NFL Draft 2022 – 1. Runde im Schnelldurchlauf

Ein kurzer Blick auf die vor kurzem zu Ende gegangene 1te Runde des NFL Draft 2022.

Relativ nahe an den letzten Erwartungen zu Beginn, dann folgte Trade-Wahnsinn und am Ende einige echt weirde Picks.

Lass mich kurz durchgehen.

Die Top 10

#1 Jaguars – EDGE Travon Walker
#2 Lions – EDGE Aidan Hutchinson
#3 Texans – CB Derek Stingley jr
#4 Jets – CB Ahmad Gardner
#5 Giants – EDGE Kayvon Thibodeaux
#6 Panthers – OT Ikem Ekwonu
#7 Giants – OT Evan Neal
#8 Falcons – WR Drake London
#9 Seahawks – OT Charles Cross
#10 Jets – WR Garrett Wilson

Walker als #1 haben die Spatzen gerade in den letzten Tagen von den Dächern gepfiffen. Ich bin kein Fan des Picks, aber hey: Den Lions ist dadurch der „consensus“ #1 Prospects des Jahrgangs in den Schoß gefallen (local boy Aidan Hutchinson von den University of Michigan), also will ich mich über Trent Baalke mal nicht zu laut beschweren. Die Offseason der Jags war wild genug, dass Walker längst nicht der fragwürdigste Move gewesen sein mag.

Stingley an #3 fühlt sich an wie Perle vor die Säue.

Jets und Giants haben jeweils ihre Top-10 Picks behalten und je einmal Offense und einmal Defense gedraftet. Der Jermaine-Johnson-Jets-Hype hat sich zwar als richtig herausgestellt (Johnson wurde an #26 nach Trade von den Jets gepickt), aber eben nicht in den Top 10. Zuerst CB Ahmad Gardner, den niemand so wirklich für Robert Salehs Defense auf dem Schirm hatte – und dann WR Garrett Wilson an #10 – einer der Picks, den man mit am öftesten in den Mock Drafts gesehen hat.

Die Giants haben in EDGE Thibodeaux und OT Evan Neal direkt im Nachgang an die Ära Gettleman zweimal Line gedraftet. Thibodeaux mag der in Summe beste Passrusher-Prospect des Jahrgangs gewesen sein. Neal mag der in Summe beste Offensive Tackle gewesen sein. Aber beide wurden auf ihren Positionen von etwas „flashieren“ Spielern ein bissl in den Schatten gestellt.

Die Panthers hatten an #6 entgegen der Befürchtungen die volle Auswahl an Offensive Tackles und haben den meiner Meinung nach schwächsten gezogen – den Run Blocker Ekwanu. Nicht, dass es mit einem QB Sam Darnold einen Unterschied machen würde… vielleicht hat Carolina jetzt, wo sie aus freien Stücken auf den QB-Pick verzichtet haben, doch schon einen Veteran-QB-Move in der Hinterhand (Baker oder Jimmy-G).

Atlanta mit WR Drake London an #8 verstehe ich nicht so ganz. London klingt auf jeden Fall nicht nach einem Receiver, der gut zu QB Mariota passt – der hat in Tennessee nix getroffen, was ansatzweise nach einem Point-of-the-Catch-WR geklungen hat. Aber Mariota ist auch nur Bridge-QB.

Seattle macht den O-Line-Pick… einen Monat nachdem Russell Wilson weg ist.

Trade-Wahnsinn

Direkt im Anschluss an die Top-10 brach die Hölle aus, denn gleich mehrere Teams haben wilde Trades eingefäldet.

Saints von #16 hoch an #11 (Washington) für Picks #16, #98 und #120. Das ist ein Heist. Commanders gewinnen den Trade in über 60% der Fälle. Die Saints zogen WR Chris Olave.

Lions hoch von #32 an #12 (Minnesota) für Picks #32, #34 und #66, und bekommen den #46 von den Vikings zurück. Sehr guter Trade für Vikings-GM Kwesi Adofo-Mensah: 57% der Simulationen sehen Minnesota vorn.

Lions draften WR Jameson Williams. Williams mag mit seinem Speed und seiner Explosivität der heimliche #1 WR der Klasse gewesen sein und der Trade-Up war nicht so teuer wie im ersten Moment befürchtet, aber die Lions verkaufen schon zahlreiche Picks in einer Range, in der dieser Draft seine Stärken hatte: Ende 1te Runde bis 2te/3te Runde.

Detroit baut an seiner Basis, aber hat noch immer keinen QB. Goff wird damit wohl 2022 starten – und damit wächst die Gefahr, dass die Lions nächste Saison das eine Spiel zu viel gewinnen ,um im kolportiert guten QB-Draft 2023 wirklich einen der vordersten Picks zu haben.

Dann #13: Eagles kommen hoch von #16 und zahlen zwei 4th/5th Rounder um an den #14 Ravens vorbei den DT Jordan Davis zu draften. Die Texans gewinnen den Trade in 63% der Fälle – also ein sehr teurer Trade von Howie Roseman, der offenbar in seinen Alpträumen Davis schon im Ravens-Trikot hat spielen sehen.

Die Situation ähnelte jener von vor 2-3 Jahre, als Roseman ein paar Picks in die Hand nahm um an einem anderen Team – ich glaube damals waren es die Texans – vorbei OT Andre Dillard zu holen. Roseman ist ein guter GM overall, aber neben teuren Extensions für Carson Wentz neigt er leider auch zu solchen leichten Overreactions.

Baltimore an #14 mit Safety Kyle Hamilton, der am Consensus Board der #2 Overall Prospect war. Safety war letztes Jahr eine der schwächeren Positionen, gerade als die Defense mit Verletzungen im Auseinanderfallen begriffen war.

Houston mit einem deutlich schwächeren Pick an #15: OG Kenyon Green. Ein Guard!! Green war die #21 am Consensus Board. Demnach ist es kein krasser „reach“, aber ich bin trotzdem kein Freund davon, so hohe Picks in eher unwichtige Positionen zu stecken.

Washington zieht an #16 WR Jahan Dotson – eine kleine Überraschung. Dotson war am Consensus Board nur der #30 Receiver gewesen.

Chargers an #17 mit OG Zion Johnson. UGHHHHHHH. #OurChargers Label kannste damit langsam wieder in die Tonne treten und daran erinnern, dass GM Tom Telesco vor zwei Jahren ganz einfach QB Justin Herbert in den Schoß gefallen ist, und er später in jener 1ten Runde ultra-teuer für LB Kenneth Murray nach oben gegangen ist. Fraud-GM.

Dann kommt der nächste BLOCKBUSTER: Titans traden WR A.J. Brown für den #18 und #104 Pick zu den Philadelphia Eagles und ziehen WR Treylon Burks.

Brown war in den letzten drei Jahren der wichtigste Offensivspieler der Titans, aber seinen Verkauf kann ich irgendwo nachvollziehen. Da ist vor allem der brutal explodierte Receiver-Markt, bei dem ein Vertrag von 25 Mio/Jahr für die stärksten Receiver mittlerweile an der Kante zum Schnäppchen ist. Tennessee ist ein „stuck in the middle“ Team mit schlechter QB-Situation (Tannehill wird man so einfach nicht los), ist gebaut um hartes trockenes Laufspiel und konnte sich eine Brown-Extension nicht so leicht leisten.

Salary Cap ist real, und die Eagles konnten Brown den anvisierten Vierjahresvertrag über 100 Mio mit 57 Mio guaranteed geben, weil sie einen Rookie-QB-Vertrag in Jalen Hurts halten. Die Titans konnten es nicht.

Burks war als WR-Prospect durchaus umstritten, aber er ist zumindest ein ähnlicher Spielertyp wie Brown. Die Eagles dagegen stellen einen der besten Receiver in der NFL jetzt neben einen der besten Route-Runner (Devonta Smith). Wenn Jalen Hurts heuer keinen entscheidenden Sprung macht, ist er nächstes Jahr wahrscheinlich Geschichte.

An #19 ziehen die Saints OT Trevor Penning – einen Prospect aus den Niederungen des College Football, der fast nur aus athletischen Werten bestand, aber nach dem Abgang von LT Terron Armstead musste Ersatz her. Jeder hatte WR + OT zu den Saints gemockt – und es sind WR + OT geworden.

Jameis Winston hinter einer starken Offensive Line mit Michael Thomas und Chris Olave als Abnehmer – könnte auch nach dem Abgang von Sean Payton als Playcaller ganz guter Augenschmaus werden.

Steelers an #20 mit QB Kenny Pickett. Der erste QB – und wirklich niemand ist richtig begeistert. Pickett ist Hometown-Prospect von den Pitt Panthers, aber als Prospect total grau, ohne herausstechende physische Attribute, mit Händen, die geraaaaade groß genug sind um einen Football gerade zu halten.

Das Gute: Wir werden schon im Sommer wissen ob Pickett was taugt, denn wenn er sich im Training-Camp-Battle nicht gegen Mitch Trubisky durchsetzen kann, dann kannste diesen 1st Rounder fast so schnell abschreiben wie jenen vom letzten Jahr, als Najee Harris in dem Moment als er auf die Bühne kam, schon ein Bust war.

Also – die Picks in den Teens:

#11 Saints – WR Chris Olave
#12 Lions – WR Jameson Williams
#13 Eagles – DT Jordan Davis
#14 Ravens – S Kyle Hamilton
#15 Texans – OG Kenyon Green
#16 Commanders – WR Jahan Dotson
#17 Chargers – OG Zion Johnson
#18 Titans – WR Treylon Burks
#19 Saints – OT Trevor Penning
#20 Steelers – QB Kenny Pickett

Trade-Wahnsinn geht weiter

Auch danach ging es mit den Trades noch wild weiter. Die Chiefs kommen hoch von #29 auf #21 und tauschen mit den Patriots um CB Trent McDuffie zu ziehen. Ein typischer Brett Veach: #29, #94 und #121 gezahlt um acht Spots hochzugehen in einem Markt, in dem erst zwei Cornerbacks vom Board waren und in Elam, Gordon und Booth mehrere Prospect desselben „Tiers“ zu haben waren.

Ich weiß – Verletzungen, Scheme-Fit usw… alles klar. Aber ein Scheme-Fit ist keinen Trade wert, den du in 63% der Fälle verlierst.

Denn springen die Ravens mitten rein ins Getümmel, verkaufen WR Hollywood Brown um den Cardinals den #23 Pick und den #100 Pick abzuluchsen (edit) und zahlen den #100 Pick obendrauf (edit/Ende): Wie mehrmals geschrieben: Verrückter WR-Markt in dieser Offseason.

Christian Kirk
Devonte Adams
Tyreek Hill
DJ Moore
Stefon Diggs
Mike Williams
A.J. & Hollywood Brown

Es mag auch einer der Trades sein, der gleich beiden Teams nicht gut bekommt. Klar konnten die Ravens Hollywood bei den Marktpreisen nicht ewig halten, da sie auch noch QB Lamar Jackson extenden müssen. Aber Brown passt mit seinem Spielstil in keine Offense besser als jene der Ravens – Deep Runner, sonst nicht allzu viel auf dem Kasten.

Die Cards zahlen hier für einen eher eindimensionalen Receiver fette Kohle (sie müssen Brown wahrscheinlich in Kürze auch noch verlängern) um ein leichtes Upgrade gegenüber dem gefloppten Andy Isabella zu bekommen.

Die Ravens blieben dann auch gar nicht lange an #23, sondern tradeten den Pick gleich weiter an die Bills, die von #25 hochkamen um CB Kaiir Elam zu draften. Der Trade war nicht extrem teuer – aber die Ravens staubten einen zusätzlichen #130 Pick ab. Gut in einem Draft, der tief ist. 56% der Fälle gehört der Trade-Win den Ravens. Niemand spielt das Draft-Spiel besser als die Ravens.

Dann: Titans traden ihren #26 Pick und den #101 Pick zu den Jets und kassieren im Gegenzug #35, #69 und #163. Leichter Gewinn für die Titans. Jets ziehen wie oben schon einmal kurz angeschnitten EDGE Jermaine Johnson – wie erwartet, nur 22 Picks später. Johnson war gerade in den letzten Tagen ein gehypter Prospect, aber Production und Analytics waren nicht begeisternd.

Und direkt danach der letzte Trade des Tages: Jacksonville hüpft von #33 hoch, packt die #106 und #180 Picks obendrauf um sechs Spots hoch an #27 zu springen und den bald 24-jährigen LB Devin Lloyd von Utah zu draften.

Für Tampa Bay ist der Trade ein enormer Gewinn: in 6 von 10 Simulationen gewinnen sie den WAR-Battle.

Kurze Diskussion noch der gedrafteten Spieler ab #21:

#21 Chiefs – CB Trent McDuffie
#22 Packers – LB Quay Walker
#23 Bills – CB Kaiir Elam
#24 Cowboys – OT Tyler Smith
#25 Ravens – C Tyler Linderbaum
#26 Jets – EDGE Jermaine Johnson
#27 Jaguars – LB Devin Lloyd
#28 Packers – DT Devonte Wyatt
#29 Patriots – OB Cole Strange
#30 Chiefs – EDGE George Karlaftis
#31 Bengals – S Daxton Hill
#32 Vikings – S Lewis Cine

Als bester Pick unter all diesen sticht Karlaftis heraus: Ein sehr produktiver College-Passrusher, mit sehr guten athletischen Werten, wertvolle Position, Position „of need“ – ich hatte schon vor ein paar Tagen geschrieben, dass Karlaftis gut projected, aber kaum diskutiert wird.  

(Natürlich wissen wir auch, dass sowas wie ein „Steal“ ein gefährliches Konzept ist)

Elam nach Buffalo ist „rich getting richer“. Zum Glück hat sich all der Talk um einen möglichen 1st Round Runningback als unbegründet herausgestellt.

Natürlich auch diskussionswürdig: Die Packers draften schon wieder keinen 1st Round Receiver, sondern zwei Georgia-Bulldogs-Defender in Walker und Wyatt. Natürlich war Defense ein Punkt, an dem sich Green Bay verbessern musste, aber der Receiver-Corps bleibt schon sehr dünn. Ich bin gespannt, was da an Tag 2 oder 3 oder auf dem Trade-Markt noch kommen wird, habe aber bis jetzt keine Liveschalte von Aaron Rodgers in die Studios von Ben McAfee gesehen. Wahrscheinlich war der Mann beschäftigt damit, sich den Draft mit Pferdekotze schönzusaufen.

Strange an #29 zu den Patriots wird seinem Namen auch gerecht. Der Chattanooga-Guard war die #73 am Consensus Board. Wahrscheinlich war der Kollege hier am Werk:

Linderbaum zu den Ravens… Linderbaum galt als epischer Center-Prospect, der bis vor ein paar Monaten noch als möglicher Top-10 Pick gehandelt wurde. Aber Center ist halt auch nur die neuntwichtigste Position einer Offense. Immerhin: Linderbaum gilt als „sicher“ genug, dass man ihn beruhigt schon von Tag 1 an ins Line-Up werfen und mit guter Production rechnen kann.

Cowboys mit einem OT-Pick: War notwendig, nachdem die einst dominante Line wegen Zeke-Elliott-und-Co. Verträgen ausgeblutet wurde. Smith hatte in den letzten Tagen immer wieder 1st Round Hype bekommen.

Dann noch zwei Safetys zum Ausklang. Bereiten die Bengals den Abgang von Jessie Bates (bekam nur die Franchise Tag und bis jetzt keinen Vertrag) vor? Oder war es einfach ein „Value Pick“?

Cine zu den Vikings ist ein athletischer-Freak-Pick und war der fünfte Georgia Bulldogs Defender in der ersten Runde. Ein netter Pick zum Ausklang, nachdem Minnesota ein kleines bisschen wenig von den Lions bekommen hat um von #12 so weit runterzugehen.

Die Vikes picken aber heute Nacht an 34 gleich nochmal.


Kurzer Kommentar noch zu „meinen“ Lions: Hutchinson an #2 wird als „no brainer“ durchgehen. Gefühlt besserer Pick als Travon Walker, auch wenn ich Thibodeaux vorgezogen hätte. Williams an #11 ist ein cooler Receiver-Prospect, der mir gefallen hat – aber BABY: Der Trade tut schon weh. Die Lions haben damit z.B. die Chance verspielt Malik Willis billig zu draften.

Ich weiß: Willis ist kein unumstrittener Prospect. Aber nach landläufiger Meinung hat er die „Tools“. Er wäre einen Shot an #32 oder #34 wert gewesen. Wollten die Lions jetzt nochmal einsteigen, müssen sie einen Trade-Up inszenieren, und der kommt teuer.

Das macht den Jameson-Williams-Trade von meiner Warte aus schon sehr bitter, erstmal egal wie gut Williams wird. Denn die Lions brauchen langfristig einen QB.

Zusammenfassung

Wir haben also gesehen:

  • Neun (!) Draft Day Trades – alle nach den Top 10
  • WR A.J. Brown zu den Eagles und WR Hollywood Brown zu den Cardinals
  • Fünf Verteidiger zum Start, darunter drei Edge Rusher und zwei Cornerbacks
  • Insgesamt fünf Edge-Rusher in der 1ten Runde, vier Cornerbacks, drei Safetys, zwei Defensive Tackles und zwei Linebacker: 16 Verteidiger
  • Nur ein Quarterback in der 1ten Runde
  • Dafür einen Run auf die Receiver zwischen #8 und #18: Sechs Stück wurden gedraftet, teilweise in einer Geschwindigkeit, dass du mit dem Zählen nicht mehr nachkommst: #8, #10, #11, #12, #16, #18
  • Dazu fünf Offensive Tackles, drei (!) Guards und ein Center – also auch 16 Offensivspieler.

Die niedrigsten Picks am Consensus Board waren Pats-OG Strange (#73), Cowboys-OT Tyler Smith (#53) und Packers-LB Quay Walker (#52).

Der einzige andere gedraftete Spieler außerhalb der Top-32 am Consensus Board war in Kenny Pickett ein Quarterback.

Damit bleiben nur wenige Spieler, die am Consensus Board wirklich hoch waren, noch auf dem Tablett:

#22 LB Nakobe Dean, der wie schon leise angekündigt aus der 1ten Runde gefallen ist
#24 CB Andrew Booth, der Verletzungsprobleme hat
#28 QB Malik Willis – außer Pickett wird also wohl kein QB in 2022 schon starten
#29 EDGE David Ojabo, der sich im März die Achillessehne gerissen hat

Der Consensus hatte also ein gutes Gespür dafür, welche Spieler gezogen werden. Natürlich war die Flut an Draft-Day-Trades ein bisschen unerwartet, sorgte aber nach den eher ruhigen Top-10-Picks zumindest für etwas Radau in einem Draft, der ansonsten in Ermangelung von spektakulären Quarterbacks nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Das österreichische Talent OT Bernhard Raimann wurde noch nicht gezogen – aber dem Vernehmen nach sollte seine Einberufung heute Nacht in der 2ten Runde relativ schnell über die Bühne gehen.

So. Gäbe sicher noch viel mehr zu sagen, aber ich muss los.

8 Kommentare zu “NFL Draft 2022 – 1. Runde im Schnelldurchlauf

  1. Adrian Franke macht mich drauf aufmerksam, dass die Ravens den #100 Pick nicht von Arizona bekommen, sondern an die Cardinals abgeben.

  2. Was ist denn die analytische Meinung zu den Packers? War es korrekt, keinen WR mehr zu ziehen, weil die 6 1st-Round WRs schon vom Board waren? Die Meinung scheint da massiv auseinander zu gehen: Viele (vor allem die deutschen) schreiben, man hätte unbedingt den WR nehmen müssen, ein paar meinen, die Spieler an der Stelle zu nehmen war ok (wobei Wyatt allgemein als besserer Pick als Walker angesehen wird), und dass man WR auch in den nächsten Runden angehen kann.
    Anders gefragt: Wäre ein WR an der 22 dann ein Reach gewesen?

    mMn hätte man hochtraden sollen, zumal das dieses Jahr ja scheinbar nicht so teuer ist ^^

  3. Jeder WR an #22 oder #28 wäre ein lt. consensus-board ein reach gewesen. Da war einfach nix mehr da.
    Dass sie bis jetzt keinen Receiver gedrafted haben ist für mich nachvollziehbar, warum man dann aber nicht BPA (best player available) geht und zumindest den Need EDGE adressiert um Johnson oder Karlaftis zu draften ist mir ein Rätsel.

  4. Pick 29 ist also nicht für die Katz‘, sondern vor die Hunde gegangen. Sehr schönes Bild, was da von Dir verlinkt worden ist.

    Herrlich auch, wie Even Lazar in seinem Kommentar dazu steil geht, der redet sich immer mehr in Rage 🙂

  5. Also beim Lions-Vikings-Trade muss ich heftig widersprechen und sehe die Lions als den großen Gewinner. Großer Need für einen Nr.1-WR abgedeckt, den man niemals an 32 bekommen hat (siehe Packers). Und das mit dem für viele besten WR-Prospect. Man sieht doch an den Verträgen und Trades wie viel ein Top-WR den Teams in der heutigen NFL wert sind.
    Und was hat man dafür gezahlt? Einen 3rd-rounder und pickt in Runde 2 nur 12 Plätze später. Absolutes Schnäppchen!

    Und dass man an Goff festhält, ist auch richtig. Erstens kommt man aus dem Vertrag erst nächstes Jahr billig raus und zweitens sehen wir ja wie schwach die diesjährige QB-Klasse von der ganzen Liga eingeschätzt wird. Top-Draft der Lions bisher.

  6. Der Trade hätte schlimmer sein können, so viel steht fest – und immerhin hat man die wertvollste Position nach QB gedraftet.

    Das sollte man definitiv gegenrechnen mit den Opportunitätskosten, die die verpasste Chance auf ein QB-Prospect mit sich bringt. Remember: Wir wissen heute viel weniger über die Prospects als mancher glaubt – sein Risiko zu hedgen sollte oberste Priorität im Teambuilding bleiben, und dazu sollte für Teams wie die Lions auch gehören, Shots auf QBs zu nehmen. Vielleicht macht man den goldenen Griff – dafür lohnen sich auch etwaige mehrfache Fehlgriffe.

  7. Der Steelerspick nervt mich hart. Nach Harris letztes Jahr – für den ich „Bust“ allerdings das falsche Wort finde, weil das impliziert, dass er die Erwartungen nicht erfüllt hat. Was er durchaus hat, nur ist seine Position halt den Pick nicht wert – schon wieder ein Pick, der die Franchise wahrscheinlich eher zurückwirft. Willis, einen QB dem zumindest ob seiner Anlagen ein gewisses Potential nachgesagt wird, hätte ich mit ein paar Bauchschmerzen verstanden. Aber Pickett? Ist der wirklich ein Upgrade zu Trubisky? Nachdem alle Welt sagt, dass er zwar halbwegs pro-ready ist, aber damit auch schon fast an seinem Limit spielt? Ich kann nur hoffen, dass die Steelers, die sich ja Trainingseinrichtungen mit der University of Pittsburgh teilen, da in den letzten Monaten mehr gesehen haben, als alle anderen…

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