginia Tech Hokies#1 Ohio State Buckeyes aus Blacksburg. Die Storyline ist klar: Virginia Tech war 2014 die einzige Mannschaft, die den späteren Landesmeister Ohio State besiegen konnte – und es war kein knapper Sieg, sondern eine 35-21 Demontage. Weiterlesen

Atlantic Coast Conference | College Football 2015/16 Preview

Die Atlantic Coast Conference (ACC) gilt im heutigen Verständnis als zirka viert- oder fünfbeste Liga im College Football: Im US-Süden ist man relativ klar nur die zweite Geige hinter der SEC, und im Vergleich zur Pac-12 und Big 12 Conference schneidet man eine Spur zu blass in der Tiefe ab. Trotzdem konnte die ACC in den letzten Jahren an Selbstvertrauen tanken, und 2013/14 mit den Florida State Seminoles nach langer Zeit auch mal wieder den Landesmeister stellen. Weiterlesen

Silvesterbowls 2013 Preview: Abschied von Johnny Football?

Traditionell gibt es an Silvester mehrere Bowls als Jahresabschluss. Heute leider nur der ESPN-Player, da SPORT1 US nix überträgt. Folgende Ansetzungen sind geplant:

MEZ    BOWL                TEAM 1            TEAM 2
18h30  AdvoCare V100       Boston College    Arizona
20h    Sun                 Virginia Tech     UCLA
22h    Liberty             Mississippi State Rice
02h    Chick fil-A         Texas A&M         Duke

Achtung: Die Sun Bowl läuft nicht im ESPN-Player, sondern nur auf irgendwelchen nicht offiziell lizensierten Seiten. Zu den einzelnen Spielen im Detail. Weiterlesen

College Football 2013/14, Preview Week 6 am Samstag

Die Saison im College-Football nimmt richtig Fahrt auf mit haufenweise Conference-Spielen, die längst Überhand genommen haben. SPORT1 US heute mit folgenden Spielen im Portfolio – man achte drauf, dass der 21h30-Slate wegen IndyCar diesmal ausfällt:

18h    Florida State - Maryland
01h    Mississippi State - Louisiana State
04h15  Stanford - Washington

Schedule des ESPN-Players kann wieder im Tagesverlauf bei Allesaussersport nachgeschlagen werden. Der NBC-Stream könnte wieder das „Heimspiel“ von Notre Dame (nur theoretisch; Spiel findet in Dallas auf neutralem Boden statt) gegen Arizona State übertragen.

Government-Shutdown

Eine interessante Färbung gibt es am heutigen Spieltag durch die US-Regierungskrise („Government Shutdown“), wegen dem bizarrerweise das Militärduell NavyAir Force (ab 17h30 geplant) ausfallen könnte, wie auch Boston College Army. Die Entscheidung hätte am Donnerstag fallen sollen; zum „Redaktionsschluss“ am Freitagvormittag war mir noch nix darüber bekannt.

Nachmittags-Brunch ab 18h

Bestes Spiel um 18h und eines von nur drei Ansetzungen zwischen zwei AP-25 Teams am heutigen Tage ist #8 Florida State Seminoles#25 Maryland Terrapins (bei SPORT1 US). FSU ist trotz einiger Defensivprobleme (viele Abgänge in die NFL) recht rund in die Saison gekommen, vornehmlich wegen des in alle Höhen gehypten QB Jameis Winston, dem „neuen Manziel“. Winston, ein Freshman der nebenher Baseball für die Noles spielt, hat einen etwas merkwürdigen Wurfstil, aber seine Pässe sind schon recht zielgenaue Raketen.

Maryland scheint im dritten Jahr unter dem einst so gehassten Head Coach Randy Edsall in Schwung zu kommen, steht bei 4-0. Es ist zwar irgendwie jeder skeptisch, inwieweit die Terps „legit“ sind, aber immerhin gewinnt Maryland nun die Spiele, die in den letzten beiden Jahren jeweils noch haushoch verloren wurden. Und das 37-0 über WVU, das man noch letzte Woche am liebsten verspottet hätte („WVU ist auch nicht mehr das, was es mal war“), sieht nach dem überzeugneden Sieg der Mountaineers letzte Woche über das hoch gehandelte Oklahoma State nun wie ein gutes Ergebnis aus.

Florida State spielt in zwei Wochen sein erstes „Spiel der Wahrheit“ gegen Clemson. Maryland ist der letzte Test, bevor die Noles in eine spielfreie Woche gehen. Wenn eine Mannschaft in den letzten Jahren pauschal für überflüssige Niederlagen vedächtigt worden ist, dann war es FSU, insofern gibt es durchaus eine kleine Packung Upset-Potenzial in diesem Spiel.

Ein anderer schwarzer Wunder-QB ist Teddy Bridgewater von #7 Louisville, der einen fürchterlich einfachen Schedule spielen darf. Louisville ist heute bei Temple zu Gast und alles andere als ein lockerer Sieg würde als Enttäuschung gewertet. Bei NebraskaIllinois darf man sich zu Gemüte führen, ob die Huskers-Defense sich von den jüngsten Blamagen erholt hat; auf alle Fälle steht Coach Bo Pelini im Kreuzfeuer, wenn Illinois viele Punkte aufs Tablett legen sollte.

Um 18h30 MESZ spielt Virginia Tech gegen UNC. UNC legt jede Woche tiefere Tiefpunkte hin und die Messlatte ist mittlerweile so weit unten angelegt, dass die Tar Heels trotz einiger aussichtsreicher NFL-Prospects froh wären, von Virginia Tech nicht komplett an die Wand gespielt zu werden. Da kommt es gut, dass VT zwar eine der gefürchtetsten Defenses im Lande hat, aber „Beamerball“ (extrem gute Defense + Special Teams, benannt nach VT-Coach Frank Beamer) nicht für die punktgewaltigste Spielweise steht. Die Hokies gewinnen lieber 13-10 als 58-37. Empfehlenswert ist das Spiel sicher auch aufgrund der tollen Kulisse im Heimstadion von Virginia Tech.

Ab 20 AkronOhio aus der Mid-American Conference. Akron ist mit seinem Coach Terry Bowden (Sohnemann der Legende Bobby) eines der Bodensatz-Teams der MAC, hätte aber vor zwei Wochen ohne weiteres Michigan in deren Stadion schlagen können und scheiterte nur sauknapp. Ohio seinerseits ist Mitfavorit in der MAC.

21h30-Slate

#6 Georgia hat die Massen mit seinen spektakulären Spielen offenbar so sehr begeistert, dass CBS das Tennessee-Georgia Spiel als sein Topspiel der Woche auserwählte. Bei uns über normalem Wege nicht zu sehen, riecht das nach einem gewaltigen Mismatch: Die Vols wurden bereits von Oregon in Grund und Boden gespielt und hatten letzte Woche gegen das bestenfalls zweitklassige South Alabama alle Probleme der Welt, ein 31-24 herauszuwringen (USA hatte Sekunden vor Schluss an den TEN 8yds Line gestanden).

Alternativprogramm: #21 Oklahoma State vs Kansas State. Letztere hatten ihre peinliche Pleite bereits am ersten Spieltag, erstere holten das letzte Woche nach, als sie gegen das bis dahin desaströse West Virginia glatt verloren. OSU hatte ich im Sommer dick auf der Rechnung gehabt für eine mögliche Überraschung in der Big 12; K-State weniger.

Oder #14 Miami/FLGeorgia Tech. Bei den Canes bin ich mir noch immer nicht sicher ob deren Offense-Qualitäten: Ja, es gibt fantastische Athleten, und ja, immer wieder gewaltige Drives, aber am Ende des Tages bleibt doch der Eindruck von Stückwerk. Aus der ACC gäbe es außerdem: Syracuse#3 Clemson.

Die Nachtspiele

Das Massaker Colorado#2 Oregon (ab Mitternacht) gibt es bei uns Gott sei Dank nur für Goldgräber zu finden. Ein anderes Gemetzel ist dagegen lt. Sendeplan bei SPORT1 US (Stand gestern Vormittag) dabei: Ab 1h Mississippi State#10 LSU mit LSUs neu gefundener Offensivgewalt. Ich habe über zwei Jahre über QB Zach Mettenberger gelästert, sodass ich nun Abbitte leisten muss: Was Mettenberger seit dem TCU-Spiel abliefert, ist ziemlich gigantisch und sein Stil ist durchaus NFL-kompatibel. OK, das war er immer schon, aber nun strahlt Mettenberger endlich auch Selbstbewusstsein aus, und macht kaum mehr gröbere Denkfehler, wenn es ums Zerlegen von Coverages geht. Mettenbergers Next Test: @Alabama im November. Bis dahin gilt es, weiter ins neue Offense-System von Cam Cameron einzutauchen.

Ein Topspiel ab 1h, das es hierzulande offiziell nicht zu sehen gibt: #11 OklahomaTCU (läuft in den Staaten bei FOX). Es ist das direkte Duell der beiden besten Defenses der Big 12 Conference. Oklahoma hat sich mittlerweile zum Big 12-Favoriten gemausert, wenngleich es mich bass erstaunt, wie wenig Aufmerksamkeit die großen Medien den Sooners (den Sooners!) schenken: Trotz Ungeschlagenheit nur an #11 gerankt. Das mag den sportlichen Stand widerspiegeln oder nicht, aber so große Unis landen im Normalfall bei 4-0 Bilanz weiter oben. QB Blake Bell (der „Belldozer“), früher nur bekannt als Landry Jones‘ rein scrambelnder Backup, soll zuletzt verstärkt als Starting-QB mit Passqualitäten auf sich aufmerksam gemacht haben.

TCU ist dagegen eine kleine Enttäuschung: Die Defense ist nicht das Problem, sondern die Offense, wo es weiterhin keine Konstanz gibt und QB Pachall mal wieder wochenlang mit Verletzungen raus ist. TCU war einer meiner Geheimfavoriten, aber es scheint meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden zu können. Ein Upset heute in Norman könnte mein Weltbild wieder ins Lot rücken.

Möglicherweise im ESPN-Player ist allerdings #18 FloridaArkansas (ab 1h): Florida mit seiner furztrockenen, aber ebenso langweiligen Defense gegen Arkansas, das in der Offseason alles untenahm, um die letzten Erinnerungen an die spektakulären Pass-Offenses der letzten Jahre zu verwischen. Florida spielt ohne seinen besten DL Dominique Easley (Kreuzbandriss; out for season).

Ein cooles Matchup könnte Auburn#24 Ole Miss sein: Zwei interessante Typen an der Seitenlinie, Auburns Gus Malzahn, der quasi mit Tag 1 seiner Präsenz wieder Leben in die verwaiste Tigers-Offense brachte, gegen Ole Misses Hugh Freeze, Recruiting-König. Die gemeinsame Geschichte der beiden liegt bei Arkansas State: Dort löste Malzahn letztes Jahr Freeze ab; beide nutzten das Sprungbrett Arkansas State, um bessere Jobs in der SEC zu bekommen.

Was ist bei South FloridaCincinnati interessant (ebenso 1h)? South Florida. Die Bulls sind unter dem neuen Coach Willie Taggert so schlecht in die Saison gekommen, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass Taggert seine Debütsaison nicht überlebt. Man muss dazu wissen, dass es am College sehr ungewöhnlich ist, dass Coaches nicht mindestens 2-3 Jahre Zeit bekommen.

Wohl wieder im NBC-Stream ab 2h: Notre Dame#23 Arizona State, das bizarrerweise aus dem Cowboys-Stadion in Arlington kommt. Notre Dame wurden letzte Woche von Oklahoma die Grenzen aufgezeigt, während Arizona State mit einem 62-Punkte-Wirbelsturm gegen USC die Ära von Lane Kiffin beendete.

Der Kiffin-Nachfolger könnte ab 1h30 zu sehen sein, wenn Vanderbilt gegen Mizzou spielt. Vanderbilts Head Coach James Franklin gilt als überfälliger Kandidat für einen richtig großen BCS-Coaching Job. Er wird bei allen wackeligen Trainerposten in der Elite des College-Football genannt; so auch bei den USC Trojans.

Ab 02h spielt #16 Northwestern vor einem vermutlich rebellischen Heimpublikum gegen #4 Ohio State. Jeder faselt davon, wie überschätzt Ohio State sei; trotzdem werden die Buckeyes Woche für Woche in den Top-5 gerankt. Viele schwierige Spiele hat Ohio State nicht mehr dieses Jahr, aber Northwestern könnte eines von ihnen sein: Eine kleine Elite-Uni, die leidenschaftlichen Football spielt und einen begeisternden QB Kain Colter auffährt.

Northwestern ist eine kleine Elite-Privatuni aus dem „Umfeld“ von Chicago; das allein reicht, dass diese Uni kaum mediale Beachtung findet, zwischen Bears, Cubs, White Sox, Bulls, Blackhawks und was-weiß-der-Teufel-was-dort-noch-für-Profiteams-umherlaufen, aber das heute könnte der gefühlte Höhepunkt in der Wildcats-Geschichte sein: ESPNs College GameDay stationiert heute auf dem Campus von Northwestern, und allein das bringt Aufmerksamkeit. Für Head Coach Pat Fitzgerald, Quarterback in der bisher erfolgreichsten Zeit dieser Uni (Big Ten Siege 1995, 1996), einen eingefleischten Wildcats-Mann, muss das nach fast zehn Jahren im Coaching-Staff eines der geilsten Spiele bisher sein.

Ab 4h30 MESZ das dritte Spiel zweier gerankter Teams: #5 Stanford#15 Washington. Stanford verlor letztes Jahr zwei Spiele: Einmal dank Referee-Fehler gegen den BCS-Finalisten Notre Dame, und einmal… gegen Washington. Die Huskies waren 2012 ansonsten aber zu wenig konstant um ein ernsthaftes Wörtchen um mehr als gelegentliche Sensationen mitzureden, aber diese Jahr gilt die Kombination aus hochwertigen Athleten und viel Erfahrung als durchaus gefährlich. Manche trauen den Huskies heute Nacht sogar eine Überraschung zu. Wenn, dann muss aber QB Keith Price weiterhin so aufgeigen wie in den ersten Wochen angedeutet.

College Football 2013/14, Kickoff Weekend: Samstag der Wehmut

Das Auftaktwochenende im College-Football war in den letzten Jahren eines der größten Highlights des Sportjahres. Ich werde diese Orgie an Erstausstrahlungen nie vergessen, die es vor zwei Jahren bei ESPN America gab, als es von Samstagnachmittag an fast 24 Stunden lang ununterbrochen Bewegtbilder von den amerikanischen Universitätsgeländen gab. Unvergessen ist das geniale Baylor-TCU Spiel, das Coming-Out des RG3 und eines der besten Footballspiele der letzten zehn Jahre, das Auftaktspiel der Boise State Broncos, die in der Nacht die beste Leistung ihrer Teamgeschichte ablieferten, die ersten großen Auftritte des Honey Badgers (Tyrann Mathieu) und der Black Mamba (De’Anthony Thomas) sowie das gigantische Upset von Notre Dame. Ich könnte noch länger schwärmen über dieses unvergessliche Kickoff-Weekend, aber es ist 2013, ESPN America ist nicht mehr, und dafür gibt es ein vergleichsweise maues Auftaktprogramm im TV.

SPORT1 US steigt heute erst um 23h30 mit Alabama-Virginia Tech ein und bringt danach noch ein zweites Nachtspiel mit LSU-TCU aus Arlington. Wer mehr sehen will, muss schon zum ESPN-Player greifen. Nachfolgend das komplette Auftaktprogramm – und soooo schlecht ist datt eigentlich auch net…

Ab 18h: Einrollen

Diskutierte Spiele gibt es nur im ESPN-Player

#2 Ohio State rollt gegen die Buffalo Bulls aus der MAC ein. #10 Florida gegen Toledo. Florida ist natürlich klarer Favorit, aber Vorsicht: Toledo hatte in den letzten eine unbequeme Offense, und wir wissen: Die Florida Gators mögen es nicht, mit hoher Oktanzahl mitzugehen. Und Toledo schaffte schon vor wenigen Jahren um ein Haar die Sensation bei Ohio State. Minimini-Upsetpotenzial, vor allem als Saisoneröffnung, wenn man mich um Rat fragen würde. Zumindest, wenn die Gators eine zeitlang einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Die #7 Texas A&M Aggies müssen ab 19h gegen die benachbarten Rice Owls aus Houston antreten. QB Johnny Manziel kommt erst um zirka  19h50 zum Einsatz, nachdem er von der NCAA zu einer sagenhaften Sperre von einem Spielviertel verdammt worden war (Grund: mögliche Geldannahme bei Autogrammstunden).

Ab 21h: S-p-r-e-a-d

Diskutierte Spiele gibt es nur im ESPN-Player

#13 Oklahoma State mit seiner krassen Spread-Offense gegen Mississippi State, das sich mitten im Umbruch befindet. Ich sehe da wenig Upset-Potenzial, aber man kann schon mal einen ersten Blick auf die OSU Cowboys und ihren Angriff der Extreme werfen. Ab 21h30 spielen die Penn State Nittany Lions gegen Syracuse. Penn State war letztes Jahr eine tolle Überraschung, ging 8-4 und spielte wegen eklatanter Kicker-Probleme ab Woche 3 fast jedes halbwegs machbare 4th Down aus. Was wird HC Bill O’Brien diesmal aus dem Zylinder ziehen?

Bei Arkansas – Louisiana-Lafayette kriegt man erste Blicke auf das neue System bei den Razorbacks, wo ja in Bret Bielema ein berühmter neuer Headcoach angeworben wurde. Die Zeiten der 4WR-Sets in Fayettville sind definitiv vorbei; es wird Laufspiel in Arkansas dominieren.

23h30: Alabama vs Virginia Tech

Spiel bei SPORT1 US und im ESPN-Player (aus Atlanta)

#1 Alabama geht als hoher Favorit in diese Saison College Football. Ich habe der Mannschaft gestern eine ausführliche Vorschau gewidmet. Alabama hat seit neuestem auch Gefallen gefunden, sich einen halbwegs ordentlichen Schedule außerhalb der SEC zurecht zu legen und trifft ein Jahr nach dem gehypten Auftakt gegen Michigan heute erneut auf einen Gegner mit gutem landesweiten Ruf: Die Virginia Tech Hokies aus der ACC.

Virginia Tech gehört seit Ende der 90er zu den beständigsten Footballteams, spielte häufig in der BCS mit (einmal sogar im BCS-Endspiel), besitzt ein fantastisches Heimstadion, hat aber trotzdem erstaunlicherweise eher ein langweiliges Image. Ob es am stillen Head Coach Frank Beamer gilt, der lieber eine mehlige Defense spielen lässt anstelle die aufregenden alten Tage mit Michael Vick wieder auferstehen zu lassen?

Immerhin: Einen spannenden QB hat Beamer auch dieser Jahre: Logan Thomas, der 2m-Hüne, den viele schon mit Cam Newton verglichen, führt die Hokies nun ins dritte Jahr. Thomas ist athletisch so ziemlich alles, was NFL-Scouts aufhorchen lässt, außer das eine: Konstanz. Thomas macht zu viele Fehler, und konnte bisher die zugegeben hohen Erwartungen nicht erfüllen. Das geht soweit, dass er als Starter nicht mehr ganz unumstritten ist. Ein Spiel gegen Alabama kann da Fluch und Segen zugleich sein. Aber wenn schon Alabama, dann wenigstens im ersten Spiel.

Thomas muss den Angriff im Alleingang unterhalten, nachdem es schier keine Runningbacks und Wide Receiver von Format mehr geben dürfte: Alle abgewandert. Dafür sind Beamers Defenses meist unbestritten stark. Die 2013er Ausgabe gilt als unerfahren, aber BCS-würdig. VT ist heuer kein National Title Anwärter, insofern täte eine Niederlage auf neutralem Feld nicht weg. Man kann sich einspielen, aber es wäre eine Sensation, wenn die Hokies die Crimson Tide fällen würde.

02h00: Wie Hund und Katz

Diskutierte Spiele gibt es nur im ESPN-Player

Clemsons Memorial Stadium fasst 82.000 und wird "Death Valley" genannt - Bild: Wikipedia.

Clemsons Memorial Stadium fasst 82.000 und wird „Death Valley“ genannt – Bild: Wikipedia.

Ab 02h kommt für viele das Topspiel des Wochenendes, und – ich konnte es gestern nicht mehr nachweisen – möglicherweise wird es im ESPN-Player übertragen: #8 Clemson Tigers#5 Georgia Bulldogs. Beide Teams habe ich in den Previews ausführlich abgearbeitet, daher gehe ich an dieser Stelle nur kurz an die Rivalität zwischen diesen beiden Teams ein. Die Informationen habe ich aus einem hörenswerten Podcast von Solid Verbal (guter Tipp, wer fassungslos viele Details aus dem College-Umfeld lernen will) abgegriffen: Fighting Like Cats and Dogs.

Clemson und Georgia trennen kaum 120km Autobahn voneinander. Die beiden spielten in den 1890er Jahren erstmals gegeneinander. Damals waren Pioniere im US-Süden verantwortlich, dass der Football überhaupt vom hohen Norden dort nach drunten verfrachtet wurde. Clemson und Georgia gehörten zu den ersten Teams im Süden. Hauptverantwortlich waren zwei Jungs, die gemeinsam in Baltimore studierten, und sich Jahre später trafen und bei einem kühlen Blonden entschieden „Wir spielen jetzt einfach mal gegeneinander“. Damals waren die beiden im Süden angestellt: Der eine bei Georgia, der andere bei Clemson. Tja, und dann kam ein Dritter aus Auburn, und Clemson hatte schon seinen Nickname „Tigers“ (für Anfänger: Auburn hat auch „Tigers“). Die jährlichen direkten Duelle waren die absoluten Highlights, wer sie verlor, zahlte drauf.

In den späten 70ern und frühen 80ern hatten Georgia und Clemson dominierende Mannschaften. Mehrmals zerstörte der eine dem anderen mit der einzigen Saison-Niederlage den Titel. WiederZufalleswollte, gewannen die beiden Unis dann nacheinander, 1980 (Georgia) und 1981 (Clemson), dann aber doch, jeder für sich, den einzigen National Title ihrer Universitätsgeschichte.

Nach 1995 fiel die Rivalität, bei der beide Studentenschaften jeweils in den anderen Ort fuhren und sich zum GameDay zusoffen, dem Fortschritt (auch: Scheduling-Problem aufgrund neuartiger Dinge wie „BCS“) zum Opfer, und seither ist es das erste Duell Hund gegen Katz… und wiederZufallesnochmalwill, gehen beide mit den höchsten Erwartungen seit vielen Jahren in die Saison. Clemson kommt aus einer 11-2 Saison. Georgia aus einer 12-2 Saison. Georgia konnte sich letztes Jahr an einem absolut fantastischen Spiel gegen Alabama (knapp verloren) hochziehen. Clemson putzte zu Silvester in einem ähnlich guten Spiel die SEC-Grande LSU.

03h00: Louisiana State – TCU

Spiel bei SPORT1 US und im ESPN-Player (aus Atlanta)

Diese Grande #12 LSU Tigers sieht heute Nacht einen gefährlichen Gegner: #20 TCU Horned Frogs. Man mag mich für verrückt halten, aber ich halte beide Mannschaften mit ihren Rankings für unterschätzt. Bei beiden Teams gibt es noch einige Fragezeichen, was Spieler-Verfügbarkeit angeht: Der kultige LSU-Coach Miles musste zuletzt viel Kritik einstecken, weil sie RB Hill trotz eindeutiger Policy wohl im Roster behalten werden, und bei TCU gibt es mehr als ein Fragezeichen hinter DE Devonte Fields. TCU-Coach Patterson war einer der lautesten Schreier gegen die Rehabilitierung Hills beim Gegner – ob er sich glaubwürdiger macht, wenn er seinen eigenen Problemfall Fields identisch behandelt? („Aber er macht es doch auch!“ *entrüstet dreinschau*)

Bei TCU empfehle ich immer, auf die geschwindige Defense zu schauen. Dieses 4-2-5 System ist klarer ausgedrückt als bei allen anderen Teams, und keine Defense macht aus ihren Talenten mehr als jene von Patterson. Aber dieses Jahr ist es, siehe verlinkte Preview, auch die Offense, die potenziell begeistert: QB Pachall kehrt nach Drogensperre zurück und dürfte sich zumindest mit dem Widersacher QB Trevor Boykin die Spielzeit teilen.

So, und jetzt die Tipps: Georgia-Clemson ist für mich ein Münzwurf. Ich würde sagen, Georgia hat das bessere Team. Aber Clemson hat das grandiose Heimpublikum, und Clemson hat eine derartige Wucht im Angriff, dass die Combo Stimmung+Hochform durchaus ein kleines Upset bringen könnte. Zumal Georgia auf seine beiden besten Defensive Backs verzichten muss (Sperre+Verletzung). Bei LSU-TCU? LSU ist für College-Verhältnisse eine traubenreife Mannschaft und einer der absoluten Topfavoriten auf den BCS-Titel. LSU hat genügend Man-Power, um die Protection für die TCU-Quarterbacks zu zerbröseln. Aber ich glaube an TCU. Die Wucht der fantastischen Defense Line reicht, um LSUs Laufspiel einzubremsen, und das Spiel in die unsicheren Hände QB Mettenbergers zu legen.

04h00: Washington – Boise State

Nur für Trüffelschweine

Vorneweg: Über offizielle Wege ist Washington gegen Boise State in Europa nicht zu empfangen, und gescheite ruckelfreie Bilder dürfte es nur dann geben, wenn das Spiel eventuell in einigen Tagen bei Youtube hochgeladen wird (Fragezeichen). Trotzdem geht es um einiges, und das soll nicht unerwähnt bleiben. #19 Boise State hat dieses Jahr erneute BCS-Ambitionen und könnte ein letztes Mal jenes System spoilern, das es groß gemacht hat. Die Offense hat die Voraussetzungen: QB Southwick hat das Kurzpassspiel mittlerweile drauf und RB Ajayi ist ein würdiger Nachfolger Doug Martins. Die Defense Line ist wirklich gut, allerdings gibt es Fragezeichen, ob das Defensive Backfield hält. Washington hielt zuletzt im Dezember in der Bowl Season gegen Boise lange Zeit sehr, sehr gut mit, war phasenweise sogar die etwas bessere Mannschaft, aber der QB Keith Price überzeugt mich nicht ausreichend, um den Huskies hier die Favoritenrolle zuzuschachern.

Was wir leider auch nicht zu sehen bekommen: Das neue Huskies Stadium in Seattle, das für fast 300 Millionen Dollar renoviert wurde und als eines der stimmungsvollsten im Lande gilt. Seattle und laute Footballstadien: Wie Arsch und Eimer.

Nommal: Übertragungsprogramm

SPORT1 US Programm

Sa/So 23h30 Alabama - Virginia Tech (aus Atlanta)
Sa/So 03h00 Louisiana State - TCU (aus Dallas)

Wdh. gleich in Dutzenden.
ESPN-Player Schedule (ESPN-markierte Spiele sind im ESPN-Player).

Link zu allen Team-Previews.

Bowl-Großkampftag II, 28.12. Preview

Weiter geht es am heutigen Freitagabend mit drei Bowls, und es steigen vermehrt die großen Conferences ein, so z.B. heute die traditionsreiche Big Ten Conference, die nach einer erkennbar schwachen Regular Season etwas für ihren Ruf tun muss. Ansonsten werden die Helme der Virginia Tech Hokies von Interesse sein, die mit einer Schleife in Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Connecticut antreten werden; die Virginia Tech University ist bekanntlich in Sachen Schießereien auf dem Campus ein gebranntes Kind.

Independence Bowl

Ohio Bobcats – Louisiana-Monroe Warhawks

20h LIVE bei ESPN America

Hauptgrund, hier einzuschalten, sind die Quarterbacks: Die Ohio Bobcats (8-4) aus der MAC bieten den weißen Wusler Tyler Tettleton auf, während die Louisiana-Monroe Warhawks (8-4) aus der kleinen Sunbelt Conference mit Kolton Browning den etwas spritzigeren Scrambler haben.

Zuerst zu den Neulingen: Louisiana-Monroe spielt seine erste Bowl ever. Trotz aberwitzig schlechter finanzieller Voraussetzungen und Facilities. Die Warhawks sind auch eine der Mannschaften, bei denen ich im Sommer völlig in den Gully griff, als ich ihnen wörtlich „nichts“ zutrauen wollte. Bullshit. Man war gut genug, um auswärts gegen Arkansas zu gewinnen, auswärts Auburn in die Overtime zu prügeln und war gegen Baylor nur Verlierer mit fünf Punkten. Klar, diese Truppen hatten alle schlechte Jahre, aber wir sprechen immerhin über Louisiana-Monroe.

Und der aufopferungsvolle Browning war der wichtigste Mann, Passing- und Rushing-Leader; gegen Ohio erwartet man, dass vor allem der Bodenweg gesucht wird, denn Ohio besitzt eine schwache Lauf-Defense (164yds/Spiel).

Die Bobcats selbst werden sich voll dem harten Knochen Tettleton verschreiben, der das Team schon zu einem Auswärtssieg bei Penn State führte. Tettleton hatte so viele Wehwehchen, dass man ihn zuletzt erstaunlich oft werfen ließ, und das könnte gegen die schwache Secondary von ULM zum Vorteil gereichen, denn ULMs Abwehrstärke ist eindeutig die Lauf-Defense.

Auf der anderen Seite zeigte die Formkurve von Ohio mit dem zusätzlichen Einsatz von Tettletons Arm deutlich nach unten, und man marschierte nach 7-0 Start und Aufscheinen in den nationalen Rankings runter auf 8-4 und raus aus dem MAC-Finale. Bonuswaffe wäre RB Beau Blankenship, der mir vor allem in Penn State gut gefiel.

Die Wettbüros sehen ULM mit 6 Punkten vorne, das Simple Rating System gar mit 9.5 Punkten. Man addiere da den „Heimvorteil“ (Bowlspiel wird in Shreveport/LA ausgetragen) und Louisana-Monroe darf da tatsächlich als Favorit gelten, obwohl der Abgewichstheitsfaktor eher Ohio vorne gesehen hätte.

Russell Athletic Bowl

Virginia Tech Hokies – Rutgers Scarlet Knights

Die kleinen Freuden

Outside Zone Play.

23h30 LIVE bei ESPN America

„Russell Athletic Bowl“? Was erstmal völlig neu klingt, ist beim zweiten Hingucken nix anderes als die Nachfolgerin der Champ Sports Bowl der letzten Jahre. Heimatstadion: Die Citrus Bowl in Orlando, bekannt den Fußballfans noch als Spielstätte bei der 94er WM.

Wenn wir in den letzten Tagen Offensivfeuerwerke angekündigt haben: Diese Bowl könnte eher defensivorientiert sein, und „defensivorientiert“ heißt „wenige Punkte“ und das lässt ein spannendes Spiel bis ins Schlussviertel erwarten. Nach SRS ist Rutgers dann auch „nur“ mit 2.5 Punkten favorisiert.

Das mag Fans überraschen, aber in der Tat hatte Virginia Tech (6-6) heuer ein Scheißjahr, schlechter noch als man angenommen hatte: Man brauchte zwei Siege in den letzten beiden Spielen, um überhaupt eine ausgeglichene Bilanz einzufahren. Head Coach Frank Beamer hat meistens drei Credos: Defense, Defense, Defense. Die funktionierte dieses Jahr auch halbwegs ordentlich, vor allem, wenn sie Turnovers forcierte (über 1 INT/Spiel) und der Offense damit kurzes Feld gab.

Kriegt die Offense dieses nicht, ist Ende der Fahnenstange: QB Logan Thomas, der angebliche „Cam Newton 2.0“, floppte schwer und produzierte 23 Turnovers. Der Mann ist trotzdem einer meiner Favoriten, nicht nur weil Namenskollege, sondern auch, weil das double threat Thomas neben hirntoten Momenten auch immer für einen spektakulären Spielzug aus dem Nix gut ist.

„Spektakulär“ im selben Atemzug mit „Rutgers“ (9-3) zu verwenden, wäre dagegen unangebracht: Die Offense läuft auch im Jahr eins nach Greg Schiano (jetzt Tampa Bay Buccs) fast ausschließlich am Boden und muss sich immer wieder auf die Defense verlassen. Dort laufen künftige NFL-Spieler wie der LB Khaseem Greene oder DT Scott Vallone in der Front-Seven auf, und das Backfield ist bekannt dafür, extrem aggressiv gegen den Mann zu gehen und dabei überproportional viele Turnovers zu provozieren.

Logan Thomas gegen diese Secondary? Das riecht nach minimum zwei INTs. Logan Thomas gegen diese Front-Seven? Riecht nach locker zwei Fumbles.

Das ist eine Partie, die durchaus auf einen oder zwei Big Plays hinauslaufen könnte, und ich gebe diesbezüglich eher den Hokies den Vorteil, widerspreche also Excel/SRS.

Meineke Car Care Bowl of Texas

Texas Tech Red Raiders – Minnesota Golden Gophers

03h LIVE bei ESPN America; Tape morgen 11h30.

Hier steigt die Big Ten Conference in die Bowl Season 2012/13 ein, und der erste, der die Ehre der stolzen Mutter aller Conference verteidigen muss, ist der Underdog von der University of Minnesota gegen Texas Tech.

Minnesota gegen Texas Tech? Da war doch mal was? Tief in mich hineingehorcht, und ja, im fernen 2006 zu meiner Anfangszeit im College Football gab es eine Bowl Season mit irren Footballspielen (Sun Bowl, Fiesta Bowl usw.), und eines davon war das damals leider bei uns nicht live übertragene Insight Bowl, Texas Tech – Minnesota:

Heute also die “Neuauflage”, und beide Unis sind spannend. Die Texas Tech Red Raiders (7-5), deren Record schwächer ist als die Leistungen, und auch wenn die Offensivpower von Zeiten eines Mike Leach nicht ganz erreicht wurden, so gibt es dennoch im Schnitt 38 Punkte pro Partie. Hauptgrund ist nach wie vor das Passspiel um QB Seth Doege.

Allerdings war die Vorbereitung auf das Spiel nicht ohne Nebengeräusche: Der Head Coach Tommy Tuberville, im College Football schon eine Hausnummer, wechselte Anfang Dezember völlig überraschend nach Cincinnati, und der Nachfolger lässt die Fanscharen in Lubbock/TX geiler als geil werden: Der 33jährige Kliff Kingsbury, aus der NFL als Brady-Backup in New England bekannt, und zuvor am College der erste von vielen Star-Quarterbacks bei Texas Tech. Kingsbury gilt bei den Red Raiders als Legende, und er sammelte zuletzt als Assistent von Kevin Sumlin in Houston und bei Texas A&M Erfahrung; nicht wenige glauben, dass der Cheftrainer-Job zu früh kommt, aber das soll die Euphorie nicht bremsen. Heute wird Kingsbury allerdings noch nicht coachen, sondern der OL-Coach Chris Thomsen, und diese Ablenkungen könnten die Chance für Minnesota sein…

…die auch so ihre Trainergeschichten liefern: Jerry Kill ist nun zwei Jahre dort und man hört prinzipiell nur Gutes über seine Arbeit, aber Kill hatte schon mehrere epileptische Anfälle an der Seitenlinie (letztes Jahr habe ich das live am TV miterlebt, das mucksmäuschenstille Stadion war gespenstisch) und Kill ist ob der nervlichen Belastung nicht über jeden Zweifel erhaben.

Auf dem Spielfeld ist die 6-6 Bilanz für die notorischen Loser Minnesotas schon ein Erfolg – Euphorie will aber nicht so recht aufkommen. Verletzungsprobleme und Suspendierungen haben dafür gesorgt, dass der QB/WR MarQueis Gray mittlerweile zum reinrassigen Wide Receiver zurückgeschult wurde und die Spielmacheraufgabe an Freshman Philip Nelson übertragen wurde, der so blass spielte, dass die Gophers fast ausschließlich laufen müssen. Und wenn Texas Tech in der Defense so was wie eine Stärke hat, ist es die Position der Defensive Tackles um das NFL-Kaliber Kerry Hyder (ein Junior).

Das sind alles Gründe, weswegen sich der 12pts-Spread pro Texas Tech für mich nicht zu hoch anfühlt, trotz der unruhigen Vorbereitung auch auf deren Seite.

College Football 2012, Week 1, Tag 5 und was danach noch wichtig war

Die CFL beginnt den heutigen Footballabend bei ESPN America um 22h30 mit Calgary – Edmonton, ehe es in der Nacht um 02h LIVE zum Kampf der beiden „Tech“-Universitäten geht: Virginia Tech Hokies gegen Georgia Tech Yellow Jackets. Georgia Tech mit seiner mittlerweile ungewöhnlich im Football gewordenen „flexbone-triple option“-Offense gegen die beinharte Defense von Frank Beamer und seinen Hokies. Schlüssel in dieser Partie wird aber vermutlich ausgerechnet Georgia Techs Passspiel: Die Jacketten brauchen händeringend den einen oder anderen tiefen Ball, um die Defense auf Vorsicht zu trimmen. Gelingt das nicht, werden die Hokies trotz ihrer Fragezeichen im Angriff leichtes Spiel haben. Ach, und: Logan Thomas Watch. Der hünenhafte QB der Hokies pflegt, einige feine Scrambles mit einzubauen.

Ab 05h dann das Tape von Auburn – Clemson („Chick-fil A Kickoff Classic“) aus dem Georgia Dome in Atlanta. Wir erleben zwei der unbeständigsten Football-Programme der letzten Jahre. Clemson wird ohne seinen in der Offseason etwas zu überschwänglichen Superstar-WR Sammy Watkins auskommen müssen, ohne den sie schon letztes Jahr für ein oder zwei Spiele eine Klasse schwächer waren. Wie gut ist Clemson? Letztes Jahr die ACC gewonnen und zweimal Virginia Tech in Grund und Boden gefahren, aber auch hohe Pleiten gegen NC State und West Virginia kassiert (Tape auch morgen zur christlicheren Zeit um 14h30).

Atlantic Coast Conference 2012/13 Preview

Nächste Conference, die in Unsicherheit lebt. Da sind zum einen die drohenden Schwerter über den Footballprogrammen von North Carolina und Miami, zum anderen die von anderen Conferences bezirzten Attraktionen Clemson und Florida State, deren Verbleib nicht sicher ist.

Atlantic Division

Florida State und seine BCS-Ambitionen hatte ich bereits unter der Lupe, und sie sind der fraglose Favorit in Division und Conference. Aber auch die Clemson Tigers schlafen nicht und sind immer für eine Überraschung gut – so wie 2011, als sie nach Jahren der Anämie plötzlich eine sensationelle Offense rund um QB Tajh Boyd und den genialen Freshman-WR Sammy Watkins auffuhren. Gemeinsam mit dem superben RB Andre Ellington boten die knallorangenen Tigers richtiges Spektakel, aber waren halt auch brutal unkonstant: Kantersiegen über Virginia Tech folgten Schlappen gegen NC State und in der Orange Bowl ein 33-70 (!) gegen West Virginia.

Völlig unerwarteterweise brach 2011 aber die jahrelang so starke Defense ein, und selbst der Superstar, LB Stephone Anthony, ist so ein Mann, der in einem Play dem Gegner den Kopf ausreißt und im nächsten einen 50yds-Lauf aufgibt. Nun ist mit DefCoord Brent Venables aus Oklahoma ein neuer Mann da, den durchaus nicht alle – mich eingeschlossen – mit offenen Armen empfangen würden. Wer will aus so einer Mannschaft schlau werden? Prädikat: Leverkusen des Colleges Football. Kann potenziell jeden putzen, aber auf dem Weg zur Meisterschaft wird gewiss irgend ein überflüssiger Bock geschossen.

Dem Rest der Division ist nicht allzu viel zuzutrauen. Das NC State Wolfpack des stets grantig dreinschauenden Chefcoachs Tom O’Brien spielt eine bizarre Offense, läuft extrem viel, obwohl das Laufspiel die absolute Schwäche im Kader ist, querbeet durch alle Running Backs hindurch. QB Mike Glennon ist dagegen ein Grünling, aber nach allen Datenbankeinträgen nicht der schlechteste. Schon langsam die Hype-Maschine anwerfen können wir bei CB David Amerson, der im nächsten NFL-Draft schon als potenzieller Top-Pick gehandelt wird.

Bei Wake Forest sind die beiden Stars der sympathische Head Coach Jim Grobe und QB Tanner Price, der eine fabulöse Saison spielte und mit WR Michael Campanaro über einen exzellenten neuen Wide Receiver verfügen soll. Die Defense der Demon Deacons ist nicht die härteste im Tackling, nicht die überzeugendste gegen das Laufspiel, aber schaut sehr flink und wendig im Backfield aus… ach, und einen habe ich noch. Der Noseguard (auch: Nose Tackle) heißt Godspower Offor. Godspower. Offor. Was für ein geiler Name.

Die Maryland Terrapins (Terrapin = Schildkröte) sind dagegen nach einem Jahr in schlichtweg bizarrer Ausrüstung und mit einer komplett kollabierten sportlichen Bilanz (auf 2-10) erstmal auf Wiedergutmachung aus. Head Coach Randy Edsall ist nach nur einem Jahr verhasst wie Furunkel im Intimbereich und steht bereits mächtig unter Zugzwang: Gleich mehrere Schlüsselspieler hauten in der Offseason ab und dann wurden auch noch beide Coordinators geschasst.

Schlechter – respektive: resignierter – ist die Stimmung nur noch bei den Boston College Eagles, wo das Präsidium bereits in den Modus der Verzweiflungsrhetorik geschaltet hat, inklusive gebetsmühlenartiger Lippenbekenntnisse zu HC Frank Spaziani. Was ist das Problem? Ich habe Verbindungen in den Studentenkörper von Boston College und was man so hört, ist es:

  1. Stillstand.
  2. Stillstand.
  3. Stillstand.

Jedes Jahr dieselbe Leier. 8-4 auf 8-4 auf 8-4 auf 8-4 Saison. Zwischendurch ein Ausreißer nach unten. Aber keiner nach oben. Man hat die Schnauze voll von den Sun Bowls und Belt Bowls und Music City Bowls dieser Erde. Nun ist der beste Abwehrspieler in LB Luke Kuechly in die NFL gegangen und der beste Offensivspieler in RB Montrel Harris zu Temple gewechselt, und im Angriff der vierte OffCoord in zwei Jahren (!) installiert – ob’s hilft?

Für deutsche Fans dürfte das Boston College aber auf alle Fälle sehenswert sein, weil dort mit DE Kasim Edebali (müsste ein 89er Jahrgang sein) ein Landsmann mitwirkt – Edebali ist Hamburger und seit 2007 in den Staaten. Wenn mich meine Game-Logs nicht täuschen, hat er letztes Jahr minimum zwei Starts gehabt.

Coastal Division

In der Paralleldivision “Coastal” gibt es diesmal keinen eindeutigen Favoriten. Das liegt in erster Linie daran, dass beim langjährigen Zugpferd, den Virginia Tech Hokies, viele Fragezeichen aufgetaucht sind: Drei Viertel der Offense müssen ersetzt werden, das Defensive Backfield ist ein Torso und der Schedule auch nicht ganz einfach.

Hoffnungsträger im Angriff sind der monströse QB Logan Thomas, dessen Einstandsjahr 2011 ganz ordentlich war – ein mobiler 2m-Hüne, gute Wurftechnik, insgesamt noch ausbaufähige Vorstellungen. Man hofft, dass der Head Coach Frank Beamer endlich seinen extremen Konservativismus aufgibt und um Thomas herum eine aufregendere Offense spielen lässt, aber wenn ich so lese, dass sich Beamer beim Gedanken an die neue Freshman-Granate, RB Michael Holmes, fast einen runterholt, bin ich da nicht so zuversichtlich…

Auf der anderen Seite kontern die Georgia Tech Yellow Jackets von Paul Johnson halt auch nur mit einer wenn auch ausgefallenen Triple-Option-Offense aus der Flexbone-Formation. Zugegeben: Das ist eine der spektakulärsten Mannschaften zum Einschalten an einem Donnerstagabend, wenn 80x/Spiel gelaufen wird, mit drei eingestreuten tiefen Bomben. Dumm ist da höchstens, dass mit WR Stephen Hill der möglicherweise entscheidende Mann mittlerweile NFL-Profi ist. Weil auch die Defense Fragezeichen hat, dürfte es als Überraschung zu werten sein, sollte Georgia Tech wirklich den Hokies Paroli bieten können.

Aber wer sonst? Die sympathischen Virginia Cavaliers waren mit ihrem 8-5 Record zuletzt schon heilfroh und verschwiegen wissend, dass der nur aufgrund einer 5-1 Bilanz in Spielen mit einem Score Differenz zustande gekommen war. Und in der Secondary muss der komplette Starting-Lineup ersetzt werden.

Die einstigen Giganten von der University of Miami, die Hurricanes („Canes“) sind nach dem großen Shapiro-Skandal (Kurzform: Booster/Fan spendierte den Spielern Geld, Autos und Nutten und packte Jahre später – 2011 – im Knast zwei Journalisten alles aus, was er auf der Seele hatte) in Erwartung richtig ernsthafter NCAA-Sanktionen. Der Head Coach Al Golden ist in der schwierigen Situation, eine Mannschaft für die Zukunft zu bauen, ohne zu wissen, wohin sie die oftmals unberechenbaren NCAA-Regelhüter überhaupt führen werden. Dazu kommt, dass Golden mit seinen undurchsichtigen persönlichen Verbindungen jetzt schon selbst ins Visier der Ermittler geraten ist.

Sportlich war das letztes Jahr gar nicht so übel: Eine 6-6 Siegbilanz mit einer 2-6 Bilanz in den engen Spielen zeigt: Miami ist keine Lichtjahre von der Spitze entfernt. Die Offense ist zwar brutal unerfahren, aber der RB Randy „Duke“ Johnson ist ein fantastisch explosiver Spieler, und in der Defense baut die bärenstarke Front-7 um den DE Anthony Chickillo, der in vier ESPNA-Übertragungen bei mir mit neun Datenbank-Nennungen aufschlägt – heißt: Der Mann ist auffällig. Schwierigkeiten soll die fehlende Tiefe bereiten, weswegen es essenziell sein könnte, dass S Ray-Ray Armstrong nach wochenlangem Gerichtsstreit mit der NCAA nun möglicherweise doch seine Spielberechtigung erstritten hat.

Die Duke Blue Devils dagegen sind mit Sicherheit kein Kandidat. Duke ist eine Basketballmacht und im Football schon froh, wenn sie vier Spiele pro Saison gewonnen haben. Und die North Carolina Tar Heels, die sportlich was auf dem Kasten hätten, sind wegen eines Booster-Skandals in diesem Jahr von der Bowl Season ausgeschlossen und spielen deshalb nur außer Konkurrenz mit. Trotzdem lohnt es sich, UNC zuzuschauen: Hier ist mit Larry Fedora ein neuer Head Coach am Werk, der zuletzt bei Southern Miss großartige Arbeit geleistet hat und auch eine durchaus unterhaltsame „Bend-but-don’t-break“-Defense hatte spielen lassen. Fedora ist aber primär offensivorientiert und sollte bei UNC mit QB Bryn Renner und RB Gio Bernard zwei Super-Athleten zum kreativen Arbeiten vorfinden.

BCS-Schau nach Woche 11

College Football steuert mal wieder auf ein bizarres Finish in der Regular Season zu, nachdem in Woche 11 mit Boise State und Stanford zwei weitere Ungeschlagene gefallen sind. Sechs Teams sind noch in der Lostrommel auf die beiden Tickets für das BCS-Finale. Ein kurzer Rückblick auf Woche 11.

Boise State vs. TCU – Aufatmen beim Establishment. Ich habe das Spiel nicht gesehen, erlaube mir aber das Einbetten dieser Spielzusammenfassung:

Paar Anmerkungen:

  • Die arg verletzungsgeschwächte Secondary ließ den Wide Receivers massivste Räume zum Arbeiten.
  • Die Pass Interference gegen TCU im letzten Boise-Drive spottet im Prinzip jeder Beschreibung und dürfte in die Kategorie „Heimschiedsrichter“ fallen.
  • Erstaunlich, dass Chris Petersen mit seinem erwiesenermaßen unzuverlässigen Kicker in der spielentscheidenden Situation QB Kellen Moore einfach in die Mitte tauchen ließ, anstelle das Spiel mit seiner Offense zu gewinnen.
  • TCU wird nächstes  Jahr in der Big 12 ein interessantes Team. Casey Pachall schaut aus wie der beste Quarterback der Big 12 von 2012/13 und die heuer junge, umgebaute Defense wird unter Gary Pattersons Anleitung eher besser den schlechter werden.

Stanford vs. Oregon – das Spiel entwickelte sich recht genau nach meinem Skript, allein Oregons Defense war vielleicht noch den einen Tick besser, machte mächtig Dampf auf die Pocket und war wie erwartet auch noch im Schlussviertel auf Hochtour gegen den Lauf unterwegs. Das Duell „Oregon Offense“ gegen die 3-5 Defense Stanfords war ein hoffnungsloses Mismatch und die Running Backs kamen zu einfachsten Big Plays über klaffende Löcher. Ein Spiel, das mit einem 23pts-Unterschied ein treffendes Endresultat hat.

Road to New Orleans

#1 Louisiana State Tigers
#2 Oklahoma State Cowboys
#3 Alabama Crimson Tide
#4 Oregon Ducks
#5 Oklahoma Sooners
#6 Arkansas Razorbacks

Wo soll man anfangen? Vielleicht treffen wir uns in drei Wochen und LSU und Oklahoma State sind noch immer ungeschlagen. Die Entscheidung wäre einfach. Die Gewinner der beiden stärksten Conferences, beide ohne Niederlage, ein Jahr ohne Streit in der BCS. Traum-Szenario? Vielleicht. JetztkommtdasgroßeABER…

Es gibt noch Fallen und es gibt Fallen, die zu verworrenen Szenarien führen. Das geht soweit, dass die Oregon Ducks am Samstag direkt nach dem Spiel weniger über ihre dominante Vorstellung sprachen, sondern schonmal vorsichtig darauf verwiesen, dass sie vor Monaten ja eigentlich mehr Yards als LSU im direkten Duell zurückgelegt hatten.

In anderen Worten: Das Reizwort „Re-Match“ wird nun an zwei Fronten geführt, sollte Oklahoma State noch stolpern. Alabama ist trotz Niederlage an #3 gerankt und war mindestens auf gleicher Augenhöhe wie LSU, hat aber selbst rechnerisch kaum mehr ein Szenario, in dem es die SEC-West gewinnen kann. Das ist Oregons Vorteil, da die Ducks nun freie Bahn zum Gewinn der Pac-12 haben und vor allem auf die großartigste aller Offenses im College Football verweisen können. Am Samstag geht es gegen USC, das wegen Bowl-Ausschluss von der BCS nicht beachtet wird, aber nach Oregon und Stanford drittstärkste Kraft der Pac-12 ist.

Der X-Faktor im Rennen in den Louisiana Superdome ist Oklahoma, das an #5 gerankt ist und am letzten Spieltag in drei Wochen die Oklahoma Sooners im „Old Bedlam“-Derby serviert bekommt. Oklahoma hat eine sensationelle Heimniederlage gegen Texas Tech mit 3 Punkten, die es runterzieht, aber mit einem Paukenschlag in der letzten Woche – wer weiß? Die Sooners würden am „Re-Match“ vorbeiargumentieren können und hätten mit Florida State auch einen harten non-Conference Brocken geschlagen.

Und dann sind da noch die kleinen Hogs: Die Arkansas Razorbacks dürfen wir, Änderungen am Sendeplan mal ausgeschlossen, nun zweimal bei ESPNA betrachten. Heimspiel in Little Rock, Auswärtsspiel bei LSU. Letzteres Duell könnte bei Hogs-Sieg Anarchie in die SEC-West bringen und dafür sorgen, dass am Ende der Fahnenstange weder LSU, noch Alabama, sondern Arkansas das Endspiel der SEC erreicht. Das BCS-Finale würde ich in einem solchen bizarren Szenario nicht ganz ausschließen, ist aber extrem unwahrscheinlich.

„At-large“-Kandidaten

#7 Clemson Tigers
#8 Virginia Tech Hokies
#9 Stanford Cardinal

Stanford hat wie erwartet sein Heimspiel gegen Oregon verloren, überraschend war allenfalls der Klassenunterschied zwischen Cardinal und Ducks, und auch über die Leistung von QB Andrew Luck wird noch geredet werden. Nicht bloß, dass Luck damit wieder das Rennen um die Heisman Trophy eröffnet hat: Auch ESPN und Konsorten jubeln, besteht nun plötzlich die Möglichkeit der Fehlbarkeit Lucks – das QB-Rennen zum Draft dürfte hochgejazzt werden. Und Stanford braucht plötzlich einige glückliche Fügungen, um wieder als aussichtsreicher „At-large“-Kandidat zu gelten.

Clemson (ist fix) und Virginia Tech (fast fix) dürften das ACC-Endspiel bestreiten. Der Sieger wird automatisch in der Orange Bowl spielen. Der Verlierer wird kaum Chancen auf eine „at-large“-Einladung in die BCS-Bowls kriegen. Erstens, weil er kaum Top-10 bleiben wird. Zweitens, weil beide Unis nicht als top-attraktiv gelten.

Die Mid-Majors

#10 Boise State Broncos
#11 Houston Cougars
#19 TCU Horned Frogs
#20 Southern Miss Eagles

Boise States überraschende Heimniederlage bringt eine interessante Nuancierung in das Rennen um den möglichen automatischen BCS-Platz für die Mid-Majors ins Spiel. Diesen gibt es, wenn ein Conference-Sieger (!) mindestens an #12 gerankt ist oder an #16 bei gleichzeitigem Fehlen einer BCS-Conference in den Rankings (nicht ausgeschlossen, weil die Big East nichts hervorbringt).

Boise State wird die MWC kaum mehr gewinnen können. TCU müsste in drei Spielen zweimal verlieren – das hält man für ausgeschlossen. Somit freie Bahn für die Houston Cougars, die aber auch noch die C-USA holen müssen – dort noch zwei Tests haben: Tulsa und im Endspiel womöglich die ebenso gerankten Southern Miss Eagles. Stolpert Houston, ist plötzlich TCU in einer nicht aussichtslosen Position.

Boise States „at-large“-Chancen dürften minimal sein und davon abhängen, was die Teams

Big Ten Conference

Legends Division – #15 Michigan State hat das wichtige direkte Duell mit Iowa gewonnen und die Hawkeyes damit innerhalb einer Woche von „kann es aus eigener Kraft schaffen“ auf „zu 95% eliminiert“ geschossen. Die Spartans haben ihr Schicksal nun in der Hand, dürfen sich aber keinen Ausrutscher leisten, da #16 Nebraska lauert.

Leaders Division – #21 Penn State ist innerhalb einer Woche zum verhasstesten Team des Landes geworden, führt aber nach wie vor die Division an. Dass es nicht zum Horror-Szenario „Penn State und sein Sexskandal in der Rose Bowl“ kommt, dafür kann Wisconsin sorgen, das mit einem Sieg über die Nittany Lions aus eigener Kraft durch ist. Ohio State hat sich überraschend selbst aus dem Rennen geschossen.

Jo, ist etwas simplifiziert dargestellt. Es gibt kaum „sichere“ Teams in der Big Ten und auch Upsets abseits der Spitzenspiele dürften noch zu erwarten sein.

BCS-Report 2011/12, Uraufführung

Gestern ist das erste BCS-Ranking der laufenden Saison herausgekommen. Für Sideline Reporter bedeutet dies: Wenn in Zukunft die Platzierung einer Manschaft in der Form „#x“ angegeben wird, sprechen wir nicht mehr vom AP-Poll, sondern dem BCS-Ranking. Ja, ich weiß, Umstellungen nerven, aber im College Football entscheidet eben die BCS über Sein und Nicht-Sein.

Wo spielt der Jazz?

Bisher fehlt dem BCS-Rennen 2011/12 trotz (oder gerade wegen?) der vielen ungeschlagenen Mannschaften der Buzz der letzten Jahre, als es spätestens im Oktober serienweise Upsets in den Top-5 und Top-10 gab. Heuer deutet nichts daraufhin, dass da noch ein Massenstolpern kommt, selbst mit einem oder zwei Upsets dürfte da nicht mehr blankes Chaos ausbrechen.

Es läuft scheinbar alles auf zwei, drei ganz große conference-interne Showdowns in SEC und Big 12 hinaus, wenn es um die Endspielteilnehmer in der Bowl Championship Series geht. Ein Überblick, gewohnt misanthropisch.

Die BCS-Standings

#1 Lousiana State Tigers
#2 Alabama Crimson Tide

Zwei Kaliber aus der SEC West, in den Rankings nur hauchdünn auseinander. Beide verfügen über fassungslos gute Defenses, wobei die Unit von LSU unspektakulärer auftritt, aber insgesamt noch den einen Tick beeindruckender war, da sie noch konsequenter spielt, während Alabama insgesamt von drei großartigen Athleten abhängiger scheint (LB Hightower, LB Upshaw, S Barron). Kritikastern auf hohem Niveau.

Alabama verfügt IMHO über die klar bessere Offensive, die um den einen Mann herum gebaut ist, der nun endlich auch in den Medien die verdiente Anerkennung zu bekommen scheint: RB Trent Richardson, der jahrelang hinter dem ihm unterlegenen Mark Ingram versauerte, heuer endlich sein coming out hat. Dazu gesellt sich mit QB A.J. McCarron ein potenziell potenter Quarterback.

Alabama wäre für mich zum jetztigen Zeitpunkt im direkten Duell mit LSU Favorit mit einem Touchdown bis zehn Punkten. Am 5. November ist es soweit.

#3 Oklahoma Sooners

Die Sooners haben bereits zwei ganz fette Ausrufezeichen gesetzt: Auswärtssieg in Florida State, Schlachtfest gegen Texas. Trotzdem fehlt mir irgendwie der nötige Buzz in dieser Mannschaft und ich tue mir schwer, meine Skepsis gegenüber QB Landry Jones abzulegen, der trotz aller großartiger Stats seltsam blass spielt. Oklahoma wird nun in der nicht ganz einfach aussehenden Big 12 bestehen.

#4 Oklahoma State Cowboys

Die Cowboys spielen eine sagenhafte Offense. Punkt. Trotzdem nimmt noch immer kaum jemand die Mannschaft für voll, was an der streckenweise suspekten Defense liegt. Persönlich glaube ich noch nicht an eine BCS-Finalteilnahme von Oklahoma State. Die Mannschaft war zu lange zu anfällig gegen überflüssige Niederlagen. Andererseits halte ich auch ein Upset über Oklahoma am letzten Spieltag für nicht ausgeschlossen.

#5 Boise State Broncos

Für mich sind die Broncos auch ohne Fan-Scheuklappen die drittstärkste Kraft im College Football, im Zweifelsfalle einen Tick nach Alabama/LSU, gegen alle anderen Mannschaften für mich favorisiert. Boise State ist im Kern immer noch die gleiche Mannschaft der letzten Jahre, die sämtlichen Big Cows das Fürchten lehrt, nur dass sie heuer noch einen Tick mächtiger wirkt. Der Opener gegen Georgia war der Augenöffner, die beste Leistung, die ich von den Broncos in den letzten Jahren gesehen habe: Dominant in Offense, Defensive Line (!) und Defensive Back Seven, cool bis unter die Rindeln und angeführt vom außerordentlich souverän und schwer zu beeindruckend wirkenden QB Kellen Moore.

Boises Nachteil: Der Schedule ist so schwach wie bei keiner anderen Top-10 Mannschaft und sogar die schwersten eigenen Gegner Georgia und TCU schauen heuer nicht überragend aus. Aus diesem Grund ist das BCS-Finale mit hoher Wahrscheinlichkeit außer Reichweite, wogegen trotz „non-AQ“-Status die Teilnahme an einer BCS-Bowl fix ausschaut, solange Boise ungeschlagen bleibt. Eine Klausel besagt: Das beste Non-BCS Team ist automatisches „At-large“-Team in BCS-Bowls, wenn es in den Top-12 ist oder Top-16 und besser als ein Champ einer BCS-Conference.

Ich hoffe zum jetztigen Zeitpunkt wenigstens darauf, dass die BCS die Nüsse haben wird, Boise State auf den Verlierer von LSU/Alabama zu matchen (Gott, ich greife da zwei Monate Regular Season vor…).

#6 Wisconsin Badgers

Die Sache mit dem Schedule ist ähnlich wie bei Boise State, außer dass Wisconsin in der Big Ten spielt und somit einen Tick mehr „Credibility“ genießt. Aber aufgepasst: Alles faselt vom zugegeben starken double threat QB Russell Wilson und dem guten Laufspiel, wobei die Schwächen einer schwach tackelnden Defense zu gerne übersehen werden. Michigan State wartet als nächstes: Für mich der Gegner, der qua Anlage am ehesten prädestiniert ist, Wisconsin zu schlagen. Scheitern die Spartans, dürfte Wisconsin tatsächlich ungeschlagen durchmarschieren und möglicherweise unter den richtigen Umständen ins BCS-Finale einziehen (Michigan State könnte im Conference-Endspiel ein zweites Mal drohen und die Rankings dürften unberechenbar speziell für Wisconsin sein).

#7 Clemson Tigers

Das Überraschungsteam der Saison bisher. Clemson galt jahrelang als Sleeper, scheiterte aber stets an der lendenlahmen eigenen Offense. Just diese Offense geigt heuer mächtig auf, weil da der unglaublichen Freshman-WR Sammy Watkins mit seiner Explosivität nicht nur Schulrekorde pulverisiert, sondern auch dem QB Tajh Boyd zu unverhofft gigantischen Stats verhilft. Allerdings gilt Clemson als instabil, musste schon dieses Wochenende ein wundersames Comeback zaubern und dürfte nicht ungeschlagen durch die Regular Season kommen.

#8 Stanford Cardinal

Stanford ist aus qua Reputation seines Quarterbacks Andrew Luck so hoch gerankt, hat ansonsten bislang auch dank schwacher Gegner nicht viel gezeigt, aus dem man Honig für großartige Analysen ziehen könnte. Am Samstag wartet mit den Washington Huskies ein sehr ungemütlicher Gegner, spätestens für das Duell mit Oregon Anfang November erwarte ich die erste Saison-Niederlage für die The Farm.

#9 Arkansas Razorbacks

Die Hogs wurden zwar von Alabama in Grund und Boden gespielt, zeigten ansonsten brillante Ansätze in der Offense (QB Tyler Wilson mit einigen fassungslosen Stats) inklusive einer gar nicht so üblen Defense, die auch gegen Alabama länger als erwartet hielt. Für den ganz großen Wurf halte ich den Angriff allerdings zu eindimensional. Arkansas dürfte eine Außenseiterchance auf eine „At-large“-Einladung in die BCS-Bowls bekommen, wenn sie am letzten Spieltag auswärts LSU putzen können – ein extrem schweres, aber nicht ganz ausgeschlossenes Szenario.

#10 Oregon Ducks

Für mich sind die Oregon Ducks nach Alabama, LSU und Boise State die Nummer 4. Jo, sie wurden von LSU über weite Strecken böse abgewürgt. Jo, sie haben massive Verletzungssorgen und aktuell sind sowohl der Einser-QB Darron Thomas als auch die ultimative Offensivwaffe RB LaMichael James ausgeknockt. Aber einmal in Schwung ist Oregons Angriff unglaublich schwer zu bremsen und ich würde zu gerne ein Re-Match mit einer SEC-Mannschaft sehen.

Die Pac-12 bietet zwar noch Stolpersteine, aber keine rundum überzeugende Defense, die eine halbwegs gesunde Ducks-Offense einzubremsen vermag. Kommt James bis zum Stanford-Kracher 12. November zurück, dürfte Oregon wenigstens in die Rose Bowl durchmarschieren.

#11 Kansas State Wildcats

Die Wildcats um den wuseligen Spaß-QB Collin Klein kriegen dieser Tage viel Presse, schauen aber noch recht unausgetestet aus, eigentlich wie eine dieser Mannschaften, die mit leichtem Auftaktprogramm und gutem Start nach oben gespült werden, mit den ersten beiden richtigen Tests aber ebenso schnell wieder verschwinden. Täusche ich mich? In zwei Wochen kommt #3 Oklahoma, danach geht es Schlag auf Schlag: @ #4 Oklahoma State, vs. #17 Texas A&M, @ #24 Texas. Upsets sind möglich, aber ich verwette meinen Arsch, dass Bill Snyders sympathische Mannschaft da nicht ungeschlagen durchkommt, weil man nicht in jedem Spiel einen Turnover zum genau richtigen Zeitpunkt machen kann.

#12 Virginia Tech Hokies
#13 Nebraska Cornhuskers

Zwei enttäuschende Teams. Während Virginia Tech schaumgebremster nicht spielen könnte und von Clemson ganz übel abgewürgt wurde, zahlen die Huskers bislang Lehrgeld für den Wechsel in die Big Ten: Ihre Defense war jahrelang dafür gebaut, die Passfestivals in der Big 12 zu spoilern, wodurch heuer gegen einen lauflastigen Schedule eklatante Abwehrprobleme zu Tage getreten sind. Nebraska dürfte bis Ende November gegen jeden mächtigeren Rushing-Attack zittern.

#14 South Carolina Gamecocks

Noch liegt South Carolina in der SEC East vorne, aber die letzten Tage waren verheerend: Erst schmiss Steve Spurrier für viele längst überfällig den Eiertreter QB Stephen Garcia von der Uni, dann versuchte Spurrier per Journalistenschelte, die Meute abzulenken, ehe sich am Samstag der fantastische RB Marcus Lattimore eine Knieverletzung zuzog, die seine Saison beendet. Ich sehe nicht, wie sich die Mannschaft dort oben halten will. Schlägt doch noch Georgias Stunde?

#15 West Virginia Mountaineers

Der Pass-Angriff schaut unter dem Offensivgenie Dana Holgorsen bereits recht spektakulär aus, QB Geno Smith ebenso, aber die Abwehr genügt nicht höchsten Ansprüchen und West Virginia dürfte nach der klaren Heimniederlage gegen LSU auch erstmal nur noch über den Gewinn der Big East in eine BCS-Bowl kommen.

#16 Michigan State Spartans

Eine „langweilige“ Mannschaft, der abseits der Geschichte um den ehemaligen Herzinfarkt-Patienten Mark Dantonio (Head Coach) jegliche „Star-Power“ angeht, weswegen kein Mensch die Mannschaft ernst nimmt. Ich hatte das auch lange nicht getan: Trotz 11-1 war MSU 2010/11 eine statistisch auffällig mittelmäßige Mannschaft und wurde in der Bowl Season noch schlimmer als erwartet (und man erwartete eine klare Niederlage) von Alabama niedergemacht. Aber bis dato ist das eine rundum komplette, souveräne, disziplinierte Defensivleistung, gepaart mit einem unspektakulären Angriff, dessen Lauflastigkeit die Winde von East Lansing zum eigenen Vorteil nützt.

#17 Texas A&M Aggies

Die Mannschaft ist deutlich unter Wert geschlagen, nachdem man sowohl Oklahoma State, als auch Arkansas eigentlich hätte schlagen müssen, aber wie man diese Spiele noch verlor, geht eigentlich auf keine Kuhhaut mehr. Das sind Zeichen einer wachsenden Mannschaft, die mental noch nicht stabil genug ist, um mit plötzlichen Favoritenrollen zurecht zu kommen. Wird besser werden.

Sollte aTm allerdings noch weitere Spiele wegwerfen, dürfte auch eine Rasur von Head Coach Mike Sherman nicht ausgeschlossen sein.

#18 Michigan Wolverines

Die Defense ist wirklich besser als früher, aber der Angriff ist höllisch unberechenbar, wobei ich nicht bloß an die Niederlage gegen Michigan State denke, sondern insbesondere auch an den fassungslosen Schlager gegen Notre Dame zu Saisonbeginn, als QB Denard Robinson 338yds warf, aber nur 11 von 24 (!!!) Pässen komplettierte, für 4 TD und 3 INT. Damit dürfte alles gesagt sein.

#19 Houston Cougars

Case Keenum produziert erwartet starke Stats und Houston, einer meiner Sleeper, ist bereits in den Top-20 gerankt. Ohne ein Spiel der Coogs gesehen zu haben: Die Mannschaft soll durch und durch blass spielen und den Eindruck erwecken, dass da viel, viel mehr möglich wäre. Andererseits könnte auch eine ungeschlagene Saison drin sein und dann erleben wir vielleicht qua Saisonbilanz die Top-10… SMU wird ein ernsthafter Test werden.

#20 Auburn Tigers

Spannende Mannschaft. Auburn ist nicht so schlecht, wie sich im ersten Saisonspiel gegen Utah State angedeutet hatte mit all seinen missed tackles, und sie wirkt streckenweise richtig explosiv im Angriff. Dann kommen aber immer wieder diese schlechten Momente, die von gutem Gegnern eiskalt bestraft werden. Pikant ist, dass die Offense unter dem einst als #1 gesehenen, dann zur #2 und #3 degradierten, nun wieder zurückgekommenen QB Clint Trickett am souveränsten aussieht.

#21 Penn State Nittany Lions

Sehr solide, phasenweise richtig gut aussehende Defense, aber meine Fresse, diese Pass-Offense liegt irgendwo fuffzig Meter unter der Erde begraben: QB Rob Bolden wirft sogar für INTs zu unpräzise, QB Matt McGloin ist qua Armschwäche außerstande, das Ei weiter als 10yds zu werfen. Für den Rest der Saison braucht es überragende Abwehrleistungen, um sich durchlavieren zu können und vielleicht Wisconsin zu stoppen.

#22 Georgia Tech Bulldogs Yellow Jackets
#23 Illinois Fighting Illini
#24 Texas Longhorns

Drei Mannschaften, die möglicherweise eines eint: Ein recht einfacher Schedule zu Beginn, dadurch überproportional viele Siege geholt und gegen adequate Gegnerschaft auf Normalmaß gestutzt. Texas sieht allerdings wie eine gefährliche Mannschaft aus, die mit diesem Herbst als Lernprozess in naher Zukunft wieder lauter um BCS-Bowls mitreden werden.

#25 Washington Huskies

Meine Hochachtung, was Steve Sarkisian da in Seattle zusammenbaut. Der Angriff sieht richtig gut aus, QB Keith Price ist wurftechnisch ein massives Upgrade gegenüber dem hohen NFL-Pick Jake Locker und RB Chris Polk läuft über sämtliche Defenses einfach drüber. Hätte man eine bessere Lauf-Defense, man würde ernst genommen – so aber dürfte es gegen Oregon zu 350yds kassierten Laufspiel-Yards führen. @Stanford und @USC sind weitere unangenehme Orte, aber für die nächsten Jahre sollte man sich die Mannschaft mal vormerken.

Notre Dame ist nicht in den Top-25 gerankt, wird dort aber früher oder später auftauchen. Die Mannschaft hat nicht nur mediale Präsenz genug dafür, sondern auch brach liegendes Potenzial in der Offense, die bei dieser Defense nicht mal überragend spielen muss, um Notre Dame in jedem Spiel zu halten. Solide Leistungen reichen – die gab es bislang zu selten. Florida State ist wie auch Miami und Florida ein weiterer Kandidat für eine Top-25 Platzierung. Alle drei Unis haben derzeit mit Wehwehchen an verschiedenen Fronten zu kämpfen, aber es wurde insbesondere in FSUs Team genügend Potenzial angedeutet, als dass sie nicht letzten Endes wenigstens 8-4 enden.

Meine persönlichen Top-10

#1 Alabama
#2 Lousiana State
#3 Boise State
#4 Oregon
#5 Oklahoma
#6 Oklahoma State
#7 Michigan State
#8 Texas A&M
#9 Stanford
#10 Wisconsin

Auffallend: Nach den Top-5 wird es bereits schwer, weil nach Oklahoma eine gefühlte Lücke klafft. Clemson rauszuwählen tut mir weh, da ich die begeisternde Offense mag, aber ehrlicherweise dürfte Clemson gegen eine ernsthafte Defense vor ärgeren Problemen stehen. Wisconsin ist mir zu ungetestet. Respekt, dass sie die eklatanten Schwächen von Nebraska kaltblütig ausgenutzt haben, nun aber wartet auswärts mit Michigan State der möglicherweise unangenehmste Gegner der verbleibenden Saison (vielleicht noch Penn State).