Date am Donnerstag, #6: Chicago Bears – New York Giants Preview

Klassische Ansetzung zwischen zwei der ältesten NFL-Franchises für dieses Thursday Night Game: Chicago Bears (3-2) vs New York Giants (0-5), und nach den jüngsten Ergebnissen hat das war von Krisengipfel. Diese zusätzliche Brisanz macht die Ansetzung durchaus prickelnd (02h30 live bei SPORT1 US).

Die Bears fahren dieses Jahr zwar eine annehmbare Offense auf, die aber immer noch gegen wuchtige Defensive Lines Schwierigkeiten hat, QB Jay Cutler zu beschützen. Und ein Cutler mit zuviel Druck in der Pocket ist immer ein Cutler mit Neigung zu fünf Turnovers an einem einzigen Abend. Die Giants hätten nominell den Passrush, um die immer noch nicht vollständig stabile Offense Line aufzumischen, aber die Herren Pierre-Paul (kaputter Rücken), Tuck oder Moore waren bislang eher enttäuschend (nur 5 Sacks, mit nur 2.5% Sack-Quote schlechteste Rate der Liga).

Die spektakulärere Mannschaft stellen die Giants, die es zuletzt zuhause gegen Philadelphia zustande brachten, trotz gefühlter haushoher Überlegenheit mit zwei Touchdowns zu verlieren. Das Problem ist so simpel wie schnell erklärt: Turnovers. Vier weitere von selbiger Kategorie schrauben das Turnover-Konto der Giants-Offense auf sensationelle 20 (!!) Stück in diesen ersten fünf NFL-Wochen 2013. Selbst wenn sämtliche Running Backs im Kader vor lauter Angst vor Tom Coughlins Jähzorn Butterfinger bekommen haben, selbst wenn QB Eli Mannings traditionell etwas lockeres Abzugshändchen dieser Tage immer für einen Ballverlust gut ist: Diese Ratio ist so spektakulär schlecht, dass sie nicht auf Dauer anhalten wird.

Angesichts der Schlechtigkeit von New Yorks Laufspiel sollten sich die Giants meiner Meinung nach noch stärker auf den Pass fokussieren, was bei Mannings vielen INTs vielleicht bizarr klingen mag. Aber der Pass ist noch die effizienteste Waffe der Giants. Victor Cruz spielt eine für meine Begriffe starke Saison, WR Randle wird auch immer reifer und man muss auch nicht in jedem Spielzug Harakiri gehen und die Interception damit provozieren.

Als potenziell gutes Matchup könnte man diesmal die schwache Passverteidigung der Bears einbuchen, die bisher 7.6 NY/A kassiert (#30 der Liga). Die Probleme der Bears beginnen in der DL, wo DE Julius Peppers der einzige nennenswerte Passrusher ist. „Innen“ kriegen die Bears diesbezüglich nix zustande; der Ausfall des DTs Melton schmerzt wohl mehr als gedacht. „Hinten“ werden zwar recht solide Turnovers kreiert (ein Vorteil gegen die Giants!), aber die Herren Tillman und Jennings geben dennoch viel zu viele Completions über mittlere und lange Routen auf (3.4% INT-Quote ist überdurchschnittlich).

Für die Giants könnte es tatsächlich ein 0-6 Start werden – bislang ungesehen unter dem Schnellstarter Coughlin, der meist mit zirka 6-2 aus den Startlöchern kam um sich die üblichen Einbrüche im November leisten zu können. Ein 0-6 würde die Saison wohl schon begraben, selbst in der alles andere als richtig überzeugenden NFC East. Ein Sieg würde noch Restbestände an Hoffnung erlauben.

Ich sehe aber leichte Vorteile beim Heimteam Chicago.

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