Quarterback im Fokus: Kyler Murray – Arizona Cardinals

Italien macht den „Wirtschafts-Shutdown“. Seit ein paar Tagen sind alle Baustellen geschlossen, alle Produktionsbetriebe, die nicht lebensnotwendige Produkte herstellen – also auch der meine – sind zwangsgeschlossen. Gäste in meinem Gasthaus: Seit Wochen null. Und jetzt auch noch Waldarbeit wegen Verletzungsgefahr verboten. Es freuen sich nur meine Freunde:

Ideale Zeit um sich für einmal mit den Quarterbacks aus dem letzten NFL-Draft auseinanderzusetzen: Kyler Murray, Daniel Jones, Dwayne Haskins, Drew Lock. Was haben sie als Rookies angeboten, wohin kann ihre Reise gehen? Wir haben in den letzten Jahren immer wieder den Durchbruch von 2nd-Year QBs gesehen und vor ein paar Tagen gelernt, dass dieser Effekt real ist.

Diese QBs sind wahrscheinlich prägender für die nächste NFL-Saison als die Top-Draftees Burrow, Tagovailoa oder Herbert. Also lass sie uns mal anschauen – beginnend mit Kyler Murray, dem Top-Pick des letzten Drafts.

Kyler Murray

Arizona Cardinals, #1 Pick 2019
0.08 EPA/Play, #21 der Liga
CPOE -1.7%

Kyler Murray war der #1 Overall Draftpick – seine Einberufung wirkte trotz aller gegenteiligen Stimmen wie eine Art „Bedingung“ seitens Headcoach Kliff Kingsbury: Kyler oder keiner. Murray war durchaus kein ganz unumstrittener Prospect:

  • College-Playmaker, aber sehr klein gewachsen, kein inspirierender Leadertyp, dafür sehr mobil und mit einem Raketenarm für die tiefen Pässe ausgestattet.
  • Gute Pocket-Awareness
  • Exzellenter Scrambler, aber kein „Running-QB“, weil er zuerst immer versucht, den Pass anzubringen
  • Air-Raid QB mit genug Antizipation um den Receiver frei zu werfen
  • QB mit brutalem „Play-Speed”: Geht schnell durch die Reads, manchmal zu schnell. Wird schnell hektisch, wenn der Spielzug nicht das Erwartete verspricht
  • In der NFL besten geeignete für eine RPO-Offense mit kurzen Pässen abwechselnd mit tiefen Shots (Matt Waldman)

Wie sich Murray in der Air-Raid Version von Kliff Kingsbury machen würde, war im Vorfeld der letzten NFL-Saison eine der spannendsten Ausgangslagen. Ich habe mir in dem Zuge alle Kyler-Snaps der letzten Saison angeschaut und möchte hier ein paar Eindrücke teilen.

Die Cardinals-Offense 2019/20

Zuerst die Offense selbst. Sie machte im Laufe der letzten Saison einen doch stärkeren Wandel durch als ich bislang angenommen hatte. Sehen wir uns die Verteilung der „Personnel-Groupings“ über die einzelnen Wochen an, so sehen wir: Kingsbury hat die Offense anfänglich als radikale 10-Personnel Offense (mehr als 50% der Snaps in dieser Formation in den ersten vier Wochen) geplant gehabt, aber dann doch schnell einsehen müssen, dass das in der NFL so nicht geht:

Arizona Cardinals 2019 Personnel Groupings by week

Zwar blieb Arizona eine derjenigen Offenses, die mit am meisten 10-Personnel, also 4 WR Formationen einsetzte (NFL-Schnitt unter 5%), aber von Woche 5 an gab es nur mehr drei Spiele, in denen Arizona in mehr als 20% der Snaps mit 10-Personnel auflief.

Dafür spielte Kingsbury mit zunehmendem Saisonverlauf immer mehr in 12-Personnel mit 2 WR und 2 TE. Was blieb, war der Fokus, in seichte Boxen hineinzulaufen. Damit war Arizonas Rushing-Offense eine der besten in der NFL, die Passspiel-Aufstellungen mit 3×1 Splits, Trips Formationen wurden etwas konventioneller.

Die Offense blieb dennoch ein Hingucker. Mitte Oktober, nach der Abkehr von der krassen 10-Personnel Geschichte, begann sie richtig zu zünden. Woche 6 gegen Atlanta war das ein Feuerwerk an Motions, Jet Sweeps, Zone-Reads, mitten drunter ein paar Plays, die wie Triple-Option aussagen – mit hohen Play-Action/RPO-Quoten und Murrays Qualitäten als Scrambler exzellent in Szene gesetzt. Es war eines der besten Spiele der Cardinals-Offense der Saison.

Auch auffällig: Kingsbury, in den ersten Spielen gegen Detroit oder Baltimore noch ein verschreckter 4th-Down Playcaller, wurde mit zunehmendem Saisonverlauf immer mutiger, aggressiver, scheute sich nicht mehr davor, 4th Downs auszuspielen.

Impressionen von Kyler

Murray war durchaus kein fehlerfreier QB, aber eines muss man ihm von Minute 1 an konstatieren: Er strahlte immer eine gewisse Souveränität aus. Das mag angesichts der Hektik, mit der er (zu oft) agiert, komisch klingen, aber lass es mich kurz erklären.

Murray war als Rookie ein Quarterback, der simpel gesagt Probleme mit dem Timing hatte. Immer wieder vermied er es, in der Pocket seinen Mann zu stehen, die paar Tippelschritte nach vorn zu machen und sich damit Raum und Zeit für den Wurf zu erkaufen. Stattdessen ist es fast schon Trademark-Kyler, dass er nach hinten oder zur Seite rausrollt, aus der Pocket hinaus und sich damit in die Bredouille bringt, unnötige Pressures und Sacks kassiert.

Selten habe ich bei einem QB eine derartige Masse an Plays gesehen, bei denen er sich selbst in die Scheiße reitet. Er kassierte über die Saison 47 Sacks. PFF schreibt ihm allein davon 23 Stück zu! Das ist extrem viel – und das deckt sich auch mit den in den Scouting-Berichten geschriebenen Problemen von wegen „wenn es mal nicht ganz so smooth läuft, wird er schnell hektisch und tendiert zusammenzuklappen“. In Arizona klappte er natürlich auch deshalb häufiger zusammen als am College, weil der Support-Cast nicht so wunderprächtig war.

Die Offense Line der Cardinals wirkte lange nicht immer sattelfest, doch alle Advanced-Stats deuten darauf hin, dass sie am Ende trotzdem überdurchschnittlich gut war. Ich gebe zu, das wirkte nicht in jedem Spiel so, aber das Zusammenspiel QB-OL war nicht immer einfach zu erfassen, weil Murray eben so schnell herumkasperte und damit die Struktur der Offense durcheinanderbrachte. Ich denke, viele „Pressure-Plays“ wären vermeidbar gewesen, hätte Kyler keine Hasenfüße gezeigt, sondern wäre in der Pocket ruhig geblieben.

Doch zurück zum Eingang: Trotz dieser „Unruhe“ wirkte er nie unsouverän. Im Gegenteil: Er schien überkonfident in seine läuferischen/Scrambling-Fähigkeiten zu sein. Manchmal sorgte das für sensationelle Rushing-Plays, aber es führte auch oft genug zu nichts, Sacks oder Würfen ins Leere.

Aber Murray ließ sich davon nicht verschrecken. Er wirkte beim nächsten Snap wieder gleich mutig. Er wirkte nie zerrüttet, unsicher, grübelnd. Scheiße gebaut? Wurscht. Mund abputzen und wieder volle Pulle weitermachen. Mit dieser Ausstrahlung schien Murray die Cardinals-Offense immer wieder mitzureißen – trotz aller unzweifelhaft auch negativen Effekte glaube ich, dass diese Grundeinstellung Murray langfristig zu einem guten Prospect macht.

Die ersten Wochen in der Cards-Offense waren recht harzig. In Woche 1 gegen Detroit spielte Kingsbury drei Viertel lang Vanilla-Offense, ehe er Murray erst gegen Ende von der Leine ließ. Resultat: Großes Comeback nach 6-24 Rückstand, Overtime, Remis. In Woche 2 in Baltimore war Murray dann auch stärker Runner in Szene gesetzt, aber auch mit ersten feinen Downfield-Pässen. Murray in diesem Spiel mit guter Balance, trotz Pass-Rush keine harten Hits zu kassieren. Murray auch ganz klar immer mit dem Pass-Fokus, auch wenn er zu Fuß unterwegs ist.

Danach kristallisierte sich immer mehr heraus, wie Murray in dieser Offense tickt: Exzellenter, wenn auch häufig zu selbstbewusster Runner, sehr guter Deep-Thrower. Was Murray an tiefen Pässen anbrachte, war schon erste Sahne – vor allem gemessen an der mäßigen Qualität der Cardinals-Receiver. Nur Routinier Fitzgerald, #13 Christian Kirk und hie und da Cooper waren ernsthafte Waffen downfield. Alle anderen Receiver wurden erst gar nicht dorthin geschickt.

Würfe wie dieser gegen die Falcons zeigen Murrays atemberaubendes Wurftalent, das nicht zu Unrecht hie und da Vergleiche mit Pat Mahomes heraufbeschwört:

Das Problem war eher der „reguläre Stuff“. Die Cards spielten ziemlich viel Screenpassing auf Receiver und Runningbacks. Das war nicht immer so brillant. Murray mit recht vielen Targets hinter der Line of Scrimmage, die zu nix führten. Du willst das mit Zahlen unterlegt haben?

Siehe hier: Kein QB hatte mehr Yards nach Screenpässen als Murray mit deren 317. Aber aus 58 Versuchen. Macht 5.5 Y/A. Kirk Cousins hatte die zweitmeisten Yards mit 281 in nur etwas mehr der der Hälfte Versuchen (32). Macht 8.8 Y/A.

Vor allem wirkte Murray auf den Targets zwischen 10-20 Yards ziemlich heiß/kalt. Das alles sieht man auch recht gut in der Air-Yards Grafik von Josh Hermsmeyer, die die Completion-Rate entlang der Target-Tiefe aufzeigt:

kyler-murray-cpoe

Viel besser als NFL-Schnitt bei den ganz tiefen Würfen, aber unterdurchschnittlich bei den normalerweise effizientesten Targets zwischen 10 und 20 Yards. In Summe war Murray mit -1.7% CPOE (completion percentage over expected) ein leicht unterdurchschnittlicher QB.

Ich denke nicht, dass man Murray „unpräzise“ nennen sollte. Im Gegenteil: Es gab genug Plays, in denen Murray ohne Pressure wunderschöne Pässe in engste Fenster genau auf die Brust rausfeuerte. Aber wenn eines an Murray – abseits von seiner Mobilität und seiner Einladung von QB-Pressures – sofort auffällt, dann ist es der überworfene Ball. Murray hatte schon in den ersten Spielen auffallend viele Overthrows, und das Problem zog sich bis zum Ende der Saison durch. Ich denke, hier wäre leichtes „Re-Adjustment“ in der Temperierung der Pässe notwendig.

Was man Murray und der ganzen Cardinals-Offense zugutehalten muss: Sie hat im Lauf der Saison nicht nur eine schematische Transformation durchgemacht, sondern ist auch immer besser geworden. Klar ist: Die meisten der guten Performances kamen nur gegen die schwächeren Defenses wie Cincinnati oder Atlanta.

Aber z.B. in Woche 11 gab es auch ein ordentliches Spiel bei den 49ers. Arizona verlor das nach hartem Kampf 26-36, aber es war vielleicht eines der typischsten Murray-Spiele: Oft sich selbst in die Scheiße gespielt mit ständigem Einladen von Pressure – auch geschuldet durch einiges Misstrauen in seine Offensive Line. Immer wieder denkt man sich: Mach doch dem Tom-Brady Tipselschritt nach vorne, dann hast du freie Bahn! Stattdessen hoppelt Murray immer wieder direkt in die Arme der Pass-Rusher hinein.

Aber obwohl die Niners mit ihrer Coverage die Schotten ziemlich gut dicht machten, packte Murray ein paar bildhübsche Pässe aus, die immer wieder den Flow des Spiels veränderten. Immer wieder 1st-Down Runs. Viele Rush-Yards nach dem ersten Kontakt. Ich bin fast geneigt zu sagen, in diesem Spiel haben wir Murray 2019 par excellence gesehen: Ein Problem für die gegnerische Defense, aber auch für die eigene Offense Line.

Murray fühlte sich insgesamt wie auf dem richtigen Weg an, ehe nach der Bye-Week in Woche 13 und 14 zwei absurde Performances gegen die Rams und Pittsburgh folgten, in denen die Cards-Offense keinen Stich machte. Gegen die Rams war Murray eine „One Man Sack-Invitation” Show, gegen Pittsburgh wurstelte er sich zwar etwas häufiger raus, machte aber noch weniger positive Plays und warf u.a. eine ganz üble INT, als CB Joe Haden in die Route sprang.

Natürlich war es nicht Murray allein. Arizona rannte in beiden Spielen schnell einem Rückstand nach und war gezwungenermaßen recht eindimensional. Die O-Line sicher nicht ganz auf der Höhe, aber es waren zwei Partien, in denen auch Murray überhaupt nicht in Fahrt kam – und es waren mit die einzigen Momente, in denen er sichtlich frustriert wirkte.

In den letzten drei Partien konsolidierte sich das ganze dann wieder, sodass man als Cardinals-Fan mit einem insgesamt guten Gefühl aus dieser Saison gegangen sein dürfte.

Gesamteindruck und Ausblick

Insgesamt eine schwierige Rookiesaison für Murray. Er bekam von der AP den „Rookie-des-Jahres“ Preis. Diese Wahl vorbei an Receiver-Granaten wie McLaurin oder A.J. Brown ist schwer zu verteidigen – aber sehen wir es mal durch die rosa Brille:

  1. Murray war ein wandelnder Big-Play Kreator in Lauf und Pass
  2. Der Vergleich der mausetoten Cardinals-Offense 2018 unter Rosen und der lebendigen (manchmal zu lebendigen) Cardinals-„Red Sea“ Offense 2019 war wie Nacht und helllichter Tag.
  3. Die Cardinals bauten ihre ganze Offense um Murray
  4. Murrays strahlte bei aller Hektik das Standing eines echte Franchise-QBs aus
  5. Und er musste mit noch immer recht wenigen Waffen und einer manchmal fragwürdigen Offense Line leben.

Auf der anderen Seite war Murray in dann doch einigen der Aspekte, die mehr als „Signal“ denn als „Noise“ gelten, eher dürftig:

  1. Pocket-Präsenz: Spiel aus sauberer Pocket war insgesamt deutlich zu instabil, auch weil er die saubere Pocket oft genug eigenhändig zu einer bevölkerten machte indem er den Ball nicht warf und auf Pass-Rush wartete.
  2. In der Range von 10-20 Yards, dort wo die NFL „Money“ macht, war Murray statistisch deutlich unterdurchschnittlich und zu inkonstant.
  3. Erfolg im ganze tiefen Passspiel schön und gut, aber das ist eher instabil. Performance unter Druck war gut, aber nicht atemberaubend, und gilt weithin nicht als stabiler Indikator. Viele der Pressure-Plays waren überdies selbst heraufbeschworen – und wir haben gelernt, dass QB-Pressure wohl in Teilen eine „QB-intrinsische“ Eigenschaft
  4. Murray spielte effektiv die von Waldman vor einem Jahr heraufbeschworene RPO/Kurzpass-Offense mit eingestreuten deep shots. Aber Timing war nicht immer gut und die Effizienz gerade des Kurzpassspiels sehr mau.

Noch etwas war auffällig: Die Cardinals-Offense 2019 mied die Spielfeldmitte wie die Pest. Fast alle Routen waren nach außen designt, und noch mehr Targets gingen auf Receiver außerhalb der Hash-Marks.

Murrays Rookiesaison war unter diesen Aspekten kein uneingeschränkter Erfolg. Aber das ist noch kein Weltuntergang. Ich denke, wenn man Anhänger der Arizona Cardinals ist, kann man viele positive Dinge aus dieser Saison ziehen: Sie haben die Offense entwickelt, eine Transformation durchgemacht, verschiedene Dinge probiert und nach und nach den guten Stoff gebracht und das, was nicht funktionierte, rausgeworfen. Sie haben eine starke Rushing-Offense. Sie haben mit einem ollen Fitzgerald und vielen totalen Grünschnäbeln auf Receiver einen wesentlichen Sprung in der Offense-Effizienz gemacht.

Jetzt hat man RB David Johnson (Kurzpassempfänger) abgegeben und durch den Superstar-WR Nuk Hopkins ersetzt. Hopkins ist war früher vor allem an den Seitenlinien eine Waffe, aber z.B. 2019 wurde er in Houston auch extrem gut über die Mitte eingesetzt! Er sollte die Offense massiv diversifizieren und Murray eine verlässliche Anspielstation geben. Das allein wird helfen um Murrays manchmal überaus hektisches Spiel zu beruhigen.

Egal ob Arizona in der restlichen Offseason noch etwas auf Receiver oder Offense Line macht: Allein durch die Präsenz von Hopkins sowie durch die wahrscheinliche Weiterentwicklung der vielen jungen Receiver (Kirk plus drei Draftpicks 2019) sollte es in Jahr 2 einen Schritt nach vorne geben.

Murray ist optisch ein Genuss zum Zuschauen. Ich bin Fan der ersten Stunde und auch wenn mir lange nicht alles an seiner Rookiesaison gefallen hat, so muss man alle Umstände mit eingerechnet doch von einem insgesamt positiven Debüt sprechen. Mit den personellen Neuerungen sowie dem Glaube an den Sprung im zweiten Jahr erwarte ich eine ziemliche Leistungsexplosion im kommenden Herbst.

10 Kommentare zu “Quarterback im Fokus: Kyler Murray – Arizona Cardinals

  1. Danke für den interessanten Artikel, bietet einen super Überblick und bestätigt auch meine Eindrücke aus der vergangenen Saison.

    Eine Frage hätte ich: Was sind die Gründe dafür, dass 10-Personnel in der NFL nicht so funktioniert? Verliert man dadurch irgendwann doch zu viel an physischer Durchschlagskraft?

  2. Ich würde gar nicht sagen, dass 10-Personnel „nicht funktioniert“. Vielleicht war es auch nur das Personal. Arizona hatte kaum NFL-reife Wide Receiver. Fitzgerald, vielleicht Kirk, dann noch eine Handvoll Rookies und ein kaputter Crabtree.

    Mit besseren Receivern kann das durchaus noch immer funktionieren – und sie spielten es in mit ca. 20% der Snaps in der zweiten Saisonhälfte durchaus noch immer prominent.

    Die erstmal beste Lehre, die ich aus der Entwicklung ziehen würde, ist, dass sich Kingsbury als anpassungsfähig erwiesen hat. Er hat nicht starr an dem einen System festgehalten, als Sand im Getriebe war. Sondern eben an der Evolution gearbeitet.

  3. Mal wieder offtopic:
    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, betreibt ihr auch etwas Weinbau? Wie sieht das denn da aus – ist ja nicht wirklich lebensnotwendig; aber den Reben kann man ja nicht einfach Zwangspause verordnen.

  4. Danke!
    Stimmt natürlich, derzeit ist es wohl meist so, dass der Nr. 1 TE einfach deutlich besser als der Nr. 4 WR im Roster ist und damit die Qualität der am Platz stehenden Spieler entsprechend im 11-Personnel höher ist.

  5. @alexanderbrink: Wir selbst haben keine Weinbau. Das ist auf 1000m Meereshöhe auch mit Klimaerwärmung noch nicht möglich 😉

    Obst- und Weinbau darf aber weiterhin bewirtschaftet werden – allerdings nur im eigenen oder gepachteten Weingut.

    Andere Aktivitäten wie z.B. Holzarbeiten im Wald aber nicht.

  6. Zum Thema Mitte des Feldes:
    Das könnte Bewusst dieses Jahr eingesetzt worden sein um Murray einfachere Reads zu geben. Die Nfl hat in der Feldmitte viele Möglichkeiten mit extra Defendern und Coveragetricks auf Interceptions zu gehen.
    Das ist für rookies sicherlich nicht einfach (und ein Grund, warum konservative Coaches die Mitte meiden)
    Ansonsten wäre es ein recht eklatanter Fehler von Kingsbury bzw. ein verbesserungspotential

  7. Das mit der Spielfeldmitte ist spannend. Ich hätte getippt, kürzere Pässe sind die sichereren Pässe. Ein Pass für fünf Yards Raumgewinn in der Mitte geht vielleicht (inkl. Pockettiefe) über zehn Yards. Das gleiche an die Außenlinie? Dürften über 30 Yards sein. Der Ball wäre also länger in der Luft. Zeit für Verteidiger zu adjusten.

    Danke an Alexanderbrink für die Erklärung.

    Es spricht natürlich auch für Kingsbury’s Routedesign, dass das so funktioniert. Ich bin mal sehr gespannt, was die Cards mit Nuk bringen. Freut mich, dass Irrwisch Murray Erfolg hat. Ich war mir da letzte Offseason nicht so sicher. Schön, wenn man positiv überrascht wird. 😀

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