NFL Power Ranking 2017 – Conference Finale

NFL Power Ranking nach dem Conference-Championship Wochenende.

In der letzten Ausgabe vor der Super Bowl haben wir dasselbe Bild wie vor einem Jahr: Die beiden Finalisten stehen auf #1 (New England) und #2 (Philadelphia). Die Eagles-Performance gegen die Vikings war gemessen an den Umständen und dem zu gewinnenden Preis (Super Bowl) die mutmaßlich eindrucksvollste Vorstellung der ganzen Saison. Die Eagles katapultieren sich damit wieder hoch auf #2, nachdem sie in den Wochen nach der Wentz-Verletzung nur noch zwischen #4 und #5 rangiert hatten.

Dass die Eagles nach Wentz‘ Kreuzbandriss nicht komplett abstinken würden, hatte ich schon direkt im Anschluss an die Verletzung geschrieben:

Niemand sollte von Foles die Wiederholung seiner nicht replizierbaren Saison 2013 erwarten (Foles war damals 27 TD vs 2 INT). Aber wenn Foles auch nur eine komplett durchschnittliche Pass-Offense orchestriert, also 6.2 NY/A fabriziert, fallen die Eagles im Power-Ranking sanft: Setzen wir besagte durchschnittliche Pass-Offense für die Eagles ein, rangiert Philadelphia noch immer auf #5 im Power-Ranking. So komplett ist dieses Team aufgestellt! Das war auch mit ein Grund, warum ich vor ein paar Wochen Carson Wentz nicht als ernsthaften MVP-Kandidaten angesehen habe. Wenn Foles übrigens eine Standard-Abweichung unterhalb NFL-Schnitt produziert, also 5.4 NY/A machen sollte, sind die Eagles auf #10 noch immer in den Top-10 klassiert.

Foles war einigermaßen wackelig in der Regular Season, aber die beiden Playoff-Spiele gegen Atlanta und Minnesota waren als Paket zwischen Game-Planning der Coaches und Ausführung des QBs nahezu am Optimum. Foles ist nicht ganz das Kaliber von Wentz, aber der Kassenpatient kann sich nicht beschweren, wenn der Backup gegen die beste Verteidigung des Jahres im NFC-Finale 10.1 NY/A aufs Parkett buttert.

Jetzt kommt die Super Bowl 52 als Neuauflage der Ausgabe 39. Es geht wieder gegen die Patriots, die gegen Jacksonvilles Monster-Defense Eier bewiesen und einen 10-Punkte Rückstand aufholten. Jene Super Bowl 39 war vermutlich die „langweiligste“ der Belichick/Patriots-Superbowls: Ein 3-Punkte Sieg ganz ohne Comebacks und Führungswechsel im Schlussviertel.

Es ist Belichick/Bradys 8-te Superbowl-Teilnahme. Keine Coach/QB-Combo hat mehr als 4.

Brady hat in 16 Jahren als Stamm-QB sensationelle 50% seiner Saisons in der Super Bowl beendet.

Foles ist erst der dritte QB nach Doug Williams (1987 Redskins) und Jeff Hostetler (1990), der weniger als 3 Regular-Season Starts hatte und dann in der Super Bowl spielte. Beide Vorgänger gewannen übrigens den Titel, Williams sogar als MVP.

New England ist in den Wettbüros mit 5.5 Punkten favorisiert – eine Line, die ich nicht nachvollziehen kann, wenn man sich vor Augen führt, dass Philly gegen Atlanta (mit 2.5 Punkten) und Minnesota (3.5 Punkte) zuhause als Außenseiter gehandelt wurde. Ich hätte eher eine Line von Patriots -8 erwartet, aber der letzte Eindruck der Eagles scheint wohl zu überwiegen.

Das Power-Ranking sieht die ganze Sache allerdings viel knapper: New England mit 51% Siegchance, also mit einem minimalen Spread von 0.4 Punkten. Das ist für Super Bowls nicht ungewöhnlich: 2010 waren die Packers mit 0.003 Punkten und 2011 die Giants mit 0.00001 Punkten favorisiert, wenn wir die Metriken dieses Rankings heranziehen.

Wer also beim Duell „Belichick gegen Foles“ einen Blowout erwartet, der sollte sich vor Augen führen, dass:

  • Patriots-Superbowls wie Bayern und CL-Finale sind: Thriller mit Freak-Ausgang
  • Philadelphias Trainerstab den „Coach-des-Jahres“ abstauben sollte
  • Das Power-Ranking nur 51% Favoritenstatus für Philadelphia sieht.

Gefühlt würde ich trotz allem eine klare Favoritenstellung für New England sehen, aber es gibt zumindest Anzeichen dafür, dass wir erneut eine enge Super Bowl erleben werden.

NFL Power Ranking 2017 - Conference.png

Und so liest sich das ganze: Die erste Sektion (WP | E16) beschreibt die Stärke der jeweiligen Mannschaft. WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16). Die zweite Sektion (SOS | Rs) beschreibt die Stärke des Schedules und die Platzierung des Schedules. OFF ist die Platzierung der Offense, DEF die Platzierung der Defense. LW ist die Platzierung der entsprechenden Mannschaften in der letzten Woche. Bereits für die Playoffs qualifizierte Teams sind fettgedruckt.

18 Kommentare zu “NFL Power Ranking 2017 – Conference Finale

  1. 50/50 fühlt sich für mich auch erstmal richtig an. Da war so viel so knapp bei den Patriots dieses Jahr, es gibt nicht den geringsten Grund anzunehmen, dass sich in der Super Bowl die Dinge auf einmal ändern. Philadelphia hat eine sehr starke Defense und im Prinzip kann jede Offense den Patriots Probleme machen im Sinne dessen, dass die Patriots-Defense einfach nicht dominant ist. Fast jeder QB hat in diesem Jahr gegen die Patriots stark ausgesehen, ob Bortles oder McCown, ob Watson oder sogar Fitzpatrick. Die Defense ist im Moment einfach nicht gebaut um gegnerische Offenses auseinanderzunehmen, dafür fehlen die splashy plays und vor allem die Turnovers.

    Foles wird jetzt auch nicht aus Ehrfurcht zusammenbrechen und zusammen mit dem durchaus explosiven Laufspiel und der Erfahrungen dieser Saison würde ich mal davon ausgehen, dass Philadelphia das Spiel kontrollieren kann. Allerdings hab ich von Philadelphia kein einziges Spiel gesehen in diesem Jahr, auch insofern bin ich schon sehr gespannt, wie das wird.

    P.S.: „Foles ist nicht ganz das Kaliber von Wentz, aber der Kassenpatient kann sich nicht beschweren, wenn der Backup gegen die beste Verteidigung des Jahres im NFC-Finale 10.1 NY/A aufs Parkett buttert.“ – Grandiose Anwendung der Bandbreite des deutschen Vokabulars! 🙂

  2. Der Patriots-Bayern-Vergleich fühlt sich für mich richtig an. Ich kann die Patriots mittlerweile genauso wenig leiden wie die Bayern. #FlyEaglesFly

  3. Der letzte Eintrag könnte von mir sein. Für mich sind die ewigen Patrioten nicht aufregend, sondern schlicht furchtbar langweilig.

  4. Sie sind inzwischen auch schon mir als Patriots-Fan langweilig. Ich überleg mir schon ernsthaft, ob ich mir die SB überhaupt noch anschaue, obwohl es sicher ein super Spiel wird. Ein nicht unerheblicher Teil meines Football-Fans ist auch immer noch der Meinung, dass es falsch war, nicht voll of Jimmy G zu setzen und Brady in die Rente zu schicken (auch wenn das faktisch völliger Blödsinn ist und nichtmal möglich gewesen wäre, wenn Brady nicht mitgespielt hätte), einfach weil sich dann wieder mal echt was tut bei den Patriots. Alleine was man jetzt schon die ganze Zeit zu lesen bekommt, ziemlich egal in welchem Medium. Es gibt gefühlt keinen einzigen Artikel, in dem nicht mindestens dreimal sämtliche Rekorde von Brady & Belichick aufgezählt werden und mehrmals darauf hingewiesen wird, das beide sowohl einzeln als auch zusammen GOAT sind. Es wird einfach fad mit der Zeit, da kann man dann irgendwann nur mehr zu Zynismus greifen (weshalb sich z.B. die reddit-Threads für mich immer noch ganz spannend lesen).

    Ist vergleichbar mit einer Fußballliga, in der du eine Guardiola-Truppe dabei hast. Vom künstlerlischen Aspekt des Fußballs her im Sinne von Ästhetik und Perfektionismus überaus ansprechend, aber am Ende des Tages dann doch irgendwie langweilig und irrsinnig redundant.

  5. na ja der Erfolg eines Teams ist immer langweilig, würden die steelers die letzten Jahre die NFL dominieren würden sich alle auch gelangweilt fühlen. ich finde das mit den pats natürlich nicht optimal für so eine ausgeglichene Liga wie die NFL, aber brady und Co zu unterstellen das sie langweilen wäre einfach unfair.

  6. Das was die Combo BB/TB da seit mehr als einem Jahrzehnt ist der pure Wahnsinn und verdient nichts als Respekt. Insbesondere in einer Liga wie der NFL die eigentlich alles auf die Chancengleichheit setzt ist die einzige Konstante die Konstanz der Patriots.
    Ich kann auch verstehen dass sie von vielen nicht gemocht werden, trotzdem gebührt ihnen Respekt.

    Aber wie einem als Patriots-Fan langweilig wird weil es weiter läuft und man sich überlegt sogar den Super Bowl nicht zu schauen bleibt für mich ein Rätsel und hinterlässt nichts als Fragezeichen. Ich genieße weiterhin jedes Spiel und jeden Snap den TB spielt und bei dem BB an der Sideline steht.

  7. Den Vergleich mit Bayern oder evtl. auch den Yankees oder den Chicago Bulls in den 90ern kann ich gut verstehen. Eine Mannschaft die über so lange Zeit dominant ist, wird neutralen Fans natürlich langweilig und erzeugt evtl. auch ein Gefühl von Abneigung. Auf nfl.com gibt es dazu übrigens gerade einen amüsanten Artikel von Adam Schein:
    http://www.nfl.com/news/story/0ap3000000909447/article/new-england-patriots-reign-is-great-whether-you-like-it-or-not

    Ich als leidgeprüfter Anhänger des Hamburger SV und auch der Patriots freue mich jedenfalls über jede winning-season oder Superbowl-Einzug . Mir ist durchaus bewusst, dass es eines Tages auch mal wieder bergab geht und die Pats eine 2-14 Saison o.ä. hinlegen. TB12 und BB werden nicht spielen bis sie 100 Jahre alt sind ; )

  8. @Majo: War vielleicht etwas falsch formuliert von mir. Ich finde jetzt nicht die Patriots an sich fad, schaue mir die Spiele auch meistens noch an, aber immer seltener live, weil die Prioritäten inzwischen etwas anders gelagert sind. Ich sag es mal so: die Dominanz der Patriots kooinzidiert einfach bei mir mit allgemein etwas abnehmendem Interesse am American Football 🙂

  9. „und im Prinzip kann jede Offense den Patriots Probleme machen im Sinne dessen, dass die Patriots-Defense einfach nicht dominant ist. Fast jeder QB hat in diesem Jahr gegen die Patriots stark ausgesehen, ob Bortles oder McCown, ob Watson oder sogar Fitzpatrick. Die Defense ist im Moment einfach nicht gebaut um gegnerische Offenses auseinanderzunehmen, dafür fehlen die splashy plays und vor allem die Turnovers.“

    Die Patritos defense hat seit Woche 4 genau 1 mal mehr als 24 Punkte zugelassen (2 Brady Ints in dem Spiel.) Die Patriots haben Mccown zu 6 Punkten gehalten (super Spiel), nicht gegen Fitzpatrick gespielt, Die Falcons zu 7 Punkten, die Chargers zu 13, die Raiders zu 8. Nummer 6 in Sacks. Man ist #26 nach Yards/Drive aber #6 nach Punkten/Drive. Schonmal was von Bend-but-don’t break und Garbage Time gelesen?

  10. Ahja, Fitzpatrick hatte ich falsch im Kopf, da hat sich Winston ja gar nicht verletzt gegen Tampa; das Spiel hab ich im Nachtdienst geschaut, da bin ich mitunter nicht ganz bei der Sache 🙂

    Zum Rest: Punkte sagen sehr wenig aus. Schau dir die erweiterten defensiven Statistiken an (z.B. DVOA oder auch das Power Ranking hier), oder schau dir einfach die Spiele an. Natürlich, sie sind nie zersägt worden (außer von KC in Woche 1), aber von dominant kann keine Rede sein, völlig wurscht wie viele Punkte es letztendlich waren. Letztlich ist man 3 Plays davon entfernt, dass es mit den Playoffs knapp wird (die Spiele gegen TB, Pittsburgh und die Texans). Das heißt nun nicht, dass die Patriots schlecht sind, aber man hat das Ding schonmal dominanter gespielt und in diese Defense habe ich kein Vertrauen, vor allem nicht bei 3rd Down. Da kam man in vielen Spielen nicht vernünftig vom Feld, weil der Druck vorne gefehlt hat.

    Und ja, Bend-but-don’t-break ist mir ein Begriff. Spielt man üblicherweise als Notlösung, weil man der eigenen Defense nicht mehr zutraut. Denn warum sonst sollte man freiwillig dem Gegner einen Gutteil der Zeit den Ball überlassen? Das bringt dir erstmal gar nichts und ist gefährlich. Die aktuelle Bend-but-don’t-break-Philosophie ist ein Produkt dessen, dass man in den ersten 4 Wochen mit tiefen Pässen bzw. langen Plays zerlegt wurde. Es hat aggressiver nicht funktioniert, deswegen hat man umgestellt. Das ist kein saisonlang geplanter Masterplan von Emperor Belichick, sondern eine Notlösung. Es ist natürlich auch die intelligente Anpassung des Spielstils an die Fähigkeiten des eigenen Spielermaterials.

    Und um der Diskussion vorzubeugen: natürlich kann man mit so einer Defense die SB gewinnen. Hat 2014 funktioniert. Hätte 2011 fast funktioniert. Den Sinn dahinter sich einzureden, dass man aufeinmal eine potente Defense hat, den sehe ich halt trotzdem nicht, wenn die relevanten Statistiken und auch der Blick auf das Spielfeld das nicht bestätigen.

  11. Ich will diese Bend-but-don’t-break Debatte gar nicht weiter befeuern, aber folgende Statistiken sind sicherlich nicht irrelevant: zugelassene Punkte/Drive oder zugelassene Punkte/Spiel. Das letzte Mal als ich nachgeschaut habe, gewinnt man Footballspiele, in dem man mehr Punkte macht als der Gegner. Wenn die eigene Defense erfolgreich im Punkte verhindern ist, ist für mich die Art & Weise zweitrangig.
    Natürlich wäre es schön, wenn man eine Defense wie die Vikings oder Jaguars hätte, die Druck auf den QB machen und nicht viele Pässe zulassen. Andererseits kann man sich diese Saison auf die Patriots Defense genau dann verlassen, wenn man sie braucht: gegen Ende des Spiels, wenn die Offense den Ball nochmal braucht und der Gegner keine Punkte mehr machen darf. Die Patriots verteidigen dann ganz passabel gegen den Lauf und zwingen die Gegner zu langen 2.+ 3. Versuchen.
    Die Patriots Defense kann einen schon mal zum Verzweifeln bringen, wenn Bortles (oder Ben auf JuJu) wieder nen Shallow Cross für viel Raumgewinn an den Mann bringt, aber trotzdem habe ich generell Vertrauen in die Defense als Unit.

  12. Absolut richtig, ich sage ja auch nicht, dass die zugelassenen Punkte nicht relevant sind. Ganz im Gegenteil, das ist natürlich das, was letztlich zählt. Ich sage nur, dass man vorsichtig sein sollte, wenn man auf Basis dieser Punktestatistik nun eine dominante Defense erwartet. Genauso wie man einen halt einen QB nicht auf Grund von seinen erzielten Yards allein bewerten kann. Dann wäre es nämlich auch unverständlich, warum es jetzt überhaupt eine Diskussion gibt, ob Bortles bei Jacksonville bleibt, oder nicht.

  13. Ich fand die Patriots Anfang der 2000er sogar sehr sympathisch. Aber dann kamen solche Sachen wie Spygate und Deflategate, sowie zum Beispiel am Sonntag fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen hinzu, sodass viel meiner Antipathie auch daher rührt.

  14. Selbst mit Niederlangen Gegen die Texans, Buccs und Steelers wären die Patriots mit 10-6 der Nummer 4 Seed gewesen. (Die Bills immernoch 8-8, also hätte man noch 2 weitere Spiele verlieren können und hätte immernoch die AFC East gewonnen)

    Niemand erwartet eine dominante Defense. Abgesehen davon, dass die Patriots über weite Teile der Saison extreme Verletzungsprobleme hatten und mit einem komplett neuen CB (Gilmore war der Hauptgrund der schlechten Leistungen zu Beginn der Saison) und einigen neuen LBs die Verteidigung erstmal ihren Groove finden musste.
    Von 8.1 yards erlaubt pro First down zu 6.57 zu 4.88 nach der Bye-Week, und das gegen die meisten Passversuche von Gegnern.

    Statistiken besagen, dass die Patriots schon über einige Saisons erfolgreich signifikant BBDB spielen. http://insidethepylon.com/nfl/teams-nfl/afc-east/new-england-patriots/2017/02/01/new-england-patriots-bend-dont-break-defense-myth-reality/

    Die Patriots sehen BBDB als Strategie an. Wenn man mehr als einen Score vorne liegt, nimmt der Gegner in dieser Verteidigungsweise sich selber die Zeit von der Uhr und die Defense erlaubt keine großen Raumgewinne bei einem Spielzug. Die Defense spielt komplett anders bei Gleich- oder Rückstand. Gegen die Steelers war es ein Fluke-Play mit 2 verpassten Tackles gegen einen Shallow-Cross, was den Steelers leben einhauchte. Ansonsten wären die Steelers mit einem TO mit 40 Sekunden 30 yards von der Endzone gewesen.

  15. @RamsFan

    Na klar, die Liga will, dass die Patriots gewinnen… Deswegen sind die fast bis vor den Supreme-Court gezogen.

    Spygate ging nicht um unerlaubtes Filmen. Das Filmen von Signalen ist erlaubt. Die Patriots wurden bei inkonstanter Regelauslegung für den Ort, von dem sie gefilmt haben bestraft. Um mehr Gleicheit in der Liga zu erzeugen.

    „If the team made the playoffs, they lost a first round pick. If they didn’t, they lost second and third rounders. Interestingly, Goodell based his punishment on how well the team did without the camera. The better they did without it, the worse the punishment got.“

    http://bleacherreport.com/articles/199345-the-truth-about-spygate-punishing-success-and-promoting-parity

    Und jedes Kind kann ausrechnen, dass Deflategate totaler Blödsinn ist.

  16. Wenn man vorne liegt hab ich kein Problem mit der Philosophie bzw. den Schlussfolgerungen. Aber in dieser Saison hatte man häufig nicht die Führung. Abgesehen von dem offensiv sehr dominanten Monat von Woche 10 bis 13 (Spiele gegen Broncos, Raiders, Dolphins und Bills) war eigentlich jedes Spiel bis gegen Ende hin knapp.

    Zum Artikel: Jo, der beschreibt das sehr gut, dass es eben nicht nur auf eine Statistik ankommt. Dass man (z.B.) ein schlechtes DVOA-Rating eben nicht gleichsetzen sollte mit schlechter Defense, wenn andere Metriken (z.B. die zugelassenen Punkte) dagegen sprechen ist natürlich auch ein Punkt.

    Aber – wie gesagt – ich sehe das heuer eher als Notlösung angesichts der Probleme der ersten 4 Wochen. Ganz offensichtlich eine mehr als passable und funktionierende Notlösung, aber halt trotzdem nichts was von Anfang an so geplant war.

    Ein ganz anderer Punkt, den man auch fast nie beachtet aktuell: die Patriots verlieren das Spiel nicht mit den Special Teams. Man gibt dem Gegner keine gratis Yards bei Returns, er wird eigentlich immer zu langen Drives gezwungen. Da zahlen sich die Investments in die Special Teams aus. Ist zwar nicht sehr flashy, aber funktioniert.

  17. Re: Patriots aka Cheaters
    Es ist natürlich einfach, den Erfolg an Cheating festzumachen. Ich dagegen habe das Gefühl, wie wenn sich die Medien immer auf solche Kontroversen stürzen und eine Hexenjagd draus machen, die jeder Logik, Vernunft (und manchmal auch Faktenbasis) entbehrt. Bestes Beispiel vor 2-3 Wochen der Artikel von ESPN über die angeblichen „Verwerfungen im Machtgefüge der Patriots“ als Nachwirkung des Garoppolo Trades – begründet auf der Position von Brady’s Personal Coach Guerrero. Von mir aus gibt es da ein paar Ungereimheiten und dessen Position im Team ist nicht ganz transparent, aber ESPN macht direkt ne Schlammschlacht daraus :-D. Glücklicherweise hat dieser Artikel nicht so große Wellen geschlagen wie damals Deflategate. Und die Patriots lassen sich nicht beeindrucken und kommen in die Super Bowl.

    Re: Patriots Special Teams
    Auch ich finde die konstante Stärke der Pats ST beeindrucken, stimme, @Philipp S. da absolut zu. Die Konstanz der Spieler ist beeindruckend, das ist seit einigen Jahre immer derselbe Kern: der bekannte Matthew Slater (Pro Bowler) und dahinter RB Brandon Bolden, die Safeties Brandon King und Nate Ebner, uvm. Auch haben die meisten Pats Draftpicks in den hinteren Runden immer mit ST Fähigkeiten (bsp. CB Jonathan Jones), sogar der Long Snapper wurde mal gedrafted: Joe Cardona (5th-rd-pick 2015). Natürlich zählen auch Punter und Kicker zu den besseren der NFL.

  18. Pingback: Los Angeles Chargers in der Sezierstunde | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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