Wild Card Weekend 2017/18 – Recap

Rückschau auf ein sehenswertes Wildcard-Wochenende. Weiterlesen

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Wildcard Weekend Live: New Orleans Saints – Carolina Panthers

Schluss hier oben. 9/10 Punkten für eine dramatische Partie. Weiterlesen

NFL 2016, Wildcard-Playoffs: der Samstag

Playoffs! Wir starten in die Playoffs mit einem Tag-Team-Match zwischen Connor Cook/Matt McGloin und Brock Osweiler/Brandon Weeden. Danach spielt besucht ein Freak-Team, das die letzten drei Spiele verloren hat, ein Team, das versucht mit Basketballern seinen Superstar-Quarterback zu beschützen. Ein Quarterback, der seinen ihm vorauseilenden Ruf eingeholt und mittlerweile hinter sich gelassen hat. Aber was soll’s? Es ist Januar, draußen schneit es und Playoff-Football ist Playoff-Football!

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NFC Wildcard Weekend 2014/15: Dallas Cowboys – Detroit Lions live

[01h57]

[01h55] Endstand Dallas Cowboys 24, Detroit Lions 20.

Ich vergönne es Romo von Herzen, auch wenn dem Ergebnis ein fader Beigeschmack anhaftet. Romo mit einem exzellenten Comeback gegen eine großartig auftretende Lions-Defense, die trotz aller Widerwärtigkeiten so lange es ging gegenhielt. Verschusselt hat es aus Detroit-Sicht die Offense, die zu viele Plays hat liegen lassen. Die Refs waren das Eine. Die zurück genommene Strafe wird für die obligatorischen Verschwörungstheorien sorgen, aber Detroit hätte gegen eine katastrophale Defense viel mehr machen müssen.

Dallas wird nach Green Bay fahren, wo es mit dieser Abwehr nach einem 50-Punkte Debakel riecht.

Detroit wird schauen müssen, dass der Laden in der Offseason nicht um die Ohren fliegt. OffCoord Lombardi wird wohl bleiben dürfen. DefCoord Austin bekommt jeden Tag eine neue Anfrage und könnte die Lions verlassen um eine Franchise als Headcoach zu übernehmen, auch wenn ihm viele raten zu bleiben (er hat genau dieses eine Jahr Coordinator-Erfahrung).

Auf Spielerseite werden DT Suh und DT Fairley Free-Agents. Bleiben wird wohl nur einer. Der Vertrag von WR Johnson wird ein Streitpunkt werden. Die Reise der Lions ist ungewiss, gerade deswegen wäre es heute wichtig und schön gewesen, noch einmal ein Ausrufezeichen zu setzen. Schade. Ich hätte Detroit mit seiner Defense gerne gegen Seattle antreten sehen, aber es sollte nicht sein.

[01h48]

[01h46] 4th-Down, Sack gegen Stafford. Ausgerechnet #90 Lawrence. Dallas wird gewinnen.

[01h44] Dramatische Schlussphase. 74sek vor Schluss wandert #25 Riddick über die Mittellinie. Dann False-Start gegen Johnson, dann Pass für Ebron. 67sek verbleiben, 3rd Down.

[01h40] Man suche hierzu nur mal nach Leon Lett bei Youtube:

[01h36] Freak-Play hoch drei: Fumble Stafford, #90 Lawrence nimmt den Ball auf, verliert ihn aber gleich wieder nach Berührung vom Offense Liner #70. Detroit bekommt so den Ball zurück – war alles so geplant, denn so bekommt man gleich noch ein 1st-Down gratis mitgeschickt. 2min-Warning.

[01h30] Dallas 24, Detroit 20 | Q4 2:32. 4th-Down, dem DL Johnson wird vor lauter Holding fast das Leibchen ausgerissen (keine Flagge?). Romo nutzt die Zeit, TD #83 Williams.

[01h26] Nächste Strafe gegen die Defense, #54 Levy als Übeltäter. Neuer 1st-Down. 3:33min to go. Flagge wird nicht wieder zurückgenommen.

[01h23] Strafe gegen DB #26 Carey. Neues 1st-Down. 4:25min to go.

[01h22] 4th-Down und 6, Dallas spielt aus: Pass für #82 Witten über die Mitte, und der Versuch glückt. Aber Dallas verbrennt ein Timeout, wird nun gezwungen sein den TD zu machen will man nicht am Ende von seiner Defense abhängig sein.

[01h14] Üble Fehlentscheidung der Refs, die eine eindeutige DPI gegen #59 Hitchens erst geben und dann aus unerfindlichen Gründen zurücknehmen. Detroit stellt sich in der Folge auf um ein 4th/1 auszuspielen, aber es passiert… nichts. Jim Caldwell kann nicht aus seiner Haut. Als „Strafe“ gibt es einen verheerenden 10yds-Punt von Sam Martin.

Grobe, grobe Schnitzer nacheinander von Refs, Headcoach und Punter, die das Spiel kosten könnten.

[01h06] Sagenhafter 6yds-Kickreturn von #12 Ross an die 5yds Line. Detroit hatte heute viele schlechte Feldpositionen, diese ist nur eine weitere.

[01h04] Dallas 17, Detroit 20 | Q4 12:16. DT #90 Suh mit zwei Energieanfällen, nutzt Romos plötzliche Zaudrigkeit in der Redzone und wuchtet Romo im Alleingang zweimal en suite zum Sack in den Boden. K Bailey macht den 51yds-Kick, aber drei Punkte fühlen sich für Dallas fast wie das untere Limit an, denn die Offense war eigentlich besser unterwegs gewesen.

Detroit auch mit dem ersten wirklich dummen Foul, einem Personal-Foul gegen #59 Whitehead.

Drittes Viertel

[00h58] Ende Q3 in Dallas. Gutes drittes Viertel für die Dallas Cowboys, die beginnen, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Detroits Offense geht etwas schlampig mit ihren Möglichkeiten um und sorgt dafür, dass die eigene Defense in dieser zweiten Halbzeit viel am Feld steht – mit der Folge, dass die eh schon müden Jungspunde noch müder werden.

Dallas beginnt nun, die Spielfeldmitte etwas zu meiden. Man nutzt die schlechtere Deckung/das schlechtere Jammen der Lions-CB und wirft schnelle Querpässe in die Flat-Zonen und lässt die Receiver die Yards after Catch machen.

[00h55] 3/out für Detroit. Glauben wir FOX, so gehen in der Defense weitere Spieler runter – z.B. mit Dehydrierung. Der ausgedünnte Kader fordert seinen Tribut.

[00h48] Dallas 14, Detroit 20 | Q3 2:54. 1yds-Run #29 Murray im 4th-Down. Wie schon letzte Woche ist Detroit schwierig zu knacken wenn es an die Goalline geht, aber Garrett trifft überraschenderweise die richtige Entscheidung und lässt ausspielen.

Dallas ist noch immer ein bisschen auf Messers Schneide in der Offense, brauchte einen großen Bryant-Catch/Run bei dem Bryant LB #54 Levy abschütteln konnte, aber sie machen jetzt einen besseren Job in der Protection für Romo und auch RB Murray kriegt bessere Lücken. Dazu hilft ein komplett kaputtes Defensive Backfield bei den Lions, wo nun schon der UDFA Seisay den Slot-CB gibt. 10 Plays, je 5x Lauf und Pass. Die Partie ist damit wieder offen.

[00h38] 13 Punkte Rückstand für Romo. Ich kann mir vorstellen, dass Dallas sich in einen Rausch spielt, und die Waffen im Passspiel haben sie – aber es ist nicht die Offense, die sie gewohnt sind: Sie haben eh schon erst 9 Läufe gespielt, und es werden prozentuell kaum mehr werden…

[00h34] Dallas 7, Detroit 20 | Q3 8:41. 8-Plays, 50yds für die Lions, die sich methodisch das Spielfeld hinunter bewegen, allerdings im 3rd/3 eine Aufstellung wählen, die kein Laufspiel zulässt bzw. potenziell kein Laufspiel. Dallas konzentriert sich zurecht auf den Pass, und kommt mit dem Field Goal davon.

An der Lions-Offense fällt auch auf, wie stark sie mittlerweile am Big-Play für Calvin Johnson arbeitet. Stafford wollte schon vorhin tief für Johnson gehen, als sein Ball an der Anspiellinie zur INT abgefälscht wurde. Stafford wollte es jetzt wieder, und ein weiteres Mal bekam er die Chance auf einen 30yds-Pass für Johnson auf einer mittellangen Route.

[00h26] Cowboys schmeißen das Geschenk weg: #94 Ansah im dritten Down mit einem Sack gegen Romo – ein Spielzug, bei dem vor allem die lange Zeit auffiel, die die Deckung hielt. Aikman: „Sack tut den Cowboys nicht weh, bringt sie nicht aus FG-Reichweite“… aber Sack macht das Fieldgoal länger, und laaaaaang, und K Bailey versemmelt aus 41yds.

[00h24] Dinge, die du nur bedingt beeinflussen kannst: Abgefälschte Bälle. #92 Mincey fälscht den ersten Stafford-Pass nach der Pause ab, und der Ball fällt genau in die Arme des dahinter stehenden LB #51 Wilber.

Zweites Viertel

[00h16] Neuer Blogrekord übrigens an Zugriffszahlen für den 4.1.2015.

[00h10] Halbzeit Dallas Cowboys 7, Detroit Lions 17.

Überraschende erste Halbzeit, in der die Lions so begonnen haben wie man es allgemein von den Cowboys erwartet hatte. Detroit zerbröselte eineinhalb Viertel lang die komplette Protection der Cowboys. Man brauchte nicht einmal viel Verstärkung, da die Front-Four es im Alleingang machte. Die zusätzlich geschalteten Blitzer waren eher rar, aber von DefCoord Teryl Austin offensichtlich gut getimt, denn sie sorgten für zwei Sacks und zumindest zwei weitere Hurries.

In der Offense schnitt sich Detroit in den ersten beiden Drives wie heißes Messer durch die Butter, ohne Zugriff der Defense. RB Bush und Bell operierten auch bei Screenpässen als hätten sie Narrenfreiheit, aber nach dem überwältigenden ersten Viertel kühlte es doch merklich ab, und die Schlampigkeiten begannen.

Detroit mit 6.8yds/Play, Dallas mit 6.0yds/Play – allerdings resultiert die Cowboy-Zahl vor allem aus einem einzelnen, isolierten 76yds-TD, während Detroit doch konstanteren Raumgewinn zustande brachte. Tony Romo war lange Zeit die ärmste Sau, kämpfte sich aber beherzt ins Spiel rein und wurde zumindest mit dem einen TD belohnt. Nun sieht er mit Slay/Vaughn eine komplett unerfahrene Secondary für die zweite Halbzeit.

Für Dallas ist nicht alles verloren: Man stelle die Strafen ab, man stoppe Detroit im ersten Drive nach der Pause, und die Partie fühlt sich schnell wieder offen an. Letztere Aufgabe wird jedoch zum Imperativ: Legt Detroit jetzt gleich einen TD nach, wird es wirklich eng.

[00h07] Dallas 7, Detroit 17 | Q2 0:03. Lions verzichten auf einen letzten Schuss in die Endzone, nehmen das Fieldgoal. Snap und Ball-Placement beim Kick waren ein Spiel mit dem Feuer. Kick geht zwei Zentimeter innerhalb der Pfosten rein.

[23h54] Dallas 7, Detroit 14 | Q2 1:37. OPI gegen #83 Williams, negiert ein 1st-Down. Wurscht, nächstes Play, Romo für #83 Williams, der CB #29 Vaughn verlädt und 76yds zum Touchdown durchläuft. Lions-Secondary wird nun interessant zu sehen sein, denn CB #31 Mathis soll angeschlagen sein. Die verbliebenen Spieler sind allesamt Grünschnäbel. CB #23 Slay, Mann im zweiten Jahr, ist nun der Erfahrenste.

[23h47] Uninspirierte Serie der Lions, und nächster Punt. Cowboys beginnen mit zweieinhalb Minuten auf der Uhr an der eigenen 25. Detroit beginnt nach der Pause zuerst mit dem Ball, also ist ein Touchdown für Dallas schon eher eine Notwendigkeit.

[23h40] Wahnsinn. Lions telegraphieren einen Blitz sekundenlang durch, und trotzdem kommt #59 Whitehead komplett ungeblockt durch – Romo hat keine Chance. Cowboys müssen erneut punten. #12 Ross kann den gefumbelten Catch selbst erobern. Beide Teams damit bei zwei Offense-Fumbles, alle Fumbles selbst wieder aufgenommen.

[23h33] Die Lions-Offense ist etwas abgekühlt: Es gibt erste QB-Hits und sogar einen Sack gegen Stafford, und nicht mehr jedes Play wird ein 1st-Down. Stafford nimmt einen tiefen Pass, den Tate hätte fangen können, aber Stafford hätte auch über die Mitte auf Johnson werfen können – tat er nicht, deshalb Punt, und diesmal keine Strafe gegen Dallas.

[23h24] Nächster Sack gegen Romo, diesmal #32 Ihedigbo auf einem gut getimten Blitz. Dallas‘ Offensive Line wird hier bislang zurechtgestutzt. Punt, und diesmal nur 90 Yards bis zur Endzone für Stafford.

Erstes Viertel

[23h20] Ende Q1 in Dallas. Die Cowboys-Offense hatte nun fast eine halbe Stunde an der Seitenlinie um über ihre Situation nachzudenken. Im dritten Drive sieht es ein bisschen besser aus, und Romo, der alte Krieger, wurstelt sich ein ums andere Mal aus seiner kollabierenden Pocket und findet in den 3rd-Downs TE #82 Witten, ein Play nachdem ihm #52 Tapp das Ei aus der Hand geschlagen hat und von der anderen Seite #94 Ansah herangerauscht war.

[23h12] Dallas 0, Detroit 14 | Q1 1:57... 99 3/4yds-TD Drive der Lions, abgeschlossen per 18yds-Slalomlauf von RB #21 Bush, freigeblockt u.a. vom WR Tate. Der Drive brauchte natürlich die Running-Strafe gegen Dallas, aber danach war das totale Dominanz von Detroit, das über Dallas drüberfuhr: Kein Lauf unter acht, ein Yards. Screenpässe, die sich 15yds nach dem Catch das Spielfeld runterfrästen. Ein QB Matt Stafford, der im 3rd-Down einen Defensive Back aussteigen lässt und 9yds zum 1st-Down scrambelt.

Die Cowboys-Defense sah ziemlich überrumpelt aus, sah aus wie man sie eigentlich im Sommer befürchtet hatte. Tony Romo mit bereits vier missed tackles am heutigen Tag.

[23h03] RRPP der Lions, aber: #56 Watson #9 Tony Romo taucht in den Punter #6 Martin hinein, woraus ein neues 1st-Down resultiert. Jim Caldwell an der Seitenlinie mit Emotionsregungen, die ich von diesem stillen Männlein noch nie gesehen habe.

[22h57] Dominanz der Lions-Defense in dieser Anfangsphase: Laufspiel kommt kein Jota in die Gänge und Romo kriegt keine Zeit zum Werfen. Es gelingt ein 3rd-Down auf #11 Beasley, aber beim zweiten 3rd-Down feuert Romo mit dem heranrauschenden DE #94 Ansah in der Fresse den Ball an #11 Beasley vorbei. Dazu ein tiefer Pass für WR #83 Williams von CB #23 Slay hauteng gedeckt.

Der Punt allerdings kullert danach an die 0.5yds-Line der Lions, und nach einem Personal-Foul gegen Detroit für ein sagenhaftes viertel-Yard startet Detroit von der 1/4 Line. Wenn der Ball nur ein Zentimeter weiter hinten aufgelegt wird, haben wir mit dem Snap einen Safety.

[22h50] Dallas 0, Detroit 7 | Q1 11:22. 51yds-TD Stafford für #15 Tate. Tate mit einer eigenartigen Route, die erst nach zwei Tippelschritten nach innen abbiegt. Cornerback rutscht aus, in der Pocket kauft sich Stafford wie in besten Zeiten seine Sekunden und feuert denn letztlich einfach Pass auf den bereits offenen Tate. Tate kann quer über das Feld zum TD durchlaufen. Davor zwei kurze Pässe zu den Runningbacks für ein 1st-Down. Ein ungewöhnlich guter Start für die Lions, die häufig schwer in die Gänge kommen.

[22h45] Kein guter Start für die Cowboys-Offense: Der erste Laufspielzug wird nach 1yd platt gemacht und DT #90 Suh war noch nichtmal involviert. Im zweiten Play schlägt CB #31 Mathis dem WR #88 Bryant das Ei aus der Gand, aber Bryant recovert den Fumble. Im dritten Down ein überworfener Kurzpass. Punt, und Monster-Hit gegen den Returner Tate.

[22h36] Kommentatorenduo: FOX mit Buck + Aikman. Leider kein PULS 4, nur Gamepass. Mal sehen, was die Spanier zu bieten haben…

[22h20] Letzte Chance auf ein wirklich gutes Playoff-Spiel: Dallas Cowboys – Detroit Lions. Vorschau hier.

AFC-Wildcards 2014/15: Indianapolis Colts – Cincinnati Bengals live

[22h12] Endstand Indianapolis Colts 26, Cincinnati Bengals 10

Damit nächste Woche Luck gegen Manning auf dem Broadcaster ihres Vertrauens, CBS. Mal sehen, ob Phil Simms dann noch zu seiner Meinung stehen wird:

Die Colts müssen nächste Woche ihre Chancen besser nutzen. Sie werden keine so ruhige Pocket für Luck kriegen. Und sie werden eine Offense sehen, die minimum drei, vier Drives zu Touchdowns das Feld hinunterprügeln wird.

AFC mit Patriots-Ravens und Broncos-Colts nächste Woche. Viel Stoff für Geschichten.

Bei den Cincinnati Bengals bin ich mir nicht sicher wie man ihre Saison bewerten soll. Man musste OffCoord und DefCoord ersetzen, viele wichtige Abgänge und Verletzungen auf Spielerseite, und dafür liest sich eine Saison mit 10.5 Siegen nicht so übel. Heute trat man mit genau null Anspielstationen an – auch bessere QBs hätten mit diesen Spielern nicht viel mehr gemacht – aber sie hätten etwas mehr gemacht.

Auf der anderen Seite schreiben wir zum x-ten Mal über die gleichen Probleme bei dieser Mannschaft. Ich verlangte schon letztes Jahr an selber Stelle ein grundsätzliches Überdenken der QB-Situation bzw. das Draften eines Top-QB Prospects bei den Bengals. Ihre Reaktion: Sie gaben Dalton einen Multimillionenvertrag!

Ich halte das, was Marvin Lewis zusammengestellt hat, für aller Ehren wert, aber die ausbleibende Reaktion auf die eklatanteste Stellschraube – auf die Stellschraube, die die Bengals eine echte Superbowl-Chance kostet – wird jedes Jahr ein größeres Ärgernis. Irgendwann glaubst du auch noch, dass du es sowieso nicht drauf hast. Lewis hätte nicht zum ersten Mal sich selbst grundsätzlich überdacht, wenn er in der Offseason Dinge verändern würde. Aber: An Bengals-Stelle würde ich ernsthaft und lange darüber nachdenken, ob ich mit Lewis weitermachen möchte.


[22h02] Ich finde es sehr aufschlussreich, dem Bengals-Radio zuzuhören. Hier wird recht wenig geschimpft über die erneut so aseptische Playoff-Vorstellung. Vielmehr steht man eigentlich hinter dem Coach und dem Quarterback und hofft noch immer auf den Durchbruch mit diesem Duo. Sie sagen offen, wie schwer es ist, jedes Jahr die Playoffs zu erreichen und dass vor der Dalton-Ära eine Playoff-Qualifikation ein feuchter Traum gewesen wäre. Man stelle sich mal vor, was in der Radiospur von Jets, Patriots oder Cowboys los wäre.

[22h00] #50 Jerrell Freeman schlägt den Fumble bei QB Dalton frei, Turnover.

[21h51] Nick Fairley inactive.

[21h47]

[21h43] Punt Bengals. Mal schauen, ob Cowboys vs Lions dieses doch eher enttäuschende Wildcard-Weekend wird retten können.

[21h36] Indianapolis 26, Cincinnati 10 | Q4 11:31. Vinatieri aus 53yds als wäre es ein Extrapunkt – und damit 2 TD plus 2 PAT Vorsprung für Indianapolis.

Drittes Viertel

[21h29] Ende Q3 in Indianapolis. Nächstes 3’n’out für die Cincinnati Bengals, die glaube ich noch nicht ein einziges 1st-Down nach der Pause gemacht haben. Das macht diese Partie mittlerweile extrem frustrierend: Die einen müssen nicht wirklich, die anderen können nicht.

Cincinnati hat es natürlich auch nicht einfach, denn zusätzlich zu diesem so banalen QB Dalton hat man die halbe Skill-Player Offense auf der Verletztenliste. Daltons drei beste Waffe stehen nicht zur Verfügung. Das äußert sich in einer mausetoten Offense-Vorstellung.

[21h24] Indianapolis 23, Cincinnati 10 | Q3 1:32. 23yds-FG Vinatieri… und schon wieder ein kurzer Kick der Colts, deren größter Makel zu wenig Konsequenz in der Redzone ist. Colts machen 7.7yds/Play im Vergleich zu den 4.5yds/Play der Bengals, aber nicht ganz zwei TD Vorsprung.

[21h18] RRPP. Dalton mit tiefem Ball für #19 Tate, aber unterworfen und somit einfache Beute für CB Toler.

[21h09] Indianapolis 20, Cincinnati 10 | Q3 7:48. Ästhetisch wunderschöner 36yds-TD Pass von Luck für #10 Moncrief, der den Safety überlaufen hatte. Luck spürte in diesem Play zum ersten Mal sowas wie ein Lüftchen Druck, erscrambelte sich die Zeit und wirft mit einem DE an den Hacken den Touchdown.

[21h03] Fortsetzung von Marty-Ball der Cincinnati Bengals: RRPP. Das letzte P steht für „Punt“.

[20h57] Colts-Drive wird von gleich zwei 10yds-Strafen gegen die Offense zerstört. Eine gewonnene Erkenntnis: Herrons Backup heute ist #37 Tipton, nicht #34 Richardson, der noch gar nicht eingesetzt wurde.

[20h50] Schwacher Beginn der Bengals nach der Pause: Lauf in den Menschenberg, incomplete, incomplete. Alibi-Football, wie gesagt.

Zweites Viertel

[20h46] Laut Antworten in den Kommentaren hat Dan Herron kein Fumble-Problem, das die Twitter-Reaktionen („Eh klar. Herron wird ihn fumbeln, wussten wir längst“) bestätigen würde. Mal sehen, ob die Colts Herron weiterhin im Spiel behalten oder *schockschwerenot* auf Trent Richardson umsatteln.

[20h33] Halbzeit Indianapolis Colts 13, Cincinnati Bengals 10.

Drei Punkte als Vorsprung fühlt sich für die Colts etwas dünn an, wenn man bedenkt, dass Indianapolis die Bengals nach Effizienz recht klar dominiert: Nur 35 zu 30 Plays für die Colts, aber 7.5yds/Play für Indianapolis vs 5.2yds/Play für die Bengals.

Indianapolis ist heute brutal passlastig mit 28 Pass-Plays vs 7 Läufen (1 Lauf davon sogar ein Scramble, ein anderer ein Kneel-Down). Der Passrush ist minimal, Luck bekommt extrem viel Zeit, und er nutzt die Zeit überwiegend für gute Pässe – allein: WR #13 Hilton mit ein paar bösen Drops, kostete die Colts minimum 4-7 Punkte. Cincinnati würfelt sein Defensive Backfield auch ganz schön durch, hat in quasi jedem Spielzug eine andere Formation auf dem Feld: Newman, Hall, Kirkpatrick, Dennard sehen alle viel Einsatzzeit. Der Fumble kostete die Colts eine komfortablere Führung.

Bei den Bengals kam nur ein einziger guter Drive zustande, der Rest war Wirschiwaschi. Viele Läufe hinein ins Nichts. Dalton komplettierte im einen guten Drive einige schwierige Würfe, aber ansonsten wird überwiegend Alibi-Football gespielt mit Screenpässen oder chancenlosen tiefen Bällen.

Cincinnati ist gut bedient mit dem knappen Rückstand, kriegt nun aber den Ball nach der Pause. Man kann ob des GamePlans der Bengals gar nicht hoch genug bewerten, wie wichtig der Nugent-Kick vor der Pause war: Er ermöglicht den Bengals, weiterhin eher balancierte Offense zu spielen.

[20h31] Indianapolis 13, Cincinnati 10 | Q2 0:10. Grottenschlechtes Zeitmanagement und Playcalling der Bengals in dieser „Serie“ vor der Pause, aber man springt massiv von der Schippe, weil Mike Nugent ein 57yds-FG versenkt: Ball springt vom Innenpfosten rein. Ein extrem wichtiger Kick, denn wäre er schief gegangen, hätten die Colts mit ein paar Sekunden auf der Uhr den Ball bekommen und hätten noch ein Timeout gehabt. Viel Risiko in dieser Szene von Marv Lewis.

[20h23] Big Play! #21 Dennard, der Rookie-CB, reißt RB #36 Herron den Ball aus der Hand, FS #20 Nelson mit der Fumble-Recovery. Die Colts bis dahin erneut mit einem sehr gut aussehenden Drive mit viel Zeit für Luck und kaum Negativ-Plays.

[20h13] Wieder ein unnötig tiefer Ball der Colts in einem 3rd/4. Wieder incomplete. Wieder Punt. Colts starten gleich an der eigenen 10.

[20h05] Indianapolis 13, Cincinnati 7 | Q2 8:34. 29yds-FG Vinatieri. Fetter Blitz der Bengals im 3rd-Down und Luck wird tatsächlich gezwungen, den Ball zu schnell zu werfen – aber gerade dafür ist der Ball sensationell scharf und präzise für WR #13 Hilton, der nun wieder die Butterfinger mit hat und zum wiederholten Male einen einfachen Ball durch die Finger gleiten lässt.

Wichtigster Spielzug für die Offense in diesem Drive: 45yds-Catch downfield von WR #14 Hicks, der heuer nie länger als 29yds-Catches machte. Hicks überspringt den FS Iloka. Luck mit einer Eiseskälte in der Pocket, da müssen sich die Bengals warm anziehen.

[19h59] Jetzt eine schwache Serie der Bengals: Zwei hoffnungslose Läufe über #33 Burkhead und #32 Hill in die Trauben hinein, und im dritten Down ein tiefer Wurf. Du weißt, was bei tiefen Dalton-Pässen herauskommt: Ein um 8m überworfener Ball für WR Little. Punt.

[19h54] Indianapolis 10, Cincinnati 7 | Q2 12:42. 38yds-FG Vinatieri. Gute Intensität in diesem Drive: Die Colts beginnen sehr tief nachdem sich die Kickreturner selbst über den Haufen rennen. Nach einem Gefummele zum Start explodiert plötzlich WR #13 Hilton, der bis dato alles fallen gelassen hatte, mit zwei Catches für 20yds und 30yds – der erste davon ein technisch schwieriger Catch an der Seitenlinie, und die Colts stehen in der Redzone.

Dann Strafe gegen die Offense, Verletzung des LB #58 Maualuga (Leiste). Drittes Down, viel Bewegung in der Bengals-Defense, die erst Blitzes anzeigt, aber dann alle bis auf drei in die Coverage droppt. Luck erkauft sich die Zeit und wirft im Laufen in die Endzone. Dort bekämpfen sich CB #27 Kirkpatrick und WR #87 Wayne. Kirkpatrick mit grenzwertigem Körpereinsatz gegen Wayne, kommt im letzten Moment zurück und fälscht den Ball im Springen vor dem Catch entscheidend ab.

Erstes Viertel

[19h43] Ende Q1 in Indianapolis. Das Spiel lässt sich ganz gut an, wobei ich zugeben muss, dass vieles daran am erfreulichen Fakt liegt, dass sich die Bengals was trauen. Ein verscheuchtes Kätzchen hätte dem Spiel nicht gut getan, aber es scheinen sich hier zwei Teams auf Augenhöhe zu begegnen.

Ich verhehle nicht, dass meine Euphorie auch daher rührt, dass ich mich der zusätzlichen Tonoptionen im Gamepass erinnert habe: Ich bin momentan auf dem Bengals-Radiofeed, den ich besser finde als die spanische Übertragung. Hauptsache kein Nantz/Simms, die ich schon nach eineinhalb Minuten wegschalten musste.

[19h37] Indianapolis 7, Cincinnati 7 | Q1 1:28. Zweiter Bengals-Drive, und von Daltons Versteckspiel ist nicht mehr viel zu sehen: Dalton mit mehreren schwierigen Würfen, u.a. zweimal für #12 Sanu und dann ein etwas hoch geworfener, aber von FB #33 Burkhead spektakulär gefangener Pass in der Redzone, der die Colts ordentlich aufmischt.

Cincinnati streut das Laufspiel über #32 Jeremy Hill diesmal eher als Tempowechsel ein, und Hill fräst sich schön durch die Defense, u.a. bei einem 3rd/1 auch mit dem Blick und der Intuition, den ursprünglich erdachten Weg zu ändern. Insgesamt 9 Plays, 74yds für die Bengals – wir haben ein Spiel!

[19h28] Zweiter Colts-Drive wird ohne 1st-Down gestoppt: Cincinnati schickt Blitzer gen Luck, aber keiner schlägt ein. Luck antwortet mit einem tiefen Ball für WR #13 Hilton, der eigentlich gut geworfen ist, vielleicht ein biiiiiiiissschen zu wenig Bogenlampe, aber in einem guten Moment macht Hilton den Catch trotzdem. Diesmal aber Drop. Im dritten Down rennen sich zwei Colts-WR auf Cross-Routen selbst über den Haufen, Punt.

[19h23] Bengals müssen im ersten Drive an der 39yds Line der Colts punten. Der Gameplan wirkte übervorsichtig: End Around, Run, Screenpass, Run, Run, Screenpass, Run, Pass auf den TE. Man kann seinen QB Dalton versuchen wo möglich zu verstecken, aber man muss ihn nicht zwangsweise komplett aus dem Spiel halten.

[19h15] Indianapolis 7, Cincinnati 0 | Q1 11:05. Sehr runder Eröffnungs-Drive der Colts über 9 Plays, 71yds. QB Luck nutzte gleich zu Beginn die eklatante Schwäche der Bengals gegen Kurzpässe auf den Runningback, dazu quicke Würfe zu den Tight Ends über die Mitte plus ein langer Lauf von RB #36 Dan Herron. Herron vollendet dann auch aus 2yds zum TD.

[19h06] Im Gegensatz zu gestern haben wir heute keine Wettereinflüsse, da beide Partien in einem Stadion mit verschließbarem Dach stattfinden.

[18h45] Fortsetzung des Wildcard-Weekends mit den beiden Sonntagspartien. Zum Auftakt Indianapolis Colts (11-5) vs Cincinnati Bengals (10-5-1). Die Vorschau gibt es hier:

Cincinnati muss heute ohne WR A.J. Green und auch ohne TE Jermaine Gresham antreten.

NFC-Wildcards 2014/15: Carolina Panthers – Arizona Cardinals live

[01h53] Endstand Carolina Panthers 27, Arizona Cardinals 16.

Grottenschlechte zweite Halbzeit mit nur wenigen Höhepunkten nach einer eigentlich ansehnlichen ersten Hälfte. Die Panthers gehen wie erwartet durch – erster Playoffsieg für Newton (der im Interview schon von Seattle als nächstem Gegner spricht) und die aktuelle Panther-Generation. Nach Seattle 2010 gewinnt auch das zweite losing team sein Auftakt-Playoffspiel. Prinzipiell möchte ich Carolina im Viertelfinale gegen Seattle sehen, aber das verlangt natürlich morgen eine Lions-Niederlage…

Carolinas Front-Seven und vor allem diese Linebacker haben schon was. Ich denke, sie würden der Seahawks-Offense durchaus die eine oder andere knifflige Aufgabe stellen. Für Green Bay = weiß ich nicht. Was die Secondary so drauf hat, wurde heute nie ausgetestet. In der Offense eine unrunde Geschichte für Cam Newton, der aber schwer angeschlagen gut genug spielte um die Partie locker zu gewinnen.

Carolina wird sich nächste Woche steigern müssen und die Eigenfehler abstellen, aber prinzipiell sehe ich die Panthers z.B. in Seattle nicht völlig hoffnungslos.

Zu den Cardinals: Historisch schlechte Performance von Quarterback und Special-Teams. 77yds Total-Offense sind der schlechteste Playoff-Wert ever, und das in einer Ära, die von Yards und Punkten noch so strotzt. QB Lindley tut mir aber angesichts der Hoffnungslosigkeit fast leid. Dass Arians es nicht einmal im Schlussviertel – als theoretisch noch Hoffnung bestanden hätte – mit dem Rookie QB Thomas versuchte, sagt vermutlich mehr über Thomas aus als über Lindley.

Schade auch um WR #11 Fitzgerald, der sechs Jahre nach seinem epischen Spiel in diesem selben Stadion ein Nullfaktor war, negiert von der Unfähigkeit der eigenen Offense. Fitzgerald wird die Panthers nach der Saison vermutlich aus Gehaltsgründen verlassen. Er war ein ganz Großer, und eine der großen Ikonen seit ich die NFL verfolge. Grande Larry.

Arizona war eine sehr gute Geschichte diese Saison. Coach Arians wird den Coach-des-Jahres eris gewinnen und hat ihn verdient – eine solch kaputte Mannschaft so weit zu bringen, ist aller Ehren wert. Aber damit ist jetzt auch gut. Es braucht bessere Mannschaften um die Granden zu fällen.


[01h50] Selbstdarstellung galore von Ed Hochuli eine Spielsekunde vor Schluss.

[01h48] Carolina 27, Arizona 16 | Q4 0:03. Intentionaler Safety der Panthers.

[01h41] Zwei gute Pässe Lindleys. Lindley macht hernach eigentlich alles richtig, nimmt mit nur noch einem Timeout noch einen letzten Snap vor der 2min-Warning, aber der Ball in die Endzone hinein wird abgefälscht und von FS #23 Boston abgefangen. Letzter Sargnagel.

[01h40] Zweieinhalb Minuten vor Schluss gefumbelter Punt vom Panther-Punter, Turnover on Downs.

[01h32] RT #70 Massie wird zweimal von DE #95 Johnson überrannt zu zwei Sacks gegen Lindley, und der nächste Punt. Wir sind bei 1.6 NY/A angelangt. Das Spiel ist nicht bloß schlechte Werbung für Lindley, sondern auch für Rookie QB Logan Thomas, den man kurz mal für Woche 17 einwechseln wollte, aber dann nach nur einer Trainingseinheit doch wieder runternahm.

[01h27] OffCoord Shula lässt die Panthers noch immer werfen. Wenn sie nicht werfen, fräsen sich die Backs mittlerweile für 20yds-Runs durch die Tackles. Sogar der olle RB #34 Williams wird eingewechselt – warum ist Williams nicht mehr einer der zwei Top-RBs in Carolinaß #razzleDazzle

[01h20] Kein Fieldgoal, sondern Interception: #59 Kuechly liest Lindleys Augen und springt dem WR #11 Fitzgerald in die Wurfbahn. Perfekte Zusammenfassung eines missglückten Auftritts der Cardinals.

[01h17] Sie zucken noch! DefCoord Bowles mit dem nächsten Blitz, und LB #94 Acho schlägt Newton den Ball aus der Hand. Der Ball springt nach vorne, aber diesmal machen die Referees alles richtig und lassen den Spielzug laufen – und tatsächlich: Es war ein Fumble. FS #26 Jefferson returniert an die 10yds Line, und Arizona kann gleich mit einem Fieldgoal auf -10 stellen.

[01h15]

[01h13] Es ist wahrscheinlich eh wurscht, aber die Cardinals punten 12min vor Schluss bei 4th/2 in der eigenen Hälfte. Bruce Arians hat sich aufgegeben, und wer will es ihm verdenken.

Drittes Viertel

[01h06] Ende Q3 in Charlotte. Die Partie hat durch die wahrscheinliche Vorentscheidung merklich an Thrill verloren und besteht mittlerweile fast nur noch aus gelbem Flaggenhagel. Arizonas QB Lindley mit 43 Pass-Yards im kompletten Spiel, oder 1.75 NY/A, oder 4yds pro Completion. Die Vorstellung der Cardinals in der Pass-Offense und Special-Teams dürfte als eine der übelsten in die Playoff-Geschichte eingehen.

Carolina sollte sich überlegen, den schwer angeknockten Newton auszuwechseln und ihn für das Viertelfinale nächste Woche zu schonen.

[00h57] Cardinals werden im Backfield platt gemacht, egal ob Run-Play oder kurzer Screenpass. Das Spiel ist mittlerweile 1:1 wie von Herrmann in der Vorschau angekündigt: Arizonas Offense besteht aus Querpässen oder 20yds downfield Würfen, wenn eh schon 3rd-und-viel zu lang ist. Danach Punt, und Carolina ist schnell wieder in Scoring-Reichweite.

[00h48] Carolina 27, Arizona 14 | Q3 4:04. Eher softe DPI gegen CB #22 Jefferson, und Carolina nutzt die zweite Chance: Der zirka dreihundert Pfund schwere FB #35 Tolbert wird links raus freigespielt… Rivera lässt erneut den Extrapunkt kicken – in dieser Situation ein schwerer Coaching-Fehler für meinen Geschmack. Arizona macht im Leben keinen TD + FG + FG, eher zwei TD.

[00h45] Bei den Florida State Seminoles Arizona Cardinals geht nach einem Saisonverlauf auf Messers Schneide in den Playoffs im dritten Viertel jetzt alles den Bach runter: Fumble im Kickreturn, Gegner kommt an der 3yds-Line an den Ball.

[00h42] Carolina 20, Arizona 14 | Q3 5:36. Ein Play, ein Touchdown: Newton mit dem Screenpass rechts raus für RB Fozzy Whittaker, der danach cross-Country eine wunderschöne Strecke zurücklegt und links zum Touchdown einläuft. Der tiefe Safety #26 Johnson wurde von einem Vorblocker aus dem Spiel genommen, am Ende einfacher TD für Whittaker. Schönes Design, gutes Blocking.

Rivera verzichtet auf die 2pts-Conversion. So wie sich diese Partie entwickelt, kann ich das sogar nachvollziehen (wenn auch nicht völlig gutheißen).

[00h39] Jesacht, jetan: 3’n’out, Punt an die ARZ 40.

[00h34] Carolina mit einem für dieses Spiel atypischen Start in die zweite Halbzeit: Newton mit zwei Scrambles in 3rd-Downs, macht jeweils aus langen Situation neue 1st-Downs, u.a. einmal mit dem Kopf voraus in drei Defensive Backs hinein. Newton schüttelt sich mittlerweile nach jedem Spielzug durch als hätte er körperliche Probleme. Dann 4th/4 am äußersten Rande der Fieldgoal-Reichweite – und Ron Rivera lässt den Ball punten. Angesichts einer Offense, die 65yds in zwei Vierteln gemacht hat, hätte man hier locker auch ausspielen können, zumal man nach 3’n’out und dem 20yds-Punt der Cards eh wieder an gleicher Position in Ballbesitz kommt.

Zweites Viertel

[00h23] Die ESPN-Halbzeitcrew prügelt für meinen Geschmack zu sehr auf Cameron Newton ein, der natürlich nicht der beständigste Werfer ist, aber viel „schlechter“ als gewohnt ist Newton hier auch nicht, und an der INT gab ihm schon Gruden im Live-Cast nicht zwingend die Alleinschuld. Man muss auch einmal anerkennen, dass Arizona Newtons Scrambling bislang so gut es geht aus dem Spiel nimmt, und Newton aus den paar Möglichkeiten, die er bislang hatte, eh recht viel gemacht hat.

[00h15] Halbzeit Carolina Panthers 13, Arizona Cardinals 14

Unterhaltsames Spielchen, das natürlich zeigt, warum wir es hier mit zwei Teams zu tun haben, die alle schon im Vorfeld verteufelt haben, aber es mangelt nicht an Intensität und Big-Plays. Die Cardinals führen, weil sich die Panthers selbst ins Knie schossen: Gefumbelter Punt, Verkicktes Fieldgoal, Interception. Arizona überlebte trotz verheerendem Punting. Carolina mit phasenweise sehr gutem Laufspiel, die Option-Plays funktionieren erstklassig, aber Newton wie so oft mit inkonstantem Passspiel.

Hinter die Fassade geguckt sind die Panthers eine Klasse besser:

  • 208 zu 65yds Offense
  • 5.6 zu 2.2yds/Play in der Offense
  • 16 zu 6 First Downs

Aber zwei Turnover. Aber ein verschossenes Fieldgoal. Wir wissen, dass du in der NFL normalerweise mit dieser Spielweise nicht überlebst – normalerweise. Aber hier sind die Arizona Cardinals am Werkeln.

Eine Beobachtung noch zu den Refs: Sie pfeifen bisher mehr Holding und Defensiv-Kontakt als man es von den Playoffs gewohnt war (15% weniger Penaltys in den Playoffs im Schnitt). Aber heute schon dreimal Kontakt gegen die Defense und ein fragwürdiges Roughing gegen den QB gepfiffen.

[00h05] Carolina 13, Arizona 14 | Q2 0:20. Der Cardinal-Klassiker: 3rd-Down, Monster-Blitz über die Blind-Side, und incomplete. Damit nur ein Fieldgoal für Carolina, und sehr wahrscheinlich eine Halbzeitführung für die Arizona Cardinals.

[23h57] Meine Rede, auch wenn ich es heute bisher noch nicht einmal so schlimm finde, weder am Feld noch in der Kommentatorenkabine:

[23h51] Carolina 10, Arizona 14 | Q2 2:50. Dramatische Szenen in Charlotte: RB #29 Williams schlingelt sich irgendwie durch drei Tacklers durch zur Halb-Yards Line. Im nächsten Play scheint RB #23 Marion Grice den Ball an die Cardinals zurückzufumbeln, aber weil Grice ein Cardinals-Runningback ist, hatte die Ballspitze die Goal-Line bereits zum Touchdown überquert. Die zweite Review-Einstellung beweist das dann auch, und die Referees geben den Touchdown. Der Rookie Grice, ein Lokalmatador in Arizona, schnauft auf der Ersatzbank sichtbar tief durch.

[23h44] Big Play! Cardinals-Karma! #31 Antonio Cromartie hüpft in eine Passroute, bei der Newton und sein WR #82 Cotchery nicht wirklich auf der gleichen Seite im Playbook waren, und Cromartie macht das, was Cardinals im Jahre 2014 bzw. 2015 so machen: Interception, Return über 53yds an die 13yds Line der Panthers. Cotchery schaut noch Sekunden danach in die falsche Richtung.

[23h42] Kein Safety, aber wir waren nicht weit davon entfernt: Lindley musste den Ball in höchster Not wegwerfen. Da schaut man selbst als Unbeteiligter ganz gebannt zu. Im dritten Down ein bitterer Drop von TE #89 Carlson, der ein sicheres 1st-Down wegwirft. Dann erneut ein horrender Punt über sagenhafte 28yds an die ARZ 31 von #2 Drew Butler.

[23h38] Diesmal guter Druck gegen Newtons Pocket, und nach zwei 1st-Downs folgt der Punt. #8 Nortman mit einem Kick an die 2yds-Line. Daraus resultiert nun ernsthafter Safety-Alarm in dieser Partie.

[23h31] Arizona mit zwei Yards Raumverlust: Sack des DT #92 Edwards, weil Lindley zu lange den Ball hält. Carolina reagiert mit einem weiteren angedeuteten Blitz über die Mitte, und Lindley starrt verzweifelt auf den Passrush, lässt den Snap durch die Finger gleiten und kann im Nachfassen den Ball nur noch wegwerfen.

Dann Punt, und diesmal tut #11 Bersin einen Teufel und stellt lieber mal drei Meter aus, lässt den Ball an die 17yds Line kullern. Aber da hätte nicht jeder Trainerstab Berson wieder hinten reingestellt.

[23h26] Cardinal-Karma on the Way! K #9 Gano verkickt im Regen aus 43yds, links vorbei. Carolinas Offense sieht in lichten Momenten wuchtig aus, mit guten Run-Plays und gutem Vorblocking. Newton wirft nicht immer am genausten, gerne mal ein bissl zu hoch, aber dann kommen auch wieder diese Super-Pässe, die die unbekannten Fänger dann auch noch festhalten.

Ein Gesprächsthema bei ESPN in diesem zweiten Viertel ist auch das Handling der Referees mit den Snaps: Carolina möchte schneller spielen, aber Ed Hochulis Crew gibt den Ball erst relativ spät frei und ermöglicht es den Cardinals, sich in der Defense zu organisieren und zu wechseln.

[23h16] Carolina 10, Arizona 7 | Q2 14:56. 1yds-TD für TE #85 Fells. Fells beim Play-Action Pass sträflich allein gelassen und Lindley findet ihn trotz wobbeligem Pass. Arizona macht das Spiel damit spannend!

Vorangegangen allerdings wie gesagt ein Fehler vom Puntreturner der Panthers, #11 Pearson Bersin, der einem kullernden Ball nicht aus dem Weg ging, den Ball berührte und ihn somit frei zur Eroberung machte. Danach Carolina mit einem Roughing gegen Lindley. Lindley antwortete mit einem überworfenen Ball in die Endzone für einen freien #11 Fitzgerald, und alle lästerten. Lindley kam noch einmal zurück mit sehr gutem Ball in gute Deckung für Fitzgerald – und jetzt dem Touchdown. Es ist holprig, aber die Fehler beim Gegner genutzt.

Erstes Viertel

[23h13] Das erste Viertel geht zu Ende mit den Cardinals an der 1yds-Line der Panthers. Dem vorangegangen: Ein Fumble des Punt-Returners und ein riskanter Wurf Lindleys zum dreifach gedeckten WR #11 Fitzgerald, der mit dem Ball aus dem Verkehr kommt.

[23h01] Carolina 10, Arizona 0 | Q1 5:21. 13yds-TD Lauf von RB #28 Stewart auf einem dieser „Cam Option“-Spielzüge, in denen Newton den Defensive End liest und sich dann ob der Ballübergabe entscheidet – diesmal Ballübergabe an Stewart, der im offenen Feld die indisponierten Tackle-Versuche der Cardinals locker aussteigen lässt.

Carolina mit einer sehr souveränen Offense: Newton mit etlichen schnellen Screenpässen hinter die Line of Scrimmage, zieht das Feld damit zwar nicht in die Länge, dafür aber in die Breite. Arizona hat große Mühe, dagegenzuhalten, zumal auch der Passrush über die Mitte bisher noch nicht zündet.

[22h53] Zweiter Drive der Cardinals, und noch immer kein 1st-Down: Drei Läufe in die Menschenberge hinein, und erneut ein schwacher Punt der Cardinals.

[22h44] Carolina 3, Arizona 0 | Q1 11:27. Die ersten Punkte für Cameron Newton und seine Panthers, und glaubt man bösen Zungen, kann die Cardinals-Offense schon jetzt nicht mehr nachziehen. Carolina suchte (und fand) in den ersten Plays WR #13 Benjamin auf kurzen Routen. Benjamin wird direkt von CB #21 Peterson verteidigt, der gegen die schnellen Pässe aber keine Chance hatte. In der Redzone ein überworfener Pass Newtons, und im dritten Down eine Incompletion, bei der der angespielte Wide Receiver Brown einfach mal so seine Route abbrach, bevor der Ball da war.

[22h40] Arizona beginnt – wer hätte das gedacht – mit einem Three-and-Out gegen eine diszipliniert auftretende Panthers-Defense, bei der die Tackles sitzen. Arizona lässt einen Punt folgen, der über viele Meter zurück in die eigene Platzhälfte kullert. Carolina in exzellenter Feldposition.

[22h36] Regen in Charlotte.

[22h31] Das Wildcard Weekend beginnt mit Carolina Panthers (7-8-1) vs Arizona Cardinals (11-5) aus dem Bank of America Stadium in Charlotte. Vorschautexte dafür:

Kickoff ist für 22h40 angesetzt.

NFL-Power Ranking 2013/14 nach dem Wild Card Weekend

Vom Gefühl her war das Wild Card Weekend 2013/14 das unterhaltsamste seit langer Zeit. Das Wochenende, das so oft durch maue spielerische Leistungen aufgefallen ist, bot diesmal drei enorm unterhaltsame Spiele. Das vierte, Cincinnati vs San Diego, endete wenigstens in einem standesgemäßen Upset, über das man sich das Maul fusselig reden kann.

NFL-Power Ranking 2013/14, Wildcard Weekend

NFL-Power Ranking 2013/14, Wildcard Weekend

WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, (LW) ist das Ranking von letzter Woche, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16), SOS ist der bisherige Strenght of Schedule, den dieses Modell für die jeweilige Franchise errechnet, Rs die Platzierung des Schedules, W-L die tatsächliche Sieg-Niederlagen-Bilanz jeder Franchise zum Ende des Wildcard Weekends.


Den großen Sprung machten die San Diego Chargers nach dem Auswärtssieg in Cincinnati. Die Chargers lieferten optisch nicht einmal eine fantastische Vorstellung, aber man muss bedenken, dass dieses Power-Ranking die Bengals sehr hoch einstuft. Lass dich nur mal nicht von diesem einen Spiel täuschen: Die Bengals 2013/14 waren ein legitimer Superbowl-Kandidat.

Die Bengals machten auch kein unterirdisches Spiel. Sie verloren primär wegen der Turnover-Ratio, die sie mit 0:4 verloren. Vier Turnovers, und es waren die ganz fetten Dinger: Ein Fumble des RBs #25 Bernard an der 8yds-Line in einem Play, der mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in einem TD geendet hätte. Dann ein weiterer Turnover in der eigenen Hälfte, der an die 1yds Line returniert wurde. Cincinnati kassierte nach diesem Return keinen TD, trotz 1yds-Line und obwohl der OLB Harrison sogar noch ein sturzdummes Personal-Foul beging! Und das gegen eine der drei besten Offenses des Landes!

Über QB Andy Dalton ist gewiss zu reden. Zuerst was Dalton in Teilen entschuldigt: Die Pass-Protection der Bengals war diesmal nicht wie gewohnt souverän, sondern ließ viele Sacks, Hits und Hurries zu. Im ersten Spiel gegen San Diego in Week 13 wurde Dalton nicht gesackt, und mit einem Hurry. Diesmal: 3 Sacks und mehrere Hits und Hurries.

Dalton war aber trotzdem nicht gut. Minimum eine INT war ein Katastrophenpass. Dalton zudem mit einigen over– und underthrows im Kurzpassspiel. Einige der Pässe wurden von den Bengals-Receivern sogar akrobatisch gefangen, aber das sollte einfacher gehen. Ein tiefer Ball für WR Green hätte ein TD sein können; kein überragender Wurf Daltons, aber einen, den ein Green schon mal machen kann. Dalton beendete das Spiel mit okayen Zahlen (29/51 für 334yds, 1 TD, 2 INT, 3 Sacks, 6.4 NY/A, 5 Scrambles für 26yds, 1 fumble).

Es hätte für die Bengals trotzdem reichen können, aber letztlich kosteten die Turnovers die Partie. Jetzt wird Dalton nicht zu Unrecht schärfer denn je in der Kritik stehen, auch wenn Marv Lewis in der PK jegliche Schuld von Dalton wies. Man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die Bengals in der Offseason an ihrer QB-Position schrauben werden. Die Frage ist, ob man einen erfahrenen Recken der Güteklasse Vick oder Freeman holt oder via Draft ein zu entwickelndes High-End Prospect. Dalton ist mitnichten ein Fixkandidat zum Absägen, aber man kann drauf wetten, dass zumindest jemand kommt um ihm Feuer unterm Arsch zu machen.

San Diego ist nun nicht unberechtigt ein dark horse: Die Chargers geistern schon seit vielen Wochen nahe an den Top-12 in diesem Power-Ranking, und drangen mit der insgesamt sehr guten Leistung in die Top-10 ein, überholten sogar die Patriots. San Diego stellt übrigens auch nach der famosen Abwehrleistung in Cincinnati die #32-Defense der NFL, auch wenn sich die Defense um 2% verbesserte.

Sieg-Wahrscheinlichkeiten für die Divisional Playoffs

Das Wild-Card Wochenende endete mit 2-2 Bilanz für das Power-Rank, und es hätte mit drei extrem engen Spielen ebenso gut ein 3-1 oder 0-4 sein können. Damit ist es nun 123-72 über die Saison. Für das Divisional-Playoffs werden übrigens folgende Tipps ausgespuckt:

HOME                 %   AWAY                  %
Seattle             60   New Orleans          40
New England         59   Indianapolis         41
Carolina            52   San Francisco        48
Denver              71   San Diego            29

Dreimal extreme enge Matchups, und das klarste von allen, Denver vs San Diego, hatten wir schon zweimal dieses Jahr. Beide Male war Denver nicht allzu souverän: In San Diego gewannen die Broncos noch 28-20, aber zuhause kassierten die Broncos eine peinliche 20-27 Schlappe. Ich weiß, selbst gewählte Endpunkte, aber: Der Top-Seed hat fünf der letzten Playoffspiele gegen einen sechsten Seed verloren (die ersten 10 dieser Duelle wurden vorher alle vom Top-Seed gewonnen).

Nach Spreads würde dieses Power-Ranking Seattle mit 3.5 Punkten gegen die Saints favorisieren. New England mit 3 Punkten gegen Indianapolis. Carolina mit 0.5 Punkten gegen San Francisco. Denver mit 7 Punkten gegen San Diego.

Die Opening-Lines in den Wettbüros lauten wie folgt: Seattle mit 7.5 bis 8 gegen die Saints. New England mit 7 gegen Indianapolis. Carolina mit 1 oder 2 gegen San Francisco. Denver mit 9.5 bis 10 gegen San Diego. Nach ATS empfiehlt mein Power-Ranking also, viermal auf den Außenseiter zu setzen.