Notizblock Championship Games 2019

Gut ins Spiel gekommen – aber dann dann einfach overmatched: Tennessee. Sofort overmatched – Blitz-KO: Green Bay. Notizblock für die Championship Games der Saison 2019, wie immer mit Fokus auf die Verlierer.

Und die Frage, warum Aaron Rodgers so kontrovers diskutiert wird.

Titans 24, Chiefs 35

Tennessee führt 10-0 und 17-7 mit dem erwartet aggressiven und kreativen Playcalling (4th&2 ausgespielt, Touchdown-Paß zum Offensive Linemen, Wildcat Play in Goal Line, Mariota als Quarterback, WR Humphries im Backfield versteckt), alles versucht: so wie es sein sollte in einem Championship Game!

Dann kommt es aber kurz vor Halbzeit, wie es kommen mußte (und übrigens auch oft so gekommen ist gegen New England und Baltimore) und die Titans haben nach 8-, 9- und 15-Play-Drives ihren ersten 3&out, Mahomes mahomeyd in weniger als zwei Minuten über 86 Yards zur Führung und die Chiefs fahren das sicher nach Hause. Halbzeit 21-17 Chiefs.

Ironischerweise hat Tennessees Gameplan gegen Mahomes in der zweiten Hälfte dazu geführt, daß Kansas City Keep Away gespielt hat. Die Titans-O hatte in Q3 nur einen Drive, acht Plays. Der Drive endet mit einem Tannehill-Scramble, der zu kurz für das 1st Down ist, nachdem bei 3rd&1 der Touchdown-Hero Dennis Kelly eine Holding-Strafe kassiert.

Die Chiefs nehmen anschließend sieben Minuten von der Uhr und sieben Punkte auf’s Scoreboard: 28-17 Anfang viertes Viertel. Von den 13 Spielzügen in diesem Drive waren nur zwei vollständige Pässe von Mahomes. Der Drive begann mit vier Läufen von Damien Williams.

DC Dean Pees hatte nämlich umgestellt auf jede Menge 3-Men-Rushes, nachdem man in Halbzeit Eins noch durchaus aggressiv auf Mahomes gestürzt ist. Auf diese zurückgezogene Defense reagiert Andy Reid mit vielen Läufen. Zusammen mit den Scrambles von Mahomes (insgesamt 8 für 53 Yards) nimmt das viel, viel Zeit von der Uhr.

Zeit, die Tennessee fehlt, um konsequent ihren lauflastigen Gameplan durchzuziehen. Man konzentriert sich mehr auf den Paß – und siehe da: Ryan Tannehill sollte vielleicht doch keinen $25-Mio-Vertrag bekommen.

Interessant dabei: Chiefs-DC Steve Spagnuolo. Der hat nämlich mehr Fokus auf das gegnerische Laufspiel gelegt als Patriots und Ravens. Damit mußte/konnte/sollte Tannehill mehr passen als in den letzten beiden Spielen – 21/31, 209 Yds – und kam dann mit drei Sacks auch fast wieder auf seine Quote von 10 % Sacks.


Cool war noch der Trick beim Punt von Tennessee, als ein Blocker so tut, als würde er an der Seitenlinie verschlafen. Vielleicht hätte man diesen Trick schon einen Drive früher bringen können. Aber am Ende muß man sagen: Alles rausgeholt aus dieser Mannschaft.

Respekt vor Mike Vrabel, Dean Pees, Arthur Smith, den Verteidigern, die Baltimore gut eingeheizt haben (#54 Evans, #44 Correa, #26 Ryan), Derrick Henry und die tolle Offensive Line um LT Lewan und LG Saffold. Selten habe ich bei einer Mannschaft in den Playoffs so viel Angst vor Langeweile gehabt und wurde dann so positiv überrascht. Zwei grandiose Upsets plus gut Mitgehalten im Championship Game gegen eine viel talentiertere Mannschaft.

Wenn Tenny jetzt noch ein, zwei gute Pass Rushers findet und die restliche Mannschaft (v.a. OLine und Defensive Backs) so zusammenhalten kann, unterschätzt 2020 keiner mehr die Titans.

Packers 20, 49ers 37

Alles rausgeholt aus dieser Mannschaft – das ist das letzte, was man über die Packers sagen kann. Meine Fresse. Das war schon fast Arbeitsverweigerung. Ich hatte es schon während der Halbzeit geschrieben, glaube ich: diese Laufverteidigung war noch schlechter als in den legendären Playoff-Niederlagen gegen die Harbaugh/Roman/Kaepernick-49ers 2012 und 2013.

Quarterback Jimmy G hat eineinhalb Stunden lang keinen Paß geworfen – weil das Laufen so gut funktioniert hat. 42 Läufe für 285 Yards und 4 Touchdowns, 8 Pässe für 77 Yards.

San Francisco hatte drei Touchdown-Drives ohne jeden Paßversuch! Das hat nichtmal Tennessee mit Derrick Henry oder Baltimore in dieser Saison geschafft. Ich habe auch noch keinen Tweet gefunden, wann es das überhaupt das letzte Mal gegeben hat.

Einige der Läufe findet man hier eingebettet.

Gute Erklärungen mit Bildmaterial hat auch Adrian Franke geliefert.

Es gabe viele Schwachstellen in der Run-D, aber am frustrierendsten ist es, wenn es wie auch 2012 und ‘13 das gleiche Problem ist: setting the edge. Eigentlich sollte jeder Packers-Trainer und Verteidiger, wenn er neu nach Wisconsin kommt, diese Spiele bis zum Erbrechen studieren, auf daß nie wieder der Gegner einfach außen vorbei läuft.

Unerklärlich, wie man so schlecht gegen die Stärken einer Offense spielt, von welcher man 17 Spiele auf Tape hat.


Ja: Offense auch schlecht in H1, vor allem zu passiv und ängstlich im Playcalling (zu viel Angst vor der DLine?). Und dann auch noch die Fehler: zwei Fumbles, die Interception, der 20-Yard-Punt, Kickreturner läßt den Ball fallen, Punt von der Mittellinie bei 4th&1.

Schlecht vorbereitet, passiv im Spiel, selbstverschuldete Fehler: diese Zutaten einmal durchgerührt von einer vorzüglich eingestellten Mannschaft (stark auch von DC Saleh!) und schon hat man einen 27-0-Blitz-KO zur Halbzeit.

Zum Abschluß noch mein Rodgers-Take, denn ohne geht es ja heutzutage gar nicht mehr.

Aber warum ist das so? Warum ist ausgerechnet Aaron Rodgers so ein kontroverses Thema geworden? Von “überschätztester Quarterback der letzten x Jahre” bis zu “Er kann immer noch alles am besten, wenn er will” ist alles dabei.

Aaron Rodgers ?!#%&$!

Möglichst objektiv hier Rodgers und die Packers-Offense 2019 nach den Zahlen:

  • 8th Offense DVOA
  • 6th QB nach PFF
  • 7th Offense korsakoff Power ranking

Das sieht erstmal nicht aus wie “großes Problem”. Und dabei hat Rodgers sogar noch vier Spiele ohne Davante Adams gemacht. In der Diskussion um Tom Brady ging es kaum um Tom Brady, sondern nur um die fußlahmen Waffen um ihn. Bei Aaron Rodgers geht es immer nur um Rodgers, nie um seine lächerlichen „Waffen“ Kumerow, Lazard, Valdes-Scantling, Allison.

Warum ist das so? Klar: niemand hebt Brady in den siebten Himmel, aber der allgemeine Tenor ist meist: mit den richtigen Waffen kann er nochmal angreifen (Pats-Fan in mir sagt übrigens: no. Sorry, but no. Vielleicht für einen “kleinen Vertrag”, $20Mio / Jahr, aber, well, nicht heute diese Diskussion….)

Und wenn man die “Advanced Metrics” nimmt, findet man sogar noch bessere für Rodgers: eine Nr. 1 Platzierung für Rodgers von den Analytics Guys? Was ist das für eine Metrik?

All diese Metriken und Kennzahlen….Ohne Rodgers zu bewerten, hier mal ein Gedankengang dazu, warum er so kontrovers diskutiert wird:


Kann es vielleicht sein, daß die Spieleranalyse 2020 so weit fortgeschritten ist, daß es kaum noch Grund für kontroverse Diskussionen gibt?

Daß sowohl “Analytics” als auch der professionelle Tape Grinder als auch der PFF Grader und der interessierte Laie durch jahrelanges Erlernern ihrer jeweiligen Methode alle zum mehr oder weniger gleichen Ergebnis kommen – und daß die verschiedenen “Analystentypen” dann auch noch untereinander durch die weltweite Vernetzung ihre jeweiligen Ergebnisse so re-kalibrieren, daß eine derartobjektive” Bewertung dabei rauskommt, daß Kontroverse sinnlos ist?

Ist vielleicht Aaron Rodgers nur eine übriggebliebene Ausnahme eines Phänomens, das bis vor vier, fünf Jahren noch gang und gäbe war?

Es ist noch nicht lange her, da wurde zum Beispiel extrem kontrovers über Tom Brady diskutiert, als dieser als erster Spieler überhaupt einstimmig zum MVP gewählt wurde (!).

Es ist noch nicht lange her, daß über Jay Cutler sehr kontrovers diskutiert wurde. Jahrelang haben viele Menschen ernsthaft behauptet, daß Peyton Manning gar nicht sooo gut ist, because “he can’t win the big one”; Tony Romo – wie gut ist er wirklich? Da war von Top-3 bis „Top Stats Padder“ alles dabei.

Nicht mal über Kirk Cousins wird heute noch ernsthaft diskutiert. Man ist sich einfach einig, daß er sehr gut sein kann bei guter Protection, stark im Play-Action Game ist und dann und wann mal einen großartigen Paß raushaut, leider aber auch immer mal wieder einen Verteidiger übersieht, der mitten im Paßweg steht. Analyse völlig reasonable, das war bei unzähligen QBs von Peyton über Eli bis Flacco und Romo nicht so. Da gingen die Meinungen so weit auseinander wie heute bei Rodgers.


Aber warum ist Rodgers heute die Ausnahme?

Er ist ein sensibler Freestyler, braucht Sicherheit und Vertrauen und muß irgendwie in einen Flow kommen – und wie er das bekommt, ist nicht ganz klar.

Greg Cosell hat mal gesagt, Rodgers spielt wie ein Free Jazz Musiker. Er spielt nicht im Takt, sondern leichthändig improvisiert, hat seinen ganz eigenen Rhythmus und Stil – und die Musik selbst ist auch nicht für jeden, weil so ungewöhnlich. Aber wenn er mit seiner Band mal in den Groove findet, dann passieren fantastische Dinge, dann erlebt man Dinge, die man so gar nicht erst für möglich gehalten hat. Transzendenz ist, wenn Aaron Rodgers Feuer fängt.

Die “Rodgers-Truther” sagen, daß er das Fantastische immer noch in sich hat und man kann es manchmal auch sehen, wenn man nur will. Die Analytics-Guys sagen: jetzt werd’ mal nicht esoterisch! Die Truther vergessen gerne die Spiele, in denen Rodgers der Beat nicht paßt und die falschen Töne spielt.

Die andere Seite verschweigt gerne die Diamanten. Nach dem Ausscheiden nun steht meistens dabei: naja, Rodgers wohl wirklich überbewertet. Wie absurd gut er gegen Seattle war, vor allem in dritten Versuchen (6 von 9 in 3rd & long), wird man nie wieder lesen, wenn es um Rodgers 2019 geht (oder generell post-2014). Aber hier sei es nochmal dokumentiert: [LINK].


In der modernen Welt geht der Trend seit Jahrzehnten dahin, immer mehr zu Standardisieren, zu Objektivieren und zu Messen.

Im “Project Management” gibt es zum Beispiel unzählige Systeme und Prozesse, um Project Management möglichst strukturiert, datengetrieben, wiederholbar und unabhängig von einzelnen Personen zu machen. Das ist gut und wichtig und hat riesigen Fortschritt gebracht. Hinter diesen Standard sollte man nicht zurück.

Aber manchmal, wenn es knirscht und hängt und etwas schiefgelaufen ist und Menschen frustriert sind und die Blocker blockieren und die Milestone scheinbar auf einer ganz anderen Autobahn stehen, dann kommt manchmal einer, der macht einfach so, wie er denkt.

Der geht mit einem anderen Kaffee trinken und trifft den richtigen Ton, der schreibt am Prozeß vorbei eine Email an jemanden, der gar nicht mitmachen sollte, der trifft eine Entscheidung, die nicht vorgesehen ist. Und dann läuft’s plötzlich, ohne daß die meisten verstehen, warum es plötzlich wieder läuft.

Und dieser eine ist ein Aaron Rodgers. Und die Kontroverse um ihn rührt daher, daß er eigentlich aus der Vergangenheit ist. Er paßt nicht mehr in die Zeit. Der “Prozeß” ist nämlich mittlerweile so gut untersucht und ausbuchstabiert worden, daß es auch ohne “diesen einen Außergewöhnlichen” ginge.

Mittlerweile spielen etliche Quarterbacks so wie Peyton Manning:

  • kluges System (viele Coaches sind gedanklich offener als je zuvor)
  • super vorbereitet (auch von den Analytics Guys in den Front Offices)
  • sehr gutes Verständnis der jeweiligen Defense (weil auch Tape Grinding mit den modernen Mitteln einen Quantensprung gemacht hat)
  • gute Execution (immer besseres Training mit mehr Passing von jungen Jahren an, weil Passing so wichtig geworden ist)

“Wie Peyton Manning” heißt übrigens nicht: so gut wie Peyton Manning. Aber in der Art vergleichbar. Nur Aaron Rodgers ist old school. Er macht, wie er denkt; nicht wie der Prozeß vorgibt. Das macht ihn so aufregend, wenn es läuft (2016 Playoffs, Seattle letzte Woche nur als Beispiele). Das macht ihn aber so frustrierend, wenn es nicht läuft (“Sei doch einfach wie die anderen, die machen das doch effizienter!”).

Aaron Rodgers kann immer und jederzeit den Durchschnitt in die Tasche stecken, und das ist es, was seine Fans füttert – aber zu oft macht er es nicht, das füttert die Gegenseite. Der “moderne Prozeß” wird ihn früher oder später fressen. Bis dahin wird er aber noch einige Spiele – Saisons sogar? – haben, die den “Rodgers-Truthers” Munition geben werden – und andersrum.

Die interessanteste Frage in diesem Zusammenhang, die man so schnell nicht wird beantworten können, ist für mich: Wie würde eigentlich Patrick Mahomes spielen, wenn er Andy Reid nicht hätte (und Tyreek Hill, Travis Kelce, Sammy Watkins)?

Wird Mahomes wie Rodgers? Die beiden sind sich erschreckend ähnlich. So wie Mahomes derzeit durch die NFL walzt, ist Rodgers 2010-14 durch die NFL gewalzt. Da hat alles gepaßt: Coach, Waffen, System und das Anpassen des QBs an das System. Wenn diese Konsistenz nicht mehr da ist? Könnte Mahomes damit besser umgehen?


Naja, wer weiß. Die Analytics-Fraktion jedenfalls ist auch nicht immer so konsistent, wie einiger ihrer Vertreter gerne tun. 3rd&8 von der gegnerischen 36: Das ist doch wohl kein Handoff, Mr Old School Coach!?! Well, wenn es der erste Touchdown zum Sieg ist, wird später niemand sagen: Shanahan viel zu konservativ. Wenn es dann aber die erste verpaßte Chance in der Super-Bowl-Niederlage ist, wird jede Review damit beginnen.

Manche Dinge kann man in Zahlen nicht erfassen. Die Vorbereitung eines Head Coaches zum Beispiel. Shanahan wußte, wie er die Packers-D zerstört. Dafür brauchte er in manchen Situationen keine Durchschnittswerte in Win Probability beispielsweise.

Bill Belichick zum Beispiel brauchte auch keine Durchschnittswerte, wie gut eine 6-1-Defense gegen McVays-Offense im Super Bowl funktioniert.

Wie sich Andy Reid und Kyle Shanahan jetzt auf den Super Bowl vorbereiten kann man auch nicht berechnen, aber genau darum wird es glücklicherweisen auch zu Kontroversen führen, wie die beiden sehr unterschiedlichen Mannschaften sich auf den Super Bowl vorbereiten oder vorbereiten sollten.

T-11, Chiefs vs 49ers.

11 Kommentare zu “Notizblock Championship Games 2019

  1. Kann mich Teilzeitcoach nur anschließen.
    Vielen Dank für die wirklich interessanten und nachvollziehbaren Auführungen zu Rodgers!

  2. Wirklich stark! Während ich den Abschnitt über Aaron Rodgers gelesen habe, kam mir unweigerlich auch Patrick Mahomes in den Sinn. Sehr schön dass du das auch aufgegriffen hast!

  3. Wenn ich als GB-Fan daraus die Schlüsse ziehe hieße das eigentlich wenn man mittel- bis langfristig erfolgreich sein will muss man AR besser früher als später ‚dumpen‘ und einen QB finden, der sich in das gewünschte System pluggen lässt.

    Oder ich stelle ihm doch eine Top10-D# zu Seite und lass ihn noch ein paar Saisonen machen? Mit dem Wissen dass es immer wieder mal so „Tage an denen nix zusammenläuft“ geben wird? (nur dann hoffentlich halt nicht in einem PlayOff-Spiel)

    Ansonsten kann ich mich den Lob der Vorpostern nur anschließen. Super Artikel!

  4. Auch in Analytics gibt es sehr viele Graustufen, aber der Artikel hatte glaube nicht die Absicht groß darauf einzugehen. Analytics sagt macht das was erfolgreich und effektiv ist. Das kann der Run logischerweise auch sein, ist er aber nur sehr selten.

    Rodgers ist seit Jahren kein Elite QB mehr und eher an Top 10-15 zu ranken. Was möglich ist auch mit vielen schlechten Receivern zeigt Wilson in Seattle fast jedes Jahr. Packers haben zudem noch ligaweit die beste Protection für Rodgers. Er hatte in der regular Season viele sehr durchschnittliche und bis zu ein paar miesen Spielen, Hochs wie gegen SEA oder OAK waren sehr vereinzelt. Haufenweise verpasste, offene WR, unnötig viele Throwaways. Neuer HC hat null verändert. Rodgers halt. Wir wissen alles was wir wissen müssen über Aaron Rodgers. Mahomes spielt ebenso wie Wilson in einer anderen Liga als Rodgers.

  5. Der Artikel nennt gute, ja erstklassige und auch notwendige Argumente für die Aaron-Rodgers-Debatte.

    Ich denke in Summe zusammengefasst reicht Rodgers trotzdem nicht mehr an die Liga-Elite heran. Er *kann* natürlich noch die großartigen Spiele bestreiten. Aber das *kann* ein Kirk Cousins auch. Bei Cousins müssen natürlich mehr Rahmenbedingungen stimmen. Bei Rodgers waren die fantastischen Performances ganz einfach zu rar.

    In Summe klingt 8-10 für mich nach einer guten Range für Rodgers im QB-Ranking. Alle Transzendenz nutzt mir wenig, wenn diese grandiosen Momente nur noch alle heiligen Zeiten auftreten und ich mich als Mannschaft nicht mehr darauf verlassen kann. Dann bin ich mit einem Cousins nicht schlechter dran – dort weiß ich wenigstens was ich tun muss um ihn in die Gänge zu bekommen.

    Der Mahomes-Vergleich ist interessant und nicht unspannend. Rodgers war einst ein *ähnlicher* Spielertyp, aber seit 2015 ist er schrittweise zu einem anderen QB-Typen mutiert: Viel mehr Sicherheitsfootball, viel mehr Throwaways, tendenziell höhere Sack-Quoten, tendenziell geringere Interceptions-Quoten.

    Kann man diese Veränderung als Spieler mit den veränderten Rahmenbedingungen erklären? Würde Mahomes, dessen Naturell als Spieler aggressiver ist, einen ähnlichen Weg einschlagen, wenn Kansas City eine der Top-Receiving Waffen verliert?

  6. Alle Transzendenz nutzt mir wenig, wenn diese grandiosen Momente nur noch alle heiligen Zeiten auftreten und ich mich als Mannschaft nicht mehr darauf verlassen kann.

    Ja, das ist leider der Punkt für (also gegen) uns Rodgers-Fans: *Daß* er es könnte, nützt wenig, *wenn* er es nicht macht.

    Ob 8-10 oder 10-15 (really? 14 bessere Quarterbacks? Vierzehn?!? Bei aller Skepsis, sheesh….) kann man nur schwer einschätzen. Für mich sind Mahomes-Wilson 1-und-2; und dahinter kann man viel diskutieren…

    Die Emotionalität kommt daher, daß er *Best of All Time* gezeigt hat, mehrere Jahre, dieses Niveau jetzt aber verschwunden ist. Wie gesagt: spannend ist eher, *warum* es jetzt weg ist – und ob das Mahomes oder Wilson auch passieren könnte…

  7. Pingback: 2020 Divisional Playoffs Preview: Rams @ Packers | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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