South Carolina Gamecocks in der Sezierstunde

Im College Football ist momentan die Zeit der Frühjahrscamps. Zeit, einen schalen Blick auf die South Carolina Gamecocks von HeadCoach Steve Spurrier zu werfen, die noch bis Mitte April ihr Trainingslager abhalten. South Carolina, das ist jene Mannschaft aus der SEC, die seit ein paar Jahren ein nicht zu unterschätzender Player im Recruiting geworden ist und sportlich ganz oben mitmischt, ohne dafür größere Beachtung in den Medien zu bekommen.

Dabei durfte man 2011/12 mit 11-2 Siegen erneut als Erfolg werten, und das trotz etlicher Probleme auf (Verletzungsserie) und neben des Spielfeldes (Knalltüte als Quarterback, lustloser Wide Receiver). Die Gamecocks („Kampfhähne“) wurden von einer faszinierenden Front Seven in der Defense im Spiel gehalten, hatten allerdings das Pech, dass Rivale Georgia mit dem viel einfacheren Spielplan die SEC-East gewinnen konnte.


Nun ist QB Stephen Garcia bereits seit Saisonmitte entsorgt und wurde durch den QB Connor Shaw ersetzt. Shaw ist flott bei Fuß und wirkte nach den ersten holprigen Spielen gleich eine Spur wiffer zum Saisonschluss (ca. 75% Completions Rate in den letzten Spielen). Das ist insofern bemerkenswert, als dass die Offensive Line der Gamecocks durchaus löchrig genug war, um sie als die eklatante Schwachstelle in der Mannschaft zu deklarieren. Und dann war da noch der WR Alshon Jeffery, eigentlich einer meiner Favoriten, dem jedoch neben einer fürchterlichen Einstellung zum Spiel auch Butterfinger nachgesagt wurden. Jeffery wird in wenigen Wochen im NFL-Draft einberufen werden, aber von der ursprünglich prognostizierten „Top-10“ ist Jeffery nach zahlreichen Drops weit entfernt.

Shaw dürfte jedoch im Herbst von der Rückkehr des Marcus Lattimore profitieren. Lattimore ist nach den angehenden Profis Richardson/Alabama und James/Oregon der Running Back schlechthin im College Football. Man muss jedoch befürchten, dass diese unglaubliche Agilität nach einem Kreuzbandriss etwas verloren gegangen ist. Nichtsdestotrotz: Mit einem Lattimore in der Aufstellung eröffnen sich in der lauflastigen SEC ganz neue Möglichkeiten.

Denn bereits in der abgelaufenen Saison war man trotz aller Offensivprobleme voll konkurrenzfähig. Grund dafür: Eine Pracht-Defense. Nun ist mit Ellis Johnson (HC Southern Miss) der Co-DefCoord weg, jedoch sprach man hinter vorgehaltener Hand dem „anderen“ DefCoord, Lorenzo Ward, ohnehin den größeren Part des Verdiensts zu. Ward hat die Unit nun allein unter seinen Fittichen und kann trotz zweier hochkarätiger Abgänge (DE Melvin Ingram, CB Stephen Gilmore) auf massiven Bestandteilen aufbauen.

Prunkstück ist die Defensive Line um DE Jadeveon Clowney. Ich habe im vergangenen Jahr den Recruiting-Prozess etwas intensiver verfolgt; als die Pundits über Clowney erzählten, triefte der Speichel förmlich aus den Mundwinkeln, dass die erstbeste Handlung ein Anruf in der ESPN-Zentrale mit Bitte um eine Packung Tempo gewesen wäre. Clowney wird ein exzellentes „Rookie“-Jahr (ergo „Freshman-Jahr“) nachgesagt. Weil die Front Seven neben Clowney drei weitere Starter zurückbringt, kann man von einer fortgehenden Dominanz ausgehen.

Das Defensive Backfield dürfte ein Knackpunkt werden. Gilmore galt jahrelang als nicht vollends eingelöstes Versprechen, jedoch dürfte sein Abgang eine Lücke reißen, da die Gamecocks vieles machten, nicht aber höherklassige Cornerbacks zu rekrutieren. Mit Swearinger/Holloman gibt es ein gutklassiges Safety-Duo, allerdings dürfte es während der Trainingslager Schachspielchen geben, nachdem sogar spekuliert wurde, Linebackers in die Safety-Positionen zurückzuschieben, um die Safetys zu Cornerbacks konvertieren zu können.


Spurrier wird „dran“ bleiben. South Carolina hat allerdings im kommenden Herbst im Vergleich zu Georgia erneut einen eher ungünstigen Schedule zu absolvieren: Obwohl die Bulldogs nach Columbia kommen müssen, trifft man auf vier knallharte Lose: Mizzou, Arkansas und @LSU sowie @Florida. @Florida mag mit „knallhart“ übertrieben beschrieben sein, aber wer die Gator-Defense in der Saisonendphase sah, dem musste mit Ausblick auf die Zukunft schon etwas mulmig werden.

Anyhow: Wir können davon ausgehen, dass South Carolina in den Preseason-Polls Anfang August irgendwo zwischen #8 und #15 eröffnen wird.

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Green Bay Packers in der Sezierstunde

Um die alte Leier runterzufrühstücken: Meine Meinung von der Packer-Mannschaft 2011/12 ist eher ambivalent: Fantastisches Timing in der Offense, ja. Aber eben auch eine Defense mit extrem hohem Schlafmütz-Faktor. Um es ganz kurz anzuschneiden: Pythagoreische Erwartung. Green Bay in den letzten drei Jahren:

Saison    W-L   PE      Rang
2009     11-5   12.0    #1
2010     10-6   12.1    #2
2011     15-1   12.2    #3

Nach Brian Burkes Effizienmessung boten die Packers die Vorstellung einer Mannschaft, von der man im Normalfall 10.9 Siege in einer vollen Regular Season erwarten könnte:

Saison    W-L   Rating  Rang
2009     11-5   10.9    #7
2010     10-6   12.0    #3
2011     15-1   10.9    #5

You get the point. 2010 war man das vermutlich beste Weiterlesen

Todesmarsch

Der Grantland-Kolumnist Chuck Klostermann schneidet in seinem Artikel Kentuckys‘ Death March ein interessantes Thema über den College-Sport an: Die Schere zwischen Arm und Reich, respektive zwischen immer besser und immer gleich gut, im College Basketball an. Am Wochenende (Finale: 2.4.) finden die Final Four der March Madness statt, und Kentucky bringt eine so ausgefeilte Mannschaft mit, dass sie bei aller Größe die Aura des College-Sport zu zerbröckeln droht. Über die Angst eines Mannes, der sein Liebtes in eine Nische zurückgedrängt sieht.

Dallas Cowboys in der Sezierstunde

maschemist hat in den letzten Wochen die Hauptarbeit der bloggenden NFL-Gruppe bei SPOX.com übernommen und bewertet dort derzeit zusätzlich in regelmäßigen Abständen im Rahmen seiner Hausarbeiten-Serie die Tätigkeit der NFL-Franchises. Ich habe den Cowboys-Anhänger maschemist zu den wichtigsten Offseason-Moves der Dallas Cowboys und deren Auswirkungen befragt.


#1 Eine der offensichtlicheren Schwächen der Dallas Cowboys in der vergangenen Saison war, trotz nur leicht unterdurchschnittlicher aufgegebener 6.6yds/Passversuch, das eher suspekte Defensive Backfield. Wie wichtig war diesbezüglich die Verpflichtung von CB Brandon Carr aus Kansas City? Wird diese Verpflichtung Änderungen im Spielsystem von Rob Ryan nach sich ziehen und werden weitere Moves für die Secondary folgen (z.B. via Draft)?

Gerade zu Ende der Saison ist Terence Newman seinen Gegenspielern nur noch hinterher gelaufen. Seine überragende Schnelligkeit ist im Alter – zusammen mit seinen häufigen Verletzungen – einfach abhanden gekommen. Als Ersatz brauchte man auf jeden Fall einen klaren Starter, da Scandrick trotz seines ordentlichen Vertrages als Slot Corner eingesetzt werden soll. Seine schwächsten Leistungen zeigte er immer dann, wenn er wegen Verletzungen der anderen Spieler zwischen außen und Slot hin und her wechseln musste.

Und da die Boys nicht in den Draft gehen wollten, mit der Vorgabe, in der 1. Runde einen CB nehmen zu müssen, mussten sie in der FA aktiv werden. Da ging es darum den besten CB für Rob Ryans System zu finden. Das beruht darauf, dass die CB die WR im 1-gegen-1 decken, während die Front-7 mit ihren Blitzes Jagd auf den QB macht. Darin liegt auch die Begründung, warum die Defense im Laufe der Saison immer schwächer wurde. Newman, Jenkins und Scandrick waren immer wieder verletzt. Es gab sogar ein Spiel, in dem Jenkins einen seiner Arme nicht mehr über seine Schultern heben konnte.

Da konnte Rob Ryan keine Blitzes mehr ansagen, weil er zur Unterstützung die LBs in Coverage ziehen musste, während die CBs teilweise 10 Yards off verteidigt haben. Daher kann Brandon Carr enorm wichtig für die Cowboys werden. Denn er ist ein guter Press Corner, der einen WR lange genug beschäftigen kann, bis der Pass Rush beim QB angekommen ist. Er ist jetzt kein Shutdown Corner, hat aber schon gegen gute WRs gut ausgesehen. Z.B. hat er gegen Calvin Johnson nur 3 Catches für 29 Yards zugelassen (auch wenn 2 davon TDs waren). Um es zusammenzufassen: Er ist ein junger, etwas größerer und natürlich talentierter CB, der sehr gut auf das Anforderungsprofil von Rob Ryans Defense passt.

Ob es weitere Moves geben wird? Only Hell Yeah! Nach den 2,5 CB-Startern Carr, Jenkins und Scandrick hat man nur noch UDFA (Anm. UDFA = undrafted free agent) Mario Butler im Kader. Da sollten noch mindestens 2 weitere CBs im Draft oder FA kommen, zusätzlich zu den alljährlichen UDFAs. Mit dem Signing von Brodney Pool für nur ein Jahr hat man sich auch noch offen gehalten einen Safety hoch im Draft zu nehmen. Es wird schon spekuliert, dass die Cowboys, sollten sie Kirkpatrick an #14 nehmen, sich ein Jahr Zeit nehmen, um ihn zum Safety umzutrainieren. Halte ich jetzt nicht für ideal, aber wenn’s klappt… Ansonsten, wenn die Cowboys runtertraden, könnte Mark Barron kommen oder jemand in der 2. Runde. Wie gesagt, das Signing von Pool hält die Boys nicht davon ab, weiter Ausschau zu halten. Es wird sowieso schon davon ausgegangen, dass sich Pool erstmal gegen Barry Church, einem ehemaligen UDFA, der letzte Saison einige Einsätze als Nickel-LB bekommen hat, durchsetzen muss.


#2 Die Dallas Cowboys haben zwei interessante Leute in der Offense ziehen gelassen: WR Laurent Robinson ging für einen überteuerten Vertrag nach Jacksonville und hinterlässt eine suspekt besetzte „dritte WR-Position“; mit dem lange als Supertalent geltenden TE Martellius Bennett ist ein famoser Blocker abhanden gekommen. Wie werden diese beiden Bausteine ersetzt?

Kommen wir erstmal zur TE-Position: Den Blocker Bennett werden wir sicherlich vermissen. John Phillips, der im Moment zur #2 aufgestiegen ist, ist vermutlich der bessere Receiver, sein Blocking ist aber etwas suspekt. Daher werden die Boys mMn nochmal in der FA aktiv. Ein Name, den ich dabei immer wieder höre, ist Leonard Pope (zuletzt Chiefs). Vielleicht holen sie sich auch noch jemanden im Draft, aber die Cowboys werden sich nicht mit 2 TEs in die neue Saison gehen. Was Bennetts Pass-Catching angeht, hatte er ja eigentlich eine ganz gute Rookie Saison. In seinem 2. Jahr hat er sich aber alles kaputt gemacht, durch zu viele Drops. Von da an hatte er einfach nicht mehr das Vertrauen von Romo und Garrett, zumal man nicht auf seine Catches angewiesen war. Die Cowboys haben genügend andere Anspielstationen. Es ist nur schade, dass man im Endeffekt einen 2nd Rounder ein wenig verschenkt hat.

Bei der WR-Position werden die Boys sicher auch nochmal aktiv, alleine um den Konkurrenzkampf zu schüren. Im Moment scheint Ogletree die Position #3 inne zu haben, aber aus meiner Sicht macht er noch immer zu viele Fehler. Da denke ich insbesondere an das „Dan-Bailey-Game“ gegen die Redskins, als Ogletree die #2 geben durfte und sich regelmäßig falsch aufgestellt hat und die falschen Routes gelaufen ist.

Dahinter kommen 3 Youngster. Dwayne Harris, der alle Anlagen mitbringt, ein guter Slot-WR zu werden, aber noch ganz dringend an seinem Route Running arbeiten muss, da er am College fast nur Screen Pässe gefangen hat.

Andre Holmes, den man letzte Saison extra aus dem Practice Squad hochgezogen hat, obwohl er verletzt war, weil ein anderes Team ihn haben wollte. Ich hab ihn noch nicht spielen gesehen (die Preseason hat er noch bei den Vikings verbracht), aber er ist verdammt groß (die Angaben schwanken zwischen 6-4 und 6-5) und nett schnell. Er müsste noch an den Fundamentals arbeiten, wird innerhalb der Organisation als sehr großes Talent angesehen.

Dann wäre da noch der Fan-Liebling Raymond Radway. Er wurde nicht gedraftet, weil er im Vorfeld (u.A. beim Dallas Day) zu viele Drops hatte. Die Boys gaben ihm trotzdem eine Chance, weil er ein 6-3 großer ehemaliger 400m-Sprinter ist. Im Training Camp fing er dann auf einmal alles, was nur annähernd in seine Richtung flog, und zeigte auch in der Preseason eine ordentliche Leistung, weshalb man eigentlich davon ausging, dass er einen Rosterspot sicher hätte. Dann kam die große Tragödie, dass er sich beim letzten Play des letzten Preseason Games sein Schien- und Wadenbein brach. Es ist noch nicht ganz klar, ob er bis zum Training Camp wieder fit ist und wie viel von seiner Schnelligkeit dann noch da sein wird. Dazu hat er dann ein ganzes Jahr, das für seine Entwicklung extrem wichtig gewesen wäre, verpasst. Er wird es entsprechend schwer haben. Das sind also die 4 In-House Kandidaten.

Vielleicht holt man sich jemanden im Draft (wohl aber nicht vor Round 4-5), ansonsten wartet man vielleicht wieder die Roster Cuts ab, um einen neuen Laurent Robinson zu finden.


Passt? Paaasst, und daher von meiner Seite nur noch ein paar kleinere ergänzende Häppchen über den Cowboy-Laden. Also: Was ja wirklich überraschend daherkommt, ist die Verpflichtung von Kyle Orton als Romo-Backup. Nicht, dass Orton ein schlechter Mann wäre. Aber Orton machte über seine Karriere bisher nie den Eindruck, dass er ein guter Second Stringer wäre. Grundsolider Mann, den man jederzeit ins Spiel werfen kann und der ein jüngeres Upgrade gegenüber Kitna darstellt, aber ob Orton charakterlich als Backup-QB taugt? Ich weiß nicht, ich weiß nicht…

Auf der anderen Seite verbleibt in Sachen Cowboys damit – Secondary und Wide Receivers haben wir bereits zerlegt und der famose RB Murray ist ein Zukunftsversprechen – fast nur noch die Baustelle „Offensive Line“. Der LT Tyron Smith aus dem letztjährigen Draft soll schwer beeindruckt haben, womit eigentlich alles davon ausgeht, dass der nächste Fokus der Cowboys die Innenseite der Line sein wird: Mit den Guards DeCastro und Glenn sind diesbezüglich zwei bekannte Leute zu haben. Die kleineren Lücken auf der „anderen“ Seite, in der Defensive Line, dürften Fokus späterer Runden im NFL-Draft sein.

Einsatzbereit

Von der Frühjahrskonferenz der NFL-Owner: Die 2010 eingeführten neuen Overtime-Regeln für die Playoffs haben sich für den Ernstfall bewährt und werden nach zwei Jahren Testphase nun für den Ernstfall eingesetzt: Die Regular Season.

Wenn die NFL doch nur immer so bedächtig ihre Änderungen ausprobieren würde: Die zweite größere Änderung vom Meeting betrifft Instant Replay (mit kleinem „i“) und wird sofort in der Punkterunde eingesetzt: Ab sofort werden nicht bloß alle Scoring Plays, sondern auch alle Turnovers von den Refs angeschaut. Der praktikable Vorschlag von Andy Benoit/Fifth Down scheint allerdings nicht zur Gänze berücksichtigt worden zu sein, weswegen wir uns künftig an einer Handvoll zusätzlicher Unterbrechungen erfreuen dürfen.

Miami Dolphins in der Sezierstunde

Ein dark fish seit Jahren, sind die Miami Dolphins für mich über Jahre ein klassischer „underachiever“ für NFL-Verhältnisse geworden. Ein Team, das fast alle Bauteile für Dominanz beisammen hat, aber es mit ein bis zwei eklatanten Schwachpunkten immer wieder zustande bringt, die Playoffs zu verpassen. 2011/12 war keine Ausnahme: Obwohl das Punkteverhältnis 8.5 Siege hätte erwarten lassen, holte man nur ein 6-10, mit einer Bilanz von 2-5 in den engen Spielen. Rauswurf des ungeliebten HeadCoaches Tony Sparano inklusive.

Der neue Mann für die von Owner Steve Ross chaotisch geführte Franchise: Weiterlesen

Season Opener 2012/13

Der NFL-Season Opener 2012/13 zum kuriosen Zeitpunkt Mittwoch/Donnerstag 5./6. September 2012 (02h30 MESZ) wird ultraoriginell von den New York Giants und den Dallas Cowboys bestritten. Weil der Season Opener dem Broadcaster NBC gehört, wird der Klassiker Giants-Cowboys zum zirka zweihundertfünfundachtzigsten Mal hintereinander nicht von FOX übertragen. Troy Aikman zieht gerade mit der Mistgabel gen Rockefeller Center.

 

Sezierstunde II: Detroit Lions 2012

Der erste Part der Offseason 2012, die Free Agency, war jahrelang eines der Hauptprobleme der Detroit Lions. Zu häufig wurden wichtige Spieler aus Gründen der Geiz ist geil-Mentalität von dannen geschickt. Nicht so dieses Mal. Vor einem Monat schrieb ich:

[…] dürfte diese Offseason für GM Mayhew die Meisterprüfung darstellen. Sofern die sportliche Leitung der Lions nicht völlig ins Klo greift, werden die Lions auf Jahre ein Thema bleiben.

Der Klogriff blieb aus. Die Lions setzten DE Cliff Avril die Franchise Tag auf und stopften somit vorsorglich ein potenzielles Loch. Für den/die/das Draft ist das insofern von Bedeutung, weil damit der Fokus von der Defensive Line weggerichtet werden kann.

Die zweite wichtige Vertragsverlängerung war jene von MLB Tulloch, der erstaunlicherweise null Beachtung auf dem Transfermarkt bekam. Womit die beiden wichtigsten Puzzleteile in der Defense geklärt wären – CB Wright unterschrieb in Tampa für einen horrend teuren Vertrag; Detroit hatte nie eine Chance (wollten sie überhaupt?).

In der Offense wurde der erfahrene Recke LT Jeff Backus gehalten, obwohl aus San Diego LT McNeill geholt wurde. Ein völliger Paradigmenwechsel für Detroit, das noch vor kurzem den soliden Backus ziehen lassen hätte, um den billigeren McNeill als Ersatz auflaufen lassen zu können. Dabei liest sich Backus’ Bewertung von Pro Football Focus, wenn fit, exzellent, wie das Blog The Lions in Winter herausarbeitete.

Heimlich, still und leise unter Dach und Fach gebracht: Backup-QB Shaun Hill (2010/11 ein verlässlicher Mann) gehalten. Und ein weiteres potenzielles Loch stopfte sich vorerst von allein: RB Best bekam von den Doktoren einen Freifahrtschein, es trotz aller Gehirnerschütterungen noch einmal probieren zu dürfen; Bests Historie besagt jedoch: a) aus gesundheitlicher Sicht wäre ein Rücktritt wohl trotzdem die bessere Entscheidung; b) Best wird ohnehin in Kürze wieder eine Gehirnerschütterung erleiden.

Spektakulärste und wichtigste Aktion war die Vertragsverlängerung von WR Calvin Johnson (8yrs, 132M, 60M guaranteed). Womit zwei Fliegen auf einen Schlag abgeklatscht worden wären: Die wichtigste Figur in der Offense auf Jahre gebunden und ein potenzielles Störfeuer für die kommenden Saison frühzeitig ausgetreten (Johnson wäre 2013 Free Agent geworden und unter der Franchise Tag mindestens 28M teuer geworden). Calvin Johnson ist charakterlich wie sportlich das Aushängeschild der Lions. Ein Wide Receiver als absoluter Superstar des Teams und das ohne die Zicken eines Moss oder Owens.

Die Lions hätten erstmals seit längerer Zeit einen Rückschritt machen können; das passierte bislang nicht. Die wichtigsten Figuren wurden behalten. Für den Draft bedeutet dies: Es könnte tatsächlich ein Defensive Back wie Jenkins oder Gilmore in Runde #1 werden.

Denver Broncos in der Sezierstunde

Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow! Tebow!

Geht es nach sämtlichen Analysten, haben die Denver Broncos mit der Verpflichtung des 36jährigen Quarterbacks Peyton Manning den Jackpot des Jahrzehnts gezogen und den spektakulärsten Weiterlesen

“Luck Was Not A Special Passer”

Herrmann hatte vor Zeiten mal drauf hingewiesen: NFL Films führt seit einiger Zeit ein interessantes Weblog, in der allgemein geschätzte Greg Cosell seine Beobachtungen postet. Cosell hat Zugang zu „All 22“, den Kameraansichten, die die NFL aus fadenscheinigen Gründen nicht offen zugänglich macht. Cosell über…

Luck:

“Luck was not a special passer based on film study. He is not the same kind of arm talent as Matthew Stafford or Cam Newton.”

 “Overall, Luck was not asked to make many tough throws at the intermediate and deeper levels. I did not see those. I will not say he can’t make them, but based on the 5 games I evaluated it’s a projection. In addition, Luck had a tendency to lift his back foot off the ground before releasing the ball. That prevented him from driving through his throws and at times negatively impacted his velocity and accuracy.”

 “Surprisingly, in my 5 game breakdown of Luck, he exhibited a tendency to move too quickly, to leave the pocket too early.

“Luck was an economical player who was at his best as a timing and rhythm, short to intermediate passer.”

RG3:

“He had a very compact and easy delivery with natural velocity. There was a snap to his throws. Many disagree, but in more than 20 years of watching NFL game film, I am a firm believer that arm strength, or put another way, the ability to make tight throws into small windows down the field, is critical.”

“Griffin threw an excellent deep ball, with trajectory, touch and accuracy.”

“He threw effectively out of what we call a ‘muddied” pocket.’ He did not need much functional space to deliver the ball with velocity and distance. Surprisingly, in my 5 game breakdown of Luck, he exhibited a tendency to move too quickly, to leave the pocket too early.”

Und über beide:

“The bottom line in my 5 game film evaluation: Griffin is a superior arm talent and natural passer than Luck.”

Unbedingt lesenswert./via Fifth Down.

Desire, Dedication, Determination

Wer einen Super Bowl gewinnt, bleibt für immer im Gedächtnis aller Footballfans. Der ganze Glanz und Gloria bleibt für immer und nimmt in den meisten Fällen, je länger der Triumph zurückliegt, sogar noch zu. Danach gefragt, kann jeder sofort sagen, wie viele Ringe die 49ers gewonnen haben; wie oft Aikman/Irving/Smith die Lombardi Trophy in den Nachthimmel reckten und wie oft John Elway mit seinen Broncos dann doch noch ganz oben im Football-Olymp angekommen ist.

Aber wer erinnert sich schon an die Verlierer? Wer erinnert sich an das zweitbeste Team der jeweiligen Saison? Und – im Gegensatz zu den Gewinnern – verblaßt ihr Glanz mit dem Fortlauf der Geschichte immer noch ein bißchen mehr.

Wer erinnert sich schon an die 2003er Carolina Panthers (außer korsakoff), an die Seahawks der Saison 2005 oder die Bears 2006? An die Super-Bowl-Verlierer früherer Jahre gar nicht zu denken. Dabei waren viele Mannschaften ganz nah dran. Nur ein Field Goal mehr, nur ein Fumble weniger…

Auch viele dieser Mannschaften haben eine Geschichte. Oft eine beeindruckende, eine berührende, eine bewegende. Einigen dieser Mannschaften hat NFL Films ein Denkmal gesetzt. Die Serie “Missing Rings” portraitiert fünf der besten Mannschaften ihrer Zeit, die keine Lombardi Trophy ihr Eigen nennen dürfen. Missing Rings ist das Gegenstück zu der großartigen Serie “America´s Game”, in der jeder Super Bowl Sieger eine Hommage bekommt, in Teilen mit Originalaufnahmen und in Teilen von späteren Interviews mit drei Hauptprotagonisten der jeweiligen Mannschaft.

Beim Imarchivkramen letzte Nacht bin ich wieder auf eine dieser “Missing Rings” Dokus gestoßen und möchte sie unbedingt jedem Footballinteressierten empfehlen. Es ist die Story der 1998er Minnesota Vikings. Erzählt wird sie von WR Cris Carter, von DT John Randle und nicht zuletzt von Head Coach Dennis Green. Das Mantra von Green sind die 3 Ds: Desire, Dedication und Determination (und nicht „They were, who…). Es hat ihn und seine Vikings weit gebracht, aber eben nicht nach ganz oben.

Man findet dieses sehr sehenswerte Stück zum Beispiel hier.

Die zweite Reihe – Jim Zorn

[In der Serie „Die zweite Reihe“ werden Spieler, Trainer und Taktiken vorgestellt, die für den Erfolg einer Mannschaft essentiell sind, aber nicht im Rampenlicht stehen. Die ersten drei Folgen der Serie – Jimmy Leonhard, Kevin Gilbride und Jeff Saturday – gibt es hier. Für Teil 4 tritt heute Jim Zorn, Quarterbacks-Coach der Kansas City Chiefs, aus der zweiten Reihe ins erste Glied.]

Es gibt nicht viele gute Spieler, die später erfolgreiche Cheftrainer auf dem NFL-Level wurden. Herm Edwards und Mike Ditka fallen in dieser Kategorie sofort ein, aber das war es dann auch schon fast. Jim Harbaugh könen wir nach nur einer Saison ein wenig voreilig vielleicht auch schon mit dazu zählen. Jim Zorn, den wir heute aus der zweite Reihe ins Rampenlicht zerren wollen, hatte vor wenigen Jahren auch mal die Chance dazu – leider in Washington unter der Fuchtel des verrückten Besitzers Dan Snyder. Die zwei Spielzeiten 2008 und ´09 gingen – nach einem kurzen erfolgversprechenden Start- fürchterlich in die Hose.

Wenn man an die (Coaching-)Karriere Zors von einer anderen Seite her angeht, ist sein Aufstieg nicht sonderlich selten. In der Zeit nach seiner aktiven Karriere wurde er ligaweit hoch geschätzt als hervorragender Quarterbacks-Coach. Von dieser Position aus sind schon viele mehr oder weniger erfolgreiche Head Coaches hervorgegangen. Man denke nur an Mike Holmgren, Jon Gruden, Sean Payton, Josh McDaniels und nicht zuletzt Mike McCarthy.

Mit dem wohl erfolgreichsten – Mike Holmgren – begann dann auch sein Coaching-Stern am NFL-Himmel aufzugehen.

Quarterbacking in Seattle

2001, Zorn war zu diesem Zeitpunkt schon 47 Jahre alt, verpflichtete Seattles Head Coach Jim Zorn als Quarterbacks Coach um den neuen Starting QB Matt Hasselbeck unter seine Fittiche zu nehmen. Mit Quarterbacking in Seattle kannte sich Zorn ziemlich gut aus, schließlich war er selbst 13 Jahre lang der Signal Caller der Hawks.

Verpflichtet wurde er im 1976 von der Expansion Franchise im Nordwesten der USA. Schnell wurde der Linkshänder ein Publikumsliebling, auch wenn er nie zur Elite der NFL-QBs gehören sollte. Er wurde zwar zum NFC Offensive Rookie of the Year gewählt (ja, damals gehörten die `Hawks noch der NFC an), aber das geschah hauptsächlich mangels Konkurrenz. In den 14 Spielen seiner Rookie Saison warf er 27 Interceptions, vervollständigte gerade mal 47% seiner Pässe und sein QB-Rating betrug weniger als 50. Von den 14 Spielen gingen 12 verloren.

Er blieb dann immerhin noch sieben Jahre lang Starter und war neben der Legende WR Steve Largent das Aushängeschild der jungen Franchise; aber die Stats wurden nicht viel besser. Seine beste Saison hatte er 1979 mit 3661 erworfenen Yards bei einer Completion Percentage von 56,4. Kombiniert mit 20 Touchdowns und 18 Interceptions reichte das für ein QB-Rating von 77,7.

Bis zu seinem Abstieg zum Backup im Jahre 1983 errangen die Seahawks in keiner Spielzeit mehr als 9 Siege und schafften es nicht ein einziges Mal in die Playoffs. Das sollte sich erst mit dem neuen Helden at the helm Dave Krieg ändern. Nichtsdestotrotz war er bei den Fans so beliebt, daß er heute einer von zehn ehemaligen Spielern ist, die einen Platz im Ring of Honor haben.

Zorn blieb bis Ende der Saison 1984 Backup und tingelte dann zum Abschluß seiner aktiven Karriere noch ein bißchen über die Dörfer. Über die Packers und die Winnipeg Blue Bombers der kanadischen CFL landete er zu seiner endgültig letzten Saison 1987 bei den Tampa Bay Buccaneers.

Direkt im Anschluß begann der seine Coaching Karriere im College Bereich als Quarterbacks Coach bei den Boise State Broncos. Nach vier Jahren wurde ihm bereits der Posten des Offensive Coordinators bei Utah State angetragen, wo er in einem Staff mit Gary Patterson und Dick Bumpas arbeitete. Als der Staff um Head Coach Charlie Weatherbie nach der Saison 1994 umgebaut wurde, kam Zorn als QB-Coach in der Big Ten bei Minnesota unter, bevor er zwei Jahre später von Cheftrainer Dennis Erickson zurück in die NFL an seine alte Wirkungsstätte Seattle geholt wurde.

Dort wurde der Staff allerdings nach einem Jahre ausgemistet und auch bei seiner nächsten Station in Detroit wurde Zorn schon bald Opfer einer großen Umstrukturierung, nachdem HC Bobby Ross während der Saison 2000 hingeschmissen hatte. 1998 war Rookie-QB Charlie Batch unter Zorn ein ganz passabler Starter und 1999 führte er sie das letzte Mal in die Playoffs, bevor die gesamte Franchise den Bach runterging.

Von Washington nach Washington

Seine Leistungen aber hatte Holmgren überzeugt und von 2001 bis 2007 saugte Zorn die West Coast Offense, die Holmgren selbst als QBs-Coach bei Bill Walsh himself studiert hat, in sich auf und machte Matt Hasselbeck zu einem der besten QBs der Liga. Die Seahawks hatten in dieser Zeit nur eine losing season, erreichten aber fünf Mal die Playoffs und standen nach der Saison 2005 im Super Bowl. Zorn war zu dieser Zeit schon sehr kreativ in seinen Trainingsmethoden. In einem seiner berühmtesten Drills bewirft er den Quarterback mit Bällen, denen dieser ausweichen muß, dabei aber immer seine Augen downfield hat und seine Receiver anvisiert.

2008 hatte Zorn schon einen hervorragenden Ruf in der Liga und mehrere Teams boten ihm den Posten als Offensive Coordinator an. Er entschied sich für die Washington Redskins – was, seit Dan Snyder als deren Besitzer zeichnet, selten eine gute Idee für Spieler oder Trainer ist. Nachdem die Hauptstadtlegende Joe Gibbs, dreimaliger Super Bowl Champion mit den ´Skins, nach der Saison 2007 endgültig in Ruhestand ging, war Snyder auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer. Weil aber Snyder mit Zorn und Defensive Coordinator Greg Blache die beiden wichtigsten Assistentenposten schon mal freihändig vergeben hatte, war der heiße Stuhl nicht allzu beliebt. Nachdem Steve Mariucci und Favorit Steve Spagnuolo abgewunken hatten, machte Synder – in einer Mischung aus ein wenig Geniestreich und viel Verzweiflungstat – kurzerhand Jim Zorn zum Head Coach.

Über diese Zeit kann man getrost den Mantel des Schweigens legen. Zorn verband das übriggebliebene Laufspiel-Konzept mit seiner Version der West Coast Offense und hinter QB Jason Campbell und RB Clinton Portis gewannen die `Skins sechs der ersten acht Spiele. Danach hatten sie allerdings erhebliche Probleme, Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Nur zweimal gelangen noch mehr als 13 Punkte und so beendete man die Saison mit einer 8-8-Bilanz.

Die nächste Saison wurde nicht gerade mit hohen Erwartungen angegangen, aber selbst die wurden enttäuscht. Clinton Portis mit seinen 28 Jahren war nur noch ein Schatten seiner selbst und Jason Campbell ist einfach kein Quarterback, der eine Offense tragen kann. In den ersten sechs Spielen machte Washingtons Angriff nur 79 Punkte und GM Vinny Cerrato entriß Zorn kurzerhand die Macht, die Plays zu callen. Ein Vorgang, den man außerhalb Washingtons nur sehr selten in der NFL sieht. Mit Sherman Lewis hat Cerrato, der mit Zorn von Anfang an nicht auf einen grünen Zweig kam, einen neuen OC vorgesetzt und von da an ging es richtig abwärts. Im Dezember kündigte Cerrato überraschend, nachdem er über viele Jahre Snyders rechte Hand gewesen war. Nach der letzten Niederlage in Woche 17, der zwölften, hatte Snyder mal wieder den Besen rausgeholt und zum Großreinemachen angesetzt. Vater und Sohn Shanahan übernahmen den Coaching Staff und haben bis heute auch nicht mehr auf die Beine gestellt als Zorn. Zumindest sieht die Zukunft jetzt wieder ein bißchen besser aus.

Zurück zu den Quarterbacks

Für Zorn persönlich gab es gleich eine neue Chance. Die Baltimore Ravens suchten für ihren jungen talentierten, aber strauchelnden QB Joe Flacco einen guten Lehrmeister und stellten ihn sofort ein. Flaccos Saison 2010 war dann auch prompt die beste seiner bis heute vierjährigen Karriere. Aus nicht ganz geklärten Gründen wollten HC John Harbaugh und OC Cam Cameron nicht meht weiterarbeiten. Wahrscheinlich hatte es mit den unterschiedlichen Vorstellungen im Playdesign zu tun: Cameron hat seine Ausbildung bei Norv Turner gemacht und liebt das vertikale Spiel, während Zorn aus der alten Bill-Walsh-Schule kommt und mehr Wert auf Timing-Routes legt und darauf, daß Spielfeld eher in seiner ganzen Breite als in ganzer Länge zu nutzen. Flacco machte seinen Ärger über Zorns Rauswurf sogar laut und deutlich öffentlich, konnte seinen Abgang aber nicht verhindern. Seine Zahlen 2011 gingen steil nach unten: 5 Prozentpunkte bei der Completion percentage (58% statt 63%); 6,7Y/Paßversuch statt 7,4Y/P und ein Rating von 80,9, das 2010 noch 93,6 betragen hatte.

Mit Matt Cassel in Kansas City bekam aber gleich der nächste strauchelnde Quarterback den Tutor Zorn. Leider verlief die Saison dann etwas anders, als sich die Chiefs das vorgestellt hatten. Cassel konnte aufgrund von Verletzungen nur neun Spiele machen und Zorn mußte daher die Herren Tyler Palko und Kyle Orton auf Todd Haleys Offense einschwören. Haley wurde schließlich entlassen und für die nächste Saison hat der neue Chef Romeo Crennel seinen alten Patriots-Buddy Brian Daboll als OC installiert – und nicht Zorn. Daß er bis zuletzt ein heißer Kandidat auf den Posten war, zeigt, daß er trotz des Debakels in Washington noch Chancen hat, bei einem Team das Playcalling zu übernehmen. Jetzt hat er erstmal alle Hände damit zu tun, „seinen“ Cassel in einer Division mit Philip Rivers und Payton Manning nicht allzu alt aussehen zu lassen.

Philadelphia Iggles in der Sezierstunde

Wilde Saison für die Eagles: Nach wenigen Wochen war die Halbwertszeit des „Dream Teams“ abgelaufen und der Trainerstab um die Ikone Andy Reid im blanken Überlebenskampf angekommen. Am Ende fehlte den brandheißen Iggles trotz einer Serie an Kantersiegen nur ein Spiel für die Playoffs.

Und das nach einer problematischen Saison mit Weiterlesen

Sezierstunde II: Houston Texans 2012

Rund einen Monat nach dem Sezierstunde-Eintrag zu den Texans bin ich etwas perplex ob der Entwicklungen in Houston. Vor einem Monat noch als erstaunlich komplettes Team in die Offseason gegangen, haben die Texans seither einige merkwürdige Moves gemacht.

  •  RB Arian Foster teuer verlängert.
  •  OLB Mario Williams umstandslos ziehen lassen.
  •  MLB DeMeco Ryans für lau verkauft.
  •  OT Eric Winston rausgeworfen.
  •  C Chris Myers nur im letzten Abdrücker verlängert.

Einem Running Back in einem System, in dem noch jeder Running Back erfolgreich war, Millionen nachzuschmeißen, dafür einen Offensive Tackle und die zwei namhaftesten Verteidiger jeweils im besten Alter auf die Straße zu setzen oder ziehen zu lassen: Wirklich logische Handlungen sind datt nicht.