Die furchtlose NFL-Vorschau 2014/15 | Die Titelfavoriten

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Kommen wir in der großen NFL-Preview 2014/15 zum Ende, zu den Mannschaften, denen man eine echte Chance auf die Lombardi-Trophy einräumen kann. Spannend ist das diese Saison ja auch deswegen, weil wir eine ziemlich extreme Leistungsspitze haben, aber von den Teams aus der zweiten Reihe durchaus auch eines heißlaufen und die Großen fällen kann.

#8 Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals befinden sich gerade in einer der erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte und schließen jedes Jahr mit zehn oder elf Siegen ab, allein: Es fühlt sich noch recht hohl an, weil man jedes Jahr ohne Sieg in den Playoffs rausfliegt. So auch 2013/14 mit der bislang größten Enttäuschung, einem seelenlosen 10-27 zuhause gegen Außenseiter San Diego. Offenbar wurden dabei vor allem die Limits der Pass-Offense.

Es gibt Gründe, bei den Bengals diesmal skeptisch zu sein. Head Coach Marvin Lewis, ein anerkanntes Genie der Defense, ist zwar noch da, aber beide Coordinators haben die Bengals verlassen: OffCoord Gruden wurde Cheftrainer in Washington, DefCoord Zimmer in Minnesota. Die neuer Coordinators Hue Jackson (Offense) und Paul Guenther (Defense) haben beide keine überaus rühmliche Coaching-Vita aufzuweisen.

Der zweite Grund: QB Andy Dalton wird nicht nur weitermachen, er wird ohne Gruden weitermachen, und er wird nach einer massiven Vertragsverlängerung noch eine Weile weitermachen. Dalton und seine Pass-Offense bringen eigentlich 6.7 NY/A zustande (#9 der Liga), aber in einem simplifizierten Schema, das von ausgebufften DefCoords längst durchschaut ist. Man verlässt sich auf den individuell überzeugenden WR A.J. Green, der im 1-vs-1 nicht zu decken ist (187 Anspiele, 30 von tief) und darauf, dass der in den letzten Jahren recht gescheit zusammengestellte Support-Cast um Green herum tief genug ist um Ausfälle zu verkraften.

Der nur durchschnittliche Werfer Dalton soll heuer zusätzlich durch verstärkte Rolle des Laufspiels entlastet werden: Der letztes Jahr überzeugende dual threat RB Gio Bernard wird eine ebenso wichtigere Rolle bekommen wie Rookie-RB Jeremy Hill. Spielerabgänge in der Offense betreffen nur den Backup-Tackle Collins, letztes Jahr ein wertvoller Ersatzmann – ein Abgang, den man erst spüren wird, sollte sich wieder der Verletzungsteufel in der Offense Line einschleichen.

Die Defense ist personell exzellent aufgestellt: DT Geno Atkins, gemeinhin als Schlüsselspieler und bester Tackle der Liga angesehen, fehlte letztes Jahr über weite Strecken mit Kreuzbandverletzung, und trotzdem fuhr Cincinnati sensationelle 5.1 NY/A gegen den Pass (#2 der Liga) ein. Dass Atkins wieder fit ist, sollte helfen, einige mögliche Rückschritte durch den Coordinator-Wechsel zu kaschieren.

Im Passrush muss man den Abgang von DE Johnson verkraften und darauf bauen, dass die Nachfolger DE Dunlap, Gilberry und die jungen Thompson und Hunt die Lücke annähernd zu schließen imstande sind. Bei den Linebackern hofft man, dass der junge OLB Vontaze Burfict seine extrem positive Entwicklung fortführen kann, denn abseits von Burfict ist man eher in der Kategorie hüftstreif aufgestellt.

Das Defensive Backfield, zuletzt auch dank Coordinator Zimmers Einfälle eine absolute Stärke, wurde mit 1st-Round Rookie CB Dennard noch einmal aufgemotzt – ein Eingeständnis, dass es der 2012er-Rookie Kirkpatrick nicht schafft, oder aber Vorsorge bedingt durch die Alterung von CB Hall, oder beides? Oder nur Aufbolstern der Defense? Auf jeden Fall vertieft Dennard eine personell extrem gut besetzte Defense.

Cincinnati war 2013 ein veritables Top-5 Team trotz aseptischer Playoffleistung. Ein Dalton als Schlüssel der Offense macht es schwer, die Bengals erneut als ernsthaften Titelanwärter zu pushen, aber mal ehrlich: Auch mit einem leichten Bremsklotz Dalton sollte man in der AFC eine gute Chance auf den dritten Seed besitzen. Die Saison wird erst dann, in den Playoffs, zu gut oder schlecht erklärt werden: Dann müssen Siege her.

#7 Philadelphia Eagles

Kommen wir zu einem der hippen Teams in der NFL, den Philadelphia Eagles, wo sich die halbe Welt inklusive des Blogbetreibers von Sideline Reporter die Höschen nässt ob des Einschlagens von Head Coach Chip Kelly, der Philly letztes Jahr hochverdient in die Playoffs führte. Kellys Verkaufsschlager ist eine Hochgeschwindigkeitsoffense, wie sie in der NFL nur noch in New England praktiziert wird, und ein Einführen neuester Trainingsmethoden in eine stockkonservative NFL.

Der Erfolg gab Kelly zum Einstand recht: 10-6 Siege, und der Abschluss als #5 des Power-Rankings dank der zweitbesten Offense der Liga: 7.3 NY/A im Passspiel (#3) und sagenhafte 49% Success-Rate im Laufspiel waren die Hits. Dieses Jahr wird allerdings einige Modifikationen sehen.

WR DeSean Jackson, das einzige echte deep threat, wurde aus freien Stücken in der Offseason entlassen. Der einzige aktuelle Spieler im Kader, der seinen Speed annähernd ersetzen kann, ist WR Maclin, 2013 eines der wenigen Verletzungsopfer. Die Einkäufe in der Offseason zeugen davon, dass Kelly verstärkt die Spielfeldmitte beackern möchte: RB/WR Sproles ist ein Irrwisch vor dem Herrn, und der hünenhafte WR Jordan Matthews gilt als prototypischer, kräftiger Slot-WR.

Die Offensive Line bleibt erstmal unangetastet, muss allerdings RT Lane Johnson die ersten vier Wochen mit Dopingsperre vorgeben. Das wird wehtun, denn Johnsons Power war ein integraler Bestandteil für das extrem mächtige Laufspiel um RB McCoy und RB Polk. Bleibt Quarterback: Nick Foles hatte letztes Jahr einen unerwartet guten Einstand, aber auch wenn er seinen Level halten sollte: Er wird nicht nochmal nur 0.5% INT-Quote auffahren. Wird nicht passieren, no Chance.

Diese wahrscheinliche Steigerung der INT-Rate muss durch die Defense aufgefangen werden, die letztes Jahr mit 6.6 NY/A gegen Pass und 56% gegen Lauf jeweils an #22 gerankt eher durchschnittlich war. Man hatte nun ein Jahr Eingewöhnung für die 3-4 Defense von DefCoord Billy Davis. Vorne sollte man mit Thornton, Logan, Cox und Curry vier gewichtige Leute für die Rotation haben. Dahinter wurde der Passrush verstärkt: OLB Marcus Smith kam als 1st-Rounder im Draft und verstärkt einen „Edge-Rush“ bestehend aus Trent Cole und dem oftmals schlicht vergessenen Brandon Graham (8 Sacks in kaum Einsatzzeit). Gemeinsam sollte von dieser Unit heuer mehr kommen. Das Defensive Backfield muss noch immer eine problematische Safety-Position durchschleppen, gewinnt aber langsam an Tiefe.

Wäre ich Amerikaner, würde ich sagen, die Eagles kriegen meinen benefit of doubt. Es gibt ein paar Regressions-Stellen bei dieser Mannschaft, namentlich neben besagter Turnover-Regression die Verletzungsproblematik: 2013 war man erstaunlich fit (#2 der AGL), was an Kellys Wundertraining liegen könnte, aber auch bloß schlichtes Glück sein kann. Möglich, dass die Eagles wieder eines der verletzungsbegünstigten Teams sind, aber es wenn es die falschen Leute erwischt…

Dazu kommt der knochenharte Schedule mit NFC West und den Divisionssiegern der NFC. Das könnte reichen um die Eagles einen hohen Seed zu kosten. Ich glaube an Divisionssieg und die Playoffs, aber aufgrund der brutalen Konkurrenz wird es dort dann schon eher schwierig.

#6 San Francisco 49ers

Es ist schwierig, einen ausgeglicheneren Kader in der heutigen NFL zu finden als jenen der San Francisco 49ers: Die Schwachstellen im Kader sind rar, und man kann es sich leisten, Jahr für Jahr Risikospieler im Draft zu ziehen und einem QB Colin Kaepernick einen leistungsbezogenen Vertrag unterzujuxen. Man hatte es schon vor dem großen Durchbruch der Niners als NFC-Großmacht um 2009, 2010 sehen können, dass hier viel Potenzial versammelt war. Jahr für Jahr pickte man San Francisco als Sleeper und Divisionsgewinner, aber erst Head Coach Jim Harbaugh schaffte es, alles herauszukitzeln und einen echten Contender aufzubauen.

Harbaugh soll in der Offseason nach einem Zerwürfnis mit GM Baalke kurz vor dem Wechsel nach Cleveland gestanden sein. Letztlich blieb er. Gut für San Francisco. Man bringt eine black’n’blue Mannschaft zurück, mit 11.6 Siegen Pythagoreischer Erwartung und als #6 der Effizienz-Stats fast überall vorne mit dabei.

Der WR-Corp wurde aufgebaut und durch WR Stevie Johnson aus Buffalo ergänzt. Ein fitter WR Michael Crabtree wird heuer extrem helfen, sollte ein WR Boldin seinem Alter Tribut zollen. QB Kaepernick wurden viele Ausreden genommen. Kaepernick ist ein sehr spezieller Spielertyp, der die Welt zerreißen kann mit seinem Sprints und seinem Monster-Wurfarm, aber er ist noch jung und neigt zu Leichtsinn. Seine Completion-Rate ist mit 58% unterdurchschnittlich, seine Sack-Rate mit 8.3% überdurchschnittlich. San Francisco kann es sich aber aufgrund seiner insgesamt rund besetzten Mannschaft und dank Kaepernicks Sprintqualitäten leisten, ihm simplifizierte Plays zu stricken.

Die Fragen im Angriff beschränken sich darauf, wie der neue Center Kilgore sich einlebt und wie die Carries unter den fünf Runningbacks verteilt werden: Der alte Gore ist noch an Bord, wie auch der zuletzt verletzte Kendall Hunter, sowie das Trio um die blutjungen Carlos Hyde (Rookie), Marcus Lattimore (quasi-Rookie) und der in Ungnade gefallene Lamichael James.

Ich erwarte von den 49ers, dass sie den Schritt zu einer offensiv-orientierten Mannschaft endgültig vollziehen, denn die Defense wird einen Schritt zurück machen. Schon letztes Jahr hatte man Probleme im Passrush und war mit 5.8 NY/A (#9) gegen den Pass und 60% Erfolgsquote gegen den Lauf (#12) nicht mehr die Wucht vergangener Tage. Hey, das sind gute Werte, aber die kannst du nicht mehr ohne hochklassige Offense durchschleppen!

DefCoord Vic Fangio hat zudem Personalsorgen: LB Bowman wird nach der fürchterlichen Kreuzbandverletzung aus dem Conference-Finale noch monatelang fehlen, wie auch der beste Passrusher, LB Aldon Smith, dessen vielversprechende Karriere schön langsam durch seine privaten Probleme und seine Drogensucht gen Süden wandert: Smith ist die ersten neun Spiele gesperrt. NT Glenn Dorsey fällt das ganze Jahr aus und im Defensive Backfield muss man drei Starter ersetzen.

Man kann die Ausfälle temporär ersetzen, aber fraglos bringen ein Corey Lemonier oder Tank Carradine nicht ganz die Qualität und Erfahrung der Ausgefallenen auf den Platz. Selbst der breiteste Kader kann Leute wie Bowman oder Smith nicht ohne weiteres kompensieren.

Dazu kommt das Pech, in derselben Division wie Seattle spielen zu müssen. Auch der Schedule könnte günstiger sein: Man kriegt als Vorjahrszweiter anstelle der waidwunden Panthers (Seattle) die Saints und muss bei denen noch auswärts ran. Und während Seattle den gemeinsamen Gegner Denver zuhause empfangen darf, müssen die 49ers gegen die Broncos auswärts ran. Das reicht um sie erneut knapp hinter Seattle einzuordnen, mit der Konsequenz, dass es im Fall der Fälle im Jänner wieder Auswärtsspiele geben wird – ein vielleicht entscheidender Nachteil auch angesichts der scharfen Geschütze aus anderen Divisionen.

#5 Green Bay Packers

Machen wir es kurz: Die Packers sind wegen eines Mannes in der Titelfavoriten-Spalte: QB Aaron Rodgers, dem besten seines Zunft, der Green Bay notfalls im Alleingang zum Sieg treibt. Der Rest der Packers hat einige Fragezeichen, aber im Zweifelsfall nehme ich ein gutes Team mit epischen QB immer über ein sehr gutes Team mit durchschnittlichem QB (gell, Cincinnati?).

Wie abhängig Green Bay von Rodgers ist, sah man, als er letztes Jahr wochenlang mit Schlüsselbeinbruch ausfiel: Man würgte sich letztlich gerade noch so in die Playoffs, weil Detroit sich selbst zerschoss und Rodgers im allerletzten Spiel zurückkehrte um Chicago mit einem 50yds-Hail Mary rauszukegeln.

Seine Pass-Offense muss C Dietrich-Smith ersetzen; Nachfolger Tretter gilt als unbeschriebenes Blatt. LT Bakthiari und RT Bulaga sind auch bestenfalls mittelmäßige Leute, die man aber nicht zu upgraden versuchte. Ein bissl Sorgen macht die Crew der Anspielstationen: TE Finley wurde ersatzlos ziehen gelassen; Finley war zuletzt auch oft verletzt und muss vielleicht sogar seine Karriere beenden. Es gibt keine adäquate Alternative. Die Wide Receiver wurden in der Tiefe mit den Rookies Adams und Abbrederis verstärkt und sollten um die Superstars Nelson / Cobb wieder großteils passen.

Wo es grob hakte: Defense. 6.8 NY/A gegen den Pass und nur 53% Success-Rate gegen den Lauf sind jeweils unterstes Leistungsviertel, und wenn dann auch noch die gewohnten Interceptions ausbleiben, sieht das schnell so aus wie phasenweise letztes Jahr. In CB Shields wurde ein Leistungsträger mit teurem Vertrag gehalten, in FS Clinton-Dix ein Rookie für das Backfield geholt, in DL Peppers eine (alternde) Ergänzung für die Front-Seven. Dazu stößt der überzeugende Slot-CB Casey Hayward nach Verletzung wieder zum Kader.

Man muss hoffen, dass sich neben OLB Clay Matthews ein zweiter angemessener Passrusher herauskristallisiert: Peppers wird es nimmer sein, nicht in neuer Rolle in der 3-4 Defense. OLB Nick Perry hat nach nunmehr zwei schwachen Jahren auch seinen Kredit verspielt.

Es gibt also durchaus Sollbruchstellen, aber es sind die geringsten der NFC North, und durch die hohen Oktanzahl in der Offense mit dem besten Quarterback der Liga ist der Defense von Dom Capers auch ohne Elite-Passrush geholfen. Green Bay sollte auch endlich mal darauf vertrauen dürfen, nicht unter den drei meistverletzten Teams zu landen – das reicht, um sich in der NFC als brandgefährlicher „Außenseiter“ zu platzieren.

#4 New Orleans Saints

Gehen wir strikt nach Power-Ranking und Effizienz, waren die New Orleans Saints das zweitbeste Team des abgelaufenen Jahres: Mit 7.2 NY/A stellte man einmal mehr ein Top-5 Passspiel, aber die Überraschung war die starke Defense: 5.5 NY/A gegen den Pass – ein sensationeller fünfbester Wert des Jahres. Jetzt befindet man sich im Win-Now Modus, und so agierte man in der Offseason auch mit aggressiver Einkaufspolitik trotz limitiertem Cap-Space.

In der Offense ließ man im Vertragspoker mit TE Jimmy Graham die Muskeln spielen und bekam Graham so letztlich fünf Millionen billiger als befürchtet. Graham ist ein verkappter Wide Receiver, der aufgestellt wird wie einer und spielt wie einer – nur bezahlt wird er wie ein Tight End. Graham ist die wichtigste Schachfigur in der variantenreichsten, kompliziertesten Offense der Liga. Mit QB Drew Brees verteilt weiterhin einer der besten Quarterbacks aller Zeiten die Bälle, und Brees zeigte zuletzt auch mit 35 keine Zeichen von Müdigkeit.

In WR Brandin Cooks kam via Draft ein pfeilschneller 1st-Rounder, der das tiefe Element im Saints-Spiel wiederbeleben soll und eine weitere Dimension aufmacht. Selbst der Backup-TE Ben Watson ist ein Superathlet mit Potenzial für 50 Catches. In der Offense Line wurde der abgewanderte Center De la Puente durch Goodwin aus San Francisco ersetzt, und weil sich LT Armstead als Rookie besser machte als befürchtet ist auch die mögliche Sollbruchstelle „Pass-Protection“ kein so schlimmes wie es sein könnte.

Gespannt sein kann man auf die Defense: Die aggressiven Schemen von DefCoord Rob Ryan brachten eine erstaunliche Wende der so lange so zahnlosen Saints-Defense. Aber der Sprung 2013 war so krass, dass man eigentlich Regression befürchten muss. Bloß: Mit einer schlechten INT-Rate 2013 (2.1%, #26), vielen Verletzungen und mit den Einkäufen eines Star-Defensive Backs könnte das sogar problemlos kaschiert werden.

Man hat keinen überragenden Einzelkönner im Passrush, aber Ryans System baut darauf, mit Teamwork Druck zu generieren. Mit dem All-Pro Safety Jairus Byrd aus Buffalo hat man einen potenziell großen Transfer gewagt. Byrd und Kollege Kenny Vaccaro – das ist feuchter Traum von Secondary! Bessere Pass-Deckung gibt dem Passrush mehr Zeit gibt der Deckung mehr Zeit gibt dem Passrush mehr Zeit gibt… und so weiter.

Möglicher Knackpunkt ist die Run-Defense, aber mit der punktgewaltigen Offense wird gegen New Orleans eh selten gelaufen, weil die Gegner Punkte auf das Tablett legen müssen.

Die Saints stellen auf dem Papier ein komplettes Team. Man war in allen erdenklichen Kategorien schon 2013 ein Top-5 Team, und man profitierte dabei wenig von Verletzungspech (nur #26 der AGL) oder Turnoverglück (Turnover-Ratio von 0, Fumble-Pech: Nur 43% der Fumbles aufgenommen). Der Schedule ist nicht einfach, aber einfacher als San Francisco und Seattle. Aber: Man muss in der Regular Season nach Seattle. Das riecht nach verlorenem direkten Duell. Und das könnte in den Playoffs den Heimvorteil kosten…

#3 Denver Broncos

Das Geile an der NFL 2014/15 ist ja, dass sich fast alle der fünf, sechs Topteams im Aggregatzustand Gewinne jetzt oder lange nicht befinden und Teams von einer Qualität zusammenbauen, die es in der NFL in der Form jahrelang nicht gegeben hat. Auch die Denver Broncos müssen schauen, die letzten Jahre der epochalen Karriere von QB Peyton Manning bestmöglich zu nutzen, und so kauften sie nach der Superbowl-Schlappe im Februar weiter fleißig ein.

Die rekordträchtige Offense (7.8 NY/A im Passspiel) mit ihren vier „10 Touchdown Leuten“ sah zwar #2-WR Decker nach New York gehen, aber Decker wurde in Emmanuel Sanders von den Steelers adäquat ersetzt, und sieht in WR Cody Latimer einen Rookie mit hohem Potenzial zum langsamen Einlernen. Weil in der Offense LT Clady von einer schweren Verletzung zurückkehrt, dürfte für Denver auch Verbesserung in der Protection gegeben sein – wichtig, um nicht noch einmal von Seattle so zermetztelt zu werden (in Week 3 kommt es zur Revanche). Die spannendste Frage der ersten Wochen wird sein, wie man den drogengesperrten Wes Welker (jetzt fängt der auch schon an!) in den ersten vier Wochen zu ersetzen gedenkt.

In der Defense hatte Denver letztes Jahr ein paar Probleme: 6.3 NY/A sind kein überzeugender Wert, können aber bei entsprechender Feuerkraft der Offense kompensiert werden. Man verstärkte eine eh schon passable Front-Seven mit dem Passrusher des Jahrzehnts, DE Demarcus Ware, der auf seine alten Tage aus Dallas kommt und zumindest noch ein, zwei Jahre im Tank haben sollte. Ware und OLB Von Miller (letztes Jahr erst gesperrt und dann verletzt) sollten einem Passrush auf die Sprünge helfen, der 2013 nicht überzeugen konnte.

In der Secondary wurde CB Rodgers-Cromartie durch CB Talib aus New England mehr oder weniger 1:1 ersetzt, dazu kam in T.J. Ward ein mächtiger Strong-Safety aus Cleveland und in CB Roby ein 1st-Round Rookie via Draft. Das sollte in Summe eine bessere Defense geben als letztes Jahr – wichtig, denn von der Offense kannst du auch mit Manning und dieser ganzen Armada nicht jedes Jahr 7.8 NY/A und 55 Pass-Touchdowns erwarten.

John Fox und seine Broncos sind gut aufgestellt. Alle Effizienz-Stats gehen von einem Top-3 Teams aus. Der letztjährige Run kam wie bei New Orleans nicht durch Zufall (Turnovers auch hier: +/- 0, Fumble-Ratio von 38% spricht noch eher von viel Pech) oder Verletzungsglück (#24 nach AGL) zustande.

Warum sehe ich Denver dann hinter den New England Patriots? Schedule, Baby. Während New England in der NFC North eine eher machbare Division bekommt, müssen die Broncos gegen die Monsterdivision NFC West ran. Und für den Fall der Fälle eines Tie-Breaks: New England hat schon wieder Heimvorteil in der Regular Season im direkten Duell mit den Broncos.

#2 New England Patriots

Die New England Patriots haben gerade ihr Übergangsjahr 2013 hinter sich gebracht. Mit 12-4 Siegen und der Qualifikation für das AFC-Finale. Jetzt ist man bereit wie seit Jahren nicht mehr für den großen Wurf, ein Jahrzehnt nach dem letzten Superbowl-Triumph. Bill Belichick, diese Übergestalt, hat so viel Dringlichkeit wie lange nicht in seinen Spielereinkäufen gezeigt, und solange er in seinem versifften Kapuzenpullover an der Seitenlinie steht, ist es nie ein guter Rat, gegen ihn und seine Mannschaft zu wetten: In den letzten drei Spielzeiten wurden ganz zwei Spiele mit mehr als einem Score Differenz verloren.

Auffällig bei Belichick sind immer zwei Dinge: Seine Teams schlagen konstant die Effizienz-Stats (im Schnitt ein Saisonsieg mehr als die Pythagoreische Erwartungen prophezeien würde), und ihm gelingt es extrem gut, Verletzungsausfälle zu kompensieren. Letzte Saison cruiste man sich quasi ohne Anspielstationen durch die Regular Season, und auch wenn es nicht immer schön war: Allein die Tatsache, dass New England erst im Conference-Finale angeknockt aussah, spricht Bände.

QB Tom Brady ist im Spätherbst seiner Karriere natürlich auf dem absteigenden Ast und kann einen Support-Cast aus third stringern nicht mehr allein durchschleppen, aber allein Regression in Sachen Verletzungen, mehr Erfahrung bei den jungen Spielern und mehr Kadertiefe wird ihm helfen. Es werden heuer mehr als 6.2 NY/A im Passspiel werden. Die Frage ist mehr, wie man die Regular Season anlegt: Soll man einen TE Rob Gronkowski, eine lebende Legende trotz jungem Alter, mit seinen Glasknochen überhaupt ernsthaft in der Regular Season verbrennen oder lieber sachte für die Post-Season schonen? Ähnliches gilt für den flinkeren WR Danny Amendola. Was hat ein Dobson drauf? Ist LaFell die erhoffte Verstärkung? Bindest du Shane Vereen noch mehr als zuletzt als Hernandez-ohne-Mordanschuldigung in die Offense ein?

In der Offensive Line tun sich einige kleine Risse auf, was in den Playoffs zum Problem werden könnte: LT Nate Solder soll sich mit rätselhaften Verletzungen plagen, RT Vollmer hat eh eine Historie an Rückenbeschwerden, C Wendell gilt auch in fittem Zustand als Schwachpunkt. LG Mankins wurde kurz vor Saisonstart an Tampa Bay verkauft. Line-Coach Scarnecchia, ein berüchtigt harter Hund, trat in der Offseason in den Ruhestand, weswegen New England zum ersten Mal seit Äonen nicht eine der besten drei Offensive Lines der Liga haben könnte. Ob es „reicht“ um die Patriots-Offense nach unten zu drücken?

Und selbst wenn: Die Defense dürfte endgültig Reminiszenzen an die großen Patriots-Defenses der letzten Superbowl-Siege wecken. Die Infusion mit frischem Talentblut über die letzten Drafts in der Front-Seven ist das eine; der Einkauf von CB Darrelle Revis, der quasi einen Einjahresvertrag bekam, das andere: Ein Revis ermöglicht dir in der Defense, ganz neue Coverages zu spielen. New Englands mit 6.3 NY/A letztes Jahr durchschnittliche Pass-Abwehr sollte heuer klar besser sein.

Zumal der Passrush mittlerweile sachte aufgemotzt sein sollte: Ein DE Chandler Jones ist nicht der härteste Arbeiter unter der Sonne, walzt in lichten Momenten aber alles nieder. DE Ninkovich ist der Counterpart: Kein Supertalent, aber ein Recke. DT Wilfork, letztes Jahr verletzt, sollte zumindest mit Standgas wieder einsatzbereit sein – und ein Wilfork ist auch bei 85% besser als alles, was die Patriots letztes Jahr als Ankermänner hatten (u.a. mit nur 53% Success-Rate eine horrende Run-Defense). Die verbesserte Tiefe durch Leute wie Rookie Easley, Siliga oder Vellano ganz zu schweigen.

Der LB-Corp hat mit Hightower, Mayo (2013: verletzt draußen…) und Collins keine Schwachstellen; im Defensive Backfield wird mit Browner ein ehemaliger Legionär of Boom (kam aus Seattle) ein paar Wochen mit Dopingsperre fehlen, aber wenn man sich die Gegner in den ersten Wochen ansieht, wird er nicht fehlen (Miami, Minnesota, Oakland, Kansas City).

Der einzige Knackpunkt bei den Patriots: Man war die letzten Jahre recht abhängig von den Turnovers. Mit insgesamt verbesserter Kadertiefe und durchschnittlichem Verletzungspech sollte aber eine Regression diesbezüglich aufzufangen sein. Und weiter: Der Schedule ist so günstig wie nie: Nicht bloß, dass man den vermeintlich größten AFC-Konkurrenten Denver schon wieder zuhause empfangen darf, nein: Auch fast alle anderen der schwereren Gegner im Spielplan, Chicago, Detroit und Cincinnati, müssen den Weg nach Foxboro antreten.

Günstiger Schedule gepaart mit einfacher Conference und Division bedeuten mehr Chance auf viele Siege bedeutet höhere Wahrscheinlichkeit auf Heimspiele in den Playoffs, bedeutet, dass ich New England als AFC-Favoriten sehe. Aber nicht als größten Superbowl-Favoriten.

#1 Seattle Seahawks

Diese Ehre wird dem Titelverteidiger zuteil: Die Seattle Seahawks gehen nach ihrer dominanten Saison 2013/14 mit nahezu unveränderter Grundformation ins Rennen. Sie stellen eine Mannschaft, deren 13 Siege in der Regular Season von allen Advanced-Metrics bestätigt wird: 12.9 Siege nach Pythagoreischer Erwartung, 13 Punkte besser als der NFL-Durchschnitt nach SRS, mit .760 die #1 des Power-Rankings.

Über die Defense muss man nicht allzu viele Worte verlieren: 5.1 NY/A an Passverteidigung sind in der heutigen NFL ein nur noch selten erreichter Spitzenwert. Gepaart mit den 5.0% INT-Quote ergibt das eine Pass-Defense für die Geschichtsbücher. Dass es wieder 28 Interception werden, ist unwahrscheinlich, aber das muss vielleicht auch nicht sein.

Mit CB Browner und CB Thurmond haben zwei Defensive Backs die Legion of Boom verlassen, wobei Browner aber 2013 praktisch nicht gespielt hat und Thurmond „nur“ der #3-Corner war. Die Tiefe wird ein bissl ausgedünnt sein, aber: Solange Richard Sherman den Top-WR in Schach hält, FS Earl Thomas in den tiefen Zonen patrouilliert und SS Kam Chancellor dem Gegner die Eingeweide aus dem Leib prügelt, dürfte die Secondary erstklassig aufgestellt sein.

Die so unglaublich tiefe Rotation in der Front-Seven ist da schon der größere Grund zur Besorgnis: DL Clemons, DE Bryant, DT MacDonald haben den Verein verlassen. Es gibt in DE Avril, DE Bennett, DT McDaniel, DT Mebane und dem aus Minnesota eingekauften DT Kevin Williams zwar fünf erprobte aufrechte Kämpfer, aber gerade ein Bennett gilt als Mann, den du nicht in 1000 Snaps verheizen willst, sondern lieber 600 durchgepowerte von ihm nimmst, und Williams ist mit 34 nimmer der jüngste.

Die Offense krankte letztes Jahr phasenweise an den Verletzungen von LT Russell Okung und zwei unzuverlässigen Offensive Guards. QB Russell Wilson wuzzelte sich mit seinen Scrambler zwar aus der Bedrängnis, und der wuchtige RB Beastmode Lynch brach trotz suboptimalem Vorblocking halt dann die ersten Tackles um immerhin 43% der Läufe in Erfolge umzuwandeln. Lynch hatte in der Offseason seine Spielchen von wegen Vertragsstreik und Vorwürfe häuslicher Gewalt an der Backe, sollte aber einsatzbereit sein. Er ist von zentraler Bedeutung für die Offense in ihrer bisherigen Form.

Im Passspiel dürfte man bei Wilson notfalls auch die Leine etwas länger lassen als in der Vergangenheit. Der wertvolle WR Tate wurde nach Detroit ziehen gelassen und durch WR Richardson aus dem Draft ersetzt. Wichtiger: Percy Harvin wird diesmal von Anfang an fit sein. Wird man den verletzungsanfälligen Harvin aber überhaupt so stark in den GamePlan integrieren, wenn man ihn „erst“ in den Playoffs braucht?

Für die Seahawks wird es schon allein wegen der auf breiter Basis bockstarken NFC kein Durchmarsch werden. Die Seahawks werden vielleicht nicht mehr von +20 Turnovers profitieren. Auch sie können längere Ausfälle von Schlüsselspielern nicht einfach so wegstecken. Aber in Summe hat Pete Carroll da weiterhin da den besten, dominantesten Kader beisammen, der gegen fast jeden Gegner ein ideales Matchup stellt.

Und sollte das nicht reichen, haben die Spielplanmacher der NFL den Seahawks einen vergleichsweise „günstigen“ Weg gelegt: Die kritischen Konkurrenten wie Denver, Green Bay oder New Orleans müssen allesamt in der Regular Season den Weg ins Century Link Field nehmen. Das könnte letztlich der entscheidende Vorteil im Kampf um Heimvorteil in den Playoffs sein.

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24 Kommentare zu “Die furchtlose NFL-Vorschau 2014/15 | Die Titelfavoriten

  1. Das Problem bei den Packers ist, dass der Verletzungsteufel schon vor der season wieder einmal zugeschlagen hat: Tretter wird wochenlang fehlen und B.J. Raji und Abbrederis sind out for season…

  2. @meiklson
    Ja aber genau das beobachtet man Jahr für Jahr beim Pack. 2010 gewann man sogar die Lombardi-Trophy. Letztes Jahr glaubte ich gefühlte 100mal das war’s dann mit den Playoffs – trotzdem schaffte man es noch am letzten Zacken aber eher weil sich Lions und Bears selbst ins Knie geschossen hatten.
    Die Frage für mich ist warum schleppt man immer so ein Lazarett mit. Schön langsam glaube ich nicht mehr nur an Pech.

  3. Ich bin extrem gespannt wie die Regelauslegung die Saison heuer beeinflussen wird. Denn wenn das so gepfiffen wird wie in der Preseason (Stichworte Defensive Holding und Illegal Contact), dann ist der physische Stil, den vor allem die Seahawks geprägt haben wohl Geschichte. In dem Fall wären die Saints mein Topfavorit.

    Übermorgen wird sich weisen wie heiß die Suppe nun wirklich gegessen wird, aber alle Zeichen deuten in die Richtung, dass das noch offensivere Festspiele als im letzten Jahr werden könnten.

  4. @euterpe: ich weiß und ich bin da ganz bei dir…
    @Phillipp: bin ich auch sehr gespannt drauf, würd wohl den Packers und den Saints in die Karten spielen…

  5. Vielen Dank für diese geile NFL Vorschau! Ich liebe diesen Blog: NFL, CFL und ein Schreibstil, der seinesgleichen sucht: „Solange […] FS Earl Thomas in den tiefen Zonen patrouilliert und SS Kam Chancellor dem Gegner die Eingeweide aus dem Leib prügelt […]“ – einfach klasse!

    Stimme auch mit dem Ranking größtenteils überein. War teilweise schockiert, wie die Offense der Niners in der Preseason ausgesehen hat – na gut, ist nur Preseason, aber wenigstens etwas muss doch da funktionieren.

    Wegen Gronkowski’s „Glasknochen“ tut’s mir echt Leid. Da hatte er schon am College schlimme Rückenprobleme, die eigentlich dank erfolgreicher Operation in der Offseason 2013 geheilt sein sollten. Und dann zerfetzt ihm TJ Ward mal kurz auf’s Übelste das Kreuzband in der Regular Season. Dann nimmste noch einen gebrochenen Unterarm vom Vorjahr hinzu (weil man Gronk für’s Blocking bei nem Extra Point Attempt eingesetzt hat) und schon findet das Adjektiv injury-prone Anwendung. Bei so vielen Verletzungen leider auch berechtigt…
    Der Kerl ist erst 25 Jahre alt und könnte wenigstens 5 überragende Jahre vor sich haben. Ich drück ihm jedenfalls die Daumen, dass er die kommende Saison verletzungsfrei übersteht und dass wir oft hören können: „Touchdown Gronkowski!!!“.

  6. @Meikelson

    Und den Broncos, Pats, Eagles – im Prinzip fast allen außer der NFC West, wobei ich Seattles Offense durchaus als potent genug sehe einen eventuellen Abfall bei der Defense aufzufangen. Und Wilson geht halt jetzt mit richtig fetten Cojones in die Saison 🙂

  7. @Philipp S.
    Bei den Broncos und Pats bin ich mir da nicht so sicher: Talib und Browner sind IMHO klassische Press-Cover-CB und auch ein Revis jammt gerne direkt an der LOS und bleibt auch immer direkt beim Mann.

    Auch mir hat das in der Preseason Sorgen gemacht mit den vielen illegal contact penalties. Finde das richtig geil anzuschauen, wenn sich WR und CB heftig beackern.. siehe Michael Crabtree vs. Richard Sherman im NFC Conference Final 😀

  8. @Philipp: De facto hat die „Legion of Boom rule“ den Seahawks am wenigsten geschadet. Sie wurden bei insgesamt 23 Strafen in vier Spielen nur drei Mal für Illegal Contact, zwei Mal für DPI und null Mal für Defensive Holding bestraft. Die Saints hingegen wurden insgesamt 42 mal geflagged (genaue Aufteilung kenne ich aber nicht). Mal sehen, wie sich das Thema in der Regular Season entwickelt.

    Ich glaube, dass bei den Seahawks Percy Harvin ein entscheidender Faktor sein wird. Er kann auf fast jeder Skill-Position auflaufen, das macht ihn und die Offense unberechenbar und schafft Räume für andere Spieler. Gerade mit Blick auf das Passspiel ist das enorm wichtig. In der Pocket hat sich RW am meisten weiterentwickelt. Bisher kamen die Pässe (78,6% completions, 33-42) an, natürlich verfälscht durch die Preseason).

  9. Klasse Vorschau… und klar, die Seahawks werden es erneut packen 🙂 Da sind wir uns sicher.

  10. Ich denk bei den Packers wird es entweder, dieses Jahr mindestens es Conference Finale, oder einfach eine schrecklich schlechte Saison, wobei ich denke dass es Ersteres wird.

    B.J. Raji, hatte ich dieses Jahr wieder auf dem Zettel, dass er eine Saison wie 2011 spielt. Jetzt die Verletzung.. schade…
    J.C. Tretter, wäre als C ziemlich gut gewesen, aber ich denke das Linsley den Job auch erfüllen kann.

    Vom Receiving Corp, ink. RB, bin ich voll überzeugt.
    Beim QB brauch man nichts mehr sagen, weil das ja klar ist 😉

    Alle in die Defense, war ein großes Manko in den letzten Jahren.
    Aber dieses Jahr denk ich, dass die Defense stabiler sein wird.
    Nicht nur wegen, einem Ha Ha Clinton Dix, oder einem Julius Peppers. Die vielen verletzten sind Gott Sei Dank wieder zurück und konnten ziemlich die gesamte Vorbereitung mitmachen.

    Morgen werden die Seahawks mal schwer zu schnaufen haben gegen die Packers.
    Ich denke ein Sieg ist durchaus drin für Green Bay.
    Go Pack Go !

  11. @Max: da muss man halt denke ich aufpassen zwecks Preseason. Die Starter spielen da kaum und auch nicht mit der realen Intensität. Es kann gut sein, dass meine Wahrnehmung falsch ist, aber ich das Gefühl, dass die Regelbetonung (geändert wurde ja eigentlich nichts) eine direkte Folge der Super Bowl ist, wo es schon sehr klar war, dass es keineswegs nur an Manning und zu viel Pocket Pressure lag, dass die Broncos Offense gar nichts auf die Reihe brachte.

    Ist natürlich auch gut möglich, dass die SEA-Secondary einfach so gut ist, dass sie sich anpassen können.

  12. Ich sehe die Big Six in anderer Reihenfolge:
    #1 Denver: Eines der besten Teams 2013, das sich mit genau den richtigen Spielern verstärkt hat. Klar wird es
    #2 Seattle: Es muss schon vieles schief gehen, damit die Hawks nicht wieder ganz oben mitspielen. Die IC-Regelung wird die ‚Hawkes nicht aufhalten, so übertrieben haben sie nun auch nicht gespielt wie alle glauben.
    #3 San Francisco: wenn die Niners die Division gewinnen, sind sie der Topfavorit.
    #4 New England: das AFC Final entscheidet.
    #5 New Orleans: Defensive Regression coming. Die Saints werden Sproles vermissen und mit ihrer Defense nicht mehr alles aufhalten. Dazu verliert man die entscheidenden Regular Season Games um die Playoff Heimspiele.
    #6 Green Bay: Rodgers und sonst nichts. Ich habe kein Vertrauen zu dieser Defense und sehe in der NFC North sogar durch Detroit ernsthafte Gefahr aufziehen.

    Bin übrigens gespannt, wen Barnwell als achtes Team für seine Top 8 nominiert (Philadelphia war heute bei den absteigenden Teams). Ich glaube, Cincinnati sieht er auch dort, aber danach kommen für mich im Prinzip nur drei Teams in Frage: Pittsburgh, Baltimore und Detroit.

    Die Lions klingen lustig, aber ehrlicherweise sehe ich sie diesmal unter den besten 8 Teams.

  13. Ich sehe NO als potenzieller NFC no1 Seed.
    Man hat GB, Cin, SF zu hause,
    Lions, Falcons und im Dezember Bears auswärts.
    Diese sechs Spiele sehe ich als offen.
    Die restlichen 10 Spiele sehe ich NO als Favorit.
    Mit 13 Siegen ist der no1 Seed möglich, sofern sich im Westen gegenseitig die Siege abgenommen werden. Dann mit Heimvorteil in den Januar.
    Im CF gegen Seattle oder GB.

    In der AFC sehe ich Den und NE ein gutes Stückchen vor allen anderen.

    Super Bowl dann NO vs NE.

    Letzter werden die Bills und dürfen dann den Pick nach Cleveland weiterreichen. 😉

    Soo mal sehen wie weit daneben ich dieses Jahr liege..

    Beim gucken werde ich mich heuer wohl besonders auf die Duelle der der Top6 bis 8 NFC Teams konzentrieren.

    Die AFC scheint mir in der Spitze dünner, 2 Teams, und im Mittelfeld lahmer besetzt zu sein. Trügt mich mein Eindruck? Wen lohnt es zu beobachten als Sleeper?

  14. Ja, sehe ich im Prinzip genauso. Ich glaube, es wurde im Zuge dieser Preview schon angedeutet, dass die AFC wieder ein Two Team Race wird.

    Je nach Tageszeit fallen mir entweder die Dolphins (verbesserte OL), Colts (lächerliche Division), Chargers (wenn die Defense hält), Steelers (Steelers…), Ravens (gute junge Defense) oder Bengals (super Team, aber kein QB) ein. Houston sehe ich besser als Indianapolis, aber die QB Situation schreckt mich ab. Klingt komisch, aber ich glaube, Houston kann die Division gewinnen, aber auf den Superbowl hat eher Indianapolis mit Luck eine Chance…

    Ich bin einverstanden, Cincinnati als #3 der AFC zu ranken, aber ich sehe Pittsburgh nicht weiter dahinter.
    NE / DEN um den #1 Seed mit DEN als Favorit, dahinter #3 Cincinnati und #4 Houston, dahinter die Wild Cards Pittsburgh und ausgewürfelt zwischen Indy, Baltimore und Miami.

    Top Seed holt Oakland 😉 Buffalo sehe ich nicht so schlimm. Potenzial ist viel da. Nur wenn EJ Manuel gar nix auf die Reihe kriegt, wird das eine gurken Saison. Zugegeben, das ist nicht so unwahrscheinlich.

    Von der Qualität der Top Teams sehe ich auch die NFC ganz weit vorn. Unter den 10 Top Teams des Jahres sehe ich 7-8 NFC Teams (NO, SEA, SF, GB, PHI, DET, CHI / ATL / TB).

  15. Die AFC wird insgesamt von allen als duenner bewertet, mittlerweile schon seit gut 2 oder 3 Jahren. Das kann aber sehr schnell gehen. Man erinnere sich nur an das jahrelange dahinduempeln der NFC West, wo vor nicht allzu langer Zeit ein 7-9 Team Division-Champ wurde. Jetzt ist sie rundum anerkannt die staerkste Division der Liga. Das geht in 2 – 3 guten Draftjahren, und bei AFC-Mannschaften wie Houston, San Diego, Cleveland oder auch Jacksonville kann man schon Mannschaften im Entstehen sehen. Das heisst natuerlich nicht, dass die Konzepte auch voll aufgehen, da gehoert auch Glueck und ein geduldiger Owner dazu (Cleveland…).

  16. Erstmal: Wieder tolle Vorschau von korsakoff.
    Teile die Einschätzung der meisten, dass Denver und NE über den anderen Teams in der AFC stehen. Sofern v.a. Denvers Defense gesund – in erster Linie Von Miller – bleibt, dann werden sie kaum zu schlagen sein. [Viele Leute vergessen, dass Denvers Defense vor 1 1/2 Jahren zu den Top 3-Ds der NFL gehörte.] Die Offense wird dieses Jahr den Gegnern eh wieder ne Menge Punkte einstreuen.
    Leichterer schedule und das Heimspiel gg Denver spricht wohl für die Pats, aber die Broncos bleiben das team to beat in der AFC. Der Roster ist auf dem Papier einfach viel zu stark.
    Sonst sehe ich noch die Colts und die Bengals als DIvisionsieger – wobei ich in der North auch den Steelers und Ravens Chancen einräume. Chargers und Dolphins im Dunstkreis der Playoffs.
    In der NFC tippe ich auf die Saints – sofern sie sich den Heimvorteil sichern können. 9ers werden es schwer haben, schwere Division und die massiven Ausfälle in der Defense, Kaep sah in der Preseason auch nicht gut aus. Gebe da den Cards Außenseiter-Chancen. Sonst Hawks und Packers natürlich die Favoriten.

  17. Pingback: Was noch zum NFL-Start 2014 zu sagen war | Sideline Reporter

  18. @Philipp: Da gebe ich Dir absolut recht, die Preseason verfälscht das alles natürlich. Angenommen, dass alle Teams mit geringerer Intensität und selten mit Startern spielen, ist sie aber kein Argument dafür, dass Seattle weniger geflagged wurde als andere Teams. Gerade zu dieser Zeit werden die Regeln ja vermeintlich etwas härter ausgelegt. Letztendlich wird es wirklich nur die Regular Season zeigen, schon direkt heute Nacht gegen ein passstarkes Team wie die Packers.

    Ich denke nicht, dass sich die LOB angepasst hat, zumindest wenn man Richard Shermans Aussagen Glauben schenken darf (vielleicht meine rosarote Brille). Die Spieler wissen gut einzuschätzen, wie weit sie gehen können. Deswegen habe ich im Super Bowl auch nichts gesehen, was diesbezüglich nicht den Regeln entsprochen hat.

    Nach der Saison 2003 gab es eine ähnliche Regelverschärfung, weil die Patriots-Secondary vielen Gegner zu körperbetont spielte. Möglicherweise gerade, um den Pats die Titelverteidigung zu erschweren. Wir wissen ja, wie es 2004/05 ausging.

  19. D’oh, Barnwell hat die Atlanta Falcons unter seinen Titel Favoriten. Muss sagen, ich bin überrascht.
    Die Rising Gruppe besteht aus Baltimore, Detroit, Houston, Miami, Minnesota, Pittsburgh, Tampa Bay und Washington.
    Aber vielleicht stimmt schon, bei genauem Nachdenken tut man sich schwer nach den Top 6 noch zwei ernsthafte Titel Contender zu finden, da kann man 2 aus 7 oder 8 Teams wählen und liegt nie falsch 🙂

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