Recap – Wildcard Weekend 2016/17

Spoiler nach dem Sprung. Weiterlesen

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NFL 2016, Wildcard-Playoffs: der Samstag

Playoffs! Wir starten in die Playoffs mit einem Tag-Team-Match zwischen Connor Cook/Matt McGloin und Brock Osweiler/Brandon Weeden. Danach spielt besucht ein Freak-Team, das die letzten drei Spiele verloren hat, ein Team, das versucht mit Basketballern seinen Superstar-Quarterback zu beschützen. Ein Quarterback, der seinen ihm vorauseilenden Ruf eingeholt und mittlerweile hinter sich gelassen hat. Aber was soll’s? Es ist Januar, draußen schneit es und Playoff-Football ist Playoff-Football!

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NFC Wildcard Weekend 2014/15: Dallas Cowboys – Detroit Lions live

[01h57]

[01h55] Endstand Dallas Cowboys 24, Detroit Lions 20.

Ich vergönne es Romo von Herzen, auch wenn dem Ergebnis ein fader Beigeschmack anhaftet. Romo mit einem exzellenten Comeback gegen eine großartig auftretende Lions-Defense, die trotz aller Widerwärtigkeiten so lange es ging gegenhielt. Verschusselt hat es aus Detroit-Sicht die Offense, die zu viele Plays hat liegen lassen. Die Refs waren das Eine. Die zurück genommene Strafe wird für die obligatorischen Verschwörungstheorien sorgen, aber Detroit hätte gegen eine katastrophale Defense viel mehr machen müssen.

Dallas wird nach Green Bay fahren, wo es mit dieser Abwehr nach einem 50-Punkte Debakel riecht.

Detroit wird schauen müssen, dass der Laden in der Offseason nicht um die Ohren fliegt. OffCoord Lombardi wird wohl bleiben dürfen. DefCoord Austin bekommt jeden Tag eine neue Anfrage und könnte die Lions verlassen um eine Franchise als Headcoach zu übernehmen, auch wenn ihm viele raten zu bleiben (er hat genau dieses eine Jahr Coordinator-Erfahrung).

Auf Spielerseite werden DT Suh und DT Fairley Free-Agents. Bleiben wird wohl nur einer. Der Vertrag von WR Johnson wird ein Streitpunkt werden. Die Reise der Lions ist ungewiss, gerade deswegen wäre es heute wichtig und schön gewesen, noch einmal ein Ausrufezeichen zu setzen. Schade. Ich hätte Detroit mit seiner Defense gerne gegen Seattle antreten sehen, aber es sollte nicht sein.

[01h48]

[01h46] 4th-Down, Sack gegen Stafford. Ausgerechnet #90 Lawrence. Dallas wird gewinnen.

[01h44] Dramatische Schlussphase. 74sek vor Schluss wandert #25 Riddick über die Mittellinie. Dann False-Start gegen Johnson, dann Pass für Ebron. 67sek verbleiben, 3rd Down.

[01h40] Man suche hierzu nur mal nach Leon Lett bei Youtube:

[01h36] Freak-Play hoch drei: Fumble Stafford, #90 Lawrence nimmt den Ball auf, verliert ihn aber gleich wieder nach Berührung vom Offense Liner #70. Detroit bekommt so den Ball zurück – war alles so geplant, denn so bekommt man gleich noch ein 1st-Down gratis mitgeschickt. 2min-Warning.

[01h30] Dallas 24, Detroit 20 | Q4 2:32. 4th-Down, dem DL Johnson wird vor lauter Holding fast das Leibchen ausgerissen (keine Flagge?). Romo nutzt die Zeit, TD #83 Williams.

[01h26] Nächste Strafe gegen die Defense, #54 Levy als Übeltäter. Neuer 1st-Down. 3:33min to go. Flagge wird nicht wieder zurückgenommen.

[01h23] Strafe gegen DB #26 Carey. Neues 1st-Down. 4:25min to go.

[01h22] 4th-Down und 6, Dallas spielt aus: Pass für #82 Witten über die Mitte, und der Versuch glückt. Aber Dallas verbrennt ein Timeout, wird nun gezwungen sein den TD zu machen will man nicht am Ende von seiner Defense abhängig sein.

[01h14] Üble Fehlentscheidung der Refs, die eine eindeutige DPI gegen #59 Hitchens erst geben und dann aus unerfindlichen Gründen zurücknehmen. Detroit stellt sich in der Folge auf um ein 4th/1 auszuspielen, aber es passiert… nichts. Jim Caldwell kann nicht aus seiner Haut. Als „Strafe“ gibt es einen verheerenden 10yds-Punt von Sam Martin.

Grobe, grobe Schnitzer nacheinander von Refs, Headcoach und Punter, die das Spiel kosten könnten.

[01h06] Sagenhafter 6yds-Kickreturn von #12 Ross an die 5yds Line. Detroit hatte heute viele schlechte Feldpositionen, diese ist nur eine weitere.

[01h04] Dallas 17, Detroit 20 | Q4 12:16. DT #90 Suh mit zwei Energieanfällen, nutzt Romos plötzliche Zaudrigkeit in der Redzone und wuchtet Romo im Alleingang zweimal en suite zum Sack in den Boden. K Bailey macht den 51yds-Kick, aber drei Punkte fühlen sich für Dallas fast wie das untere Limit an, denn die Offense war eigentlich besser unterwegs gewesen.

Detroit auch mit dem ersten wirklich dummen Foul, einem Personal-Foul gegen #59 Whitehead.

Drittes Viertel

[00h58] Ende Q3 in Dallas. Gutes drittes Viertel für die Dallas Cowboys, die beginnen, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Detroits Offense geht etwas schlampig mit ihren Möglichkeiten um und sorgt dafür, dass die eigene Defense in dieser zweiten Halbzeit viel am Feld steht – mit der Folge, dass die eh schon müden Jungspunde noch müder werden.

Dallas beginnt nun, die Spielfeldmitte etwas zu meiden. Man nutzt die schlechtere Deckung/das schlechtere Jammen der Lions-CB und wirft schnelle Querpässe in die Flat-Zonen und lässt die Receiver die Yards after Catch machen.

[00h55] 3/out für Detroit. Glauben wir FOX, so gehen in der Defense weitere Spieler runter – z.B. mit Dehydrierung. Der ausgedünnte Kader fordert seinen Tribut.

[00h48] Dallas 14, Detroit 20 | Q3 2:54. 1yds-Run #29 Murray im 4th-Down. Wie schon letzte Woche ist Detroit schwierig zu knacken wenn es an die Goalline geht, aber Garrett trifft überraschenderweise die richtige Entscheidung und lässt ausspielen.

Dallas ist noch immer ein bisschen auf Messers Schneide in der Offense, brauchte einen großen Bryant-Catch/Run bei dem Bryant LB #54 Levy abschütteln konnte, aber sie machen jetzt einen besseren Job in der Protection für Romo und auch RB Murray kriegt bessere Lücken. Dazu hilft ein komplett kaputtes Defensive Backfield bei den Lions, wo nun schon der UDFA Seisay den Slot-CB gibt. 10 Plays, je 5x Lauf und Pass. Die Partie ist damit wieder offen.

[00h38] 13 Punkte Rückstand für Romo. Ich kann mir vorstellen, dass Dallas sich in einen Rausch spielt, und die Waffen im Passspiel haben sie – aber es ist nicht die Offense, die sie gewohnt sind: Sie haben eh schon erst 9 Läufe gespielt, und es werden prozentuell kaum mehr werden…

[00h34] Dallas 7, Detroit 20 | Q3 8:41. 8-Plays, 50yds für die Lions, die sich methodisch das Spielfeld hinunter bewegen, allerdings im 3rd/3 eine Aufstellung wählen, die kein Laufspiel zulässt bzw. potenziell kein Laufspiel. Dallas konzentriert sich zurecht auf den Pass, und kommt mit dem Field Goal davon.

An der Lions-Offense fällt auch auf, wie stark sie mittlerweile am Big-Play für Calvin Johnson arbeitet. Stafford wollte schon vorhin tief für Johnson gehen, als sein Ball an der Anspiellinie zur INT abgefälscht wurde. Stafford wollte es jetzt wieder, und ein weiteres Mal bekam er die Chance auf einen 30yds-Pass für Johnson auf einer mittellangen Route.

[00h26] Cowboys schmeißen das Geschenk weg: #94 Ansah im dritten Down mit einem Sack gegen Romo – ein Spielzug, bei dem vor allem die lange Zeit auffiel, die die Deckung hielt. Aikman: „Sack tut den Cowboys nicht weh, bringt sie nicht aus FG-Reichweite“… aber Sack macht das Fieldgoal länger, und laaaaaang, und K Bailey versemmelt aus 41yds.

[00h24] Dinge, die du nur bedingt beeinflussen kannst: Abgefälschte Bälle. #92 Mincey fälscht den ersten Stafford-Pass nach der Pause ab, und der Ball fällt genau in die Arme des dahinter stehenden LB #51 Wilber.

Zweites Viertel

[00h16] Neuer Blogrekord übrigens an Zugriffszahlen für den 4.1.2015.

[00h10] Halbzeit Dallas Cowboys 7, Detroit Lions 17.

Überraschende erste Halbzeit, in der die Lions so begonnen haben wie man es allgemein von den Cowboys erwartet hatte. Detroit zerbröselte eineinhalb Viertel lang die komplette Protection der Cowboys. Man brauchte nicht einmal viel Verstärkung, da die Front-Four es im Alleingang machte. Die zusätzlich geschalteten Blitzer waren eher rar, aber von DefCoord Teryl Austin offensichtlich gut getimt, denn sie sorgten für zwei Sacks und zumindest zwei weitere Hurries.

In der Offense schnitt sich Detroit in den ersten beiden Drives wie heißes Messer durch die Butter, ohne Zugriff der Defense. RB Bush und Bell operierten auch bei Screenpässen als hätten sie Narrenfreiheit, aber nach dem überwältigenden ersten Viertel kühlte es doch merklich ab, und die Schlampigkeiten begannen.

Detroit mit 6.8yds/Play, Dallas mit 6.0yds/Play – allerdings resultiert die Cowboy-Zahl vor allem aus einem einzelnen, isolierten 76yds-TD, während Detroit doch konstanteren Raumgewinn zustande brachte. Tony Romo war lange Zeit die ärmste Sau, kämpfte sich aber beherzt ins Spiel rein und wurde zumindest mit dem einen TD belohnt. Nun sieht er mit Slay/Vaughn eine komplett unerfahrene Secondary für die zweite Halbzeit.

Für Dallas ist nicht alles verloren: Man stelle die Strafen ab, man stoppe Detroit im ersten Drive nach der Pause, und die Partie fühlt sich schnell wieder offen an. Letztere Aufgabe wird jedoch zum Imperativ: Legt Detroit jetzt gleich einen TD nach, wird es wirklich eng.

[00h07] Dallas 7, Detroit 17 | Q2 0:03. Lions verzichten auf einen letzten Schuss in die Endzone, nehmen das Fieldgoal. Snap und Ball-Placement beim Kick waren ein Spiel mit dem Feuer. Kick geht zwei Zentimeter innerhalb der Pfosten rein.

[23h54] Dallas 7, Detroit 14 | Q2 1:37. OPI gegen #83 Williams, negiert ein 1st-Down. Wurscht, nächstes Play, Romo für #83 Williams, der CB #29 Vaughn verlädt und 76yds zum Touchdown durchläuft. Lions-Secondary wird nun interessant zu sehen sein, denn CB #31 Mathis soll angeschlagen sein. Die verbliebenen Spieler sind allesamt Grünschnäbel. CB #23 Slay, Mann im zweiten Jahr, ist nun der Erfahrenste.

[23h47] Uninspirierte Serie der Lions, und nächster Punt. Cowboys beginnen mit zweieinhalb Minuten auf der Uhr an der eigenen 25. Detroit beginnt nach der Pause zuerst mit dem Ball, also ist ein Touchdown für Dallas schon eher eine Notwendigkeit.

[23h40] Wahnsinn. Lions telegraphieren einen Blitz sekundenlang durch, und trotzdem kommt #59 Whitehead komplett ungeblockt durch – Romo hat keine Chance. Cowboys müssen erneut punten. #12 Ross kann den gefumbelten Catch selbst erobern. Beide Teams damit bei zwei Offense-Fumbles, alle Fumbles selbst wieder aufgenommen.

[23h33] Die Lions-Offense ist etwas abgekühlt: Es gibt erste QB-Hits und sogar einen Sack gegen Stafford, und nicht mehr jedes Play wird ein 1st-Down. Stafford nimmt einen tiefen Pass, den Tate hätte fangen können, aber Stafford hätte auch über die Mitte auf Johnson werfen können – tat er nicht, deshalb Punt, und diesmal keine Strafe gegen Dallas.

[23h24] Nächster Sack gegen Romo, diesmal #32 Ihedigbo auf einem gut getimten Blitz. Dallas‘ Offensive Line wird hier bislang zurechtgestutzt. Punt, und diesmal nur 90 Yards bis zur Endzone für Stafford.

Erstes Viertel

[23h20] Ende Q1 in Dallas. Die Cowboys-Offense hatte nun fast eine halbe Stunde an der Seitenlinie um über ihre Situation nachzudenken. Im dritten Drive sieht es ein bisschen besser aus, und Romo, der alte Krieger, wurstelt sich ein ums andere Mal aus seiner kollabierenden Pocket und findet in den 3rd-Downs TE #82 Witten, ein Play nachdem ihm #52 Tapp das Ei aus der Hand geschlagen hat und von der anderen Seite #94 Ansah herangerauscht war.

[23h12] Dallas 0, Detroit 14 | Q1 1:57... 99 3/4yds-TD Drive der Lions, abgeschlossen per 18yds-Slalomlauf von RB #21 Bush, freigeblockt u.a. vom WR Tate. Der Drive brauchte natürlich die Running-Strafe gegen Dallas, aber danach war das totale Dominanz von Detroit, das über Dallas drüberfuhr: Kein Lauf unter acht, ein Yards. Screenpässe, die sich 15yds nach dem Catch das Spielfeld runterfrästen. Ein QB Matt Stafford, der im 3rd-Down einen Defensive Back aussteigen lässt und 9yds zum 1st-Down scrambelt.

Die Cowboys-Defense sah ziemlich überrumpelt aus, sah aus wie man sie eigentlich im Sommer befürchtet hatte. Tony Romo mit bereits vier missed tackles am heutigen Tag.

[23h03] RRPP der Lions, aber: #56 Watson #9 Tony Romo taucht in den Punter #6 Martin hinein, woraus ein neues 1st-Down resultiert. Jim Caldwell an der Seitenlinie mit Emotionsregungen, die ich von diesem stillen Männlein noch nie gesehen habe.

[22h57] Dominanz der Lions-Defense in dieser Anfangsphase: Laufspiel kommt kein Jota in die Gänge und Romo kriegt keine Zeit zum Werfen. Es gelingt ein 3rd-Down auf #11 Beasley, aber beim zweiten 3rd-Down feuert Romo mit dem heranrauschenden DE #94 Ansah in der Fresse den Ball an #11 Beasley vorbei. Dazu ein tiefer Pass für WR #83 Williams von CB #23 Slay hauteng gedeckt.

Der Punt allerdings kullert danach an die 0.5yds-Line der Lions, und nach einem Personal-Foul gegen Detroit für ein sagenhaftes viertel-Yard startet Detroit von der 1/4 Line. Wenn der Ball nur ein Zentimeter weiter hinten aufgelegt wird, haben wir mit dem Snap einen Safety.

[22h50] Dallas 0, Detroit 7 | Q1 11:22. 51yds-TD Stafford für #15 Tate. Tate mit einer eigenartigen Route, die erst nach zwei Tippelschritten nach innen abbiegt. Cornerback rutscht aus, in der Pocket kauft sich Stafford wie in besten Zeiten seine Sekunden und feuert denn letztlich einfach Pass auf den bereits offenen Tate. Tate kann quer über das Feld zum TD durchlaufen. Davor zwei kurze Pässe zu den Runningbacks für ein 1st-Down. Ein ungewöhnlich guter Start für die Lions, die häufig schwer in die Gänge kommen.

[22h45] Kein guter Start für die Cowboys-Offense: Der erste Laufspielzug wird nach 1yd platt gemacht und DT #90 Suh war noch nichtmal involviert. Im zweiten Play schlägt CB #31 Mathis dem WR #88 Bryant das Ei aus der Gand, aber Bryant recovert den Fumble. Im dritten Down ein überworfener Kurzpass. Punt, und Monster-Hit gegen den Returner Tate.

[22h36] Kommentatorenduo: FOX mit Buck + Aikman. Leider kein PULS 4, nur Gamepass. Mal sehen, was die Spanier zu bieten haben…

[22h20] Letzte Chance auf ein wirklich gutes Playoff-Spiel: Dallas Cowboys – Detroit Lions. Vorschau hier.

AFC-Wildcards 2014/15: Indianapolis Colts – Cincinnati Bengals live

[22h12] Endstand Indianapolis Colts 26, Cincinnati Bengals 10

Damit nächste Woche Luck gegen Manning auf dem Broadcaster ihres Vertrauens, CBS. Mal sehen, ob Phil Simms dann noch zu seiner Meinung stehen wird:

Die Colts müssen nächste Woche ihre Chancen besser nutzen. Sie werden keine so ruhige Pocket für Luck kriegen. Und sie werden eine Offense sehen, die minimum drei, vier Drives zu Touchdowns das Feld hinunterprügeln wird.

AFC mit Patriots-Ravens und Broncos-Colts nächste Woche. Viel Stoff für Geschichten.

Bei den Cincinnati Bengals bin ich mir nicht sicher wie man ihre Saison bewerten soll. Man musste OffCoord und DefCoord ersetzen, viele wichtige Abgänge und Verletzungen auf Spielerseite, und dafür liest sich eine Saison mit 10.5 Siegen nicht so übel. Heute trat man mit genau null Anspielstationen an – auch bessere QBs hätten mit diesen Spielern nicht viel mehr gemacht – aber sie hätten etwas mehr gemacht.

Auf der anderen Seite schreiben wir zum x-ten Mal über die gleichen Probleme bei dieser Mannschaft. Ich verlangte schon letztes Jahr an selber Stelle ein grundsätzliches Überdenken der QB-Situation bzw. das Draften eines Top-QB Prospects bei den Bengals. Ihre Reaktion: Sie gaben Dalton einen Multimillionenvertrag!

Ich halte das, was Marvin Lewis zusammengestellt hat, für aller Ehren wert, aber die ausbleibende Reaktion auf die eklatanteste Stellschraube – auf die Stellschraube, die die Bengals eine echte Superbowl-Chance kostet – wird jedes Jahr ein größeres Ärgernis. Irgendwann glaubst du auch noch, dass du es sowieso nicht drauf hast. Lewis hätte nicht zum ersten Mal sich selbst grundsätzlich überdacht, wenn er in der Offseason Dinge verändern würde. Aber: An Bengals-Stelle würde ich ernsthaft und lange darüber nachdenken, ob ich mit Lewis weitermachen möchte.


[22h02] Ich finde es sehr aufschlussreich, dem Bengals-Radio zuzuhören. Hier wird recht wenig geschimpft über die erneut so aseptische Playoff-Vorstellung. Vielmehr steht man eigentlich hinter dem Coach und dem Quarterback und hofft noch immer auf den Durchbruch mit diesem Duo. Sie sagen offen, wie schwer es ist, jedes Jahr die Playoffs zu erreichen und dass vor der Dalton-Ära eine Playoff-Qualifikation ein feuchter Traum gewesen wäre. Man stelle sich mal vor, was in der Radiospur von Jets, Patriots oder Cowboys los wäre.

[22h00] #50 Jerrell Freeman schlägt den Fumble bei QB Dalton frei, Turnover.

[21h51] Nick Fairley inactive.

[21h47]

[21h43] Punt Bengals. Mal schauen, ob Cowboys vs Lions dieses doch eher enttäuschende Wildcard-Weekend wird retten können.

[21h36] Indianapolis 26, Cincinnati 10 | Q4 11:31. Vinatieri aus 53yds als wäre es ein Extrapunkt – und damit 2 TD plus 2 PAT Vorsprung für Indianapolis.

Drittes Viertel

[21h29] Ende Q3 in Indianapolis. Nächstes 3’n’out für die Cincinnati Bengals, die glaube ich noch nicht ein einziges 1st-Down nach der Pause gemacht haben. Das macht diese Partie mittlerweile extrem frustrierend: Die einen müssen nicht wirklich, die anderen können nicht.

Cincinnati hat es natürlich auch nicht einfach, denn zusätzlich zu diesem so banalen QB Dalton hat man die halbe Skill-Player Offense auf der Verletztenliste. Daltons drei beste Waffe stehen nicht zur Verfügung. Das äußert sich in einer mausetoten Offense-Vorstellung.

[21h24] Indianapolis 23, Cincinnati 10 | Q3 1:32. 23yds-FG Vinatieri… und schon wieder ein kurzer Kick der Colts, deren größter Makel zu wenig Konsequenz in der Redzone ist. Colts machen 7.7yds/Play im Vergleich zu den 4.5yds/Play der Bengals, aber nicht ganz zwei TD Vorsprung.

[21h18] RRPP. Dalton mit tiefem Ball für #19 Tate, aber unterworfen und somit einfache Beute für CB Toler.

[21h09] Indianapolis 20, Cincinnati 10 | Q3 7:48. Ästhetisch wunderschöner 36yds-TD Pass von Luck für #10 Moncrief, der den Safety überlaufen hatte. Luck spürte in diesem Play zum ersten Mal sowas wie ein Lüftchen Druck, erscrambelte sich die Zeit und wirft mit einem DE an den Hacken den Touchdown.

[21h03] Fortsetzung von Marty-Ball der Cincinnati Bengals: RRPP. Das letzte P steht für „Punt“.

[20h57] Colts-Drive wird von gleich zwei 10yds-Strafen gegen die Offense zerstört. Eine gewonnene Erkenntnis: Herrons Backup heute ist #37 Tipton, nicht #34 Richardson, der noch gar nicht eingesetzt wurde.

[20h50] Schwacher Beginn der Bengals nach der Pause: Lauf in den Menschenberg, incomplete, incomplete. Alibi-Football, wie gesagt.

Zweites Viertel

[20h46] Laut Antworten in den Kommentaren hat Dan Herron kein Fumble-Problem, das die Twitter-Reaktionen („Eh klar. Herron wird ihn fumbeln, wussten wir längst“) bestätigen würde. Mal sehen, ob die Colts Herron weiterhin im Spiel behalten oder *schockschwerenot* auf Trent Richardson umsatteln.

[20h33] Halbzeit Indianapolis Colts 13, Cincinnati Bengals 10.

Drei Punkte als Vorsprung fühlt sich für die Colts etwas dünn an, wenn man bedenkt, dass Indianapolis die Bengals nach Effizienz recht klar dominiert: Nur 35 zu 30 Plays für die Colts, aber 7.5yds/Play für Indianapolis vs 5.2yds/Play für die Bengals.

Indianapolis ist heute brutal passlastig mit 28 Pass-Plays vs 7 Läufen (1 Lauf davon sogar ein Scramble, ein anderer ein Kneel-Down). Der Passrush ist minimal, Luck bekommt extrem viel Zeit, und er nutzt die Zeit überwiegend für gute Pässe – allein: WR #13 Hilton mit ein paar bösen Drops, kostete die Colts minimum 4-7 Punkte. Cincinnati würfelt sein Defensive Backfield auch ganz schön durch, hat in quasi jedem Spielzug eine andere Formation auf dem Feld: Newman, Hall, Kirkpatrick, Dennard sehen alle viel Einsatzzeit. Der Fumble kostete die Colts eine komfortablere Führung.

Bei den Bengals kam nur ein einziger guter Drive zustande, der Rest war Wirschiwaschi. Viele Läufe hinein ins Nichts. Dalton komplettierte im einen guten Drive einige schwierige Würfe, aber ansonsten wird überwiegend Alibi-Football gespielt mit Screenpässen oder chancenlosen tiefen Bällen.

Cincinnati ist gut bedient mit dem knappen Rückstand, kriegt nun aber den Ball nach der Pause. Man kann ob des GamePlans der Bengals gar nicht hoch genug bewerten, wie wichtig der Nugent-Kick vor der Pause war: Er ermöglicht den Bengals, weiterhin eher balancierte Offense zu spielen.

[20h31] Indianapolis 13, Cincinnati 10 | Q2 0:10. Grottenschlechtes Zeitmanagement und Playcalling der Bengals in dieser „Serie“ vor der Pause, aber man springt massiv von der Schippe, weil Mike Nugent ein 57yds-FG versenkt: Ball springt vom Innenpfosten rein. Ein extrem wichtiger Kick, denn wäre er schief gegangen, hätten die Colts mit ein paar Sekunden auf der Uhr den Ball bekommen und hätten noch ein Timeout gehabt. Viel Risiko in dieser Szene von Marv Lewis.

[20h23] Big Play! #21 Dennard, der Rookie-CB, reißt RB #36 Herron den Ball aus der Hand, FS #20 Nelson mit der Fumble-Recovery. Die Colts bis dahin erneut mit einem sehr gut aussehenden Drive mit viel Zeit für Luck und kaum Negativ-Plays.

[20h13] Wieder ein unnötig tiefer Ball der Colts in einem 3rd/4. Wieder incomplete. Wieder Punt. Colts starten gleich an der eigenen 10.

[20h05] Indianapolis 13, Cincinnati 7 | Q2 8:34. 29yds-FG Vinatieri. Fetter Blitz der Bengals im 3rd-Down und Luck wird tatsächlich gezwungen, den Ball zu schnell zu werfen – aber gerade dafür ist der Ball sensationell scharf und präzise für WR #13 Hilton, der nun wieder die Butterfinger mit hat und zum wiederholten Male einen einfachen Ball durch die Finger gleiten lässt.

Wichtigster Spielzug für die Offense in diesem Drive: 45yds-Catch downfield von WR #14 Hicks, der heuer nie länger als 29yds-Catches machte. Hicks überspringt den FS Iloka. Luck mit einer Eiseskälte in der Pocket, da müssen sich die Bengals warm anziehen.

[19h59] Jetzt eine schwache Serie der Bengals: Zwei hoffnungslose Läufe über #33 Burkhead und #32 Hill in die Trauben hinein, und im dritten Down ein tiefer Wurf. Du weißt, was bei tiefen Dalton-Pässen herauskommt: Ein um 8m überworfener Ball für WR Little. Punt.

[19h54] Indianapolis 10, Cincinnati 7 | Q2 12:42. 38yds-FG Vinatieri. Gute Intensität in diesem Drive: Die Colts beginnen sehr tief nachdem sich die Kickreturner selbst über den Haufen rennen. Nach einem Gefummele zum Start explodiert plötzlich WR #13 Hilton, der bis dato alles fallen gelassen hatte, mit zwei Catches für 20yds und 30yds – der erste davon ein technisch schwieriger Catch an der Seitenlinie, und die Colts stehen in der Redzone.

Dann Strafe gegen die Offense, Verletzung des LB #58 Maualuga (Leiste). Drittes Down, viel Bewegung in der Bengals-Defense, die erst Blitzes anzeigt, aber dann alle bis auf drei in die Coverage droppt. Luck erkauft sich die Zeit und wirft im Laufen in die Endzone. Dort bekämpfen sich CB #27 Kirkpatrick und WR #87 Wayne. Kirkpatrick mit grenzwertigem Körpereinsatz gegen Wayne, kommt im letzten Moment zurück und fälscht den Ball im Springen vor dem Catch entscheidend ab.

Erstes Viertel

[19h43] Ende Q1 in Indianapolis. Das Spiel lässt sich ganz gut an, wobei ich zugeben muss, dass vieles daran am erfreulichen Fakt liegt, dass sich die Bengals was trauen. Ein verscheuchtes Kätzchen hätte dem Spiel nicht gut getan, aber es scheinen sich hier zwei Teams auf Augenhöhe zu begegnen.

Ich verhehle nicht, dass meine Euphorie auch daher rührt, dass ich mich der zusätzlichen Tonoptionen im Gamepass erinnert habe: Ich bin momentan auf dem Bengals-Radiofeed, den ich besser finde als die spanische Übertragung. Hauptsache kein Nantz/Simms, die ich schon nach eineinhalb Minuten wegschalten musste.

[19h37] Indianapolis 7, Cincinnati 7 | Q1 1:28. Zweiter Bengals-Drive, und von Daltons Versteckspiel ist nicht mehr viel zu sehen: Dalton mit mehreren schwierigen Würfen, u.a. zweimal für #12 Sanu und dann ein etwas hoch geworfener, aber von FB #33 Burkhead spektakulär gefangener Pass in der Redzone, der die Colts ordentlich aufmischt.

Cincinnati streut das Laufspiel über #32 Jeremy Hill diesmal eher als Tempowechsel ein, und Hill fräst sich schön durch die Defense, u.a. bei einem 3rd/1 auch mit dem Blick und der Intuition, den ursprünglich erdachten Weg zu ändern. Insgesamt 9 Plays, 74yds für die Bengals – wir haben ein Spiel!

[19h28] Zweiter Colts-Drive wird ohne 1st-Down gestoppt: Cincinnati schickt Blitzer gen Luck, aber keiner schlägt ein. Luck antwortet mit einem tiefen Ball für WR #13 Hilton, der eigentlich gut geworfen ist, vielleicht ein biiiiiiiissschen zu wenig Bogenlampe, aber in einem guten Moment macht Hilton den Catch trotzdem. Diesmal aber Drop. Im dritten Down rennen sich zwei Colts-WR auf Cross-Routen selbst über den Haufen, Punt.

[19h23] Bengals müssen im ersten Drive an der 39yds Line der Colts punten. Der Gameplan wirkte übervorsichtig: End Around, Run, Screenpass, Run, Run, Screenpass, Run, Pass auf den TE. Man kann seinen QB Dalton versuchen wo möglich zu verstecken, aber man muss ihn nicht zwangsweise komplett aus dem Spiel halten.

[19h15] Indianapolis 7, Cincinnati 0 | Q1 11:05. Sehr runder Eröffnungs-Drive der Colts über 9 Plays, 71yds. QB Luck nutzte gleich zu Beginn die eklatante Schwäche der Bengals gegen Kurzpässe auf den Runningback, dazu quicke Würfe zu den Tight Ends über die Mitte plus ein langer Lauf von RB #36 Dan Herron. Herron vollendet dann auch aus 2yds zum TD.

[19h06] Im Gegensatz zu gestern haben wir heute keine Wettereinflüsse, da beide Partien in einem Stadion mit verschließbarem Dach stattfinden.

[18h45] Fortsetzung des Wildcard-Weekends mit den beiden Sonntagspartien. Zum Auftakt Indianapolis Colts (11-5) vs Cincinnati Bengals (10-5-1). Die Vorschau gibt es hier:

Cincinnati muss heute ohne WR A.J. Green und auch ohne TE Jermaine Gresham antreten.

NFC-Wildcards 2014/15: Carolina Panthers – Arizona Cardinals live

[01h53] Endstand Carolina Panthers 27, Arizona Cardinals 16.

Grottenschlechte zweite Halbzeit mit nur wenigen Höhepunkten nach einer eigentlich ansehnlichen ersten Hälfte. Die Panthers gehen wie erwartet durch – erster Playoffsieg für Newton (der im Interview schon von Seattle als nächstem Gegner spricht) und die aktuelle Panther-Generation. Nach Seattle 2010 gewinnt auch das zweite losing team sein Auftakt-Playoffspiel. Prinzipiell möchte ich Carolina im Viertelfinale gegen Seattle sehen, aber das verlangt natürlich morgen eine Lions-Niederlage…

Carolinas Front-Seven und vor allem diese Linebacker haben schon was. Ich denke, sie würden der Seahawks-Offense durchaus die eine oder andere knifflige Aufgabe stellen. Für Green Bay = weiß ich nicht. Was die Secondary so drauf hat, wurde heute nie ausgetestet. In der Offense eine unrunde Geschichte für Cam Newton, der aber schwer angeschlagen gut genug spielte um die Partie locker zu gewinnen.

Carolina wird sich nächste Woche steigern müssen und die Eigenfehler abstellen, aber prinzipiell sehe ich die Panthers z.B. in Seattle nicht völlig hoffnungslos.

Zu den Cardinals: Historisch schlechte Performance von Quarterback und Special-Teams. 77yds Total-Offense sind der schlechteste Playoff-Wert ever, und das in einer Ära, die von Yards und Punkten noch so strotzt. QB Lindley tut mir aber angesichts der Hoffnungslosigkeit fast leid. Dass Arians es nicht einmal im Schlussviertel – als theoretisch noch Hoffnung bestanden hätte – mit dem Rookie QB Thomas versuchte, sagt vermutlich mehr über Thomas aus als über Lindley.

Schade auch um WR #11 Fitzgerald, der sechs Jahre nach seinem epischen Spiel in diesem selben Stadion ein Nullfaktor war, negiert von der Unfähigkeit der eigenen Offense. Fitzgerald wird die Panthers nach der Saison vermutlich aus Gehaltsgründen verlassen. Er war ein ganz Großer, und eine der großen Ikonen seit ich die NFL verfolge. Grande Larry.

Arizona war eine sehr gute Geschichte diese Saison. Coach Arians wird den Coach-des-Jahres eris gewinnen und hat ihn verdient – eine solch kaputte Mannschaft so weit zu bringen, ist aller Ehren wert. Aber damit ist jetzt auch gut. Es braucht bessere Mannschaften um die Granden zu fällen.


[01h50] Selbstdarstellung galore von Ed Hochuli eine Spielsekunde vor Schluss.

[01h48] Carolina 27, Arizona 16 | Q4 0:03. Intentionaler Safety der Panthers.

[01h41] Zwei gute Pässe Lindleys. Lindley macht hernach eigentlich alles richtig, nimmt mit nur noch einem Timeout noch einen letzten Snap vor der 2min-Warning, aber der Ball in die Endzone hinein wird abgefälscht und von FS #23 Boston abgefangen. Letzter Sargnagel.

[01h40] Zweieinhalb Minuten vor Schluss gefumbelter Punt vom Panther-Punter, Turnover on Downs.

[01h32] RT #70 Massie wird zweimal von DE #95 Johnson überrannt zu zwei Sacks gegen Lindley, und der nächste Punt. Wir sind bei 1.6 NY/A angelangt. Das Spiel ist nicht bloß schlechte Werbung für Lindley, sondern auch für Rookie QB Logan Thomas, den man kurz mal für Woche 17 einwechseln wollte, aber dann nach nur einer Trainingseinheit doch wieder runternahm.

[01h27] OffCoord Shula lässt die Panthers noch immer werfen. Wenn sie nicht werfen, fräsen sich die Backs mittlerweile für 20yds-Runs durch die Tackles. Sogar der olle RB #34 Williams wird eingewechselt – warum ist Williams nicht mehr einer der zwei Top-RBs in Carolinaß #razzleDazzle

[01h20] Kein Fieldgoal, sondern Interception: #59 Kuechly liest Lindleys Augen und springt dem WR #11 Fitzgerald in die Wurfbahn. Perfekte Zusammenfassung eines missglückten Auftritts der Cardinals.

[01h17] Sie zucken noch! DefCoord Bowles mit dem nächsten Blitz, und LB #94 Acho schlägt Newton den Ball aus der Hand. Der Ball springt nach vorne, aber diesmal machen die Referees alles richtig und lassen den Spielzug laufen – und tatsächlich: Es war ein Fumble. FS #26 Jefferson returniert an die 10yds Line, und Arizona kann gleich mit einem Fieldgoal auf -10 stellen.

[01h15]

[01h13] Es ist wahrscheinlich eh wurscht, aber die Cardinals punten 12min vor Schluss bei 4th/2 in der eigenen Hälfte. Bruce Arians hat sich aufgegeben, und wer will es ihm verdenken.

Drittes Viertel

[01h06] Ende Q3 in Charlotte. Die Partie hat durch die wahrscheinliche Vorentscheidung merklich an Thrill verloren und besteht mittlerweile fast nur noch aus gelbem Flaggenhagel. Arizonas QB Lindley mit 43 Pass-Yards im kompletten Spiel, oder 1.75 NY/A, oder 4yds pro Completion. Die Vorstellung der Cardinals in der Pass-Offense und Special-Teams dürfte als eine der übelsten in die Playoff-Geschichte eingehen.

Carolina sollte sich überlegen, den schwer angeknockten Newton auszuwechseln und ihn für das Viertelfinale nächste Woche zu schonen.

[00h57] Cardinals werden im Backfield platt gemacht, egal ob Run-Play oder kurzer Screenpass. Das Spiel ist mittlerweile 1:1 wie von Herrmann in der Vorschau angekündigt: Arizonas Offense besteht aus Querpässen oder 20yds downfield Würfen, wenn eh schon 3rd-und-viel zu lang ist. Danach Punt, und Carolina ist schnell wieder in Scoring-Reichweite.

[00h48] Carolina 27, Arizona 14 | Q3 4:04. Eher softe DPI gegen CB #22 Jefferson, und Carolina nutzt die zweite Chance: Der zirka dreihundert Pfund schwere FB #35 Tolbert wird links raus freigespielt… Rivera lässt erneut den Extrapunkt kicken – in dieser Situation ein schwerer Coaching-Fehler für meinen Geschmack. Arizona macht im Leben keinen TD + FG + FG, eher zwei TD.

[00h45] Bei den Florida State Seminoles Arizona Cardinals geht nach einem Saisonverlauf auf Messers Schneide in den Playoffs im dritten Viertel jetzt alles den Bach runter: Fumble im Kickreturn, Gegner kommt an der 3yds-Line an den Ball.

[00h42] Carolina 20, Arizona 14 | Q3 5:36. Ein Play, ein Touchdown: Newton mit dem Screenpass rechts raus für RB Fozzy Whittaker, der danach cross-Country eine wunderschöne Strecke zurücklegt und links zum Touchdown einläuft. Der tiefe Safety #26 Johnson wurde von einem Vorblocker aus dem Spiel genommen, am Ende einfacher TD für Whittaker. Schönes Design, gutes Blocking.

Rivera verzichtet auf die 2pts-Conversion. So wie sich diese Partie entwickelt, kann ich das sogar nachvollziehen (wenn auch nicht völlig gutheißen).

[00h39] Jesacht, jetan: 3’n’out, Punt an die ARZ 40.

[00h34] Carolina mit einem für dieses Spiel atypischen Start in die zweite Halbzeit: Newton mit zwei Scrambles in 3rd-Downs, macht jeweils aus langen Situation neue 1st-Downs, u.a. einmal mit dem Kopf voraus in drei Defensive Backs hinein. Newton schüttelt sich mittlerweile nach jedem Spielzug durch als hätte er körperliche Probleme. Dann 4th/4 am äußersten Rande der Fieldgoal-Reichweite – und Ron Rivera lässt den Ball punten. Angesichts einer Offense, die 65yds in zwei Vierteln gemacht hat, hätte man hier locker auch ausspielen können, zumal man nach 3’n’out und dem 20yds-Punt der Cards eh wieder an gleicher Position in Ballbesitz kommt.

Zweites Viertel

[00h23] Die ESPN-Halbzeitcrew prügelt für meinen Geschmack zu sehr auf Cameron Newton ein, der natürlich nicht der beständigste Werfer ist, aber viel „schlechter“ als gewohnt ist Newton hier auch nicht, und an der INT gab ihm schon Gruden im Live-Cast nicht zwingend die Alleinschuld. Man muss auch einmal anerkennen, dass Arizona Newtons Scrambling bislang so gut es geht aus dem Spiel nimmt, und Newton aus den paar Möglichkeiten, die er bislang hatte, eh recht viel gemacht hat.

[00h15] Halbzeit Carolina Panthers 13, Arizona Cardinals 14

Unterhaltsames Spielchen, das natürlich zeigt, warum wir es hier mit zwei Teams zu tun haben, die alle schon im Vorfeld verteufelt haben, aber es mangelt nicht an Intensität und Big-Plays. Die Cardinals führen, weil sich die Panthers selbst ins Knie schossen: Gefumbelter Punt, Verkicktes Fieldgoal, Interception. Arizona überlebte trotz verheerendem Punting. Carolina mit phasenweise sehr gutem Laufspiel, die Option-Plays funktionieren erstklassig, aber Newton wie so oft mit inkonstantem Passspiel.

Hinter die Fassade geguckt sind die Panthers eine Klasse besser:

  • 208 zu 65yds Offense
  • 5.6 zu 2.2yds/Play in der Offense
  • 16 zu 6 First Downs

Aber zwei Turnover. Aber ein verschossenes Fieldgoal. Wir wissen, dass du in der NFL normalerweise mit dieser Spielweise nicht überlebst – normalerweise. Aber hier sind die Arizona Cardinals am Werkeln.

Eine Beobachtung noch zu den Refs: Sie pfeifen bisher mehr Holding und Defensiv-Kontakt als man es von den Playoffs gewohnt war (15% weniger Penaltys in den Playoffs im Schnitt). Aber heute schon dreimal Kontakt gegen die Defense und ein fragwürdiges Roughing gegen den QB gepfiffen.

[00h05] Carolina 13, Arizona 14 | Q2 0:20. Der Cardinal-Klassiker: 3rd-Down, Monster-Blitz über die Blind-Side, und incomplete. Damit nur ein Fieldgoal für Carolina, und sehr wahrscheinlich eine Halbzeitführung für die Arizona Cardinals.

[23h57] Meine Rede, auch wenn ich es heute bisher noch nicht einmal so schlimm finde, weder am Feld noch in der Kommentatorenkabine:

[23h51] Carolina 10, Arizona 14 | Q2 2:50. Dramatische Szenen in Charlotte: RB #29 Williams schlingelt sich irgendwie durch drei Tacklers durch zur Halb-Yards Line. Im nächsten Play scheint RB #23 Marion Grice den Ball an die Cardinals zurückzufumbeln, aber weil Grice ein Cardinals-Runningback ist, hatte die Ballspitze die Goal-Line bereits zum Touchdown überquert. Die zweite Review-Einstellung beweist das dann auch, und die Referees geben den Touchdown. Der Rookie Grice, ein Lokalmatador in Arizona, schnauft auf der Ersatzbank sichtbar tief durch.

[23h44] Big Play! Cardinals-Karma! #31 Antonio Cromartie hüpft in eine Passroute, bei der Newton und sein WR #82 Cotchery nicht wirklich auf der gleichen Seite im Playbook waren, und Cromartie macht das, was Cardinals im Jahre 2014 bzw. 2015 so machen: Interception, Return über 53yds an die 13yds Line der Panthers. Cotchery schaut noch Sekunden danach in die falsche Richtung.

[23h42] Kein Safety, aber wir waren nicht weit davon entfernt: Lindley musste den Ball in höchster Not wegwerfen. Da schaut man selbst als Unbeteiligter ganz gebannt zu. Im dritten Down ein bitterer Drop von TE #89 Carlson, der ein sicheres 1st-Down wegwirft. Dann erneut ein horrender Punt über sagenhafte 28yds an die ARZ 31 von #2 Drew Butler.

[23h38] Diesmal guter Druck gegen Newtons Pocket, und nach zwei 1st-Downs folgt der Punt. #8 Nortman mit einem Kick an die 2yds-Line. Daraus resultiert nun ernsthafter Safety-Alarm in dieser Partie.

[23h31] Arizona mit zwei Yards Raumverlust: Sack des DT #92 Edwards, weil Lindley zu lange den Ball hält. Carolina reagiert mit einem weiteren angedeuteten Blitz über die Mitte, und Lindley starrt verzweifelt auf den Passrush, lässt den Snap durch die Finger gleiten und kann im Nachfassen den Ball nur noch wegwerfen.

Dann Punt, und diesmal tut #11 Bersin einen Teufel und stellt lieber mal drei Meter aus, lässt den Ball an die 17yds Line kullern. Aber da hätte nicht jeder Trainerstab Berson wieder hinten reingestellt.

[23h26] Cardinal-Karma on the Way! K #9 Gano verkickt im Regen aus 43yds, links vorbei. Carolinas Offense sieht in lichten Momenten wuchtig aus, mit guten Run-Plays und gutem Vorblocking. Newton wirft nicht immer am genausten, gerne mal ein bissl zu hoch, aber dann kommen auch wieder diese Super-Pässe, die die unbekannten Fänger dann auch noch festhalten.

Ein Gesprächsthema bei ESPN in diesem zweiten Viertel ist auch das Handling der Referees mit den Snaps: Carolina möchte schneller spielen, aber Ed Hochulis Crew gibt den Ball erst relativ spät frei und ermöglicht es den Cardinals, sich in der Defense zu organisieren und zu wechseln.

[23h16] Carolina 10, Arizona 7 | Q2 14:56. 1yds-TD für TE #85 Fells. Fells beim Play-Action Pass sträflich allein gelassen und Lindley findet ihn trotz wobbeligem Pass. Arizona macht das Spiel damit spannend!

Vorangegangen allerdings wie gesagt ein Fehler vom Puntreturner der Panthers, #11 Pearson Bersin, der einem kullernden Ball nicht aus dem Weg ging, den Ball berührte und ihn somit frei zur Eroberung machte. Danach Carolina mit einem Roughing gegen Lindley. Lindley antwortete mit einem überworfenen Ball in die Endzone für einen freien #11 Fitzgerald, und alle lästerten. Lindley kam noch einmal zurück mit sehr gutem Ball in gute Deckung für Fitzgerald – und jetzt dem Touchdown. Es ist holprig, aber die Fehler beim Gegner genutzt.

Erstes Viertel

[23h13] Das erste Viertel geht zu Ende mit den Cardinals an der 1yds-Line der Panthers. Dem vorangegangen: Ein Fumble des Punt-Returners und ein riskanter Wurf Lindleys zum dreifach gedeckten WR #11 Fitzgerald, der mit dem Ball aus dem Verkehr kommt.

[23h01] Carolina 10, Arizona 0 | Q1 5:21. 13yds-TD Lauf von RB #28 Stewart auf einem dieser „Cam Option“-Spielzüge, in denen Newton den Defensive End liest und sich dann ob der Ballübergabe entscheidet – diesmal Ballübergabe an Stewart, der im offenen Feld die indisponierten Tackle-Versuche der Cardinals locker aussteigen lässt.

Carolina mit einer sehr souveränen Offense: Newton mit etlichen schnellen Screenpässen hinter die Line of Scrimmage, zieht das Feld damit zwar nicht in die Länge, dafür aber in die Breite. Arizona hat große Mühe, dagegenzuhalten, zumal auch der Passrush über die Mitte bisher noch nicht zündet.

[22h53] Zweiter Drive der Cardinals, und noch immer kein 1st-Down: Drei Läufe in die Menschenberge hinein, und erneut ein schwacher Punt der Cardinals.

[22h44] Carolina 3, Arizona 0 | Q1 11:27. Die ersten Punkte für Cameron Newton und seine Panthers, und glaubt man bösen Zungen, kann die Cardinals-Offense schon jetzt nicht mehr nachziehen. Carolina suchte (und fand) in den ersten Plays WR #13 Benjamin auf kurzen Routen. Benjamin wird direkt von CB #21 Peterson verteidigt, der gegen die schnellen Pässe aber keine Chance hatte. In der Redzone ein überworfener Pass Newtons, und im dritten Down eine Incompletion, bei der der angespielte Wide Receiver Brown einfach mal so seine Route abbrach, bevor der Ball da war.

[22h40] Arizona beginnt – wer hätte das gedacht – mit einem Three-and-Out gegen eine diszipliniert auftretende Panthers-Defense, bei der die Tackles sitzen. Arizona lässt einen Punt folgen, der über viele Meter zurück in die eigene Platzhälfte kullert. Carolina in exzellenter Feldposition.

[22h36] Regen in Charlotte.

[22h31] Das Wildcard Weekend beginnt mit Carolina Panthers (7-8-1) vs Arizona Cardinals (11-5) aus dem Bank of America Stadium in Charlotte. Vorschautexte dafür:

Kickoff ist für 22h40 angesetzt.

NFL-Power Ranking 2013/14 nach dem Wild Card Weekend

Vom Gefühl her war das Wild Card Weekend 2013/14 das unterhaltsamste seit langer Zeit. Das Wochenende, das so oft durch maue spielerische Leistungen aufgefallen ist, bot diesmal drei enorm unterhaltsame Spiele. Das vierte, Cincinnati vs San Diego, endete wenigstens in einem standesgemäßen Upset, über das man sich das Maul fusselig reden kann.

NFL-Power Ranking 2013/14, Wildcard Weekend

NFL-Power Ranking 2013/14, Wildcard Weekend

WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, (LW) ist das Ranking von letzter Woche, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16), SOS ist der bisherige Strenght of Schedule, den dieses Modell für die jeweilige Franchise errechnet, Rs die Platzierung des Schedules, W-L die tatsächliche Sieg-Niederlagen-Bilanz jeder Franchise zum Ende des Wildcard Weekends.


Den großen Sprung machten die San Diego Chargers nach dem Auswärtssieg in Cincinnati. Die Chargers lieferten optisch nicht einmal eine fantastische Vorstellung, aber man muss bedenken, dass dieses Power-Ranking die Bengals sehr hoch einstuft. Lass dich nur mal nicht von diesem einen Spiel täuschen: Die Bengals 2013/14 waren ein legitimer Superbowl-Kandidat.

Die Bengals machten auch kein unterirdisches Spiel. Sie verloren primär wegen der Turnover-Ratio, die sie mit 0:4 verloren. Vier Turnovers, und es waren die ganz fetten Dinger: Ein Fumble des RBs #25 Bernard an der 8yds-Line in einem Play, der mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in einem TD geendet hätte. Dann ein weiterer Turnover in der eigenen Hälfte, der an die 1yds Line returniert wurde. Cincinnati kassierte nach diesem Return keinen TD, trotz 1yds-Line und obwohl der OLB Harrison sogar noch ein sturzdummes Personal-Foul beging! Und das gegen eine der drei besten Offenses des Landes!

Über QB Andy Dalton ist gewiss zu reden. Zuerst was Dalton in Teilen entschuldigt: Die Pass-Protection der Bengals war diesmal nicht wie gewohnt souverän, sondern ließ viele Sacks, Hits und Hurries zu. Im ersten Spiel gegen San Diego in Week 13 wurde Dalton nicht gesackt, und mit einem Hurry. Diesmal: 3 Sacks und mehrere Hits und Hurries.

Dalton war aber trotzdem nicht gut. Minimum eine INT war ein Katastrophenpass. Dalton zudem mit einigen over– und underthrows im Kurzpassspiel. Einige der Pässe wurden von den Bengals-Receivern sogar akrobatisch gefangen, aber das sollte einfacher gehen. Ein tiefer Ball für WR Green hätte ein TD sein können; kein überragender Wurf Daltons, aber einen, den ein Green schon mal machen kann. Dalton beendete das Spiel mit okayen Zahlen (29/51 für 334yds, 1 TD, 2 INT, 3 Sacks, 6.4 NY/A, 5 Scrambles für 26yds, 1 fumble).

Es hätte für die Bengals trotzdem reichen können, aber letztlich kosteten die Turnovers die Partie. Jetzt wird Dalton nicht zu Unrecht schärfer denn je in der Kritik stehen, auch wenn Marv Lewis in der PK jegliche Schuld von Dalton wies. Man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die Bengals in der Offseason an ihrer QB-Position schrauben werden. Die Frage ist, ob man einen erfahrenen Recken der Güteklasse Vick oder Freeman holt oder via Draft ein zu entwickelndes High-End Prospect. Dalton ist mitnichten ein Fixkandidat zum Absägen, aber man kann drauf wetten, dass zumindest jemand kommt um ihm Feuer unterm Arsch zu machen.

San Diego ist nun nicht unberechtigt ein dark horse: Die Chargers geistern schon seit vielen Wochen nahe an den Top-12 in diesem Power-Ranking, und drangen mit der insgesamt sehr guten Leistung in die Top-10 ein, überholten sogar die Patriots. San Diego stellt übrigens auch nach der famosen Abwehrleistung in Cincinnati die #32-Defense der NFL, auch wenn sich die Defense um 2% verbesserte.

Sieg-Wahrscheinlichkeiten für die Divisional Playoffs

Das Wild-Card Wochenende endete mit 2-2 Bilanz für das Power-Rank, und es hätte mit drei extrem engen Spielen ebenso gut ein 3-1 oder 0-4 sein können. Damit ist es nun 123-72 über die Saison. Für das Divisional-Playoffs werden übrigens folgende Tipps ausgespuckt:

HOME                 %   AWAY                  %
Seattle             60   New Orleans          40
New England         59   Indianapolis         41
Carolina            52   San Francisco        48
Denver              71   San Diego            29

Dreimal extreme enge Matchups, und das klarste von allen, Denver vs San Diego, hatten wir schon zweimal dieses Jahr. Beide Male war Denver nicht allzu souverän: In San Diego gewannen die Broncos noch 28-20, aber zuhause kassierten die Broncos eine peinliche 20-27 Schlappe. Ich weiß, selbst gewählte Endpunkte, aber: Der Top-Seed hat fünf der letzten Playoffspiele gegen einen sechsten Seed verloren (die ersten 10 dieser Duelle wurden vorher alle vom Top-Seed gewonnen).

Nach Spreads würde dieses Power-Ranking Seattle mit 3.5 Punkten gegen die Saints favorisieren. New England mit 3 Punkten gegen Indianapolis. Carolina mit 0.5 Punkten gegen San Francisco. Denver mit 7 Punkten gegen San Diego.

Die Opening-Lines in den Wettbüros lauten wie folgt: Seattle mit 7.5 bis 8 gegen die Saints. New England mit 7 gegen Indianapolis. Carolina mit 1 oder 2 gegen San Francisco. Denver mit 9.5 bis 10 gegen San Diego. Nach ATS empfiehlt mein Power-Ranking also, viermal auf den Außenseiter zu setzen.

NFC Wildcard-Playoff 2013/14: Green Bay Packers – San Francisco 49ers live

[01h53] Endstand Green Bay Packers 20, San Francisco 49ers 23.

Am Ende rächte sich das eine von Rodgers gezogene Timeout. Ein gutes, ein spannendes Spiel, in dem man über weite Strecken gut beobachten konnte wie sich die beiden Trainerstäbe aufeinander einstellten. Am Ende gewann wie so oft in Spielen zwischen fast gleich guten Mannschaften der, der den Ball zuletzt hielt – und das war San Francisco, trotz des üblen Timeout-Managements von Harbaugh, und nicht Green Bay, u.a. wegen des üblen Timeout-Managements.

Der GWP-Graph zeichnet noch einmal die Phasen nach, die dieses Spiel geprägt haben:

Game Winning Probability Chart 49ers @ Packers (klick mich)

Game Winning Probability Chart 49ers @ Packers (klick mich)

Lange Zeit dominante 49ers, die von den Packers in der ersten Halbzeit kurzzeitig wegen der INT und des einen guten Drives überholt wurden; 49ers, die nicht genug aus ihrer Überlegenheit machten. Green Bay, das sich zurückkämpfte und dritten Viertel immer mehr die Oberhand gewann. Dann die TD-Granate über 42yds für Vernon Davis, die den Farbton im Spiel wieder änderte. Schließlich „nur“ der Ausgleich für Green Bay und dann der langsame und zeitgerechte Konter der 49ers. Beide Coaches waren etwas konservativ und kickten innerhalb der 10yds Line Field Goals.

Die Divisional-Playoffs nächste Woche sehen damit so aus:

    11.1.14   22h35   Seattle Seahawks - New Orleans Saints
11./12.1.14   02h10   New England Patriots - Indianapolis Colts
    12.1.14   19h05   Carolina Panthers - San Francisco 49ers
    12.1.14   22h40   Denver Broncos - San Diego Chargers

T-minus 6 bis zum besten NFL-Wochenende des Jahres.

[01h47] Green Bay 20, San Francisco 23/Q4 0:00. 33yds-FG durch K Dawson. 49ers gewinnen.

[01h43] Harbaughs/Kaepernicks übles Auszeiten-Management wird die 49ers diesmal nicht rächen, selbst bei einem Fehlkick und Overtime nicht. Klappt ja, können wir nächste Woche in Carolina ja gleich wieder probieren!

[01h40] 1:56 zu spielen. Packers verpassen die Chance, alles-oder-nix zu spielen und Kaepernick kann entlang der Seitenlinie scrambeln, hinein in FG-Reichweite.

So, was schrieb ich um 1h28 über das verschwendete Timeout?

[01h37] 2min-Warning. San Francisco an der GB 40yds Line angekommen. Das Play-Calling der 49ers ist oft schwer zu verstehen: Kaepernick durfte eben einen tiefen Ball werfen in einem Spiel, in dem du dringend die kurzen Plays machen musst um die Uhr laufen zu lassen. Dann eine Fast-INT gegen Kaepernick, aber der DB #33 Hyde hält den Ball nicht fest. Dann arbeiten sich die 49ers nach vorn. K Dawsons Limit dürfte in den Bedingungen etwa 45yds sein (das wäre die GB 27 oder GB 28).

[01h28] Green Bay 20, San Francisco 20/Q4 5:06. 24yds-FG für Crosby. Jetzt kicken die Packers das kurze FG.

Guter Drive für die Packers bis zur GoalLine: Cobb mit einem weiteren geretteten Broken-Play, RB Lacy kämpft heute auch wieder wie ein Stier um seinen 3.9yds/Carry Schnitt zu halten (klingt negativer als es ist). Allein: Green Bays Offense musste ein sinnloses Timeout verbrennen. Stell dir vor, die 49ers marschieren jetzt in FG-Reichweite, und es sind nur noch 2min zu spielen…

[01h20] …und noch einer: LT Bakthiari muss zum Gehirnerschütterungstest. Green Bay drunten beim fünften OT.

[01h14] Green Bay 17, San Francisco 20/Q4 10:31. 28yds-TD für TE #85 Vernon Davis. „Aus dem Nichts“ wäre übertrieben, aber mannomann: Das kam jetzt ein bissl überraschend. Der Safety rauscht einen Tick zu spät in die Wurfbahn.

Ziemliche Achterbahnfahrt für Kaepernick mittlerweile: Erst unterwarf er Davis bei einem tiefen Ball um locker 2m. Dann scrambelte er 20yds die Seitenlinie entlang und rettete den Drive. Dann der tiefe Ball.

Ein anderer Punkt: Green Bays Secondary. CB #31 House gegen WR #15 Crabtree ist kein gutes Matchup. Houst sieht kein Land gegen Crabtree. Fürn Moment ist House aber eh mit Verletzung raus.

[01h07] Green Bay 17, San Francisco 13/Q4 12:06. 1yds-RB FB #30 John Kuhn („Kuuuuuuuhn“). Der Drive: 12 plays, 80 yds, 6:13min. Aber das ist nicht der Punkt.

Sondern: 4th-und-2 von den Packers an der SF 30, und dann passiert etwas Verblüffendes: Mike McCarthy trifft die richtige Entscheidung und lässt ausspielen. Wuchtiger Passrush, Rodgers verschwindet im Gewirr der Pocket, aber plötzlich scrambelt sich Rodgers frei und bringt einen tiefen 26yds-Pass für WR #18 Randall Cobb an – jenen Cobb, der heute noch überhaupt nicht als Receiver in Erscheinung getreten war.

Kurz danach vollendet Kuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhn in einem Play, zu dem Phil Simms nur sagen kann:

  • Hate that call, I always have.
  • Why do you give the ball to someone who has not touched the football all year?
  • You never have the chance to build momentum.

Erste Führung für die Packers heute.

Drittes Viertel

[00h58] Ende Q3 in einem Spiel, das von seiner Spannung und vom hohem Freak-Faktor der hinter Gesichtsmasken versteckten Hauptprotagonisten lebt. Spielerisch war es eher aus Packers-Sicht ein gutes drittes Viertel, denn sie sind mittlerweile minimum auf Augenhöhe. Sie getrauen sich nun, die entblößte Front-Seven der 49ers auszutesten, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Harbaugh einen oder beide Safetys nach vorne beordert und Rodgers die nächste tiefe Bombe auspackt.

As for the 49ers… sie sollten hoffen, dass sie nicht vier Minuten vor Schluss mit Dreipunkt-Rückstand dem Ball hinterherlaufen. Aber ein Timeouts haben’s ja noch.

[00h57] Diese Pseudomessungen… kannste doch gleich das 1st-Down geben, wenn die Messung eh zum gewünschten Resultat hin gedreht wird.

[00h53] 3’n’out der 49ers. 4th-und-4 an der 44 war Harbaugh wohl zu riskant, um das anzugehen. Der Punt mutiert übrigens zum Touchback für 24 „Net-Yards“, aber hey: Wenigstens kein Timeout verbraucht.

[00h48] Sack von der #99 Aldon Smith (der Mann, der wegen Krämpfen als „questionable“ gal) gegen Rodgers. Im 3rd-Down und 22 geht Rodgers erneut tief, aber Nelson kriegt in guter Deckung nur einen Finger, aber nicht die ganze Hand dran. Also nächster Punt in einem Spiel, das sich nun in ein Gleichgewicht entwickelt. Die ganz große 49ers-Dominanz ist verflogen, obwohl sie Green Bay nun wieder gestoppt haben.

[00h40] Geht es noch schlechter? Yup. Man kann zum Beispiel einen Sack kassieren, der dich aus halbwegs realistischer FG-Reichweite rausschießt. Resultat: 49ers müssen punten für ca. 28 „Net-Yards“.

[00h38] Werbepause. 1 Spielzug. Dann das nächste verbrennte Timeout der 49ers (WTF?). Werbepause.

[00h32] Erin Andrews von der Seitenlinie: Aldon Smith (der OLB mit der #99) ist questionable für die zweite Halbzeit mit Muskelkrämpfen. Der Trainerstab will noch mehr drauf achten, dass die Spieler auch in der Eiseskälte nicht dehydrieren. OT Staley bleibt die Sau, verweigert sich weiterhin, mehr Gewand anzuziehen.

[00h29] „Deep Ball“ Rodgers im dritten Down, aber der Pass für Jones geht in Doppeldeckung und fällt zwischen den beiden Verteidigern zu Boden. Schön zu sehen aber wieder, wie elegant Rodgers dem Passrush ausweichen kann (in dem Fall dem locker durchgebrochenen #55 Brooks). Packers punten den Ball zurück.

[00h27] Ein zweites Lebenszeichen der Packer-Defense: Sack gegen Kaepernick. Punt. Green Bay darf an der eigenen 44 beginnen – so weit vorne wie heute noch nie.

[00h23] Kickreturn 49ers. Und dann verbrennen sie ein Timeout, bevor sie ihren ersten Down ausspielen???

Zweites Viertel

[00h14] Halbzeitstand Green Bay 10, San Francisco 13.

Es war eine erste Halbzeit der Phasen. Zu Beginn war das eine systematische Zerstörung der Green Bay Packers durch San Francisco – und zwar in allen Belangen des Spiels. Am schlimmsten war Green Bays Offensive Line überfordert. Drei Drives der Packers wurden im Keim erstickt bevor auch nur so was wie ein erfolgreicher Spielzug drohte. Dann kam die Interception völlig gegen den Spannungsbogen der Partie, und sie brachte Leben ins Spiel zurück: Green Bay plötzlich mit einem guten Drive. Rodgers hatte einen Fetzen mehr Zeit, die WR-Combo klickte, und damit haben wir einen Halbzeitstand, der weiterhin Spannung garantiert.

Allerdings: San Francisco ist die dominante Mannschaft hier und heute. San Francisco hat 208 zu 140 Offense-Yards erzielt, und das mit einem Drive weniger, bei 32 Plays zu 31 Plays. Green Bay hat weiterhin ein Problem auf Offense Tackle, das durch das Play-Calling der Packers mit ihren vielen Rollouts nur verschärft wird.

In den Laufspielzügen macht RB Lacy viel zu viele Yards, die lateral gehen anstelle downfield. Lacy hat minimum doppelt so viele Yards horizontal gemacht wie vorwärts.

Ich bin gespannt, wie sich das Spiel entwickelt. Wie lange kann Green Bay im Spiel bleiben? So lange sie wieder eine Interception aus der Defense fabrizieren?

[00h06] Green Bay 10, San Francisco 13/Q2 0:00. 34yds-FG für Crosby mir auslaufender Uhr. Erneut ein guter Drive für Rodgers: 9 plays, 59yds, 2:44min. Allenfalls die Timeouts hätte man besser einsetzen können, aber wenn du Timeouts verbrennen musst um delay of game Strafen zu vermeiden… naja. Passiert offenbar den besten.

[23h51] Green Bay 7, San Francisco 13/Q2 2:48. 10yds-Run #21 Gore. Der große Spielzug des Drives war der drittletzte, ein 42yds-Scramble von Kaepernick, den in dieser Form höchstens noch Michael Vick hinkriegt: Lässt gleich drei Leute aussteigen und ist allen auf und davon. 5-Play, 68yds Drive der 49ers, der nur 3min brauchte.

[23h42] Green Bay 7, San Francisco 6/Q2 5:56. 5yds-TD Catch #87 Nelson. Eine Rakete von Pass von Rodgers für Nelson, und es brauchte jeden km/h in dem Wurf, damit der Cornerback nicht dran kam.

Ein eindrucksvoller 14 plays, 70yds, 7:18min langer Drive der Packers, bei denen die kleinen Dinge nun einfacher von der Zunge gehen wie noch am Anfang: Die OL hält zwei Zehntelsekunden länger, Rodgers ist drei Zehntelsekunden schneller, und das reicht, um die kurzen Pässe anzubringen. Beherzte Catches von Leuten wie #81 Quarless, der sich meterweit über den Boden wälzt, Power-Runs von RB #27 Lacy – und wir haben ein Spiel!

[23h32] Jetzt geht mal etwas pro-Packers: INT Kaepernick gegen CB #38 Williams. Boldin hatte übrigens eben einen Catch, der kam aber wie schon vorhin gegen #31 House.

[23h29] Um mal die vielen neuen Leser zu animieren: Bei Facebook kann sollte man Sideline Reporter „liken“.

Erstes Viertel

[23h24] Die Packers-Offense liegt auch im dritten Drive drei Meter unter der Erde. Fumble Rodgers (in der Zange von #55 Brooks und #99 Smith) im ersten Down, wird aber von Green Bay aufgenommen. Dann muss Rodgers den Ball schnell wegwerfen. Dann ein kurzer Laufspielzug bei 3rd-und-15, und das Publikum buht sich schon die Seele aus dem Leib. Green Bay: 3 Drives, 9 Plays, 6yds Offense.

[23h19] Green Bay 0, San Francisco 6/Q1 2:17. 25yds-FG für Dawson. Wieder so ein kurzes Fieldgoal. Der Drive ist klassischer 49ers-Football 2013/14: 11 plays, 42yds, 4:49min. Viele Plays, wenige Yards. Am Ende reklamierte man eine Strafe gegen Crabtree in der EndZone (PI wäre berechtigt gewesen), aber man hätte auch reklamieren können, dass die Play-Clock beim Snap längst auf null war…

Auffällig ist, wie schwer sich Kaepernick heute tut, WR Boldin einzusetzen. Boldings Gegenspieler CB #38 Tramon Williams, muss einen bislang exzellenten Job machen.

[23h11] Wind-Chill in Green Bay ist nun -12F, was -26°C entspricht. Ich bin mal mit einem Kollegen auf unserer alten, mittlerweile eingestampften Anlage minutenlang auf dem Lift gesessen, -24° Luft-Temperatur, und der Lift ist wegen Windböen stehen geblieben. Der Wind-Chill muss ähnlich gewesen sein. Es fühlte sich wie Stunden an, aber es waren vielleicht 10-12 Minuten. Das ist… nicht lustig, und wer bei solchen Bedingungen drei Stunden lang ein Footballspiel bestreitet, oder leitet, oder einfach nur auf der Tribüne sitzt, hat schon einen an der Backe.

[23h08] Die Packers-OL kollabiert schneller als Rodgers seine Leute ausgucken kann. Resultat: Erneut ein schnelles 3’n’out für Rodgers und Co.

[23h00] Green Bay 0, San Francisco 3/Q1 9:00. 22yds-FG für Dawson. Der Drive: 13 plays, 69yds, 4:28min.

Es war ein holpriger Drive für die 49ers, aber Kaepernick macht die notwendigen Würfe dann doch fast alle.  Harbaugh spielt an der GB 35 ein 4th-und-6 aus, erfolgreich: Tiefer Ball für #15 Crabtree für 31yds. An der GoalLine hält die Packers Defense dann mit erstaunlich guter Deckung gegen die one read Pässe Kaepernicks.

San Francisco verbrannte aber schon zwei Timeouts in diesem Drive. Das alte Kaepernick-Problem: Der Mann ist anfällig dagegen, Timeouts zu früh zu verbrennen. Ist in der ersten Halbzeit längst nicht so schlimm, aber dennoch.

[22h55] Zur FOX-Diskussion der Sideline-Reporter Mädels eingangs: Der Packers-QB ist aus Kalifornien. Der 49ers-QB ist aus Wisconsin.

[22h49] Zweiter Offensiv-Spielzug der 49ers, und schon verabschiedet sich mit CB #37 Sam Shields der erste Packers-Spieler verletzt… ein Cornerback. Wie viele Cornerbacks sind an diesem Wochenende schon ausgeschieden?

[22h43] FB #30 Kuhn spielt kurzärmelig und ohne Gesichtsschutz auf einem Spielfeld, das aussieht als hätte der Broadcaster heute Farbausfall.

[22h41] Lambeau Field sieht heute aus wie eine Arena voll mit 80000 Taliban.

[22h37] Nach Nantz und Phil Simms kommt nun das FOX-Kommentatorenduo Joe Buck/Troy Aikman, das ich noch unerträglicher finde. Vor allem Aikman ist bei mir mittlerweile verhasst wie die Pest.

[22h31] Nach dem Kindergeburtstag von Cincinnati geht es nun weiter mit Green Bay Packers vs San Francisco 49ers. Die Previews lieferten wir in Form von allgemeiner Rundschau und Herrmanns Taktik-Vorschau. Bill Barnwell hat bei Grantland die Vorschau geliefert, Chase Stuart bei Football Perspective.

Es soll scheißkalt werden, von -16°C bis runter in die -20°C ist die Rede. Das entsprechende Bild zur Vorfreude liefert Twitter (Edit: Chaos weist in den Kommentaren darauf hin, dass es sich nicht um ein Bild von heute handelt):

AFC Wildcard-Playoff 2013/14: Cincinnati Bengals – San Diego Chargers live

[22h16] Endstand Cincinnati Bengals 10, San Diego Chargers 27.

San Diego zieht damit etwas überraschend ins Divisional Playoff ein, wo es nächsten Sonntag (22h30 MEZ) nach Denver geht. Die Chargers gewinnen ein Spiel, das für ein Playoff-Spiel enttäuschende Qualität hatte. Nein, man kann es nicht allein auf das Wetter schieben, denn schon die erste Halbzeit in sittlichen Bedingungen war schwach.

Ehre und Respekt für die Chargers-Defense, die nicht aussah wie die schlechteste Defense in der NFL. Das war eine famose Vorstellung. Der dieses Jahr so zahnlose Passrush der Chargers heute mit 3 Sacks und mindestens 6 oder 7 Hits und einer Handvoll Hurries. QB Dalton sah dagegen kein Land und antwortete mit einer Latte an über- und unterworfenen Pässen, die die Fragen nach seiner Qualität nur lauter werden lassen.

Punkt ist: Dalton ist kein „starker“ QB nach heutigem NFL-Standard. Die Bengals hatten ihm alles an Offense und Skill-Playern gegeben was es brauchte. Das Resultat heute war ernüchternd, wobei auch das PlayCalling mit Screenpass auf Screenpass eher unüberzeugend war.

Was auch nicht half: Vier Turnovers. Die Bengals schmissen einen wahrscheinlichen TD beim Fumble des Rookie-RB #25 Bernard weg. Sie warfen eine INT in Bengals-Territorium und sie gaben zwei Bälle tief in der eigenen Hälfte her (fumble Dalton, der INT-Return an die 1). Das machte heute den Unterschied, auch wenn man sich nach dieser schlimmen zweiten Hälfte aus Bengals-Sicht nicht mehr dran erinnert.

San Diego hatte heute auch keine überzeugende Offense. Es wurde viel gelaufen, okay. Gegen eine erstmals seit langem recht erschöpft aussehende Bengals-Defense ist das sogar verständlich. QB Rivers kam erst im dritten Viertel auf, nachdem zuvor nur unmotiviertes Kurzpassgewichse angesagt war.

Mike McCoy: Alle Achtung vor einem bockstarken Jahr, das „Coach des Jahres“-Nennung verdient. Aber man darf nicht dran vorbeisehen, dass das konservative Handling von McCoy zum Ärgernis wird. So viele Punts bei 4th-und 1 und so viele FGs innerhalb der 10yds Line… das geht in Denver nicht.

Bei „Konservatives Handling“ ist Marv Lewis auch nie weit entfernt. Ich glaube nicht, dass Marv nach dem erneuten „one and done“ gefeuert wird, aber wenn ja, sollten eine Handvoll Teams Lewis ohne ein Job-Interview sofort versuchen anzustellen: Einer der besten Coaches der Liga, der fast alles in Cincinnati macht, von „quasi GM“ bis Coach und einen bemerkenswerten Kader zusammengestellt hat. Marv hat leider keinen richtig guten QB, und das lässt ihn schlechter aussehen als er ist.

[22h08] Und innerhalb von zwei Minuten ist das Stadion leer.

[22h06] Cincinnati 10, San Diego 27/Q4 2:17. 58yds-Lauf für RB #23 Ronnie Brown. Der Sargnagel.

[22h03] Nächste gescheiterte 4th-Down Conversion. San Diego steht kurz vor dem Einzug ins Divisional Playoff gegen Denver.

[21h58] San Diego läuft dreimal. 16sek und alle drei Bengals-Timeouts bringen sie damit von der Uhr. Dann kommt der Punt, 4:22 vor Schluss übernehmen die Bengals in mittlerweile unwirtlichen Bedingungen an der eigenen 19.

[21h55] 4th-Down, tiefer Ball und Dalton überwirft #12 Jones um locker 5m. Damit liegen die Sargnägel bereit und Cincinnati riskiert, zum fünften Mal unter Marv Lewis im ersten Spiel aus den Playoffs zu fliegen.

[21h52] Die Bengals bewegen zwar den Ball, aber es geht seeehr, ssssssseeeeeeeeehrrrrrr schleppend. Screenpass, Screenpass, Screenpass und jedesmal 4yds. Nur noch fünfeinhalb Minuten, und du musst 10 Punkte wettmachen.

[21h50]

[21h46] Der Stop reichte. 4th-Down, ein Delay-of-Game der Chargers – eine Strafe mit Potenzial, die zweitdümmste nach dem Personal-Foul von Harrison vorhin an der CIN 1 zu sein. Chargers müssen punten, Cincinnati beginnt 8:06 vor Ende an der eigenen 12.

[21h43] 3rd-Down und 1: Ballübergabe an den Fullback. Zu kurz. Und Phil Simms packt das ganze Repertoire aus:

  • Hate that call, I always have.
  • Why do you give the ball to someone who has not touched the football all year?
  • You never have the chance to build momentum.

Yadda Yadda. Putzig, der Phil.

[21h39] Schön langsam geht in Cincinnati nicht bloß wegen des Wolkenbruchs alles den Bach runter: Ein Drive, in dem die Bengals-Offense mal richtig flüssig aussieht und San Diegos Defense so wenig Zugriff kommt wie eigentlich vor dem Spiel erwartet, killt OLB #54 Ingram den Drive mit einer Interception in einem nicht überzeugenden Dalton-Pass: Starrt den Tight End an, und unterwirft einen Ball ohne Schmackes. Vierter Turnover für die Bengals, und sie wären wieder in sowas wie Punktereichweite gewesen.

Oben drauf ein Personal-Foul und San Diego darf schon an der Mittellinie starten.

[21h31] Cincinnati 10, San Diego 20/Q4 14:16. 23yds-FG für Novak. ILB #50 Maualuga bricht im 3rd-Down durch und reißt RB Ronnie Brown für 4yds Raumverlust an der CIN 5 nieder. Ein extrem, extrem wichtiger Tackle. Ein fragwürdiger Spielzug, der lange in seiner Entwicklung gebraucht hätte… naja. McCoy ist damit (aus seiner Sicht) quasi „gezwungen“, den Kick zu versuchen anstelle des Ausspielens.

Die Chargers heute mit Fieldgoals aus 25yds (Line of Scrimmage CIN 7) und 23yds (LOS CIN 5).

Drittes Viertel

[21h27] Das dritte Viertel geht zu Ende mit einem Lauf von #39 Woodhead an die CIN 1. Cincinnati Bengals im mittlerweile strömenden Regen am Scheideweg.

[21h23] Jetzt kommt der tödliche Fehler: Dalton, heute erstaunlich oft mit Passrush im Gesicht, wird mit DE Reyes im Gesichtsgitter panisch und feuert einen idiotischen Pass. CB #25 Wright fängt den Ball ab und returniert an die CIN 2.

[21h17] Cincinnati 10, San Diego 17/Q3 2:00. 25yds-FG für Novak. Die Bengals probieren mit ihrer Front-Seven alles, überladen in Pass-Downs die Anspiellinie und blitzen dann mit 2 Leuten, aber Rivers hat heute einen sehr guten Tag, findet z.B. WR #13 Allen bei einer fantastischen Aktion von Rivers (den Pass anzubringen) und Allen (der den gar nicht einfachen Ball erst verfolgen und fangen musste). In der RedZone geht ein riskanter Querpass Rivers‘ fast schief, und dann nimmt der Rookie-HC McCoy von der 7yds-Line das FG (4th-und-3).

[21h09] 1st-Down: Sack gegen Dalton. 2nd-Down: Dalton von der #96 Johnson unter Druck gesetzt, Pass ins Nichts. 3rd-Down und 14: Dalton wieder unter Druck, scrambelt los, geht mit Kopf voraus zu Boden – und fumbelt den Ball weg. Zweiter Turnover den Bengals, San Diego startet nun wieder in der Platzhälfte der Bengals

[21h03] Cincinnati 10, San Diego 14/Q3 6:46. 3yds-Pass für TE #89 Ladarius Green. Green, dieses dark horse, das alle so hochgejazzt hatten, macht einen gar nicht einfachen TD im Eck der EndZone (Simms: „might be the fastest guy on their entire football team“).

Der Drive: 10 plays, 80yds, 5:40min. Und Rivers ging tief: Für WR Royal, der zwischen die Zonen von CB und S gerannt war. In der Widerholung sieht man, wie Rivers bei diesem Play erst nach links schaute und dann aus dem Nichts rechts runter für Royal warf – wohl deswegen hatte der Safety nicht mit dem Pass gerechnet und kam zu spät.

[20h52] Bengals kommen wieder mit Power-Run Game aus der Kabine, aber der Drive kommt an der Mittellinie zum Erliegen, weil Dalton keine Abnehmer findet und unerfolgreich scrambelt.

San Diego kriegt den Ball nach dem Punt an der eigenen 20. Schauen, wie lange es dauert, bis Rivera damit beginnt, mal ein paar Bälle downfield zu werfen (erste Halbzeit: nur 6 Pässe, ein einziger ging weiter als 15yds in der Luft). TE Gates noch ohne Catch, ja sogar noch ohne Anspiel.

Zweites Viertel

[20h36] Halbzeitstand Cincinnati Bengals 10, San Diego Chargers 7.

Sehr mühselige Veranstaltung in Cincinnati. Beide Offenses tun sich schwer, in Gang zu kommen. Die Bengals hatten einen tiefen Pass, aber ansonsten nur mittelmäßige Screenpass-Versuche und brachiales Laufspiel über die Spielfeldmitte. Andy Dalton hat heute einen Tag, an dem er offenbar jeden zweiten Ball zu hoch wirft, und das mag eine Untertreibung sein. Die Receiver müssen sich jedesmal ordentlich strecken.

Die Chargers mit einem starken Drive, aber der Rest war meh. Rivers mit sechs Pässen vs 20 (!) Läufen. Obwohl das Laufspiel phasenweise klappt, kann das eigentlich nicht sein.

Die Coaches: McCoy mit schlechtem Timeout- und Challenge-Handling. Marv Lewis mit gutem Timeout-Handling nach der 2min-Warning, als viele Coaches die Zeit erstmal hätten runterlaufen lassen. So bekam Lewis die Chance auf einen letzten Drive und wurde mit drei Punkten belohnt. Aber über die vielen Punts in gefühlt dutzenden 4th-und-kurz Versuchen wird zu reden sein.

Schließlich die Übertragung selbst: Diese vielen langen Challenge-Unterbrechungen und die ständigen Werbepausen bei jeder kleinen Verletzungsunterbrechung machen den Event ziemlich schnarchnasenmäßig.

[20h33] Cincinnati 10, San Diego 7/Q2 0:00. 46yds-FG für K Nugent mit auslaufender Uhr.

Es gab eine kritische Situation bei einem Catch von TE #84 Gresham, der sich ordentlich strecken musste, aber dann den Ball doch fing, drei Tippelschritte machte ehe er „Calvin-Johnson-mäßig“ den Ball verlor. Es gibt aber keine Calvin-Johnson-Rule:

Am Ende gibt Jeff Triplette den Catch. Dass mit der Uhr alles rechtens gelaufen ist, glaube ich nicht. Denn: Der Kick kam mit 2sek auf der Uhr, aber Gresham ging mit 14sek auf der Uhr aus dem Spielfeld. Wurscht. Drei Punkte für Cincinnati.

[20h25] Die Chargers geben sich mit Draws und anderweitigen Run-Plays zufrieden um den Bengals die Timeouts abzuknöpfen. Das Resultat: Eineinhalb Minuten vor Schluss mit Scifres aus der eigenen EndZone heraus punten. Superber Punt, CIN beginn roughly an der eigenen 35. 1:14, keine Timeouts.

[20h20] Nächstes Play: Dalton sieht #25 Bernard, bringt den Kurzpass an. Bernard fängt das Ei mit beiden Beinen in der Luft, dreht ab, beide Füße am Boden, dann rauscht von hinten LB #56 Butler heran und schlägt ihm das Ei aus der Hand. Fumble in die Endzone hinein. Jeff Triplette ist fast fünf Minuten im Review-Kasten und findet – richtig, wie ich finde – nicht genug Beweis für die These, Bernard könne „noch keine Kontrolle über den Ball gehabt haben“.

[20h14] Und dann packt QB #14 Andy Dalton den ganz tiefen Ball aus: 49yds-Pass für WR #82 Marv Jones, der seinem Bewacher enteilt war. Das sind durchaus nicht die ästhetischen Würfe, die ein Cutler oder Stafford aus dem Arm schütteln, aber wenn der Receiver offen genug ist, kriegt Dalton seinen Willen schon durch. 2min-Warning.

[20h11] Mike McCoy challengt einen 13yds-Pass für #82 Marvin Jones in der Bengals-Platzhälfte. Verliert – natürlich. Und hat nun den ganzen Tag lang nur noch eine rote Flagge zur Verwendung.

[20h07] Aaaaaargh. Rivers erscrambelt sich mit Müh und Not im 3rd-Down eine Situation „4th-und-inches“ aus einer Situation, die nach Sack schrie. Und dann lässt Mike McCoy von der eigenen 35 punten.

[20h04] Bei den Chargers wird nun ein kritischer Punkt, was mit C Nick Hardwick wird: Hardwick plagte sich mit einer Fußverletzung, war zwischenzeitlich schon in der Kabine. Für das Laufspiel über die Mitte dürfte Hardwick ein wichtiger Mann sein.

[19h58] Cincinnati 7, San Diego 7/Q2 5:59. 5yds-TD Pass für TE #84 Gresham. Das ist guter, alter klassischer black’n’blue-Football aus den 1970er Jahren, was die Cincinnati Bengals da zeigen: Lauf, Lauf, Lauf, alles über die Mitte, alles für 6-7yds, zwischendurch ein kurzer Screenpass. Ein Drive: 10 plays, 60yds, 6:07min.

Beim TD hatte Dalton Glück, brachte den Ball in der allerletzten Millisekunde vor dem Heranrauschen des von der blind side kommenden OLB #54 Ingram noch aus der Hand gebracht zu haben. Ingram war schon dran, aber Dalton bringt genug Schwung dahinter, dass der Ball ankommt.

[19h49] Tief in der eigenen Platzhälfte macht nun Rivers den Dalton und unterwirft einen verblüffend offenen WR #13 Keenan Allen im 3rd-Down. Allen war schon zwei Schritte weiter. Erstaunlich, dass Allen so frei sein konnte, aber auch, dass Rivers den verpasste. Punt.

[19h43] Dalton gibt Futter für die Unkenrufe: 3rd-Down und 1, dann ein schön designter Spielzug, in dem #25 Bernard frei gewesen wäre, aber dann überwirft Dalton Bernard bei einem einfachen Wurf. Im anschließenden Punt-Versuch wittern die Chargers einen Fake und ziehen erstmal zur Beruhigung ein Timeout.

Marv Lewis Watch: Cincinnati hatte nun zwei kurze 4th-Downs in der Chargers-Platzhälfte und hat schon zweimal gepuntet.

Erstes Viertel

[19h32] Cincinnati 0, San Diego 7/Q1 0:48. 5yds-Run Woodhead. Ein eindrucksvoller 12 plays, 86 yds, 6:56min Drive für die Chargers, der das ganze Repertoire dieser Super-Offense zeigte.

Von Crossing-Route plus Catch für Backup-TE Green über Läufe straight übre die Mitte über Kurzpässe und Improvisationskünste von Rivers über Counter-Plays wie beim TD-Lauf: Da haben McCoy und Whisenhunt ihr ganzes Arsenal ausgepackt. Der Außenseiter führt – besseres kann einer Partie nicht passieren.

[19h19] Cincinnati kommt 33yds weit. Laufspiel über die Mitte klappt in den ersten Versuchen ganz gut (2x 8yds), aber als die Chargers ein paar Blitzes (S #32 Weddle) einstreuen bzw. die Schotten in der Mitte dicht machen, ist erstmal der Punt angesagt. Beide Offenses noch mit angezogener Handbremse.

[19h12] Die Chargers beginnen mit dem Versuch, ein wenig Laufspiel zu implementieren. Mathews macht gleich mal 8yds, aber im dritten Down verarscht S #42 Crocker den LT Dunlap, indem er ihn einfach umläuft und Rivers sackt. Das war schonmal einer von DefCoord Mike Zimmers gefürchteten Blitz-Schemen.

[19h04] Mit Jeff Triplette ist heute übrigens ein Mann der Head-Ref, der vor zwei oder drei Wochen einen Phantom-TD für die Bengals (gegen Indianapolis) war. Triplette gilt als Seuchenvogel unter den NFL-Refs.

[18h44] Guten Abend zum zweiten Teil des Wild Card Weekends 2014, das gestern einen würdigen Auftakt hinlegte mit zwei aufregenden, interessanten Spielen, über die man mehrere Artikel schreiben könnte. Heute wird die Runde abgeschlossen. Die erste Partie lautet Cincinnati Bengals vs San Diego Chargers. Vorschautexte dazu:

Unisono wird hier und heute Cincinnati favorisiert. Aber Vorsicht: Die Offense der Chargers gilt als potenziell granatenmäßig. Es soll keinen Schneefall geben, sondern nur Bewölkung. 1-2°C Luft-Temperatur. Der Broadcaster ist CBS, was uns das Kommentatorenduo Jim Nantz und Phil Simms „beschert“.

Vor dem Wild Card Weekend 2013/14 am Sonntag: Green Bay Packers – San Francisco 49ers Preview

Den Abschluss des Wildcard-Weekends machen ab 22h30 die Green Bay Packers (8-7-1, Sieger NFC North) und die San Francisco 49ers (12-4, Zweiter NFC West). Zu sehen ist das Spiel live bei SPORT1 US und im Gamepass, und in Österreich auch bei PULS4.

Großer Wirbel wird vor dieser Partie naturgemäß um den Umstand gemacht, dass die 49ers die letzten drei direkten Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Mannschaften gewonnen haben… nein, dominiert haben. Und die 49ers haben es auf verschiedene Weisen hingekriegt: 2012 im Season-Opener wurde mit roher physischer Gewalt und QB Alex Smith 30-22 in Green Bay gewonnen, und man erinnert sich zurück, dass das Endergebnis die Kräfteverhältnisse nicht annähernd widerspiegelte. Dann der berühmte 323yds-Laufspieltag für Colin Kaepernick (machte allein 181yds) und seine 49ers letztes Jahr in den Playoffs. Schließlich zum Season-Opener 2013 ein 34-28 Sieg mit weit über 400 Passing-Yards für Kaepernick.

Green Bay und sein DefCoord Dom Capers antworteten stets auf Fragen, die Jim Harbaugh im jeweils letzten Treffen gestellt hatte. Harbaugh hatte aber jedes Mal zum nächsten Aufeinandertreffen die Fragen geändert. Wie wird es diesmal sein?

Wenn die 49ers den Ball haben

Erste Hoffnung für die Packers: Der 412yds-Tag Kaepernicks im ersten Spiel war Kaepernicks einziger nennenswert hervorragender Tag der Saison. Ansonsten quälte sich die 49ers-Offense durch die Saison; sie sind nicht extrem ineffizient, aber ihr wurden die Limits aufgezeigt:

  • WR #15 Anquan Boldin als Alleinunterhalter, sah 129 Anspiele (31% der Anspiele), dabei 85 Catches für 1179yds, 7 TD.
  • TE #85 Vernon Davis als RedZone-Waffe, 84 Anspiele (20%), dabei 52 Catches für 850yds und 13 TD.
  • Dahinter: Nicht mehr viel. WR #15 Crabtree machte nur fünf Spiele, fing dabei 19 Pässe, und alle sagen ihm nach, der Heilsbringer zu sein. Aber er half nur, die Offense ein wenig auf Trab zu bekommen.

Wie viel an Kaepernick liegt, ist schwierig zu sagen. Der Offense gingen über weite Strecken ernsthafte Skill-Player ab. Kaepernick hatte unter einer wechselhaften Offense Line zu leiden, kassierte trotz seiner Mobilität 39 Sacks, warf aber nur 8 INT. Trotz risikoreichem Spiel mit vielen tiefen Bomben in gute Deckung wenige Turnovers. Aber nur 58% Completion-Rate für Kaepernick bei recht durchschnittlichen 6.5 NY/A.

Green Bay hat keine wirklich gute Defense. Der wichtigste OLB #52 Clay Matthews fehlt verletzt, und er ist nicht der einzige Stammspieler im Krankenstand. Slot-CB #37 Hayward fehlt schon das ganze Jahr, und dann ist auch DL Worthy draußen. Der hoch gelobte Rookie-DL Datone Jones hatte einen eher schwachen Einstand, konnte nur als situativer Passrusher überzeugen, gilt als absoluter Schwachpunkt gegen den Lauf.

Mit einer zahnlosen Front-Seven wird das für Green Bays Secondary ein langer Tag selbst gegen den nicht immer überzeugenden Pass-Angriff der 49ers. San Francisco versucht aber ohnehin weiterhin, viel und geduldig zu laufen. Dabei fährt man nur durchschnittliche Zahlen ein (41% Success-Rate, 4.4yds/Carry), aber OffCoord Greg Roman gibt es nicht auf. Green Bays Lauf-Defense? Schwach. Mit nur 52% Success-Rate gehört sie zu den fünf schlechtesten im Lande, und man gibt 4.7yds/Carry ab.

Wenn die Packers den Ball halten

Der Mann, der alles zusammenhält, ist klar: QB #12 Aaron Rodgers. Rodgers hatte sein Comeback gegen Chicago, und auch wenn nicht alles reibungslos klappte, so machte er doch den Unterschied. Rodgers muss wie Kaepernick mit vielen Verletzungen in der Offense auskommen (u.a. TE Finley und LT Bulaga auf der IR). Die Offense Line ist ein Sieb. Auf alles scheißend bringt Rodgers in seinem phänomenalen Kurzpassspiel wieder exakt zwei Drittel der Pässe an den Mann, für 7.8 NY/A.

Die WRs Nelson, Jones und Cobb dürften für das suspekte Defensive Backfield der 49ers mit den Herrschaften Hitner, CB Brown und CB Rogers (questionable) ein ganz schwieriges Matchup sein. Da macht Green Bay vermutlich trotz der üblen Nachteile um die Anspiellinie herum seine Punkte.

Helfen könnte auch der Lombardi Sweep, ein berühmter Laufspielzug, den die Packers wieder ausgegraben haben. Chris B. Brown schreibt bei Grantland darüber, und er schreibt auch, dass RB #27 Eddie Lacy und nun erstmals seit Jahren wieder ein glaubwürdiges Packers-Laufspiel auf die Beine gestellt haben, das denjenigen bestraft, der es ignoriert:

The Packers aren’t suddenly a run-first team, and this isn’t Lacy’s offense. But thanks to the rookie’s presence in the backfield and the renaissance of the Packers Sweep, Green Bay has forced its opponents to at least respect the run.

Lacy ist zwar noch leicht angeschlagen, aber er wird spielen. Es braucht alle Hilfe, damit Green Bay im Spiel bleibt.


San Francisco fühlt sich wie ein leichter Favorit an (Las Vegas sagt 2.5 Punkte), aber es gibt durchaus genügend Punkte in der Schwebe, die dieses Spiel umgeben und eine präzise Vorschau unmöglich machen:

  • Welche Offense wird Harbaugh diesmal spielen? Wird Capers auf die richtigen Fragen antworten?
  • Was passiert, wenn Green Bay schnell in Führung geht? Dann ist San Francisco bald zu eindimensionalerem Passspiel gezwungen – das bekommt den Niners nicht.
  • Ein Punkt, den die 49ers gegen Green Bay nie überwinden mussten: Mehrere Turnovers. Turnovers können dir immer passieren.
  • Das Wetter: Es wird angeblich bockkalt. Bis zu -16°C sind für den Kickoff vorhergesagt („+6 Fahrenheit“). Das ist kalt genug, dass Green Bay bis zuletzt Probleme hatte, sein Stadion vollzubekommen. Green Bay. Ein Heim-Playoffspiel. Da ist es also wirklich kalt. Aber die vor wenigen Tagen vorhergesagten arktischen Temperaturen, die in die Nähe des NFL-Rekordes gekommen wäre, scheinen den Spielern „erspart“ zu bleiben. Trotzdem: Wie reagieren die Offenses auf die Kälte? Wenn sich der Ball nicht so einfach festhalten lässt und dir die Griffel abfrieren.

Für die 49ers spricht ein enormer Vorteil in Sachen Coaching. Harbaugh nehme ich 10/10 Fällen gegen Mike McCarthy. Das Wetter könnte auch eher für die lauforientierte Offense der 49ers sprechen und vor allem: Gegen allzu viel Luftwaffe bei Green Bay. Um die Anspiellinie hat San Francisco in Offense und Defense Vorteile.

Ein Packers-Upset würde mich nicht schocken, aber alle Faktoren zusammengerechnet schauen mir die San Francisco 49ers hier wie die Favoriten aus.


Ankündigung: Am Nachmittag wird Herrmann in einem eigenen Blogeintrag noch eine dezidiertere Analyse dieses Matchups schreiben.

Vor dem Wild Card Weekend 2013/14 am Sonntag: Cincinnati Bengals – San Diego Chargers Preview

Fortsetzung des Wildcard-Weekends heute Abend ab 19h MEZ (live SPORT1 US und NFL-Gamepass) mit der AFC-Ansetzung zwischen den Cincinnati Bengals (11-5, Sieger AFC North) und den San Diego Chargers (9-7, Dritter der AFC West) aus dem Paul Brown Stadium in Cincinnati. Es ist das vierte Mal in den letzten fünf Jahren, dass sich die Bengals vom sympathischen Head Coach Marvin Lewis für die Playoffs qualifiziert haben, aber ein Spiel dort gewonnen? Haben sie noch nie, und die Begeisterung in Cincinnati ist dann auch so groß, dass man Probleme hatte, die Hütte voll zu bekommen.

Es ist überhaupt das Spiel zwischen zwei ewigen Underdogs in der NFL-Geschichte. Beide Franchises wurden in den 60er Jahren als ursprüngliche AFL-Teams (AFL = damalige Konkurrenzliga zur NFL) gegründet, und beide hatten ihre Blütezeiten in den 80er Jahren: Cincinnati war dort zweimal in der Superbowl, während es die Chargers zwar erst 1994 dorthin schafften, aber das war eher Zufall; die großen Chargers-Mannschaften waren jene aus den frühen 80ern. Damals spielten diese beiden Franchises auch schon einmal gegeneinander um den Superbowl-Einzug, damals in der „Freezer Bowl“ bei minus 20 Grad ohne Windchill. Heute wird es etwas gesitteter.

Bengals gegen Chargers, das ist eine klassische Ansetzung zwischen einer starken Defense (Cincinnati, Defense-Ranking bei mir: #3) gegen eine starke Offense (San Diego, #3).

Wenn die Cincinnati Bengals den Ball halten

Dass die Bengals defensivstark sind, heißt nicht, dass sie in der Offense nix zu bieten haben, im Gegenteil: Viele Mannschaften wären froh, ein solches Offense-Arsenal zu besitzen wie die Bengals, die momentan von ihren exzellenten Drafts in den letzten Jahren leben.

Die Offense Line gilt trotz Verletzungsproblemen als eine der besten im Lande mit zwei massiven Ankermännern in RT #76 Smith und LT/LG #77 Whithworth. Die Runningbacks dahinter gelten als komplett unterschiedliche Spielertypen: Der parasitäre RB #42 Green-Ellis gilt als Power-Back, der zwar keine Fehler begeht, aber auch nicht viel mehr an Raumgewinn kreieren kann als das, was ihm die Offense Line bietet (nur 3.4yds/Carry). Ellis’ Backup ist der Rookie #25 Gio Bernard, der mit seiner spektakulären Spielweise schnell eingeschlagen hat und sowohl als Speed-Back als auch als Ballfänger für das gefährliche Screen-Passspiel der Bengals einsetzbar ist (56 Catches, 514yds, 3 TD).

Der Star im Angriff ist WR #18 A.J. Green, ein Schlaks von Receiver in seinem dritten Jahr. Green wurde heuer 178x angespielt, in 30% der Fälle davon downfield. Er machte 98 Catches für 1462yds und 11 TD. Von einem Manndecker allein ist er quasi nicht aus dem Spiel zu nehmen. Green wird flankiert von Leuten wie TE Gresham (soll heute fit sein), WR Sanu, WR Jones und Rookie-TE Eifert (alle zwischen 39 und 51 Catches).

Cincinnatis Problem liegt in der Quarterback-Position, wo der blässliche Rotschopf QB #14 Andy Dalton sehr schwankende Vorstellungen hat. Dalton hat immer wieder starke Phasen, aber dann kollabiert er wieder und reißt sein Team mit 3 INTs und 2 Fumbles in die Scheiße. Alles schon passiert – mehrfach, und das in einer einzigen Saison. Dalton ist mobil, er bringt 62% der Pässe an den Mann, trifft eigentlich gute Entscheidungen, aber er fabrizierte trotzdem mal wieder 20 INTs. Das liegt u.a. in Daltons Präzisionsschwierigkeiten. Den ganz großen Wurfarm hat er nicht.

OffCoord Jay Gruden versucht, Dalton und der Bengals-Offense seit Jahren mit restriktivem PlayCalling zu helfen, und viele Screen-Pässe anzusagen. Dieses Spiel funktioniert auch ganz gut, aber immer wenn es tief geht, kannst du bei Dalton nur hoffen, dass er dir deine Receiver nicht meterweit überwirft (so geschehen z.B. im „Hinspiel“ zwischen Chargers und Bengals in San Diego, als er Green gut fünf Meter (!) überfeuerte; Resultat: INT). Dalton macht 6.7 NY/A, was ein eigentlich recht guter Wert ist, aber diese 6.7 NY/A kommen relativ unkonstant. Mal Bombenspiele, mal Graupen. Cincinnati hofft heute besser, dass es die Bombe ist.

Cincinnatis Vorteil: San Diegos Abwehr ist eine einzige Baustelle. Schlechte Drafts in den letzten Jahren machten aus der Charger-D einen Trümmerhaufen. Dieses Jahr kassierte man 7.1 NY/A im Passspiel und ließ sich vom Laufspiel „überlaufen“. 46% Success-Rate ist der schlimmste Wert in der Liga, noch unter Chicago und Green Bay.

Da kann sich Gruden aussuchen, ob er den Lauf oder den Pass als Giftmittel wählt. Absoluter Schwachpunkt bei den Chargers ist gewiss die Cornerback-Position: CB Marshall und CB Wright gelten als nicht NFL-tauglich, aber die Bolts haben nix besseres. Ohne Hilfe vom brauchbaren S #32 Weddle geht das gegen einen Green oder ein Set mit 2 TE nicht.

Pass Rush bei den Chargers gilt ebenso als mau. Die besten Hoffnungen hat man, wenn man bend but don’t break spielt und darauf hofft, dass Dalton in den 8-Plays langen Drives irgendwann einen Bock einschiebt, einen Sack zu viel kassiert, eine INT wirft, oder beim Sack fumbelt. Ansonsten sehen zumindest 24-28 Punkte für die Bengals unvermeidlich aus.

Wenn die Chargers den Ball haben

San Diegos Offense 2013/14 ist nicht nur eine der größten Überraschungen des Jahres, sondern eine schlichte Augenweide. Was Head Coach Mike McCoy und OffCoord Ken Whisenhunt innerhalb eines Jahres aus einer Offense gemacht haben, die zuletzt nichtmal mehr Norv Turner im Griff hatte, stellt vieles in den Schatten, was Coaches dieses Jahr an Aufbauarbeit geleistet haben.

QB #17 Philip Rivers, von vielen schon abgeschrieben, läuft plötzlich als ganz neuer Mann über den Rasen und spielte eine begeisternde Saison: Rivers geht mit 19% der Würfe nicht mehr so oft tief wie früher, aber das Kurzpassspiel funktioniert reibungsfrei mit sensationellen 69.5% Completions-Rate für 4478yds (7.5 NY/A, #2 der Liga) und nur 11 INTs.

Sogar die Pass-Protection erwies sich nicht als das ganz große Problem: Der fußsteife LT Dunlap und der nicht minder als fußsteif bezeichnete Rookie-RT Fluker sollen richtig gute Saisons gespielt haben. Allerdings geht es heute für die beiden gegen gefährliche Passrusher: DE #93 Michael Johnson und #96 Carlos Dunlap haben zwar nicht viele Sacks, aber dafür umso mehr Hits und Hurries. Dahinter operiert in den Flat-Zonen mit OLB #55 Vontaze Burfict ein Kandidat für den Award zum Defensivspieler des Jahres. Da könnte Rivers früher unter Druck geraten als ihm lieb wird.

Gegenmittel könnte der fantastische Rookie-WR #13 Keenan Allen sein, der auf den Mitteldistanzen alles abräumt, was an Bällen in seine Richtung fliegt. Allen ist mit 71 Catches für 1046yds und 8 TD ein Mitfavorit auf den Rookie-des-Jahres Preis. Im ersten direkten Duell fing Allen Anfang Dezember 8 Pässe für über 100yds und war der Alleinunterhalter. Dazu gesellt sich der alte TE #85 Antonio Gates, der allerdings im ersten Spiel gegen die Bengals komplett abgemeldet war.

Was Whisenhunt und McCoy dieses Jahr nie gemacht haben: Das Laufspiel vernachlässigen. RB #24 Ryan Mathews kriegt immer seine Carries, egal ob effizient oder nicht (285 Carries für 1255yds, 4.4yds/Carry, 6 TD). Zwischendurch werden die klassischen Draws eingestreut, die der schmächtige weiße RB #39 Woodhead ausspielt. Woodhead kann dir die Offense nicht allein tragen, aber er ist so vielseitig und effizient, dass man ihn dringend beachten muss: 106 Carries für 425yds, 76 Catches für 605yds, 6 TD, und am gefährlichsten ist dieser wendige Wusler in 3rd-Downs.

Die Chargers halten die Balance, dass es manchmal fast zu viel wirkt. Aber eine suspekte Offense Line willst du nicht zu schnell dem Druck des Passrushes aussetzen, schon gar nicht gegen jenen der Bengals.

Ehre und Respekt für das, was die Bolts-Offense drauf hat. Ehre und Respekt aber auch für das Werk des Bengals-DefCoords Mike Zimmer, der seine beiden besten Verteidiger (DT Atkins, CB Hall) früh in der Saison verlor, ohne dass seine Defense hernach nennenswerte Leistungseinbrüche hinnehmen hätte müssen. Die Bengals kassieren nur 5.1 NY/A im Passspiel, die zweiteffizienteste Pass-Defense der Liga, obwohl dort hinten in der Secondary mit Pacman Jones, Dre Kirkpatrick (hatte als Rookie 2012 nur 2 Snaps als CB) und dem Oldtimer Newman eher suspekte Leute tummeln.


Cincinnati ist der Favorit, keine Frage. Die Bengals sind laut Power-Ranking mit 8 Punkten zu favorisieren; die Wettbüros sagen 7 Punkte. Eine Chance haben die Chargers, wenn ihre Defense so zeckig spielt wie in manchen Partien wie z.B. gegen die Broncos. Aber bei aller Liebe, man sieht es nicht kommen. Erstens hat Cincinnati wohl einen klaren Vorteil auf beiden Seiten der Anspiellinie – Offense Line und Defense Line – und dass diese Defense ein deep threat wie AJ Green kaltstellen kann und gleichzeitig die Flat-Zonen und Screenpässe lange genug abdecken kann… nein, schwer zu glauben.

NFC-Wildcard Playoff 2013/14: Philadelphia Eagles – New Orleans Saints live

[05h24] Endstand Philadelphia Eagles 24, New Orleans Saints 26.

Die Saints sind Playoff-Auswärtsloser. Sie vertragen kein kaltes Wetter. Sie vertragen kein schlechtes Wetter. Fasel, laber…

Der Punkt: Sehr spannendes Spiel. Zwei unterhaltsame Partien zum Playoff-Auftakt, und beide hätten mit nur einem Spielzug, der anders ausgeht, einen anderen Sieger haben können. So mag ich Football. Damit das Re-Match Seattle vs New Orleans nächste Woche. Für weitere Analysen bin ich zu kaputt, bis morgen.

[05h22] Graham macht ihn aus 32yds rein. New Orleans erreicht die Divisional-Playoffs und spielt nächste Woche in Seattle.

[05h19] Die Saints können praktisch die Uhr auf 1sek runterlaufen lassen um einzuschießen. K Shayne Graham kriegt in etwa ein 37yds FG, aber er hat eine Geschichte mit schlechten Playoff-Kicks (2009/10 gegen die Jets!).

[05h16] Chip Kelly hätte sein letztes Timeout vor der 2min-Warning ziehen müssen.

[05h13] 2min-Warning. Die Saints sind nur mehr knapp außerhalb der 20yds-Line. Nur noch ein Timeout für die Eagles, die nun prinzipiell nur noch hoffen können, K Graham möglichst schlechte Feldposition zu geben, nachdem sie keinen Saint in die EndZone komplimentieren können.

[05h08] Kickreturn Sproles, und Cary Williams begeht ein Personal-Foul. Vielleicht hilft dieses den Eagles noch, wenn die Saints schnell genug scoren und mehr Zeit auf der Uhr lassen. (Remember: Beide haben schon ein Timeout weggeschmissen)

[05h05] Philadelphia 24, New Orleans 23/Q4 4:54. 3yds-TD Catch #86 Zach Ertz. Einige Schlüsselspielzüge in diesem Drive. Erst macht #10 Jackson ein 1st-Down aus quasi unmöglichem Winkel. Dann nutzt Foles die Verletzungen in der Saints-Secondary aus und killt die Saints. Tiefer Ball, Foles unterwirft ihn sogar um gut 2m, aber Jackson ist in Manndeckung bei einem Safety, der prompt die Strafe begeht. PI. Drei Plays später ist der TD da.

Für New Orleans ist nicht alles verloren. 4:54 bleiben, ein FG reicht. Aber man darf es nicht „zu früh“ schießen.

[04h55] Philadelphia 17, New Orleans 23/Q4 8:04. 35yds-FG Graham. Tiefer Pass für WR #17 Meachem, der S Chung verlädt. Dann werden die Saints etwas selbstverliebt, laufen, laufen, und Brees unterwirft im dritten Down. Payton muss den Kick spielen lassen. Meinst du, er hat schon einmal darüber nachgedacht, ob er nicht doch hätte die 2pts-Conversion ausspielen sollen? Einmal in zwei Chancen?

[04h47] Philadelphia 17, New Orleans 20/Q4 11:14. 31yds-FG Henery. Enttäuschend von Chip Kelly, dass er bei 4th-und-2 von der 8yds Line den Kicker auf das Feld schickt.

[04h42] Jetzt ein Stop der Eagles, und ein guter Punt Return von Jackson an die NO 40. #28 Lewis wurde noch mal zurück in die Umkleidekabine geschickt. Die große Chance für Philly gegen die fourth stringer in der Saints-Secondary.

Drittes Viertel

[04h34] Philadelphia 14, New Orleans 20/Q3 0:32. 1yds-Run von #25 McCoy im 4th-Down. Hartes Stück Arbeit für die Eagles: 7 plays, 65 yds, 3:22min.

Foles nutzt nun die Verletzungen bei den Saints aus, die ohne ihre drei Starting-CB und ihren besten Safety Vaccaro spielen müssen (CB #28 Lewis fiel vorhin mit vermutlicher Gehirnerschütterung aus). Foles geht tief, WR #10 Jackson mit dem 40yds-Catch. Vier Downs später wuchtet sich McCoy zum TD.

[04h22] Philadelphia 7, New Orleans 20/Q3 3:54. 5yds-Lauf RB #22 Ingram. Der Drive: 8 plays, 66 yds, 4:52min. Schwaches Tackling der Eagles auf allen Fronten. Die Saints übernehmen hier das Kommando. Zwei Plays waren extrem wichtig:

  • Ein Holding des LT #72 Armstead, der mit dem Holding einen gefährlichen Sack vermied.
  • Der anschließende Pass von Brees, so wunderschön in den Lauf von TE Graham gelegt.

Den Eagles drohen nun die Felle davonzuschwimmen, obwohl: Payton verweigert sich weiterhin der überfälligen 2pts Conversion, also ist auch der Sieg noch drin.

[04h15] Jetzt verbrennt auch Brees ein Timeout.

[04h11] #14 Cooper droppt den einfachsten Catch der Welt, ein sicheres 1st-Down und minimum 20yds zusätzlichen Raumgewinn. Wieder 3’n’out. Nächster Punt.

[04h09] 3rd-und-4 nach zwei mittelmäßigen Run-Plays. Dann Konfusion an der Eagles-Anspiellinie, und Chip Kelly verbrennt ein Timeout. (remember: Enges Spiel)

[04h05] Philadelphia 7, New Orleans 13/Q3 10:08. 24yds-Pass für #16 Lance Moore. Moore wartet in der Zone zwischen Linebacker und Safety und kann in die EndZone traben. Saints diesmal mit drei guten Laufspielzügen (24yds in 3 Carries), und gepaart mit einem präzisen 3rd-Down Pass für Graham reichte das. Keine 2pts-Conversion.

[03h58] Schwacher Auftakt für die Eagles: Intentional-Grounding gegen Foles, dann lässt sich RT Johnson zum Sack überrumpeln. Punt aus der eigenen EndZone, exzellene Feldposition für New Orleans.

Zweites Viertel

[03h45] Halbzeitstand Philadelphia Eagles 7, New Orleans Saints 6.

Spannendes, wenn auch im Vergleich zur ersten Partie deutlich schaumgebremsteres Spiel. Die Schlüssel hatten wir schon diskutiert.

Beide Defenses üben heute wenig Druck aus. Die Eagles lassen ihre „Box“ relativ unbemannt mit nur 6-7 Leuten. Das lädt die Saints zum Laufen ein, und die Saints bisher mit 16 für 94yds (5.9yds/Carry). Trotzdem wirkt es zu zögerlich. Die Saints kommen gerade unter Beschuss, weil sie konstant mit maximal 3 Leuten auf den QB gehen.

Die Eagles-Offense tut sich schwer, in Gang zu kommen. Als problematisch erachte ich dabei die Offense Line, die heute in keinen Groove kommt. Über die linke Seite geht nix. RB McCoy ist dahinter heute die ärmste Sau, kriegt überhaupt keine Lücken zum Arbeiten. Warum jubeln alle C Kelce oder OT Peters so hoch?

Die Saints mit verpassten Chancen: Sechs Drives, fünfmal in der Platzhälfte der Eagles, aber nur sechs Punkte dabei herausgeholt. Zwei INTs gegen Brees, und beide waren eher unnötig bzw. uncharakteristisch gegen eine Defense, die nun wirklich keine Zauberdinge veranstaltet.

Die zweite Halbzeit wird interessant. Die Eagles kriegen zuerst den Ball, aber sie haben heute erst einen halbwegs gescheiten Drive aufgezogen.

[03h40] Philadelphia 7, New Orleans 6/Q2 0:00. 47yds-FG Graham. Reingewürgt.

[03h31] Philadelphia 7, New Orleans 3/Q2 1:48. 10yds-Catch für WR #14 Cooper. 6 plays, 44 yds, 2:24min für den Drive.

Sehr, sehr zögerlicher Passrush der Saints. Foles hat geschlagene 7sek Zeit in der Pocket, um sich einen freien Mann auszugucken, und der kommt dann in Form von Cooper hinter zwei Linebackern am Rand der EndZone doch noch zum Vorschein. Harper in der Deckung – jetzt wieder – gewohnt chancenlos. Eagles kriegen übrigens als erste den Ball nach der Pause.

[03h28] Meine Fresse. Injury-Timeout, drei Werbespots. Dann Schalte ins Stadion. Sie kommen drauf, dass der Spieler keine Verletzung vortäuschen wollte, also tickert die Uhr die 3sek runter zur 2min-Warning. Sofort wieder Schalte in die Werbung.

[03h22] Die Big-Plays macht heute die Eagles-Defense: QB Brees übersieht den in eine Wurfbahn springenden ILB #59 Ryans, und Ryans fängt den Ball locker ab.

Es wäre eigentlich nicht so, dass die Eagles-Defense heute so spielt dass du denkst der nächste Fehler muss nun zwingend kommen. Aber er kommt. Brees hat nun 3 Auswärtsspiele mit minimum 2 INT. #Saintssindauswärtsschwachyaddayadda

[03h16] Schnelles 3’n’out für die Eagle-Offense. S #41 Roman Harper, der so geprügelte Harper, hielt in der Deckung gegen einen Tight End stand.

[03h11] Philadelphia 0, New Orleans 3/Q2 8:37. 36yds-FG Graham. Ein Drive, dessen Stats vieles aussagen: 11 plays, 43 yds, 5:45min.

Viel Klein-Klein. Die Eagles-Defense spielt hier und heute merkwürdig. Sie stellt die meisten Leute hinten rein, lässt „vorne“ eine relativ offene Box, und die Saints nutzen das für Laufspiel: Schon 11 Läufe bei nur 12 Passversuchen für New Orleans. Das Laufspiel ist nicht überaus effizient, aber es reicht gerade aus.

Dann wurde ein Fumble von TE Graham zurückgenommen. Haarscharfe, aber wohl richtige Entscheidung. Das 4th-und-inches für die Saints wurde durch einen False-Start zu einem 4th-und-6 und New Orleans musste den Kick versuchen.

[02h58] K Henery nagelt ihn aus 48yds daneben. Der Sack war einfach zu viel.

Erstes Viertel

[02h55] Zum Ende des Q1 spielen die Eagles an der NO 24 ein 4th-und-1 aus (Chip Kelly!), und es gelingt. Die Eagles laufen nichtmal wie gewohnt über die linke Seite, sondern straight über die Mitte, über den 200kg-Bolzen Broderick Bunkley drüber. Die nächsten zwei Plays: Kurzpass zum TE für -8yds, Sack für -13yds.

[02h43] Nächster unterworfener tiefer Ball von Alex Smith Drew Brees, und diesmal fängt ihn CB #24 Bradley Fletcher an der 2yds Line ab und returniert 27yds. WR #84 Stills hatte keine Chance. Und es wirkte auch nicht von der Defense „erzwungen“.

[02h39] Recht viele schlampige Spielzüge, die in Philadelphia ausgespielt werden: Die Eagles sind recht einfallslos gegen eine Saints-Defense, die bisher alle PlayCalls zu kennen scheint. Punt der Eagles, Ball wird an der 1yds Line angetippt, aber dann stürmt ein Eagle daher und kickt den Ball versehentlich zum Touchback in die EndZone. 19 geschenkte Yards für New Orleans.

[02h33] Je einmal Punt für Eagles und Saints folgen. Bisher noch recht wenige Erkenntnisse, die man sammeln konnte.

[02h29]

[02h25] Erster Saints-Drive, und New Orleans kommt recht ambitioniert mit Laufspiel raus, Ingram und Sproles für 17, 6 und 5yds. Aber dann muss Brees werfen, und er wirft schlecht, unterwirft zweimal seine Receiver. #kaltesWetteryaddayadda Saints wollen dann das 4th-Down ausspielen, aber ein False-Start erzwingt den Punt.

Das fällt erst jetzt auf: Sehr wenige Strafen im ersten Spiel. Erst als die False-Starts wieder losgehen, weiß man das vorige Spiel zu schätzen.

[02h11] Nach dem spektakulären Playoff-Auftakt kommt nun die eigentliche Hauptspeise. Aber wie soll Eagles vs Saints das erste Spiel noch toppen?

Die Vorschau-Serie:

Ich gehe auf einen Sprung runter, dem Schneeräum-Dienst einen Schnaps anbieten. Bin in wenigen Minuten wieder da.