Sonntagsvorschauer – Woche 15

Drei Wochen bis Toreschluss der Saison.

Für die einen geht es noch um die Playoffs – über den Stand in AFC und NFC habe ich schon am Freitag geschrieben. Für die anderen geht um die höchsten Draft-Plätze bzw. das Rennen um die Hauptpreise in der nächstjährigen Draftverlosung, Joe Burrow und Tua Tagovailoa.

Für wiederum andere geht es um ihren Job – z.B. für einige Headcoaches. Jason Garrett in Dallas ist so gut wie entlassen – ihn könnte wohl nur noch ein Superbowl-Run retten. Doch die Kombination von „Jason Garrett“ und „Superbowl“ im selben Satz klingt bei aller nach wie vor vorhandener Qualität im Kader der Cowboys eher wie ein Märchen aus 1001 Nacht.

Weitere Coaches, deren Tage fast sicher in spätestens zwei Wochen gezählt sein werden: Dan Quinn in Atlanta und Doug Marrone in Jacksonville. Während bei den Falcons wohl GM Dimitroff überleben wird, sollte in Jacksonville wohl auch eine Rasur von Franchise-Manager Tom Coughlin einhergehen. Es gibt nicht eine gute Sache, die in seiner traurigen rückwärtsgewandten, „von echten Footballguys“ vorangetriebenen 3-jährigen Ägide in Jacksonville von Coughlin kommt.

Seine „Legacy“ wird sein, dass er Leonard Fournette anstatt Mahomes oder Watson draftete, mit Blake Bortles und Doug Marrone verlängerte, und das um mehrere Jahre, dass er Taven Bryan draftete als Lamar Jackson noch auf dem Board war, dass er Toughness förderte indem er und Marrone brutale Trainingslager unter brütender Sommerhitze in Florida veranstalteten – und dass die Franchise nach einem überteuerten Einkauf von QB Foles richtungslos irgendwo hin aufs offene Meer hinaus treibt.

Merke: Nur weil Umenyiora und Justin Tuck die Patriots-Guards zum Frühstück verspeisten und zwei No-Name Receiver Elis Verzweiflungspässe in der Crunch-Time pflückten, bedeutet das noch lange nicht den Sieg des „old school“-Football. Coughlins Ägide ist nicht weit von Gettleman. Sie ist eines der dunkleren Kapitel der Anti-Analytics Community.

Frühschicht um 19h

Richtig großartige Matchups wie letzte Woche gibt es nicht. Uninteressant ist es trotzdem nicht.

Tennessee Titans (8-5) – Houston Texans (8-5). Das extrem wichtige Duell um den Divisionsgewinn in der AFC South. Wie hat es der PFF-Podcast dieser Woche zusammengefasst? Die Texans sind zu den Titans mutiert und die Titans zu den Texans.

Tennessee spielt seit dem QB-Wechsel von Mariota auf Tannehill offensiv wie auf einer Einbahnstraße oder auf einer schiefen Ebene, gehört zu den explosivsten und punktgewaltigsten Offenses, während jetzt die Texans in die Achterbahn eingestiegen sind Siege über New England in ein Sandwich von katastrophalen Abschüssen wie in Baltimore oder zuletzt zuhause (!) gegen die Denver Broncos packen.

Dass die Texans defensiv wackelig sind, war immer klar. Doch warum ihre eigentlich hochkarätige Offense so wackelig ist, kann sich niemand so recht erklären.

Bei den Titans hängt offensiv alles an der Hochform Tannehills. Ich erspare hier eine weitere Auseinandersetzung ob seiner unmittelbaren Zukunft als Elite-QB – ich habe diese Woche in-Depth Analysen gelesen, die eine baldige starke Regression erwarten lassen, aber auch Analysen, die ihm im Up-Tempo / Play-Action Scheme von OffCoord Arthur Smith durchaus weiterhin Top-10 Effizienz bescheinigen.

Wollen die Titans mit dem Restprogramm Texans / Saints / @Texans und einer schlechten Tie-Breaker Situation noch in die Playoffs, muss wohl Letzteres zutreffen.


Green Bay Packers (10-3) – Chicago Bears (7-6). Chance für Green Bay, die Playoffhoffnungen der Bears endgültig zu begraben – aber noch wichtiger: Die immer lauter werdende Kritik an Aaron Rodgers‘ Performance zu ersticken.

Rodgers ist auf Twitter schon seit Monaten ein Spottobjekt, weil er längst nicht mehr die Elite-Statistiken aufs Parkett zaubert, die man angesichts der anhaltenden Sabbelei ob der Genialität dieses einstigen zweifachen NFL MVPs erwarten würde. Letzte Woche machte sich ein FOX-Kommentator lächerlich, als er einen 2-yds Screenpass Rodgers‘ auf einen total offenen Receiver als größte Weltsensation seit Erfindung der Weißwurst anpries:

Das Argument gegen Rodgers geht so:

  • Rodgers ist nach Yards/Play und EPA/Play seit Jahren nur mehr im NFL-Mittelmaß zu finden, obwohl er eine der besten Offensive Lines, ein höchst effizientes Laufspiel und einen Top-WR in Davante Adams zur Verfügung hat.
  • Rodgers ist zu einem Verwalter degeneriert, der sich nicht mehr traut, Risiko zu gehen und aus Schiss vor Interceptions lieber seine eigene Offense mit zahllosen Sacks und Würfen auf die Tribüne kastriert.
  • Die Welt hat Rodgers alle Entschuldigungen gegeben – Verletzungen, Mike McCarthy, TD/INT Ratio. Doch Punkt ist: Sein Abstieg begann schon 2015, vor allem Verletzungen, seit dem Wechsel auf Headcoach Matt LaFleur hat sich wenig zum Besseren verändert und allein wenige Interceptions zu werfen ist noch lange kein Zeichen von Qualität.

Rodgers‘ lichte Momente bringen weiterhin bildhübsche Bomben in engste Fenster zum Vorschein – doch diese Momente können weniger und weniger darüber hinwegtäuschen, dass sein Quarterbacking und sein Game-Management einer Offense längst über den Zenit hinaus sind. Selbst PFF, langjährige Rodgers-Truther, sprachen im letzten Podcast darüber, dass der „andere“ QB in der heutigen Partie, Mitchell Trubisky, in den letzten Wochen sogar besser gespielt habe als Rodgers.


Kansas City Chiefs (9-4) – Denver Broncos (5-8). Zwei andere faszinierende Quarterbacks haben wir in diesem Spiel: Chiefs-QB Mahomes, der letzte Woche beim Sieg in New England ein verblüffend schwache Vorstellung lieferte und der mit seiner Armada schon seit mehreren Wochen auf der Suche nach dem richtigen Groove ist – jenem Groove der frühen Saisonphase, als ein damals noch topfitter Mahomes gegnerische Defenses mit Leichtigkeit zerlegte.

Jetzt humpelt Mahomes doch recht sichbar angeschlagen über das Feld. Die kleinen Verletzungen haben sich gehäuft.

Bei den Broncos dagegen tritt erneut Drew Lock auf QB an. Lock ist Rookie. Er zerlegte letzte Woche in seinem ersten oder zweiten Start die Texans in deren Stadion. Das verblüffte alle, denn noch in der Preseason hatte sein eigener Coach ihn als nicht NFL-tauglich abgeschrieben. Dass er nur vier Monate später plötzlich selbstsicher genug ist um auch die schwierigen Pässe aus dem Arm zu schnackeln, ist durchaus faszinierend – aber heute sieht Lock in der überraschend guten Chiefs-Defense einen anderen Gegner als die waidwunde Texans-Secondary.


Cincinnati Bengals (1-12) – New England Patriots (10-3). Patriots on to Cincinnati… hätte nach der deprimierenden Pleite letzte Woche gegen Kansas City das Motto sein können – doch stattdessen hatten die Pats unter der Woche sowas wie „Spygate II“ an der Backe: Zwei als Average-Joes getarnte Patriots-Mitarbeiter hatten heimlich Signale von Bengals-Coaches gefilmt – eine Strategie, die Bill Belichick offensichtlich noch immer anwendet.

Wie viel dieses Filmen bringen soll, ist nicht ganz klar. Aber weil die Pats momentan in der Krise sind und sich kein Schwein für die Probleme der Cincinnati Bengals interessiert, blieb der ganz große Aufschrei diesmal offenbar aus.

Zum Sportlichen: Hier der Verweis auf eine ganz gute Analyse zu den Problemen der Patriots-Offense. Spoiler: Sie bestätigen viele Vermutungen – und es ist nicht Tom Brady die Kernproblematik der Pats-Offense…

…sondern Receiver, die sich einfach nicht freigelaufen kriegen.


Carolina Panthers (5-8) – Seattle Seahawks (10-3)
Detroit Lions (3-9-1) – Tampa Bay Buccaneers (6-7)
New York Giants (2-11) – Miami Dolphins (3-10)

Washington Redskins (3-10) – Philadelphia Eagles (6-7)

Giants vs. Miami ist das Derby der momentanen #2 und #3 der Draftreihenfolge. Die #4 ist Washington, die gegen Philadelphia spielt. Die Eagles müssen gegen diesen waidwunden Gegner vorlegen – sie können sich unter Umständen (also wenn Dallas gegen die Rams gewinnt) keine Niederlage mehr erlauben.

Spätschicht ab 22h

Oakland_Coliseum_field_from_Mt._Davis

Oakland Coliseum – Bild: Wikipedia

22h05: Oakland Raiders (6-7) – Jacksonville Jaguars (4-9). Ende einer Ära: Letztes Heimspiel für die Raiders in Oakland. Nach dieser Saison werden die Raiders nach Las Vegas umziehen, und in den letzten beiden Spielen treten sie auswärts an. Damit ist es auch das letzte Mal, dass wir das Oakland Coliseum in Aktion sehen.

„Altehrwürdig“ wäre für dieses Stadion, das viele ganz einfach mit „Bruchbude“ umschreiben, wohl der falsche Ausdruck, aber wenn die Raiders das Coliseum verlassen um in Zukunft im seelenlosen Dome in Nevada zu spielen, geht tatsächlich ein Stück Stadion-Geschichte in der NFL zu Ende: Die des Mehrzweckstadions („multi-purpose stadium“), das Baseballfeld und Football-Feld in einem konzentriert.

Dieser Typ Stadion war in den späten Sechzigern und Siebzigern sehr beliebt, weil er das scheinbar Unmögliche kostengünstig vereinte: Ein dreieckiges Baseballfeld mit einem rechteckigen Footballfeld im gleichen Bauwerk zu kombinieren. In der Praxis erwiesen sich diese Arenen bald als recht unwirtschaftlich, weil sie einem hochkarätigen Fan-Erlebnis im Weg standen. Was hierzulande die Tartanbahn der Leichtathleten in Fußballstadien war, ist in den USA das Baseballfeld.

Spätestens mit dem Aufkommen der modernen, allein auf Footballerlebnis (oder Baseball) zugeschnittenen Stadien fiel das Coliseum immer weiter aus der Mode – doch weil die am Rand des Silicon-Valley liegende, kleine, verarmte Stadt Oakland ihren Stadtbewohnern keine weiteren Steuerlasten aufbürden wollte um die Millionäre der Raiders zu füttern, kommt es jetzt zum endgültigen Abschied.

Es ist der zweite Abschied der Raiders aus Oakland. Schon in den Achtzigern wechselte der damalige Owner Al Davis zwischendurch für 13 Jahre nach Los Angeles, nur um dann reuig zurückzukehren, weil er gemerkt hatte, dass niemand die Passion von Oaklands Fans replizieren konnte.

Diesmal fühlt sich der Abschied aber sehr endgültig an – da mögen die Scheidungsgesetze in Sin City noch so locker sein. Inwiefern die Marke der „Raiders“ fern der Arbeiterstadt Oakland in der Wüste von Nevada Kratzer erhält, bleibt abzuwarten.

Die Raiders aber sind eine Marke. Sie sind vielleicht die Marke der NFL – in einem Echolon mit den ganz großen historischen Franchises der NFL-Geschichte. Pittsburgh Steelers, Green Bay Packers, Chicago Bears, Dallas Cowboys, Oakland Raiders – das sind die großen Franchises, die niemand antasten darf.

[…]

Oakland wird keine neuen Raiders bekommen, denn die Marke Raiders verfügt in den USA über eine unvergleichliche Strahlkraft – so groß, dass sie niemals losgelassen werden wird. Just win, Baby und Committment to Excellence sind die beiden Schlagwörter, die der langjhährige Raiders-Pate Al Davis prägte. Die Raiders gewannen in ihrer nunmehr fast 70-jährigen Geschichte drei Superbowls, prägten die 70er wie sonst nur die Steelers, stritten sich mit der NFL um Relocations, gingen nach Los Angeles und kehrten nach Oakland zurück und besitzen (besaßen?) mit dem „Black Hole“ die markanteste Fanbase der NFL.

(Ich, am Tag der Entscheidung im März 2017)


22h05: Arizona Cardinals (3-9-1) – Cleveland Browns (6-7). Wiedersehen alter Freunde in einer anderen Wüstenstadt in Glendale: Clevelands QB Baker Mayfield gegen seinen ex-Teamkollegen am College, Cards-QB Kyler Murray, sowie natürlich mit Kliff Kingsbury, mit dem Mayfield ein ganz besonderes, ziemlich angespanntes Verhältnis pflegt.

Kingsbury war vor sechs Jahren Headcoach bei Texas Tech. Mayfield war dort Walk-on QB, setzte sich aber im Trainingslager durch und wurde zum Starting-QB… ehe er sich ein paar Wochen später verletzte. Mayfield bekam seinen Stamm-QB Posten nicht mehr zurück – aber er bekam nie eine Erklärung von Kingsbury dafür.

Frustriert zog Mayfield von dannen – zu Oklahoma, wo er zu einem Rekord-QB wurde, der 2017 die Heisman-Trophy gewann und 2018 zum #1 Draftpick wurde. Mayfield Nachfolger bei Oklahoma? Richtig: Kyler Murray, der seinerseits von einem texanischen College (Texas A&M) zu Oklahoma hoch transferiert war, weil man ihm dort einen anderen QB (den aktuellen Panthers-QB Kyle Allen) vor die Nase gesetzt hatte.

Schon lustig. Aber über all diese Namen hat die NFL-Welt damals, als alle das passierte (von 2013 bis 2015), schallend gelacht. Big 12 Football ist was für Pussys und Nerds! Wir spielen richtigen Football!

Heute wird die NFL von der Air-Raid Idee, die auch von Kingsbury kultiviert und weiterentwickelt, und von QBs wie Mayfield oder Murray mitgeprägt wurde, geradezu geflutet. Wer will, kann sich meinen Vierteiler dazu durchlesen:


22h05: Los Angeles Chargers (5-8) – Minnesota Vikings (9-4). Gefährliches Spiel für die Vikings, die mit den Rams im Nacken gewinnen müssen um nicht in den letzten Wochen noch total in Bedrängnis zu kommen. Die Chargers sind dabei ein unangenehmer Gegner. Man kann über dieses Team so viel lästern wie man will, aber sie haben ein deutlich positives Punktverhältnis und gehören eigentlich zu den effizienteren Teams Play-by-Play.

Der einzige Ort, wo die Bolts nicht effizient sind: In der Win/Loss Spalte. Aber QB Rivers könnte die desaströse Vikings-Secondary durchaus austesten – an einem guten Tag könnte das für ein Upset reichen.


22h25: Dallas Cowboys (6-7) – Los Angeles Rams (8-5). Spiel des Tages? Zumindest ist es in der Wichtigkeit eine Partie, die Titans-vs-Texans gleichkommt. Und es ist eine Partie der unterschiedlichen Stimmungslagen:

  • Bei den Cowboys herrscht nach drei Pleiten en suite Weltuntergang, und Jerry Jones tritt gerade gegen alles und jeden, der irgendwas mit den sportlichen Belangen seiner Mannschaft zu tun hat (außer gegen sich selbst, den GM), nach.
  • Die Rams dagegen wähnen sich nach zwei überzeugenden Offense-Vorstellungen gegen Arizona und Seattle auf dem aufsteigenden Ast. Headcoach McVay, so glaubt man, hat einen Weg gefunden, die tödlichen Probleme der Offense Line zu kaschieren, und auch QB Goff wirkte zuletzt sicherer.

Allerdings ist bitte aufzupassen: Viel am jüngsten Erfolg der Rams-Offense hängt an einem Faktor der für gewöhnlich nicht besonders stabil ist: 3rd-Down Offense.

Letztes Jahr rannte Los Angeles in den Playoffs mit fast 250 Rush-Yards einfach über Dallas drüber und spottete hinterher, dass man jedes offene Gap schon im Vorfeld des Snaps anhand der Signale erkennen konnte (vielleicht filmt Belichick also doch aus einem Grund…).

Dass sich das in der Deutlichkeit wiederholt, gilt als eher unwahrscheinlich. Doch dass McVay jene Defense, die zuletzt sogar gegen Trubisky und Josh Allen langen Drives und viele Punkte aufgab, an einigen wunden Punkten attackieren kann, ist sogar sehr gut denkbar. Das Spiel hat also viele Ingrendienzien, zumindest nicht einseitig pro Dallas zu laufen.

Ein Goodie noch dazu, was der Public denkt? Die Cowboys eröffneten Anfang der Woche als Favoriten mit 4 Punkten in den Wettbüros. Doch weil so viele Wetter auf die Rams gesetzt haben, hat sich die Line massiv gen Rams verschoben – Los Angeles ist schon mit 1 und mehr Punkten favorisiert!


22h25: San Francisco 49ers (11-2) – Atlanta Falcons (4-9). Ich denke, diese Partie sollte 28-3 enden. Einfach nur, weil es die Atlanta Falcons noch einmal daran erinnert, dass sie nach der Superbowl 2017 hätten Dan Quinn feuern – und stattdessen Kyle Shanahan einen Vertrag auf Lebenszeit geben sollen.

Ironie der Geschichte: Die Auguren prügelten damals auf Shanahan ein, weil er bei der klaren Führung zu lange Pep-Guardiola like auf dem Gaspedal geblieben war – heute jammern wir, die Newbies, darüber, dass Shanahan zu leicht in einen konservativen Establish-the-Run Modus tendiert.

Immerhin: Letzte Woche kamen die 49ers in New Orleans raus und passten – aggressiv sogar. Es zahlte sich in einem fantastischen 48-46 Shootout-Win bei einem der größten NFC-Rivalen aus.

Nachtschicht ab 02h20

  • Pittsburgh Steelers (8-5) – Buffalo Bills (9-4)

Wildcard-Kracher im Sunday Night Game. Die Bills können mit einem Sieg in Pittsburgh ihr Playoff-Ticket lösen – bleiben aber auch bei einer Niederlage mit roughly 85-90% Playoffchance noch fett im Rennen. Die Steelers dagegen müssen gewinnen um überhaupt auf diese 85-90% Playoffchance zu kommen – eine Niederlage, und sie kommen in nur noch rund 1/3 der Simulationen in die Post Season.

Wie ansehnlich die Partie wird, muss man abwarten, wenn die Quarterbacks Duck Hodges und Josh Allen lauten. Beide sind in ihren Fan-Bases bereits kultisch verehrt. Wie oft habe ich folgenden Satz in den letzten Wochen schon gehört:

„Josh Allen ist einer der besten jungen Quarterbacks der NFL“

Wahr ist an dem Satz ist sicher, dass Allen jung ist. Alles andere ist grob zwischen #20 und #30 der Starting-QBs zu verorten – also eher Region Trubisky als Region Mahomes. Hodges ist nicht viel besser – aber er ist immerhin besser als sein Vorgänger als Steelers-QB, Mason Rudolph. Und das reicht den Steelers eigentlich erstmal.

Sie brauchen mit ihrer Monster-Defense nur einen QB, der 2-3 längere Drives und vielleicht 1-2 Big Plays einstreut ohne die ganz katastrophalen Bolzen zu schießen. In diesem Spiel brauchen sie vielleicht noch nichtmal das. Denn Allen ist einer der QBs, der mit am schnellsten unter Druck komplett kollabiert – und die Steelers haben die vielleicht wuchtigste Front-Seven in der NFL, die mit Leuten wie TJ Watt, Cam Heyward oder Bud Dupree imstande ist, ohne zwanghaftes Blitzen aus der zweiten Reihe großen Druck auf den QB zu veranstalten.

6 Kommentare zu “Sonntagsvorschauer – Woche 15

  1. „… , dass niemand die Passion von Oaklands Fans replizieren konnte.“
    Die „Las Vegas Raiders“ werden wirtschaftlich hochinteressant zu betrachten sein: Ich bin mir 100% sicher, dass das Stadion immer voll sein wird. Allerdings mit deutlich mehr Touristen als Hardcore-Fans.
    Wahrscheinlich werden sie auch viele Trikots an Touris verkaufen, aber die Oakland-Passion replizieren? Da könnten sie ein-zwei Jahrhunderte Aufwärmzeit brauchen.

  2. Hat doch bei den Vegas Golden Knights NHL Team auch geklappt. Erst gründet und schon waren die Fans im Hockey Fieber. Das Liebe ich an den Amis sie sind noch Sport verückter als wir hier.

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