AFC-Divisionals 2011/12: New England Patriots – Denver Broncos

[09h32] Endstand New England Patriots 45, Denver Broncos 10.

Gütiges Endergebnis aus Bronco-Sicht, weil New England ein Einsehen hatte. Bradys finale Zahlen sind großartig: 26/34, 363yds, 6 (!) Touchdowns, 1 INT. Vier TD-Pässe für die Tight Ends, drei davon auf Gronkowski (10/145yds, 3 TD). Chef-Ballträger für die Patriots: TE Hernandez (sic!), 5 Läufe für 61yds. Die Patriots-Drives in diesem Spiel:

Q   Zeit    Dauer   Pl   yds  Resultat
1   15:00   01:51   5    80   Touchdown
1   10:07   03:25   7    59   Touchdown
1   03:26   01:26   4    12   INT
2   14:54   01:27   5    15   Punt
2   11:17   03:35   8    52   Touchdown
2   06:31   00:47   3     3   Punt
2   02:27   00:30   2    72   Touchdown
2   01:09   01:04   5    58   Touchdown
3   13:26   01:40   4    44   Touchdown
3   10:29   01:59   5    32   Fumble
3   02:14   04:35  11    78   Field Goal
4   07:14   04:04   6    39   Punt

Immer, wenn eine Mannschaft mit mehr Turnovers (NE 2, DEN 1) ein Spiel mit 35 Punkten Differenz gewinnt, läuft irgendetwas auf schiefer Bahn. Denver hatte keine Mittel in Offense und Defense. Tebow gegen die schlechteste Pass-Defense ever: 9/26 für 136yds, nur mit 5 Scrambles für 13yds, 5x gesackt. Was aus Denvers Sicht negativ stimmen muss: Completion Rate eines Quarterbacks ist historisch betrachtet eine Statistik, die dazu tendiert, im Laufe der Jahre relativ konstant zu bleiben. Tebow heuer mit keinen 50% Completion Rate bei seinen Pässen – als Langzeitlösung ist sowas eigentlich nicht haltbar.

Denver beendet seine Saison damit mit einer 9-9 Bilanz bei einer Pythagoreischen Erwartung von ganzen 5,2 Siegen. Denver mit einer 8-4 Bilanz in engen Spielen, hatte nur einen einzigen klaren Erfolg zu verbuchen – keine illustre Gesellschaft: St Louis, Indianapolis, Kansas City, Minnesota, Oakland. Weniger klare Siege haben nur drei Teams: Arizona, Cleveland, Tampa Bay. Denver schaut damit für 2012/13 wie ein erster leiser Kandidat für den Top-Draftpick 2013 aus.

New England wird nun im Conference-Finale, sofern es die Baltimore Ravens schaffen werden, auf den ersten ernsthaften Gegner seit Anfang/Mitte November treffen. Dann werden wir wirklich wissen, wie stark die Patriots überhaupt sind.

[03h48] Halbzeit New England Patriots 35, Denver Broncos 7.

Brady mit 246yds und 5 Touchdowns in der ersten Halbzeit, pulverisierte in Kombination mit Gronkowski mal wieder ein paar Playoffrekorde und wartet nun auf seinen Halbfinalgegner nächsten Sonntag. Denver ist kein Gegner für die Patriots, bei denen wir frühestens bei einer eventuellen Superbowl-Qualifikation wissen werden, wie gut oder schlecht ihre Defense in ihrer Gesamtheit ist. Tebow ist kein Gegner, nicht für die statistisch schlechteste Pass-Defense aller Zeiten (Tebow in erster Halbzeit: 3/10 für 28yds, 2 Sacks). Ich nehme mir dann mal die Freiheit, gute Nacht zu sagen.

[03h45] New England 35, Denver 7/Q2 0:05. Die Entscheidung. Gronkowski, die dritte. Dieses Mal war Gronkowski 10-15m offen, und Brady mit dem einfachen Wurf. Denver wird hier nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Fünfter Touchdownpass für Brady am heutigen Tag. In der heutigen ersten Halbzeit.

[03h42] Tebow verpasst WR Thomas auf der simpelsten „Out“-Route der Welt zirka um einen Meter, sodass Thomas grad noch zwei Finger dran bekommt. Geht es nach Simms, liegt es am Wind („The wind is hurting the Broncos a lot more than the Patriots“).

[03h34] New England 28, Denver 7/Q2 1:57. Bradys vierter Touchdown nach einem rattenscharfen Wurf auf den an der linken Seitenlinie einfach nur geradeaus laufenden WR #84 Deion Branch. 61yds, Simms hatte recht: Denver wäre besser beraten gewesen, den 14pts-Rückstand zu konservieren.

[03h29] Es erstaunt immer noch, wie niedrig CBS den Standard bei Tim Tebow ansetzt. Schon letzte Woche faselte Simms was von kluger Entscheidung, als Tebow unmotiviert den Ball intentional in den Boden setzte (als Royal (?) kurz vor Schluss schlecht abgedeckt war) – ein Wurf, den jeder halbwegs normale NFL-Quarterback versenkt. Die heutige Version: Für Simms wäre es ein Erfolg, wenn Denver mit 7-21 in die Halbzeit ginge.

[03h21] Tebow liefert Stoff zur Kritik. Sieht nun schon zum dritten oder vierten Mal weit offene Leute (diesmal glaub ich der Running Back) nicht und sorgt fast im Alleingang für das zweite Three’n’Out.

[03h16] New England 21, Denver 7/Q2 7:42. Wieder Gronkowski mit dem Touchdown, diesmal diskussionslos und über die Mitte. Denver kriegt überhaupt keinen Zugriff auf Gronkowski: 7 Catches, 78yds, 2 TD für den Tight End. Nebenher haben die Pats einen neuen Running Back: #81 Aaron Hernandez, der aus 3 Carries bisher 58yds machte.

[03h05] Schon ist der Rhythmus aus New Englands Angriff raus. Brady kriegt eine Spur mehr Druck und wirft eher schlechte Pässe, überwirft Gronkowski zwei Meter beim dritten Down und hätte einen Snap vorher um ein Haar eine weitere INT geschmissen.

[02h58]] New England 14, Denver 7/Q2 14:54 Brady wird langweilig und bringt ein bissl Spannung ins Spiel: INT mit einem eher vogelwilden Wurf auf S Quinton Carter. RB McGahee verwertet zum Touchdown, aber Denvers Kader wird nach der Verletzung von WR #88 Demariyus Thomas bedenklich dünn.

Erstes Viertel

[02h42] New England 14, Denver 0/Q1 6:42 Was ganz Neues: Die tight Ends der Patriots bestimmen, wo der Hammer hängt. Hernandez darf die Laufspielzüge ausführen, TE Gronkowski die Pässe fangen. Wir sind gerade knapp über 1/8 der Spielzeit und #81und #87 schon mit 99yds von den 132yds Offense der Patriots – obwohl der TD eher nach Fehlentscheidung roch.

[02h26] Die Patriots führen nach einem lockeren Auftaktdrive 7-0, mit dem Schlüsselspielzug eines Laufes von TE #81 Hernandez, der sich durch sämtliche Tacklings fräste. Den TD besorgte dann WR #83 Wes Welker. Im anschließenden Broncos-Drive hat Tebow zwar Erfolg mit Scrambles, fumbelt aber dann zum ersten Turnover den Ball.

[01h45] Gleich geht es in Foxboro los. Die Bedingungen sind playoffwürdig: Minus 14°C! Ich halte mir diesmal die Option offen, gegebenenfalls das Spiel irgendwann zu verlassen – ich muss um 7h15 wieder raus.

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5 Kommentare zu “AFC-Divisionals 2011/12: New England Patriots – Denver Broncos

  1. Das Spiel ist Pest (Tebow = Gator) gegen Cholera (Brady). Wo ist die SMS-Nummer, mit der man beide rauswählen kann?

  2. Brady unfassbar effektiv: 5 Touchdowns in der ersten Hälfte! 3x Gronkowski!

    Denver wird gerade aber sowas von verbrannt! Wie soll das am Ende ausgehen wenn NE so weiter macht?

  3. Ich finde ja den 48 Yard Punt von Brady sehr geil. Im Ernst: Das konnte man so erwarten, die Broncos sind eben doch nur Mittelmaß. Bin gespannt, ob die schnelle Prognose mit dem No. 1 Pick eintreffen wird.

  4. Nach der ersten Halbzeit war bei mir heute Nacht schluss 😀
    Habe mir gerade die Wiederholung bei ESPN angesehen.
    Ganz starkes Spiel von New England. Verstehe nicht, warum BB lieber den Gegner zuerst mit Ball in der Hand sehen will. Für die Defense der Patriots ist es besser, wenn sie keinen so hohen Druck verspüren und mit 7 Punkten im Rücken verteidigen.

    Zuerst einmal zur Offense:

    Endlich beginnt man mal einen Drive mit einem Pass, anstatt beim ersten Carry sofort wieder max. 2 yards rauszuholen. Meistens folgte dann die Inc und dann ein schwere 3&8. Kurios Aaron Hernandez den TE aus der Shotgun als HB starten zu lassen. Bekommt auch sofort carries und macht mehrere starke Läufe. Der Kerl hat die Maße eines Tight Ends, die Schnelligkeit eines WR und die quickness eines RBs. Steht auch öfters mal als FB hinter Brady. Hatte glaube ich insgesamt 5 carries für 60 yards. Echt stark.
    Hatte eigentlich gehofft, das Stevan Ridley first string back wird, weil mir seine Art wesentlich besser gefällt als die von Green-Ellis. Es wäre mal ein etwas schnellerer hardrunner mit Peterson style. Nur leider fumbled er auch genauso häufig. Im Gegensatz zu Green-Ellis der in seiner gesamten NFL career noch keinen einzigen Ball verloren hat. Woodhead kommt immer mal für ein paar plays rein und macht ordentlich Boden gut. Schafft häufig mit jedem seiner ersten carries 10 yards. Ist auch ein gutes pass target über die Mitte.
    Nun denn, Hernandez als HB hat die Broncos ordentlich verwirrt.
    Im passing game hat eigentlich jeder der Startaufstellung seine catches bekommen. Welker, Branch, Gronk und Hernandez. Jeder mit TD. Alle 4 sind excellente route runner, sodass immer einer der 4 frei sein muss. Für die Defense wird es immer schwieriger zu entscheiden, wen man in double coverage stecken sollte. Ein CB auf Gronk ist in jedem Fall ein missmatch. Selbst bei einem TE screen, wo der CB einen freien shot auf Gronk hatte, weicht dieser einfach aus. Also nicht nur von der Stärke her überlegen.
    Vermissen lies sich diese Saison bis jetzt ein richter Wideout, der die Seitenlinie entlang marschiert. Gestern war es Branch mit seinen 1,75m der so ein Ding sogar in enger coverage vollendet hat (wobei der CB nie den Ball gesehen hatte). Auch Gronk wird nun öfter für diese Pässe nach außen geschickt, wo er mit seinen knapp 2m echt viel vom Himmel runterholen kann.

    Zu Hernandez habe ich schon alles gesagt, kann fast jede Position spielen. Auch nach Gronkowskis ersten TD muss man überlegen, ob das wirklich ein TE oder doch schon ein WR ist. Von der athletic her auf jeden Fall letzteres.

    Komische Entscheidung gegen Ende des Spiels alles starter auf dem Feld zu lassen. Das bringt mich auch zu der Vermutung, dass BB eigentlich auch noch auf den 7. Pass TD setzen wollte, auch wenn er nachher in der Pressekonferenz behauptet hat, er weiß gar nicht wo welcher Rekord auch immer ist und das dies ja auch total unwichtig sei. Aber das wird in New England immer wieder erzählt. War mit dem Receiving record von Gronk genau das Gleiche. BB wusste genau, wie viel noch fehlte.
    Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn Brady noch den 7. und 8. nachgelegt hätte.
    Letztendlich war es aber eine schlechte Entscheidung alle durchspielen zu lassen. Lediglich 3 Punkte kamen noch aufs Konto und dazu eine Gehirnerschütterung für Hernandez. Verstehe nicht, warum gegen Ende nicht auf Underwood oder Ochocinco gesetzt wurde, den ich im übrigen kein einziges Mal auf dem Spielfeld gesehen habe!? Kann mir nicht vorstellen, dass seine Arbeit mit Brady so schlecht ist. Wenn dies der Fall wäre, dann hätte man ihn schon längst entlassen. Hoffe er bekommt noch seine Playoff chance. Er ist der wideout, der NE fehlt. Klar kein Moss, aber nützlich denke ich.

    Zur Defense:

    Nicht viel zu sagen. Passrush war genial. Gerade von den linebakern Ninkovich und Spikes. Enorm viele Tackles for loss. Zur coverage will ich nichts sagen. Verstehe Tebow nicht. Letztes Jahr hatte er ein normales 300yard game. Gegen Houston glaube ich. Dort hat er den Ball nach ca. 3 sekunde aus der Hand gelassen. In dieser Saison braucht er 10 Sekunden dafür. Warum? Will er sicher gehen und keine INT werfen?

    NE hat das Running game gut gestoppt. Vorallem die option plays. Erinnerte mich da ein bisschen an den BCS bowl, wo Jordan Jefferson keine Chance hatte, weil sowohl er, als auch der HB zum pitch gecovert waren.

    Die patriots haben zwar ihre safeties nicht so provokant wie die Steelers nach vorne geholt, haben aber auch eher den Run verteidigt. Glaube den Aussagen von BB nicht, was er angeblich von den Qualitäten von Tebow als passer hält.

    Fazit: Ich bleibe kritisch, was die NE Defense angeht. denke, dass sie gegen Flacco (vielleicht auch Yates) wieder schlecht aussehen werden. Überzeugend war der pass rush, der natürlich schon sehr hilfreich für die secondary ist. Aber das lag in der 2. Halbzeit auch daran, dass die Denver Oline ihr Vertrauen in Tebow verloren hat.

    Bezeichnend die Abschlussszene der Übertragung. Tebow hat das komplette Feld für den handshake mit Brady abgegrast. Es sah jedenfalls sehr hilflos aus. Bin mal gespannt, was auch Tebowmania wird. Bin da etwas voreingenommen, weil ich täglich die Patriot radio shows anhöre, und da kursiert schon seit Monaten eine starke Meinung zum Thema Tebow.

    Tebowing bei NE Touchdowns werde ich mir allerdings nicht mehr abgewöhnen 😀

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