Alabama vs. Clemson IV im Liveblog

Und damit Schluss für diese College Football Saison. Den Liveblog vom Endspiel gibt es nach dem Sprung.


[05h50] Dabo Swinney im Siegerinterview: Alabama und Nick Saban sind die Größten. Ich fühle mich wie im Hollywood-Film. Ich bin der beste Beweis, dass man es mit völliger Fokussierung schaffen kann. Wenn ein Typ wie ich an einer Uni wie Clemson den Titel holen kann, dann kann es jeder und jede kleine Uni, wenn sie sich nur ganz ihrem Ziel hingeben. Ich goffe, dass wir damit eine Inspiration sein können.

Trifft den Kern: Clemson ist theoretisch nicht die Universität mit den besten Voraussetzungen für den Durchbruch. Aber seit 2008 jedes Jahr Fortschritte gemacht. Vor zwei Jahren brauchte man noch eine überirdische Performance von QB Deshaun Watson. Heute war es ein Sieg auf allen Ebenen des Mannschaftssports.

[05h45] Endstand Alabama Crimson Tide 16, Clemson Tigers 44

Ein noch nicht gesehener Kantersieg gegen ein Nick-Saban Alabama, dass man angesichts der Tatsache, dass Leistungsträger wie QB Trevor Lawrence, RB Travis Etienne oder WR Justyn Ross noch ein bis zwei Jahre am College spielen müssen, anfangen kann, an eine schleichende Machtübernahme von Clemson zu glauben.

Heutiger MVP: Clemson Offensive Line. QB Lawrence hinter selbiger mit einer derart perfekten Vorstellung, dass schon alles auf den NFL-Draft 2021 wartet, wenn Lawrence als #1 vom Tablett gehen wird. Schon im heurigen NFL-Draft werden die vielen Clemson Defensive Liner als 1st Rounder in den Draft gehen.

Also: Monströse Vorstellung von Dabo Swinneys Clemson. Aber: Alabama vs. Clemson steht erst 2:2.


[05h43] QB Chase Brice, der in Clemsons kritischstem Moment im Oktober gegen Syracuse die Saison für Clemson rettete (Lawrence mit Gehirnerschütterung raus, Brice drehte das Spiel), darf das Spiel für Clemson zu Ende spielen.

[05h39] Clemson läuft über ein plattes Alabama drüber und wechselt 3 Minuten vor Schluss die Starter aus. Geoff Schwartz, ehemaliger NFL-Offense Liner, beschreibt das Gefühl, das Clemsons Offense Line in diesem letzten Drive erlebt:

[05h32] Ich habe gerade heute Vormittag noch hitzige Twitter-Diskussionen verfolgt, in denen Experten, die die Qualität der Alabama-Offense Line anzweifelten, mit dem Verweis auf große Namen wie LT Jonah Williams („sicherer 1st Rounder / bester OL im College Football“) platt gemacht haben. Die Kritiker der Offense Line behielten recht: Eine hoffnungslos überforderte Alabama-OL war der wichtigste Faktor für diesen Blowout.

[05h24] 3&out Clemson – Aber ca. 2 min von der Uhr genommen. Alabama wechselt nun Backup-QB #2 Jalen Hurts ein.

[05h16] Turnover on Downs Alabama!

Ein Goal-Line Stand symptomatisch für die mittlerweile totale Dominanz der Clemson Tigers:

1st&Goal von der 1: RB Harris zu kurz
2nd&Goal von der 1: Harris mit freier Bahn in die Endzone, und plötzlich greift die linke Hand von CLEM #19 nach Harris – keine Chance für Harris, der Schwung hatte!
3rd&Goal: Harris stolpert aus Heady-Personnel für -1 über #42 Wilkins
4th&Goal von der 2: Tagovailoa für Raumverlust zu Boden gerissen. Alabama nun mit 3 Punkten Ausbeute aus den letzten vier Redzone-Drives.

Der Dolchstoß gegen eine der dominantesten Offenses in den letzten 30 Jahren.

Drittes Viertel

[05h11] Ende Q3 in Santa Clara. Die Partie sieht sehr entschieden aus, wenn Clemson mit 28 Punkten führt. Alabamas Defense bekam ganz einfach keinen Zugriff auf Lawrence, der in seiner Pocket machen konnte was er wollte und Alabamas Defense sensationell zerpflückte.

[05h03] TD Clemson – BAMA 16, CLEM 44 | Q3 0:21
5yds-TD Catch #5 Higgins

Der Killer-Drive der Clemson Tigers – getriggert von zwei fantastischen Catches von „Justynbounds Ross“ und abgeschlossen von einem weiteren hervorragenden Catch des WR #5 Higgins. QB Lawrence nicht immer 100%ig präzise, aber seine blutjungen Receiver reißen auch noch die wenigen unvollkommenen Momente des Superstar-QBs raus.

Alabama kassiert einen weiteren 85yds-Drive. Die Partie sieht sehr entschieden aus, weil Alabama null Zugriff auf Lawrence bekommt und der die Bälle verteilt als wäre er Tom Brady.

[04h51] Turnover on Downs Alabama!

Und das nächste Desaster: Alabama mit einem 60yds-Drive, doch im 3rd Down übersehen die Referees ein recht eindeutiges Holding der Clemson-Defense und im 4th Down gerät der Tagovailoa-Scramble ein Yard zu kurz.

Alabama verschwendet eine Scoring-Chance nach der anderen: Aus den letzten drei Redzone-Besuchen nahm Crimson insgesamt 3 Punkte mit. #spielentscheidend

Clemson übernimmt an der eigenen 11yds Line. Alabama schwimmen mit 20 Minuten auf der Uhr die Felle davon.

[04h37] TD Clemson – BAMA 16, CLEM 37 | Q3 8:26
74yds-Catch&Run #8 Justyn Ross

Ross physisch an der Anspiellinie gegen CB #4 Saivion Smith, schaltet den Cornerback damit aus (Smith bleibt verletzt liegen), ist völlig offen, von Lawrence ideal angespielt – und Ross rennt vorbei am ausrutschenden Safety #14 Thompson 74yds durch zum TD. Kompletter Breakdown Alabama.

PAT geht Bears-like an die Stange. Damit 21 Punkte Vorsprung für Clemson. Alabama wird noch ca. 5 Drives bekommen – wird also langsam eng…

[04h32] Fehlgeschlagener Fieldgoal-Fake Alabama!

Saban schon mit der Verzweiflungstat: Fieldgoal-Fake in der Clemson-Redzone gegen eine Defense, die noch nichtmal auf den Kick – nur auf den Fake – eingestellt war. Überraschendes Ergebnis: Fake scheitert.

Alabama bis dahin mit einem 12 Play, 53 Yards Drive. Clemsons Defense fordert Alabama aufs Äußerste, gibt keine größeren Plays auf. Runningbacks und Tagovailoa müssen sich jedes Jahr erkämpfen. Die einzige Frage, die da bleibt: Kann sich diese Defense über vier Viertel durchschlagen, denn sie ist viele Spielzüge am Feld?

Halbzeit

[04h05] Update vom Trainerkarussell: Green Bay bestellt Matt LaFleur zum neuen Headcoach und USC-OffCoord Kingsbury, erst kürzlich eingestellt, legt einen holländischen Abgang hin, geht ebenso in die NFL. Wohin, ist noch nicht ganz klar. Atlanta wird es eher nicht, denn die Falcons werden wohl Dirk Koetter als neuen OffCoord einstellen.

[04h02] Saban deutete im Halbzeitinterview an, dass Clemsons Offense zahlreiche Plays spielte, die Alabamas Defense über diese Saison Probleme bereitet hatte. Die Chinesen-Taktik von Clemson: Einfach das kopieren, was andere erfolgreich gemacht hatte.

[03h55] Halbzeit Alabama Crimson Tide 16, Clemson Tigers 31

Faszinierende erste Halbzeit. Clemson führt mit 31 Punkten, aber Dabo Swinney im Halbzeitinterview hatte Recht: Die klare Führung ist trügerisch.

Den Unterschied machen im Prinzip Kleinigkeiten: Tagovailoa mit den beiden Turnovers, Alabama verpasst den TD mit dem Ball an der 1/2 Yard Line, Alabama begeht die Defense-Strafen.

Clemson lebt von seinen drei Trümpfen: Offense Line kontrolliert Alabamas DL, QB Lawrence ist on fire, DefCoord Venables schafft es, Tagovailoa mit seinen Coverage-Tricksereien zu verwirren. Als ob Venables sich das ganze Jahr lang nur auf dieses eine Spiel vorbereitet hätte.

Alabama ist auf dem Stat-Sheet fast ausgeglichen, aber Clemson machte den Pick-Six und war in einigen Kleinigkeiten besser. Ich bin nun gespannt, wie Saban die zweite Halbzeit angehen wird. In früheren Spielen, in denen der gegnerische QB derart groß aufspielte, stellte Saban oft auf Manndeckung um, platzierte hinten einen Safety als Absicherung und brachte vorne volle Pulle Dampf mit sechs Mann gen QB.

[03h50] FG Clemson – BAMA 16, CLEM 31 | Q2 0:45
36yds-FG Huegel

61yds-Drive von Alabama, das zwei dumme Strafen kassiert (für 20 yds) – und doch fühlt sich ein Fieldgoal gerade wie ein kleiner Gewinn für die Defense an, so wie QB Lawrence in den ersten Plays in diesem Drive die Defense seziert hat.

In der Redzone brachte Saban noch mehr Druck aus allen Richtungen – und finally musste Lawrence ein bissl schneller werfen als ihm lieb war: Incomplete und Incomplete.

[03h40] Punt Alabama – Wieder so ein Defense-Kniff von Clemson-DC Venables: Verzögerter CB-Blitz von #1 Mullens innerhalb des Offensive Tackles. QB Tagovailoa ist komplett überrascht und hat Glück, nicht neben dem Sack auch noch einen Fumble zu kassieren.

Alabama verpasst damit die Chance auf den Anschluss und muss nun 2:10 vor der Pause aufpassen, nicht in ein noch tieferes Loch zu fallen.

[03h35] Viereinhalb Minuten vor der Pause: Alabama nun mit der Chance auf TD + TD im ersten Ballbesitz nach der Pause um die Partie wieder ausgeglichen zu gestalten. Kann sich keinen TD für Clemson vor der Pause mehr erlauben.

[03h29] TD Clemson – BAMA 16, CLEM 28 | Q2 4:38
5yds Shovel-Pass Catch #9 Etienne

Gewaltiger Drive von QB #16 Lawrence, der eher aussieht wie ein Profi-QB als der Freshman-Student, der er ist. Lawrence sieht im 3rd Down seine Pocket zusammenklappen, bleibt cool, macht den Brady-esken Schritt nach vorn und findet den weit offenen Receiver.

Ebenso nun voll im Spiel: Alabama-Schreck WR #13 Renfrow, einer der Heros in den ersten beiden Clemson/Alabama Title-Games. Am Ende staubt #9 Etienne nach dem Power-Read Shovel-Pass den TD gegen eine langsam müde werdende Alabama-Front ab.

[03h23] Interception gegen Tua!

Tagovailoa mit dem nächsten Bock: Geht tief für WR Jeudy, doch Safety #1 Mullens springt in den viel zu tief geworfenen Pass und returniert an die BAMA 46. Clemson zeigte dem QB eine völlig andere Coverage beim Snap an. Zweiter Turnover Alabama.

Tagovailoa verschwendet damit Sabans korrekte Entscheidung, ein 4th&1 an der eigenen 35 auszuspielen (wurde natürlich verwertet).

[03h15] TD Clemson – BAMA 16, CLEM 21 | Q2 11:38
1yds-Run #9 Etienne

Clemson-Offense zum ersten Mal im Rhythmus: 6 Plays, 65 Yards, kein Huddle zwischen den Plays. Auffällig ist nun der verstärkte Versuch, die ausgemachte Schwachstelle in Alabamas Verteidigung zu attackieren: CB #4 Saivion Smith, der nicht immer im Bilde zu sein scheint, welche Coverage gerade angesagt ist.

In der Redzone schaltet Dabo Swinney dann in den Power-Modus: Einfach den Gegner überlaufen: RB #9 Etienne rein durch die Nahtstelle zum TD.

[03h08] FG Alabama – BAMA 16, CLEM 14 | Q2 14:18
25yds-FG 

Alabama bewegt wieder den Ball, aber Clemson zwingt die Offense nun zumindest, jedes Jahr mit mehr Schweiß zu erobern: 11 Plays, 45 Yards. Saban musste sogar schon ein 4th&1 in der Redzone ausspielen – positiv: Er zögerte im Gegensatz zu vielen NFL-Kollegen keine Sekunde.

Doch dann begeht die Offense an der Goalline ein False-Start, und Clemsons Defense hält im 3rd Down, sodass Saban doch noch das Fieldgoal schießen muss. Aus 25 Yards reingewürgt.

Erstes Viertel

[03h05] Ende Q1 in Santa Clara. Ein furioses erstes Viertel, in dem Alabama schon wieder zum TD anklopft. Stimmung im Stadion ist auch besser als befürchtet – aber was im Sinne der Spannung „Sorgen“ macht: Alabama spielt das trocken herunter, während Clemson recht abhängig von Big-Plays schien.

Angesichts von 14 Punkten würde man das vielleicht nicht meinen, aber Alabama geht wohl zuversichtlich aus diesem ersten Viertel: Einzige Punkte, die man kassierte, waren Big Play nach 3rd&long und Pick-Six. Ansonsten Clemson-Offense in zwei Drives komplett geplättet.

[02h57] 3&out Clemson – #92 Quinnen Williams übernimmt das Kommando und würgt RB Etienne im Backfield ab. Alabamas Defense sah nun in zwei von drei Drives dominant aus, kassierte aber dazwischen zwei Big-Plays zum TD.

[02h51] TD Alabama – BAMA 13, CLEM 14 | Q1 6:23
1yds-Catch TE #84 Hentges

Nächster Touchdown – diesmal zwingt Clemson Alabama immerhin dazu, einen richtigen Drive auszuspielen: 10 Plays, 75 Yards. Aber nur zwei 3rd Downs, was Clemson-Coach Dabo Swinney auf 180 bringt: Swinney faucht an der Seitenlinie schon seine Assistenten an.

Alabama wie schon vor 2-3 Jahren mit dem Versuch, Clemsons Aggressivität Richtung Runningbacks und WR auszukontern durch schnelles Passspiel auf die Tight Ends: #82 Irv Smith macht schon ein großes Spiel und TE Hentges sieht beim Play-Action Fake an der Goalline den Pass und fängt den TD.

Nicht unerheblich: Am Ende verschießt Alabama den Extrapunkt.

[02h40] Liveübertragung aus dem Seahawks-HQ: Brian Schottenheimer sieht Pete Carroll an und fragt: Why aren’t they trying to establish the run? Pete: Not smart by them.

[02h36] TD Clemson – BAMA 7, CLEM 14 | Q1 10:35
17yds-Run #17 Etienne

Big-Play Festival! Es hagelt Big Plays! QB Lawrence im langen 3rd Down mit dem tiefen Pass für WR Higgins zwischen drei Verteidigern mit dem Catch (62 Yards), wobei vor allem der vermeintliche Star-Safety #14 Thompson billig aussieht.

RB Etienne staubt mit einem wuchtigen Antritt die restlichen 17yds zum TD ab – in einem Spielzug, in dem Alabama mit vier Mann die Übermacht zu haben schien. Etienne liest den Defensive End und bricht zwei Tackles. Wann hatten wir sowas? Dass Alabama gegen den Lauf trotz numerischer Überlegenheit kein Land sieht?

[02h29] TD Alabama – BAMA 7, CLEM 7
62yds-TD Catch #4 Jeudy

Antwort folgt auf dem Fuß: Tagovailoa mit dem Deep-Ball für WR #4 Jeudy, der gegen Safety Muse leichtes Spiel hat und zum 62-yds TD durchläuft. Ball punktgenau geworfen. Tua gelingt damit das, woran Clemson mangels Spielertalent gescheitert ist: Die tiefe Schwachstelle Safety zu nutzen.

[02h22] TD Clemson – BAMA 0, CLEM 7
Pick-Six CB #8 Terrell Jr.

Trap-Coverage von DefCoord Venables, versteckt hinter einem Blitz. Terrell springt dem verblüfften WR Jeudy in die Route und Tua muss entsetzt zuschauen, wie sein Pass abgefangen und 40 Yards zum Touchdown zurückgetragen wird. Alabama damit erst zum dritten Mal in dieser Saison in Rückstand (nach Opening-Drive TD Ole Miss und Georgia).

[02h20] 3&out Clemson – Statement der Alabama-Defense im ersten Drive: DT Jennings schlägt den Pass zu Boden, dann kurzer Lauf und Schotten dicht im 3rd&7.

Jetzt Alabama: Werden sie mit 4WR-Sets spielen?

Pregame

[02h17] Pregame-Interviews: Saban nüchtern, Dabo pathetisch.

[02h16] ESPN-Player ist drauf. Erstes Ballrecht für Clemson.

[02h13] Noch sollen Tausende Sitze im Station leer sein. Twitter berichtet von ca. 1/4 aktuell noch leerer Sitze.

[02h11] Laut ESPN hätte der Kickoff um 02:00 sein müssen, doch ESPN-Player gibt 02:15 an. Sollte also in wenigen Minuten losgehen. Vorfreude hier:

[01h56] Frei nach @giannivanzetti hier die wichtigsten Duelle mit RÜckennummern:

Clemson OFF vs. Alabama DEF

C #50 Justin Falcinelli vs. NT #92 Quinnen Williams (großer Vorteil Bama)
RB #9 Travis Etienne vs. ILB #30 Mack Wilson (insb. bei Outside runs)
QB #16 Trevor Lawrence vs. S #14 Deionte Thompson
WR #5 Tee Higgins / #8 Justyn Ross vs. CB #2 Patrick Surtain
WR #13 Hunter Renfrow gegen seine Nemesis

Alabama OFF vs. Clemson DEF

C #71 Ross Pierschbacher vs. DT #42 Christian Wilkins / #11 Albert Huggins
LT #73 Jonah Williams vs. DE #99 Clelin Ferrell / #7 Austin Bryant
TE #82 Irv Smith vs. OLB #11 Isaiah Simmons
WR #4 Jerry Jeudy / #11 Henry Ruggs vs. CB #1 Trayvon Mullen
RB #8 Josh Jacobs / #34 Damien Harris vs. MLB #57 Tre Lamar
QB #13 Tua Tagovailoa vs. Welt

[01h49] Grüß Gott zum Liveblogging des National Championship Games 2018/19, #1 Alabama vs. Clemson. Vorschau auf die heutige Partie gibt es hier.

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22 Kommentare zu “Alabama vs. Clemson IV im Liveblog

  1. Clemson Head Coach Dabo Swinney zur Halbzeit:
    „Wir haben noch einen langen Weg vor uns, das ist Alabama“.

  2. Das Spiel erinnert mehr an die NFL Reg.-Season als die NFL POs.

    Wir haben jetzt also 3x Matt als Coach in der NFC North, nur Mike Zimmer passt da nicht rein.

  3. Fake FG Versuch von Alabama? Unbegreiflich!
    5:10 Min. von der Uhr genommen!
    …und die Strafe folgt auf den Fuss. Bama hat damit 10 Punkte verspielt.

  4. Ganz komisches Spiel, durchaus auch unterhaltsam, aber es reißt mich noch nicht wirklich mit. Alabama muss jetzt schon aufdrehen, damit das Spiel länger in Erinnerung bleibt.

  5. Dafür gucke ich glaube ich zu wenig College Football. Ich hörte von einem tollen Alabama-Quarterback und ich kann verstehen, warum der so gelobt wird. Die Plays wirken auch alle etwas frischer als bei den meisten NFL-Teams aktuell, aber am Ende schafft es das optisch überlegene Team nichtmal dranzubleiben, weil sie in der Redzone zu zu wenig Punkten kommen und ein paarmal zu häufig den Ball herschenken. Es wirkt ein wenig wie Bayern gegen Dortmund damals im DFB-Pokal: Das eine Team verhält sich wie der nahezu perfekte Gegner und lässt dadurch beim Ergebnis quasi keine Spannung zu.

  6. Verständlich. Alabama und Clemson (auch FSU vor ein paar Jahren) kommen optisch NFL-Football schon recht nahe.

    Wer klassischeren College Football sehen will, ist in der Regular Season sicher besser dran als im National Title Game.

  7. Das war es für Bama bei knapp 20 Min. ausstehender Spielzeit. Das lässt sich Clemson nicht mehr nehmen.

  8. Das Spiel ist durch, irgendwie das langweiligste von den 5 Spielen am WE. Da war im 4ten Viertel zumindest der Sieger noch nicht sicher.

  9. Der Lawrence wird doch irgendwann mal der feuchte Traum eines NFL-Coaches sein. Etwas präzisere Würfe noch und dann gehts los. Der Junge hat keine Angst vorm Pass Rush, verteilt die Bälle hervorragend und traut sich gefühlt jeden Wurf zu. Dazu sieht er auch noch recht groß aus.

  10. ich sags doch NFL ist viel besser,ja die wild card games waren nicht alle auf höchstem Niveau aber am ende richtig spannend.
    dieses spiel ist langweile pur.

  11. Dieses Spiel ist nicht langweilig. Es ist die bisherige Kulmination im nun 8-10 Jahre dauernden Bestreben, Nick Saban beizukommen.

    Und das Resultat ist, so stark Clemson das ganze Jahr war, eine Sensation.

  12. Damit die Saison für Bama im Eimer- nichts mit historisch dominantem Team.

    Ansonsten sind tap coverages natürlich sehr nfl like. Schön aber, dass das Coaching so gut ist- keine bullshit runs, 4/Short wird ausgespielt,etc.

  13. Guter Punkt. Clemson dominierte auf Spielerebene, aber auch das Coaching war in Offense und Defense extrem überzeugend: Kein Zaudern, exzellent die Schwächen des Gegners ausgekontert, kein Establish-the-Run Bullshit.

  14. Ein überzeugendes Clemson, dass Albama bei NULL Punkte in der 2. Hälfte hält! Gab es das schon mal für die Tides unter Nick Saban?

  15. Nicht spannend, aber weil der vermeintliche Underdog die Bama-Dynastie an die Wand nagelt, doch unvergesslich.

    Zur Pause glaubte ich noch, dass Bama das noch drehen kann, weil der Rückstand unglücklich und zu hoch war. Doch der zweite Abschnitt machte alle Zweifel vergessen.

  16. So, Aufzeichnung angesehen, Wow, was für ein Spiel! Zur Pause hatte ich noch deutlich Zweifel, ob das tatsächlich reicht. Aber dann, brutale Dominanz und das gegen Alabama, das hat man noch nie gesehen. Dieser Titel ist sowas von verdient. Lawrence und Ross, wie schon gegen Notre Dame, das Freshmen-Traumduo und eine D-Line zum mit der Zunge schnalzen.

  17. Der Cornerback Blitz ist auch ein feuchter Traum des dcs – erinnere mich nicht, dass so schön mal gesehen zu haben (obwohl Carolina relativ viel in ähnlicher Formation steht, wie bama hier)
    Das ganze ja wohl als auto Blitz – spezifisch für 3rd&long und die Motion. Blitz von der anderen Seite angezeigt, dazu bei middle lbs im gap. Dazu ziemlich perfekt executet. Cb mit dem Outsider Rusher stunten zu lassen (letztlich als TE eigentlich ein Basic Stunt… ist ziemlich genial.
    Die offense will mit dem vielen Verkehr TE und WO close eingentlich für Probleme in der DB Zuordnung schaffen – gelingt ja auch – flat wird erst sehr spät gedeckt – aber die Defense nutzt das zum eigenen Vorteil- die Releases verdecken den Rush und erschweren den read der oline.
    Und das ganze ist eigentlich nicht zu sehen zumal es wirklich ein ungewohnter Movie ist sowohl lb als auch Cb auf einer Seite zu schicken – weil entsprechend riskant.
    Ultra aggressiv und das könnte tatsächlich die Antwort auf die moderne offense sein. Aggressiv die readmuster des Qbs attackieren. Vom Sheming her ist ja sowohl die Wheel des rbs, als auch die Drag offen, aber weil beide im readshema erst spät dran sind können Sie offen gelassen werden im Wissen, das der Blitz funktioniert.

  18. Kompletter Takedown, einen verdienteren Champion hat man lange nicht gesehen.

    Das Lehrstück steckt im Duell Bama OL gegen Clemson DL: Wer behauptet, dass selbst das beste College Team wie Bama eine Chance gegen ein NFL Team hätte, hat in dem Spiel gesehen, wie lächerlich die Annahme ist. Clemson DL ist quasi eine Profi Line, und sie hat Bama zum Frühstück verspeist.

  19. Ich kam jetzt auch endlich dazu das Game nachzuschauen und bin auch verblüfft und begeistert. Danke für deinen Live-Blog, den ich wie immer auch im Nachhinein noch gerne lesen. Du schaffst es neben der Analyse von einzelnen Aufstellungne, Plays und Drives den größeren Kontext mit hinein zu packen, genau so wie es ein Sportkommentator machen soll, faszinierend und toll!
    Vieles wurde hier ja ohnehin schon geschrieben, aber speziell finde ich was dann noch am von dir erwähnten Siegerinterview von Swinney am Ende kam. Ein komplett aufgekratzer Swinney der in dem Moment einfach er selbst ist und wie ein kleiner Junge ins Mikro grinst: „Man, I can’t wait to celebrate, I can’t wait to celebrate!“ …Ein wunderbarer Moment.

    Rodger Sherman bringt es in seinem pathetischen aber schön geschriebenen Recap am besten auf den Punkt wenn er schreibt: „Swinney urges his coaches and players to “enjoy the moment,” even on the sport’s biggest stage; Saban would not encourage anyone to enjoy anything at any time.“
    https://www.theringer.com/2019/1/8/18173695/clemson-national-championship-coronation-alabama-game-recap

    Vielleicht ist es auch das was viele so toll an diesem Swinney Clemson finden, da verspeist ein als Chaot verschrieener Partytyp den militanten und unlustigen Roboter-Saban.

    PS: Michael Baumann hat beim The Ringer nach dem Spiel auch noch ein sehr unterhaltsames Swinney Portrait veröffentlicht, auch sehr lesenswert… mit Perlen wie dieser hier „Swinney is both offensive-minded and chaotic, and contagiously joyful where Saban is severe. A decade ago, he was a neophyte who looked like the kind of guy who tucked his khakis into his socks, leading a program that was at best dormant, at worst irrelevant on the national scale.“ 🙂

    Schade, dass die Saison wieder vorbei ist, sie hat tolle Spiele geliefert und schöne (leider auch hässliche…argh) Geschichten geschrieben. Danke, dass ich sie hier mitverfolgen durfte!

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