Free Agency 2018 – Stunde null

NFL-„Neujahr“ ist erst heute 22h MEZ, aber während der „Tampering“-Periode sind etliche wesentliche Entscheidungen bereits gefallen. Weiterlesen

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Gedanken zum Trade von Jamie Collins nach Cleveland

Trading Deadline in der NFL – und Bill Belichick hat wieder zugeschlagen:

LB Jamie Collins zu den Cleveland Browns. Als Gegenleistung erhalten die Patriots einen 3rd Round Pick der Browns aus dem Pool der Compensatory Picks, die die NFL für abgegebene Free Agents alljährlich verteilt. Diese Compensatory Picks dürfen im kommenden Jahr zum ersten Mal getradet werden. Weiterlesen

Heute vor 100 Jahren

Gerade bei ESPN gelesen: Heute vor 100 Jahren fand das Spiel der Spiele im College Football statt: Georgia Tech gegen das Cumberland College. Georgia Tech gewann 222:0 (!). Das Ergebnis ist bis heute das eindeutigste in der Geschichte des Football.

Cumberland hatte vor der Saison 1916 sein Footballteam aufgelöst, konnte aber aus finanziellen Gründen nicht mehr aus dem vertraglich vereinbarten Duell mit Georgia Tech aussteigen.

Cumberland hatte Georgia Tech kurz zuvor im Baseball mit 22:0 aus dem Stadion gefegt und dabei Gerüchten zur Folge professionelle Spieler eingesetzt. Also ließ GT-Headcoach John Heisman – der Mann, nachdem die Heisman Trophy benannt ist – quasi als Revanche einen Touchdown nach dem anderen über den Gegner legen.

32 Touchdowns zu null (bei nur 29 Offense-Spielzügen). 20 First Downs zu null. 15 Turnovers gegen Cumberland. Als bester Offense-Spielzug von Cumberland gilt heute ein -6 Yards Lauf „über“ den rechten End. Jeder Spielzug, der nicht im Touchdown endete, galt als Erfolg für Cumberland. Der beste Defense-Spielzug war ein geblockter Extrapunkt, als Cumberland eine menschliche Pyramide bildete.

Die Spieler beider Mannschaften trafen sich hinterher trotzdem regelmäßig zu Nachbesprechungen des Erlebten.

Sam, der Wikinger

Die Minnesota Vikings haben für QB Sam Bradford von den Philadelphia Eagles getradet. Gegenwert: 1st Round Pick 2017 und ein 4th Round Pick 2018. Eine schnelle Analyse.

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Joey Bosa

EDIT 21h35: Bosa hat unterschrieben.


Mal kurz einen Blick auf die verhakte Situation im Vertragsstreit zwischen den San Diego Chargers und ihrem Top-Draftpick 2016, DE Joey Bosa (#3 overall), geworfen. Die Franchise hat letzte Woche eine scharfe Pressemitteilung veröffentlicht: Weiterlesen

Neujahrstag in der NFL

Heute, 9. März 2016 um 22h MEZ endet das NFL-Jahr 2015/16. Eine der wichtigsten Auswirkungen dieses „Neujahrstags“ ist das Auslaufen etlicher Spielerverträge und somit der Beginn des Transfermarkts („Free Agency“) 2016, im Zuge dessen viele Spieler ihre Vereine wechseln werden. Weiterlesen

Die NFL und ihre großen Fragen vor Start des Transfermarktes

Heute startet die offizielle Transferperiode („Free Agency“) der NFL-Offseason 2015. Die wichtigsten Grundlagen-Artikel zum Transfermarkt der NFL – Fluch des Gewinners, Vertragsmanagement, Salary Cap, Cap Rollover – die auf diesem Blog geschrieben wurden, habe ich unter dem Schlüssel-Link „NFL Vertragsmanagement“ zusammengefasst und können dort eingesehen werden.

Was ich dieses Jahr schreiben wollte, aber zeitlich nicht hinbekommen habe: Die Bedeutung der einzelnen Free-Agents Typen – RFA, UFA usw. Glücklicherweise hat das beste verfügbare Transfer-Blog Over The Cap diesen Task bereits übernommen und (auf Englisch) darüber geschrieben: Explaining the Free Agent Designations. Weiterlesen

Der letzte Tag des Jahres

… zumindest des NFL-Jahres, denn morgen öffnet mit dem Start der Saison 2015 der Transfermarkt. Die Salary-Cap wird ligaweit 143 Mio. Dollar betragen, ein relativ massiver Anstieg von rund 10 Mio. vom letzten Jahr. Wegen des Cap-Rollover haben verschiedene Teams aber natürlich mehr oder weniger Cap-Space verfügbar. Weiterlesen

Robert Griffin The Ram

Keine Woche ohne D’oh! in der NFL-Offseason. Erst Revis, dann DeSean Jackson und jetzt RG3: Gestern Abend gab es bei Twitter die ersten Gerüchte, und ehe man sich versah, flatterte die News zur Tür herein: Die Washington Redskins traden QB Robert Griffin III nach St Louis zu den Rams und erhalten im Gegenzug QB Sam Bradford und den #2-Draftpick overall im diesjährigen Draft. Damit wird Geschichte rückgängig gemacht: Genau dieser zweite Draftpick hätte eh den Redskins gehört, hätten sie ihn nicht schon vor zwei Jahren nach St Louis getradet – für die Rechte an RG3.

Damit haben wir den bis dato spektakulärsten Move der Offseason 2014. Es ist nur der Schlussstrich der Redskins unter das wilde Kapitel mit dem gefallenen Volkshelden RG3.

Schon im Lauf der letzten Woche drangen in den Redskins-Foren leise Gerüchte ob der angeblichen Missstimmung zwischen RG3 und dem neuen Head Coach und quasi-OffCoord Jay Gruden durch. Grudens Playbook soll mit seiner West-Coast artigen Offense nicht auf Griffins Talente zugeschnitten gewesen sein, und Griffin soll sich darüber laut bei Owner Dan Snyder ausgeheult haben. Gruden scheint den internen Machtkampf gewonnen zu haben.

Mit dem Trade bekommen die Redskins nun in Sam Bradford den Top-Draftpick 2010, der sich bisher nicht so recht in der NFL durchsetzen konnte. So ganz ohne Fähigkeiten wird Bradford aber nicht sein, und wenn Gruden eines kann, dann es ist das Coachen von mittelmäßig talentierten Quarterbacks (siehe: Dalton, Andy).

Die Redskins bekommen quasi gratis mitgeliefert den heiß ersehnten hohen Draftpick um die Defense zu verstärken. Was kommt da besser als die Chance, den nächsten potenziellen Heroen DE Jadeveon Clowney zu ziehen? Ein Clowney als das Monster in der Defensive Line, und Cousins gegen Bradford als Kampf um den Stamm-QB – die Skins sind schon wieder auf dem Weg nach oben.

Für die Rams ist der Move so logisch, dass man sich hinterher fragt: Warum nicht schon 2012? RG3 ist trotz aller Negativpresse der letzten 12 Monate noch immer ein entzückender Spieler, der feuchte Träume wahr werden lassen kann, und wenn nicht, dann ermöglicht er zumindest für die nächsten Monate feuchte Träume. Quarterback war die größte Lücke im Rams-Kader in diesem Jahr, und einen 1st-Rounder haben die Rams dieses Jahr noch immer.

Und das Allerbeste: St Louis spielt nicht auf einem Schlachtfeld, sondern in einer Halle – keine Gefahr mehr also für die Kreuzbänder bei RG3.

Griffin wird in St Louis die 1 tragen. Bradford in Washington die 4.

Ein Tool für Chip

Einer der interessantesten Moves der ersten Woche Free-Agency 2014 war der Trade von Saints-RB Darren Sproles zu den Philadelphia Eagles (Gegenwert: 5th-Rounder). Der Move machte für beide Seiten Sinn: Die Saints schaufeln sich dringend benötigten Platz unter der Salary-Cap frei, die Eagles gewinnen einen logischen Baustein für die weit offene Spread-Offense von Chip Kelly.

Man darf gespannt sein, ob Sproles in Philadelphia eher als Runningback oder als Wide Receiver gesehen wird. Sproles‘ größte Stärke ist das offene Spielfeld, wenn er wie ein Irrwisch die Linebacker aussteigen lassen kann, weniger das Brechen durch die Offense Line hindurch. Die Eagles spielen eine sehr straighte, vertikal orientierte Offense, die nicht lange fackelt und sofort versucht, den Spielzug Richtung downfield zu entwickeln.

Es ist eine Offense, die auf einer massiven Offense Line und viel Speed gebaut ist. LeSean McCoy ist dafür der bestmögliche Back. McCoy ist gleichzeitig ein fangstarker Back. McCoys Backup Bryce Brown ist eher der kräftige Typ für die harten Carries. Mit Sproles kommt nun aber noch einmal ein krasses Element „Doppel-Waffe“ dazu: Sproles ist minimum genauso viel Receiver wie Ballträger.

Stell dir eine Aufstellung mit McCoy und Sproles im selben Lineup vor: Worauf musst du dich als Gegner einstellen? Beide können laufen, beide können fangen. Beide wissen am besten das, was Chip am liebsten kreiert: Bewegung im offenen Raum, dort, wo ihnen keine sieben Linebacker auf einmal auf die Eier steigen.

Sproles ist 30 und damit nicht mehr allzu weit vom Karriereende entfernt. Er sollte aber – zumindest in der Theorie – fitter sein als ein gewöhnlicher 30jähriger Starting-RB, den Sproles agiert seit vielen Jahren vor allem als eine Art change of pace-Back mit Fang- und Returnaufgaben. Er kennt keine 300-Carry Saison. 2-3 Jahre dürfte Sproles noch im Tank haben, und dafür ist ein 5th-Round Pick doch allemal ein Preis, den man für einen solchen Spielertyp zu bezahlen bereit ist.