Wie gut muss der #1 Overall Draftpick sein?

Dieser Tweet von Chase Stuart (Football Perspective) gibt zu denken – Wie viele der NFL 1st Overall Picks seit Peyton Manning sind den Erwartungen gerecht geworden?

Die unausgesprochene, aber viel wichtigere Frage bei so vielen „Enttäuschungen“: Sind die Erwartungen an einen #1 Overall Pick eigentlich die richtigen?

Welche Erwartungen?

Wir werden seit vielen Jahren darauf gebrieft, dass der Top-Pick ein Franchise-Cornerstone wird, ein Fixpunkt um den herum die ganze NFL-Mannschaft auf Jahre aufgebaut wird.

Die Phrasen kannste dir denken und sind in Drinking-Games eine Garantie für einen Vollrausch: With this guy they are set for the next ten years… the select the future franchise quarterbacks/runningback/left tackle… future All-Pro… multi-year Pro Bowler… they fill that huge roster hole… und so weiter. Nach zehn Minuten Draft-Coverage hast du den ganzen Schmarrn schon tausendmal gehört.

Der #1 Pick wie eigentlich die meisten der Top-10 Picks werden im Vorfeld eines jeden Drafts als „minimum All-Pro Erwartung“ angekündigt, vielerorts mit Draft-Grades in entsprechenden Regionen garniert. Das war schon vor 15 Jahren so, und ist heute nicht viel anders.

Das Problem an dieser Erwartungshaltung ist auch ohne Analytics erkennbar, wenn man sich anschaut wie die letzten rund 20 #1 Picks performt haben: Fast alle #1 Picks sind an der hohen Hüde gescheitert und damit gefühlte Enttäuschungen (und in der Folge auch viele der direkt danach gedrafteten Spieler). Damit liegt der Verdacht nahe, dass die Erwartungen an diese hohen Draftpicks überzogen sind. Glücklicherweise haben wir mittlerweile Zahlen, anhand derer wir besser abschätzen können, wieviel man von den einzelnen Draftpicks erwarten kann.

Draft Value-Charts

Wer sich schon ein wenig mit dem Draft beschäftigt hat, kennt diese Dinger: Draft-Value Charts, die jedem Pick einen Wert zuweisen und oft auch für Trades im Zuge des Drafts herangezogen werden („Ich gebe dir meinen #1 Pick der 1000 Punkte wert ist und du gibst mir dafür deinen #17, #77 und #247 Pick, die zusammen auch 1000 Punkte wert sind“).

Das bekannteste dieser Charts ist das Jimmy Johnson-Chart, das der ehemalige Miami/Dallas-Headcoach in den Neunzigern entwickelt hat. Doch über die Zeit hat sich gezeigt, dass jenes Chart die Wertigkeit der Top-Picks massiv überschätzt und so haben verschiedene Stellen in den letzten Jahren nachgezogen und realistischere Charts entwickelt – zum Beispiel Chase Stuart mit seinem auf dem „Approximate Value (AV)“ aufgesetzten Chart oder Jason Fitzgerald von OTC. Sie alle haben gezeigt, dass die Kurve wesentlich „flacher“ ist als von Johnson einst angenommen.

Ich packe hier noch einmal eine altbekannte Grafik von einem alten Eintrag aus:

PFF WAR Chart

Doch nicht so flach wie es das neue PFF-WAR Modell zeigt. Gemessen an dem, was Timo Riske in seiner wirklich lesenswerten Erweiterung der „Loser’s Curse Studie“ von Richard Thaler & Cass Sunstein zeigt, ist der #1 Pick nach dem WAR-Modell sportlich gar nicht so weit von den ihm folgenden Picks entfernt (Grafik hier) wie man in bisherigen Modellen angenommen hatte: Bislang verfiel der Wert ausgehend von den Top-Picks stets exponentiell. Beim WAR verläuft die Linie in den ersten zwei Runden fast linear.

Doch nicht das allein ist das Spannende, sondern auch die erwartete Produktivität. Moo schreibt, dass man an einen #1 Overall Pick unterschiedliche Erwartungen hegt, je nach Position:

  • Ist er ein Quarterback, kann man in den ersten vier Jahren 4 WAR erwarten, also 1 WAR pro Saison.
  • Ist er kein Quarterback, kann man von ihm in Summe in den ersten vier Jahren 1 WAR erwarten, also 0.25 WAR pro Saison.

Über die Lernkurven der Spieler haben wir schon vor ein paar Tagen gelesen – jetzt gibt es die konkreten absoluten Zahlen dazu, und sie sind erstaunlich.

Lass es uns mal kurz so sehen: Jameis Winston, #1 Pick von 2015, gilt gemeinhin als ziemliche Enttäuschung, und er wurde diese Offseason von den Buccs auch ohne Vertrag gehen gelassen. Ich habe von Winston nicht die genauen WAR-Zahlen für alle vier Jahre seines Rookievertrags, aber ich habe sie von seinen Jahren drei, vier und fünf:

  • 2017 (Jahr 3): 1.98 WAR (#11 QB)
  • 2018 (Jahr 4): 1.16 WAR (#21 QB)
  • 2019 (Jahr 5): 1.64 WAR (#19 QB)

Allein in den Jahren 3 und 4 hat Winston über 3 WAR erzielt und damit schon mehr als 75% der erwarteten Performance eines #1 QB-Picks erzielt! Die Chance, dass man mit dem nächsten Winstons Performance erzielt, ist kleiner als 50%!

Moo schätzt, dass der Erwartungswert für einen #1 Pick über vier Jahre ein nur ganz leicht überdurchschnittlicher Starting-QB (Range #14 bis #16 über vier Jahre) ist. Erzielt ein QB allerdings in vier Jahren 4 WAR, ist die Chance hoch, dass darunter zumindest ein Top-10 Jahr ist, und das ist die Upside eines durchschnittlichen #1 Picks.

Das zu einer realistischen Erwartung an einen #1 Pick. Für #1 Picks, die nicht QB spielen, verhält sich das ganze Thema ähnlich, bloß in einer anderen Dimension, was WAR (Wins above Replacement) angeht: Ein Edge-Rusher, der im Schnitt 0.25 WAR/Saison erzielt, ist schon ein sehr, sehr guter Edge-Rusher und gehört definitiv zu den besten der NFL.

Ein paar Gedanken dazu:

  • Wir tendieren also dazu, den Wert der absoluten Top-Picks massiv zu überschätzen.
  • Die Upside ist trotzdem da: Wir sprechen bei 4 WAR für die ersten vier Jahre von einem Durchschnittswert für Quarterbacks. Es gibt also durchaus QBs, die drüber liegen, und welche, die drunter liegen. Allein die Upside, einen mittelmäßigen QB zu upgraden, könnte also genug Motivation sein, die Reißleine zu ziehen und auf den nächsten #1 Pick zu gehen.
  • Quarterbacks sind so viel wertvoller, dass es sich lohnt viel Draft-Kapital in die Hand zu nehmen und auch mal einen Trade-Up zu wagen. Für andere Positionen? Not so much.
  • Ich bin mehr und mehr überzeugt davon, dass die Quarterback-Position auch teure Up-Trades rechtfertigt, doch dass für ein Team, das einen Top-5 oder Top-10 Draftpick hält und keinen Quarterback draften möchte, die erste Devise lauten sollte: Versuch nach unten zu traden und gute Draftpicks in den ersten drei Runden als Kompensation zu erhalten! Es ist allemal besser als bei all der Unsicherheit einen Edge-Rusher zu ziehen.
  • Der ganze Scouting-Block überschätzt sich ohnehin massiv. Die meisten der generetional talents auch in den letzten Jahren in der NFL waren keine aboluten Top-Picks: Pat Mahomes an #10, J.J. Watt war die #11 in seinem Draft, Aaron Donald die #13, Tyreek Hill war 5th Rounder, Nuk Hopkins Ende 1te Runde, OBJ #12, Russell Wilson war 3te Runde, Lamar Jackson die #32.
  • Wer heute als „sicherer künftiger Superstar“ und Top-5 Pick diskutiert wird, kann in ein paar Jahren schon vergessen sein. Beispiele nur aus den letzten Drafts? OT Greg Robinson war ein #2 Pick, Blake Bortles eine #3, Dante Fowler eine #3, Solomon Thomas eine #3, Leonard Fournette eine #4 und Corey Davis eine #5.
  • Es lohnt sich mit den höchsten Picks die wertvollsten Positionen anzuvisieren: Quarterback, Wide Receiver, Cornerback, Offensive Tackle, auch Safety. Ihre Rookieverträge sind dann vergleichsweise besonders billig. Diese hohen Picks in belanglose Positionen wie Defensive Tackles oder Runningbacks zu stecken, ist reinste Verschwendung.

Kurzfassung

Ein sehr technischer Eintrag – lass es uns also nochmal kurz zu Protokoll bringen:

  1. Die Erwartung an einen #1 Pick ist ein in den ersten vier Profijahren durchschnittlicher Quarterback auch auf anderen Positionen durchschnittlicher bis guter Spieler, aber kein All-Pro Level.
  2. Mit der Varianz kann man aber auf Upside und damit besseren 4-Jahresschnitt hoffen – und selbst ein durchschnittlicher QB wird mit ziemlicher Sicherheit in den vier Jahren ein oder zweimal Top-10 Saisons spielen. In diesen Jahren sollte man im Titelrennen zuschlagen.
  3. Quarterback ist so viel wertvoller, dass man als Team mit einem Top-5 Pick immer zuerst an Down-Trade denken sollte, wenn man keinen Quarterback draften möchte.
  4. Teuren Up-Trades gegenüber bin ich nun wesentlich positiver eingestellt – aber nur, wenn sie von einer Quarterback-Einberufung gefolgt sind!

Mach dir also nix vor. Nur weil du den #1 Pick hast, ist deine Franchise noch lange nicht gerettet. Diese ganzen Scouting-Berichte, die Draft-Prospects bereits mit „All-Pro“ Plakette versehen, kannst du erstmal mit einem sehr großen Sternchen versehen. Das kann man dann auch im Hinterkopf behalten, wenn man an die ganzen Tank-Jobs denkt.

24 Kommentare zu “Wie gut muss der #1 Overall Draftpick sein?

  1. Danke, genau diese Art von Artikel finde ich mit am interessantesten!
    Er bestätigt einmal mehr schwarz auf weiß was ich irgendwie seit Jahren im Gefühl hatte.
    Auch der Verweis auf die Tank-Jobs kam mir in den Sinn, diese können zu einem gewissen Teil natürlich funktionieren, jedoch sollte man, wie du schreibst, solche Überlegungen zu den Top-Picks immer im Hinterkopf behalten.

  2. Hat es nicht aber auch damit zu tun, dass wenn ein Team den #1 Pick hält, es eben auch das schwächste Team ist/war mit vielleicht auch nicht dem besten Coaching-Staff, Umfeld, Strategie, etc.?
    Würde zumindest auch erklären warum viele der Picks floppen oder zumindest enttäuschen.
    Stell dir nur mal vor Michael Vick hätte in nem System wie dem der Ravens vom letzten Jahr gespielt… mindblowing!

  3. ´Spannend wäre es, wenn man eine zweite oder dritte NFL als Kontrollgruppe hätte. In der ersten NFL draftet man normal, in der zweiten NFL nimmt man die Spieler je Draftrunde und verlost sie unter den Teams und in der dritten NFL nimmt man alle gedrafteten Spieler und verteilt sie random auf die Teams. Wie groß wäre der Effekt, wie groß ist der Unterschied zum Zufall?

    Fazit: Wir brauchen Parallel-Universen.

  4. Du würdest also statt Chase Young in den Top 5 zu nehmen runtertraden? Für entsprechenden Gegenwert natürlich…

    Das finde ich tatsächlich interessant da er ja unisono als bester Spieler des Jahrgangs gesehen wird

  5. @Schnixx82: Das mit dem „bester Spieler“ halte ich mittlerweile für ziemlichen BS, weil der Wert von Quarterbacks die anderen Positionen dermaßen dominiert, dass selbst ein „non Elite“-QB Prospect einen Chase Young an Added-Value an die Wand nageln würde (zumindest für die Teams, die eine QB-Lösung brauchen).

    Selbst ohne Positional-Value: Einen Young über einen Burrow zu stellen, ich weiß nicht.

    Auch haben Scouts deutlich zu viel Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten. Wo waren diese beim Finden von Aaron Donald oder Watt? Waren beide noch nichtmal Top-10 Picks und sind die beiden besten Passrusher unserer Generation.

  6. @Dudel/derMadiin: Bitte, immer her mit dem Paralleluniversum!

    Im Ernst: Gute und schlechte Mannschaften wechseln sich ja relativ schnell ab. Es gibt nur wenige Teams, die auf Jahre „schlecht“ bleiben. Ich denke nicht, dass der Effekt so krass ist. PFF hat den Effekt bereits untersucht und herausgefunden, dass die Unterschiede zwischen Teams im erfolgreichen Draften zwar schon da sind, aber nicht sooo krass sind. Abseits von ein paar positiven (Saints, Seahawks) und negativen Ausreißern (Browns, Rams, Lions) sind die meisten Mannschaft irgendwo in der Erwartung geblieben.

    Es geht also v.a. darum möglichst viel Draft-Capital zu sammeln, siehe Patriots.

    Grob können wir den Effekt des „Pick-Werts“ ja durch die Regression abschätzen – und es zeigt sich, dass die Top-Picks zwar schon sportlich wertvoller sind als die späteren, aber nicht so deutlich wie alle glauben:

    (Ein Teil vom Wert der Top-Picks ist allerdings noch nach oben getrieben vom sehr hohen Wert der QBs, und die werden bekanntlich meistens sehr früh gedraftet).

  7. @korsakoff
    Mit welchen QBs sind eigentlich Top-Non-QBs vom Value her (z.B. WAR (?)) zu vergleichen?
    Sprich welche QBs haben z.B. einen ähnlichen Wert wie Aaron Donald?

  8. Bei Donald ist das nicht ganz klar. Sein WAR ist noch nicht publiziert worden. Ich weiß, dass er ein crazy Ausreißer für Defensive Tackles ist.

    DT ist aber keine wichtige Position! Der #5 Defensive Tackle in einer Saison erzielt in etwa 0.20 WAR. Der 32t-beste Quarterback hat einen höheren Wert!

    Defensive Tackle ist wohl abgesehen vom Mega-Ausreißer Donald die entbehrlichste Position in der Defense. Und Edge-Rusher ist interessanterweise nicht viel wichtiger, wenn man WAR als Grundlage nimmt.

    Aber ich greife da vor.

    Eine genauere Analyse schreibe ich am Donnerstag, wo ich auch mal aufzeige, wie sich unser Verständnis von Positional-Value in den letzten Jahren geändert hat.

  9. Ok danke! Donald als DT war jetzt natürlich eher willkürlich gewählt. Würde mich generell für Top Spieler auf non-QB Positionen interessieren.
    Aber das sind ja schon mal durchaus interessante Einblicke, dann freue ich mich mal auf Donnerstag 😉

  10. Vorab:

    Der 10. beste QB in einer Saison bringt in etwa 2.0 WAR.

    Der 5. beste WR in einer Saison bringt in etwa 0.60 WAR. WR ist die zweitwertvollste Position der Offense.

    Der 5. beste DT bringt 0.20 WAR.

    Der 5. beste Runningback? Auch 0.20 WAR.

    Schätzwerte, aber ein paar Hundertstel auf und ab bringen uns nicht um. Die Region in der wir uns bewegen ist wichtig.

  11. „Es lohnt sich mit den höchsten Picks die wertvollsten Positionen anzuvisieren: Quarterback, Wide Receiver, Cornerback, Offensive Tackle, auch Safety.“

    Ist Edge Rusher für dich nicht so wichtig? Meistens hört man ja, dass Edge Rusher DIE Premium Position der Defense ist.

  12. @JoffreyG: Alle Studien über Defense der letzten 2 Jahren deuten darauf hin, dass Edge-Rusher an Wert weit von Defensive Backs überholt wurde.

    NFL-Teams wissen wie man selbst um die besten Edge-Rusher herum schemen kann (z.B. mit schnelleren Pässen 10 Yards das Feld runter).

    Das Wissen scheint aber in der NFL noch nicht flächendeckend angekommen zu sein, auch wenn z.B. Defenses wie New England oder Baltimore nicht unerfolgreich schon seit Jahren fast unter dem Motto „pass-rush don’t matter“ operieren.

    Wert von Edge-Rushern ist dennoch da. Man weiß an ihnen recht gut, was man hat. Auch wenn es im Draft schon einen Schritt weitergeht und man schon Studien gemacht hat, die zeigen, dass man tatsächlich sogar Cornerbacks besser prognostizieren kann als Edge-Rusher: https://www.pff.com/news/draft-investigating-historical-draft-success-at-defensive-positions

  13. No5 bringt und no5 Dt haben den gleichen WAR
    S
    – sind beide Positionen den insgesamt ähnlich, oder ist das hier ein zufälliger Schnittpunkt?
    Die WAR Kurven dürften ja maßgeblich für die Bewertung der Positionsgruppen sein.

    Nächster Gedanke:
    Wäre dann nicht ein WAR relativ zum im Team vorhandenen sinnvoll? Ein 1.6 qb klingt erstmal besser als ein 0,6er WR aber wenn ich im Team einen 1.5 qb und keinen WR über 0.2 habe sieht das doch schon wieder anders aus.

    Und welche Schlüsse ziehe ich daraus auf die Teambuilding Strategie? Macht es Sinn erst das Team aufzubauen um dann einen großen Schritt mit der Implementierung des qbs zu machen. Ist es wirklich langfristig sinnvoll einen midtier qb zu ziehen als einen top WR /etc?

  14. Es zeigt erstmal IMHO zwei Dinge:

    1. QB schlägt alles
    2. NFL ist eine „Space“-Liga geworden.

    Trenches (O-Line/D-Line) sind zwar nicht bedeutungslos geworden, haben aber an Wert verloren. Daher sind RB und DT wohl in gewisser Weise miteinander zu vergleichen, ja.

    Den Super-QB bekommst du nicht im Handumdrehen. Wenn du einen hast: Jackpot. Aber du brauchst neben Können dafür auch viel Glück. Und du musst ihn trotzdem unterstützen.

    Hast du ihn nicht, musst du schauen, zumindest keine Gurke zu haben um eine Situation wie bei den Bears oder Jaguars zu verhindern. Du musst einen durchschnittlichen haben, ihn mit Waffen füttern und hoffen, dass du in den 1-2 Jahren, in denen er wirklich auf Top-10 Niveau spielt, durchmarschierst.

  15. @korsakoff
    Leicht OT:
    Welches PFF Abo hast du (ich geh mal davon aus du hast eins) und würdest du es empfehlen?

  16. Elite

    Für mich momentan das bestmögliche Abo, andere Provider können momentan nicht mithalten. SIS/FO fallen mittlerweile deutlich ab.

    PFF-Leute sind auch einfach zu greifen bei direktem Kontakt.

    Wenn du willst, es gibt immer wieder Sonderangebote und vielleicht kriege ich auch mal wieder einen Gutschein.

  17. Ja wenn dann kommt nur PFF in Frage, und Edge bietet wohl doch sehr wenig…
    Muss ich mir mal überlegen ob es mir das Geld wert ist…

  18. Edge hat die Grades, was für eine schnelle Einschätzung der Mannschaften nicht schlecht ist, aber keine Premium-Stats.

    Edge hat aber QB-Annual, viel Fantasy (für mich z.B. weitgehend uninteressant) und auch das Draft-Booklet (1100 Seiten!)

    Ich glaube, einige der Top-Analyse Artikel sind nur mit Elite-Subscription bekömmlich.

  19. @korsakoff: Der Wert von CBs wird eventuell aber seitens der Analytics auch schon wieder etwas überschätzt. Sam & Steve haben das im AFC-Needs Podcast letzte Woche ganz gut thematisiert, mit den Chiefs als Beispiel. Die haben die letzten Jahre ja eine alles andere als gute Secondary, aber es spielte dann spätestens letztes Jahr nicht mehr wirklich eine Rolle, weil – so das Argument im Podcast – du mit schlauen Zone Coverage Schemes in der aktuellen NFL DB-Schwächen doch recht gut übertünchen kannst.

    Die Zusammenfassung war dann so in etwa: Natürlich ist es besser, du hast eine Elite-Secondary, mit der du Man- oder Zone-Coverage spielen kannst, je nachdem was gerade notwendig ist (siehe z.B. den Wandel der Patriots D hin zu einer Zone Defense in der SB gegen die Rams letztes Jahr). Aber: ein paar nicht mid-tier DBs langen genauso, solange deine Offense gut genug ist um konsistent zu punkten. Und das Geld das du dir für Elite-DBs sparst, kannst du dann in deine O stecken, wo es wahrscheinlich mehr bringt.

    Für den Draft aber auch noch sehr relevant: Man braucht in der modernen NFL extrem viele DBs. Neben OTs sind das die meisten Rosterplätze und oft spielt man mit 5 oder 6 gleichzeitig. Die Depth ist insofern extrem wichtig, weshalb es absolut Sinn macht, jedes Jahr – völlig unabhängig vom aktuellen Need – wenigstens in den Mid Rounds DBs zu draften, damit einem da die Entwicklungspipeline niemals leer wird.

  20. Du sprichst den entscheidenden Punkt bereits an: „solange deine Offense gut genug ist“

    Die Chiefs haben eine Elite-Offense, primär dank eines Elite-QB. Sie haben mit ihrer Defense „überlebt“, aber sonderlich herausragend war das ganze nicht.

    Klar: Passing-Defense #9 nach EPA/Pass und gar #6 nach DVOA. Aber nach PFF-Grading war die Coverage-Unit die #17. Und der Pass-Rush #31.

    Permanent mit Führung spielend, kann man auch recht gezielt auf Pass-Defense schemen ohne Angst vor „der Balance“ der Offense zu haben.

    Fazit: Man kann mit einem schwachen Pass-Rush und mäßiger Coverage überleben, aber dann braucht man den Über-QB oder eine Offense, die aus anderen Gründen alle Rahmen sprengt.

    Warum ich das schreibe?

    Weil ich mit dem Rest zustimme. Secondary ist in Teilen ein „weak link“ Thema: Der Schwachpunkt killt dich mehr als dir ein Elite-Spieler allein hilft. Dennoch haben diverse Analysen aus verschiedenen Richtungen alle gezeigt, dass der insgesamt erfolgversprechendere Weg in der heutigen NFL ist, um eine tiefe Secondary mit 1-2 Stars zu bauen als um einen massierten Pass-Rush (auch hier braucht man dann 2-3 herausragende Leute, wenn das funktionieren soll!) mit deutlichen Schwächen in der Secondary.

  21. @Dudel: Das war definitiv der Kommentar des Jahres. 😀 Zwei parallele NFLs als Kontrollgruppen. Wo muss ich unterschreiben um das zu unterstützen? *thumbs up*

    Im Übrigen nochmal danke an Korsakoff für den Schreibflow zur Zeit. Man liest sonst überall nur zum einen leidigen Thema und Du bietest da willkommene, gehobene Abwechslung. Nachschub nicht abreissen lassen! 🙂

  22. Jetzt mal ernsthaft, ich bin froh daß die NFL eiskalt mit ihrem Business weitermacht. So wie Dizzy geht es auch mir, da gibt es wenigstens ein wenig Ablenkung. Danke an alle dafür, auch an die ganzen Kommentatoren. Hier ist ja dank Corona Koller auch mehr los als sonst 🙂

  23. Pingback: Gedanken zum Positionswert von Offensive Tackles und Wide Receivern | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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