Defensive Interior vor der Combine 2019

Weithin wird die Defensive-Interior Klasse von 2019 (Defensive Tackles, 3-4 Defensive Ends) als sensationell gut bezeichnet. Hinter dem klaren Top-Prospect Quinnen Williams, der als „scheme-übergreifend“ als sofort einsetzbar gilt, bietet die Klasse mehrere „semi-komplette“ Prospects mit sehr spezialisiertem Skill-Set an. Ein Überblick.

Quinnen Williams / Alabama. Gilt neben DE Nick Bosa und eventuell Quarterback als möglicher #1 Overall Pick. Williams hat wenige Schwächen. Er ist extrem explosiv und versteht es, sich wie Seife zwischen zwei Offensive Linern durchzuschlingeln und Druck auf den QB zu machen, ohne zu sehr auf Run Defense zu vergessen. Einzige Red-Flag: War in Alabama nur ein Jahr Starter.

Christian Wilkins / Clemson. Kein überzeugender Run-Defender, aber explosiv genug um als 3-tech DT den Passrush zu verstärken.

Ed Oliver / Houston. Galt vor ein paar Jahren als Phänomen, als er Oklahomas Offensive Line im Alleingang in Stücke riss, und ist noch immer erst 21 Jahre alt. Oliver ist etwas klein für NFL-Verhältnisse. Er ist nicht so vielseitig einsetzbar wie Williams. Seine beste Position soll 3-tech DT in einem 1-Gap Scheme sein.

Dre’Mont Jones / Ohio State. Etwas leichtgewichtig für eine echte Kraft gegen den Lauf, aber extrem quick und wendig um als interior-Rusher Dampf gen QB zu veranstalten.

Dexter Lawrence / Clemson. Ein 350-Pfund Klocker, der zuletzt wegen Dopingvergehen in Verruf geriet. Lawrence gilt als hervorragender Run-Defender und als sensationell beweglich für seinen Typ seiner Ausmaße, aber er ist kein guter Interior-Passrusher. Daher schob in Clemson häufig an die Flanken, als man ihn über Passrush kommen ließ. Ist somit einen Tacken eindimensionaler, aber alle Voraussetzungen und mit 21 noch jung genug um sich auch als interior-Passrusher zu entfalten.

Jerry Tillery / Notre Dame. Hoch aufgeschossen und etwas schlaksig für einen echten Defensive Tackle. Tillery gilt als Mischung zwischen Tackle und End – er spielte viele Snaps in den B-Gaps als Outside-Tackle/verkappter End. Größte Red-Flag ist aber sein Heiß/Kalt Tape. Er ist nicht beständig genug.

Isaiah Bruggs / Alabama. Zwei Jahre Starter in Nick Sabans System. Bruggs gilt als recht komplett, hat aber im Gegensatz zu Williams keine ganz herausragende Stärke. Das klingt mehr nach einem Rotations-Spieler. Immerhin: Bruggs kann alle Tackle-Positionen spielen, ist auch als 2-Gap Player zu gebrauchen.

Khalen Saunders / Western Illinois. Alle athletischen Voraussetzungen, aber technisch noch nicht fein genug um sich sofort vom Block zu lösen und Dampf auf die Pocket zu veranstalten. Somit ist Saunders zum momentanen Zeitpunkt sowas wie „zu schleifender Rohdiamanat“. Mit bald 23 Jahren ist das nicht ideal um als sicherer 1st Rounder durchzugehen.

Die Wildcard: Jeffery Simmons / Mississippi State. Galt lange Zeit als #2 hinter Williams, riss sich aber vor kurzem das Kreuzband. Doch nicht nur deswegen wird er in Indianapolis in der Combine nicht mit von der Partie sein: Simmons hat Vorgeschichte als Frauenschläger, weswegen er für da „heile-Welt-Treffen“ der NFL nächste Woche sowieso nicht erwünscht gewesen wäre.

Ein Kommentar zu “Defensive Interior vor der Combine 2019

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